DE3330373C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Verbrennen von Kohle - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verbrennen von Kohle

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbrennen von Kohle gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Aus CH-PS 613 506 ist ein Verfahren zum Verbrennen von Brennstoffen bekannt, bei dem einer Verbrennungszone in einem zentralen Düsenrohr ein flüssiger Brennstoff und in einem konzentrisch darum angeordneten Düsenrohr Luft zugeführt werden, während parallel zu beiden Seiten dieser Anordnung ein Gemisch aus gasförmigem Brennstoff und Luft herangeführt wird. Sämtliche zugeführten Ströme sind getrennt voneinander steuerbar, wobei zur Verminderung des Stickoxidgehalts in den Abgasen der Verbrennung die beiden seitlichen Außenströme ein brennstoffarmes Gemisch darstellen und das Verhältnis von flüssigem Brennstoff und konzentrisch zugeführter Luft im Zentrum der zugeführten Ströme einem brennstoffreichen Gemisch entspricht.
Aus GB-A-2056 656 ist ein Verfahren zum Verbrennen von Brennstoffen bekannt, bei dem einer Verbrennungszone in einem zentralen Düsenrohr Verbrennungsluft, in einem konzentrisch darum angeordneten Düsenrohr ein Gemisch aus Trägerluft, (flüssigem) Brennstoff und Kohlenstaub, in einem wiederum konzentrisch dazu angeordneten weiteren Rohr erneut Luft und schließlich ebenfalls konzentrisch zu dem Ganzen durch einzelne Düsen ein restlicher Teil von Verbrennungsluft im Gemisch mit Zusatzstoffen zugeführt werden. Die Zusatzstoffe sind dazu bestimmt, mit in der Verbrennungszone vorhandenen Verunreinigungen zu leicht entfernbaren Stoffen zu reagieren.
Aus JP-Abstract-.58-16 106 A ist ein Verfahren zum Verbrennen von Brennstoffen bekannt, bei dem einer Verbrennungszone durch ein konzentrisch um den zentralen Teil eines Brenners angeordnetes Düsenrohr pulverisierte Kohle und durch ein konzentrisch dazu angeordnetes Düsenrohr anderer Brennstoff zugeführt werden, um die Bildung von Stickoxiden zu vermindern.
Schließlich ist aus US-PS 1 562 411 ein Verfahren zum Verbrennen von pulverisierter Kohle bekannt, bei dem einer Verbrennungszone in einem zentralen Düsenrohr ein Gemisch aus pulverisierter Kohle und Luft und in einem konzentrisch darum angeordneten Düsenrohr weitere Luft zugeführt werden.
Sofern bei den genannten Verfahren Kohle als Brennstoff eingesetzt wird, wird zumeist die teilchenförmige Kohle in Suspension mit einem Hauptluftstrom von einer Pulverisierungseinrichtung oder Mühle den Kohledüsen zugeführt, wobei als Ergänzung Nebenluft zum Unterhalten der Verbrennung herangeführt wird. Nach der anfänglichen Entzündung wird die Kohle infolge der örtlichen Zurückführung der Gase und der Flamme des Verbrennungsvorgangs am Brennen erhalten, was Entzündungsenergie liefert, wobei zur Unterstützung die Strahlung der Flamme im Ofen und die Strahlung von den Ofenwänden herangezogen werden.
Die Kohle verbrennt leicht, wenn der Ofen über eine verhältnismäßig lange Zeitdauer hinweg betrieben worden ist. Jedoch ist zur Erzeugung einer Zündflamme während des Ingangsetzens des Ofens und zum Aufheizen der Ofenwände, der Konvektionsflächen und des Luftvorerhitzers das Gemisch aus Hauptluftstrom und Kohle aus herkömmlichen Hauptbrennern normalerweise unter diesen verhältnismäßig kalten Bedingungen zu mager und nicht leicht zum Brennen zu bringen. Daher hat man allgemein mit Öl oder Gas betriebene Zündeinrichtungen und bzw. oder Feuerungen vorgesehen, um die Ofenwände, Konvektionsflächen und den Luftvorerhitzer aufzuheizen, da diese Brennstoffe den Vorteil besitzen, sich leichter entzünden zu lassen und daher weniger Wärme benötigen, um die Verbrennung einzuleiten. Die Zündeinrichtungen werden normalerweise durch einen elektrischen Funkenerzeuger in Gang gesetzt, und die Feuerungen werden normalerweise mit Hilfe einer Zündvorrichtung oder durch eine elektrische Vorrichtung hoher Energie oder hoher Spannung gezündet.
Eine weitere Anwendung von Hilfsbrennstoffen bei einem kohlebetriebenen Ofen findet während des Teillastbetriebes statt, d. h., wenn die Kohlebeschickung und daher die Stabilität der Kohlenflamme verringert sind. Unter diesen Bedingungen werden Öl- oder Gaszünder und bzw. oder -feuerungen dazu verwendet, um die Stabilität der Flamme im Ofen aufrechtzuerhalten und auf diese Weise die Ansammlung unverbrannten Kohlestaubes im Ofen zu vermeiden.
Die beschriebenen Vorteile der mit Öl oder Gas betriebenen Aufheiz- und Teillast-Feuerungen sind jedoch in letzter Zeit durch die starken Erhöhungen für die Kosten sowie die verminderte Verfügbarkeit dieser Brennstoffe stark beeinträchtigt worden. Diese Situation wird noch durch die in steigendem Maße vorgenommenen Betriebsumstellungen der mit Kohle betriebenen Brenner von der herkömmlichen Grundlastbetriebsweise auf eine zyklische Betriebsweise erschwert, wodurch ein noch höherer Bedarf an zusätzlichen Öl- und Gassystemen zur Unterstützung dieser Art von Einheiten entsteht.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens zum Verbrennen von Kohle, bei dem der Bedarf an zusätzlichem Brennstoff, wie Öl oder Gas, um das Aufheizen, das Ingangsetzen und eine Stabilisierung bei Teillastbetrieb zu erzielen, verringert oder eliminiert wird, d. h., daß beim Verbrennen von Kohle/Luft-Gemischen eine sichere Zündung und ein stabiler Teillastbetrieb auch ohne zusätzlichen Brennstoff erzielt werden können.
Gegenstand der Erfindung ist das in Anspruch 1 angegebene Verfahren sowie die in Anspruch 5 angegebene Vorrichtung.
Das erfindungsgemäße Verfahren führt also zur einstellbaren Aufteilung eines Gemisches aus Kohle und Luft (primärer Kohle/Luft-Strom) aus einer Kohlemühle in zwei getrennte Ströme. Der eine Teilstrom wird einem Zyklonabscheider zum Abtrennen einer Luftmenge zugeführt. Eine zentrale Düse ist mit dem Abscheider zum Ausbringen der Hauptmenge der abgetrennten Kohle aus dem Gemisch in den Ofen und eine konzentrisch darum angeordnete Düse mit dem Abscheider zum Ausbringen der abgetrennten Luft in den Ofen verbunden. Die abgetrennte Kohle wird entzündet, und die abgetrennte Luft unterstützt die Verbrennung der Kohle. Einer weiteren äußeren Düse wird über ein Düsenrohr der andere Teilstrom aus Kohle und Luft zum Erhöhen der Zündfähigkeit und zum Betrieb bei Vollast zugeführt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen in Verbindung mit der Figurenbeschreibung näher erläutert, worin
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Verbrennungsvorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Rohrverzweigung, die in der Vorrichtung gemäß Fig. 1 verwendet wird,
Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie 3-3 von Fig. 2 und
Fig. 4 einen partiellen rückwärtigen Aufriß längs der Linie 4-4 der Fig. 1 bedeuten.
Gemäß Fig. 1 besitzt die allgemein mit der Bezugszahl 10 bezeichnete Mühle zum Pulverisieren der Kohle einen Einlaß 12 zur Aufnahme eines Luftstromes sowie einen Einlaß 12a zur Aufnahme eines Stromes von Rohkohle, die beide in die Mühle unter der Verwendung eines nicht dargestellten Steuersystems eingebracht werden. Die Mühle 10 arbeitet in herkömmlicher Weise, indem sie die Kohle trocknet und zu verhältnismäßig feinen Teilchen vermahlt; sie besitzt einen Auslaß, der in ihrem oberen Abschnitt angeordnet und mit einem Ende an der Leitung 14 verbunden ist, die das Gemisch aus pulverisierter Kohle und Luft aufnimmt. In der Leitung 14 ist ein Absperrventil 16 angeordnet, das die Strömung des Gemisches aus Kohle und Luft in Richtung auf eine Rohrkrümmung 17 steuert, der an dem anderen Ende der Leitung 14 angeordnet und mit einer Rohrverzweigung 18 verbunden ist. Die Rohrkrümmung 17 besitzt rechteckigen Querschnitt, und die Kohle wird in Richtung auf den äußeren Abschnitt 17a der Biegung der Rohrkrümmung mit Hilfe der Zentrifugalkraft befördert. Daher ist die Kohle, wenn der Strom an die Rohrverzweigung 18 gelangt, praktisch an der Außenfläche des Bogens des Rohrkrümmungsabschnittes 17a konzentriert. Es versteht sich, daß zwar lediglich eine Leitung 14 dargestellt ist, die Mühle 10 jedoch mehrere Auslässe aufweist, die mit mehreren Leitungen verbunden sind, die der Leitung 14 gleich sind und die ihrerseits mit mehreren Krümmungen 17 und Rohrverzweigungen 18 verbunden sind, wobei die Anzahl von Auslässen, Leitungen, Rohrkrümmungen und Rohrverzweigungen der Zahl der Brenner entspricht, die bei dem in Rede stehenden Ofen verwendet werden.
Die Rohrverzweigung 18 ist in den Fig. 2 und 3 im einzelnen dargestellt und umfaßt einen Verbindungsflansch 20, der die Verbindung zum Endabschnitt der Rohrkrümmung 17 herstellt. Im Inneren der Rohrverzweigung 18 ist eine Klappe 22 vorgesehen, die eine Auftrennungskammer 23 in eine Kammer 24, die sich in Flucht mit dem Endabschnitt der Rohrkrümmung 17 erstreckt, und in eine Kammer 26 aufteilt, die sich unmittelbar angrenzend an die Kammer 24 erstreckt. Die Rohrverzweigung 18 besitzt weiter zwei Auslässe 28 und 30, die sich an die Kammern 24 bzw. 26 anschließen und die mit Verbindungsflanschen 32 bzw. 34 versehen sind, die sie mit zwei Leitungen 36 bzw. 38 verbinden. Die Klappe 22 ist um eine Welle 22a drehbar angeordnet und wird von einem nicht dargestellten Steuerungssystem bewegt, um den anteiligen Durchfluß zwischen den Kammern 24 und 26 und daher den Ausstoß durch die Leitungen 36 bzw. 38 zu steuern. Wie in Fig. 3 dargestellt, ist die Klappe 22 derart dimensioniert und angeordnet, daß zwischen ihrem freien Ende und der entsprechenden Wand der Rohrverzweigung 18 ein Zwischenraum gebildet wird, um ein gewisses Ausmaß an Strömung aus der Kammer 23 in Kammer 24 zu gestatten, wenn sich die Klappe in der in Fig. 2 durch ausgezogene Linien dargestellten Stellung befindet, und in Kammer 26 zu gestatten, wenn sich die Klappe in der gestrichelt dargestellten Stellung befindet, wofür die Gründe weiter unten im einzelnen beschrieben werden.
Gemäß Fig. 1 ist die Leitung 38 aus der Rohrverzweigung unmittelbar mit einem Zyklonabscheider 42 verbunden, während sich die Leitung 36 aus der Rohrverzweigung zu einer Brennerdüse hin erstreckt, die allgemein durch die Bezugszahl 40 bezeichnet ist. Der Zyklonabscheider 42 erhält somit das Gemisch aus pulverisierter Kohle und Luft aus der Leitung 38 und arbeitet in herkömmlicher Weise, so daß eine große Menge Luft aus dem Gemisch abgetrennt wird. Die abgetrennte Kohle, die verhältnismäßig wenig Luft enthält, (in der Größenordnung von 1%) wird in eine Niedriglastleitung 44 geführt und die Luft in eine Düsenluftleitung 46. Die Leitungen 44 und 46 sind mit der Brennerdüse 40 in einer Weise verbunden, die im einzelnen weiter unten beschrieben wird, und in der Leitung 46 ist eine Drosselklappe 48 angeordnet, um die Luftströmung zwischen den Leitungen 44 und 46 zu steuern.
Die Brennerdüse 40 ist koaxial mit einer durchgehenden Öffnung 52 angeordnet, die in der Vorderwand 54 eines herkömmlichen Ofens ausgebildet ist und die beispielsweise einen Teil eines Wasserdampfgenerators bildet. Selbstverständlich enthält der Ofen auch eine Rückwand und Seitenwände von entsprechender Abmessung, so daß eine Verbrennungskammer 56 unmittelbar anschließend an die Öffnung 52 gebildet wird. Die Vorderwand 54 sowie die anderen Wände des Ofens bestehen aus geeignetem Material 58 zur thermischen Isolierung, und selbstverständlich kann die Verbrennungskammer, obwohl nicht besonders erläutert, auch mit Röhren ausgestattet sein, durch die ein Wärmeaustauscherfluid, wie beispielsweise Wasser, in herkömmlicher Weise zur Erzeugung von Wasserdampf geführt wird.
Eine senkrechte Wand 60 ist parallel zur Ofenwand 54 angeordnet und besitzt eine Öffnung, die die Brennerdüse 40 aufnimmt. Selbstverständlich sind auch Wände am Oberteil, am Boden und an den Seiten (nicht dargestellt) vorgesehen, die zusammen mit der Wand 60 in herkömmlicher Weise eine Luftkammer oder Windbox zur Aufnahme von Sekundärluft bilden.
Eine ringförmige Platte 62 erstreckt sich rund um den Brenner 40 und befindet sich zwischen der Vorderwand 54 und der Wand 60. Eine weitere ringförmige Platte 64 ist zwischen der Platte 62 und der Ofenwand 54 vorgesehen und erstreckt sich im Abstand von und parallel zur Platte 62. Von der Innenoberfläche der Platte 64 aus erstreckt sich eine kragenförmige Mündung 66 zwischen der Öffnung 52 und dem Brenner 40, die zwei Luftstromdurchtritte 68 und 70 definiert.
Zwischen der Vorderwand 54 und der Platte 62 ist eine Anzahl äußerer Leitschaufeln 72 drehbar montiert, um die Verwirbelung der Sekundär- oder Nebenluft aus der Windbox zu den Luftdurchtritten 68 und 70 zu steuern. In ähnlicher Weise ist eine Anzahl innerer Leitschaufeln 74 zwischen den Platten 62 und 64 drehbar montiert, um die Verwirbelung der Sekundär- oder Nebenluft, die durch den ringförmigen Durchtritt 70 hindurchströmt, weiter zu regulieren. Wenngleich nur zwei Leitschaufeln 72 und 74 in Fig. 1 dargestellt sind, versteht es sich von selbst, daß mehrere derartige Leitschaufeln sich im Abstand von den dargestellten Leitschaufeln umfangmäßig erstrecken. Die Montierung der Leitschaufeln 72 und 74 kann in beliebiger herkömmlicher Weise erfolgen, beispielsweise durch Montieren der Leitschaufeln auf Wellen (schematisch dargestellt) und Lagern der Wellen in geeigneten Lagern, die in der Vorderwand 54 und Platten 62 und 64 gebildet sind. Außerdem kann die Stellung der Leitschaufeln 72 und 74 mit Hilfe von Kurbeln oder dergleichen einstellbar sein. Da derartige Bestandteile herkömmlicher Natur sind, sind sie in den Zeichnungen nicht dargestellt und werden auch im folgenden nicht mehr beschrieben.
Die Brennerdüse 40 besteht aus einer Düse 80, die mit der Leitung 44 verbunden ist, einer Düse 82, die mit der Leitung 46 verbunden ist, sowie einer Düse 84, die mit der Leitung 36 verbunden ist. Die Düse 80 erhält auf diese Weise die dichtphasige teilchenförmige Kohle aus dem Abscheider 42 und entlädt sie in Richtung auf die Öffnung 52 in der Ofenwand 54. Die Düse 82 erstreckt sich koaxial um die Düse 80 herum und definiert somit einen ringförmigen Luftdurchlaß, der die Luft aus dem Abscheider 42 zugeführt bekommt und sie in einem die Verbrennung unterstützenden Verhältnis in einer weiter unten im einzelnen zu beschreibenden Weise der dichtphasigen Kohle, die aus der Düse 80 ausgebracht wird, zugeführt. Die äußere Düse 84 erstreckt sich koaxial um die Düse 82 herum und definiert ebenfalls einen ringförmigen Durchlaß, der das Gemisch aus Luft und Kohle aus der Rohrverzweigung 18 zugeführt bekommt. Die Düse 84 ist konisch ausgebildet, so daß der Durchlaß zwischen ihr und der Luftdüse 82 in seinem Querschnitt abnimmt, je weiter das Gemisch aus Luft und Kohle aus der Düse 84 ausgebracht wird.
In dem ringförmigen Durchlaß zwischen Düse 80 und Düse 82 ist ebenfalls eine Anzahl von Leitschaufeln 86 angeordnet, um die Luft bei ihrer Ausbringung in die Öffnung 52 zu verwirbeln. Die Leitschaufeln 86 können von herkömmlicher Form sein und verjüngen sich radial einwärts; sie sind in den ringförmigen Durchlaß zwischen den Düsen 80 und 82 derart angeordnet, daß sie der durch diesen Durchlaß durchströmenden Luft eine Verwirbelung verleihen können.
Wie besser in Fig. 4 dargestellt, ist die Verbindung zwischen der Leitung 36 und Düse 84 tangential ausgebildet, so daß dem Luft-/Kohlegemisch eine Drehung verliehen wird, wenn es durch den ringförmigen Durchlaß zwischen den Düsen 82 und 84 hindurchtritt, bevor es in Richtung auf die Öffnung 52 ausgebracht wird.
Wenngleich in der Zeichnung nicht dargestellt, können verschiedene Vorrichtungen vorgesehen sein, um für kurze Zeit Zündenergie für die Teilchen der dichtphasigen Kohle zur Verfügung zu stellen, die aus der Düse 80 ausgebracht werden, um diese Teilchen zu entzünden. Beispielsweise kann von der Brennerdüse 40 eine Funkenerzeugungseinrichtung in Form eines Lichtbogenzünders oder eines kleinen, mit Öl oder Gas betriebenen herkömmlichen Feuerungszünders gehaltert sein.
Angenommen, der beschriebene Ofen bildet einen Teil eines Dampferzeugers und der Dampferzeuger soll in Gang gesetzt werden, so beginnt die Mühle 10, einen Luftstrom sowie einen geringen Kohlestrom durch ihre Einlässe 12 bzw. 12a aufzunehmen, und arbeitet derart, daß die Kohle bis zu einem vorbestimmten Feinheitsgrad zerkleinert wird. Das magere Gemisch aus Luft und fein pulverisierter Kohle wird aus der Mühle 10 ausgebracht, so daß es durch Leitung 14 und Ventil 16 sowie durch die Rohrkrümmung 17 in die Kammer 23 der Rohrverzweigung 18 strömt. Da sich die Kohle während ihres Durchtritts durch die Rohrkrümmung 17 an deren äußerer Oberfläche entlangbewegt, wie oben erläutert, besteht ein großer Anteil des Gemisches aus Kohle und Luft, das aus der Rohrkrümmung 17 in den unteren Abschnitt der Kammer 23 eintritt, aus Luft, während ein großer Anteil des Gemisches, das in den oberen Anteil der Kammer eintritt, aus Kohle besteht. Demzufolge strömt, da sich die Aufspaltungsklappe 22 in der durch die ausgezogenen Linien in Fig. 2 dargestellten geschlossenen Stellung befindet, eine verhältnismäßig große Luftmenge aus der Kammer 23 an der Klappe 22 vorbei in die Kammer 24, weil durch die Abmessungen des Abscheiders 42 und die Bestandteile stromabwärts des Abscheiders ein verhältnismäßig großer Strömungswiderstand besteht, während die Hauptmenge der Kohle, die sich an oder in der Nähe der oberen Oberfläche der Rohrverzweigung 18 befindet, durch die Kammer 26 in die Leitung 38 geleitet wird. Die primäre Luft, die zusammen mit solcher Kohle, die nicht in die Kammer 26 transportiert worden ist, in die Kammer 24 gelangt, strömt durch Leitung 36 zur Düse 84.
Das Gemisch aus Kohle und Luft, das durch die Kammer 26 hindurchtritt und das gemäß dem oben Gesagten aus der Hauptmenge der zu Beginn pulverisierten Kohle besteht, gelangt durch die Leitung 38 in den Abscheider 42, wo es in dichtphasige teilchenförmige Kohle und Luft aufgetrennt wird, die durch Leitungen 44 bzw. 46 den Düsen 80 bzw. 82 zugeführt werden. Die dichtphasige teilchenförmige Kohle aus der Düse 80 wird in Kombination mit der Primärluft aus Düse 82 vor den Düsen 80 und 82 zufolge der der Luft durch die Leitschaufeln 86 verliehenen Drehung und zufolge des daraus resultierenden Rückströmeffektes des gebildeten Wirbels vermischt und zurückgeführt. Das Ergebnis ist ein reiches Gemisch, das mit Hilfe einer der oben beschriebenen Techniken, wie beispielsweise unmittelbar durch einen Hochenergiefunkenerzeuger oder einen Öl- oder Gaszünder leicht gezündet werden kann. Wenngleich der Ausstoß an pulverisierter Kohle niedrig ist, führt die Konzentrierung des Brennstoffstromes zu einem reichen Gemisch, das am Punkt seiner Entzündung wünschenswert und notwendig ist. Der auf diese Weise gebildete Wirbel erzeugt die gewünschte Zurückführung der Verbrennungsprodukte von dem verbrannten Brennstoff, so daß die notwendige Wärme erzeugt wird, um den neuen Brennstoff bei seinem Eintritt in die Entzündungszone zu zünden.
Die Belastung der Einheit kann anschließend erhöht werden, indem man mehr Brenner an derselben Mühle in Betrieb nimmt oder indem man mehr Mühlen in analoger Weise in Betrieb nimmt. Wenn die gewünschte Anzahl an Mühle und Brenner in Betrieb sind und es erwünscht ist, die Last weiter zu erhöhen, wird der Kohlezustrom zu jeder Mühle erhöht. Gleichzeitig wird die Aufspaltungsklappe 22, die jeder Mühle 10 zugeordnet ist, in Richtung auf Kammer 26 gedreht, so daß ein Teil der teilchenförmigen Kohle, die sich in dem oberen Abschnitt der Aufspaltungseinrichtung 18 konzentriert hat, zusammen mit einer Menge an Primärluft in die Kammer 24 zur Weiterleitung über Leitung 36 zu Düse 84 geleitet wird.
In dem Maße, wie die Kohlebeschickung der vollen Kapazität angenähert wird, bewegt sich die Aufspaltungsklappe 22 weiter in Richtung auf Kammer 26, bis sie die maximal offene Stellung erreicht hat, die durch die gestrichelten Linien in Fig. 2 annähernd dargestellt ist.
In dieser Stellung wird eine maximale Strömung des Gemisches aus Kohle und Luft in die Kammer 24 erreicht, während ein Teil des Gemisches an der der Aufspaltungsklappe 22 vorbei durch die Kammer 26 in den Abscheider 42 geführt wird. Durch eine Steuerung der Bewegung der Aufspaltungsklappe 22 in Abhängigkeit der Mühlenleistung 10 kann die Menge an Kohle und die Verbrennung unterstützender Luft, die dem Abscheider 42 und dadurch den Niedriglastdüsen 80 und 82 zugeführt werden, auf einem niedrigen Wert (etwa 5% bis 20% der Vollast) gehalten werden, während die Hauptdüse 84 in ihrer Belastung zu- oder abnimmt, wie erforderlich. Durch die Niedriglastbrenner 80 und 82 wird eine hinreichende Turbulenz aufrechterhalten, wenngleich bei steigender Belastung die Wirkung der Hauptschieber und Sekundärluftströmungsmuster weiter zu einer Gesamtstabilität des Brenners beitragen.
Selbstverständlich kann die beschriebene Einrichtung je nach dem Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffes etwas vorerhitzte Luft benötigen oder nicht. Nötigenfalls kann diese Wärme durch beliebige herkömmliche Aufheizmaßnahmen zugeführt werden, um die Temperatur der Primärluft, die in die Mühle 10 eintritt, zu erhöhen.
Ferner ist die vorliegende Erfindung nicht auf die oben beschriebenen bestimmten Brenner- und Düsenanordnungen beschränkt, sondern kann auch anderen Anordnungen angepaßt werden, solange die oben beschriebenen Ergebnisse erzielt werden. Auch können verschiedene Arten von Abscheidern außer dem oben beschriebenen Zyklonabscheider verwendet werden.
Aus der beschriebenen Anordnung ergeben sich mehrere Vorteile. Beispielsweise verbraucht die Zündeinrichtung lediglich während der sehr kurzen Zeit Energie, die erforderlich ist, um die dichtphasige teilchenförmige Kohle von Düse 80 unmittelbar zu entzünden, wonach die Inbetriebsetzung und Vorerhitzung allein durch die Verbrennung der dichtphasigen teilchenförmigen Kohle in Verbindung mit der Unterstützung der verwirbelten Luft aus Düse 82 vervollständigt wird. Auch stabilisiert die Niedriglastdüse 80 für die dichtphasige teilchenförmige Kohle die Hauptkohleflamme innerhalb weiter Belastungsbereiche, so daß der Betrieb flexibler wird und weniger Hilfsbrennstoffe manipuliert werden müssen.
Das beschriebene System und Verfahren können auf die meisten bestehenden Systeme sowie beliebige Neuinstallierungen angewandt werden, da die Strömung in verschiedene parallele Wege aufgeteilt wird und zusätzliche Druckverluste auf einem Minimum gehalten werden.

Claims (5)

1. Verfahren zum Verbrennen von Kohle mit einem zentralen Düsenrohr zum Einblasen von im wesentlichen Kohle in einen Feuerungsraum, mit einem mittleren, konzentrisch angeordneten Düsenrohr zum Einblasen von Luft und mit einem äußeren, konzentrisch angeordneten Düsenrohr, dadurch gekennzeichnet, daß über das äußere Düsenrohr ein Kohle-Luft-Gemisch in einer einstellbaren Menge in den Feuerungsraum eingeblasen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Düsenrohren zuzuführenden Ströme aus einem primären Kohle-Luft-Strom abgetrennt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft im Düsenrohr verwirbelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Starten des Verbrennungsvorgangs die über das zentrale Düsenrohr eingeblasene Kohle gezündet wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der primäre Kohle-Luft-Strom in einer Rohrverzweigung mit einer die Strömungsaufteilung steuernden Klappe in zwei Teilströme aufgeteilt wird, wobei der eine Teilstrom dem äußeren Düsenrohr zugeführt wird, während der andere Teilstrom in einem Zyklonabscheider aufgeteilt wird und den beiden anderen Düsenrohren den Kohle- bzw. Luftstrom zur Verfügung stellt.
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