DE33261C - Selbsttätige Stromschaltung an elektrischen Eisenbahnen - Google Patents

Selbsttätige Stromschaltung an elektrischen Eisenbahnen

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DE33261C
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DENDAT33261D
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E. M. BENTLEY in Washington und W. H. KNIGHT in Cleveland, Ohio, V. St. A
Publication of DE33261C publication Critical patent/DE33261C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60MPOWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
    • B60M1/00Power supply lines for contact with collector on vehicle
    • B60M1/02Details
    • B60M1/08Arrangements for energising and de-energising power line sections using mechanical actuation by the passing vehicle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Selbsttätige Stromschaltung an elektrischen Eisenbahnen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. September 1884 ab.
Durch vorliegende Einrichtung sollen die elektrischen Wagen oder Lokomoten auf einer elektrischen Eisenbahn in Gruppen getheilt werden können, welche beständig dieselbe Anzahl von Wagen enthalten, und zwar derart, dafs die Wagen jeder Gruppe parallel und die Gruppen hinter einander geschaltet sind.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht dieselbe bei einer Eisenbahn, bei welcher die Centralstation sich am Ende eines Doppel- oder in sich zurückkehrenden Geleises befindet, und
Fig. 2 ist eine ähnliche Bahn, aber mit der Centralstation in der Mitte.
R und R1 sind zwei Hauptconductoren, welche durch die Schienen selbst gebildet werden oder längs derselben herlaufen. Dieselben bestehen aus Segmenten, welche kürzer sind als der Minimalabstand zwischen irgend zwei der Gruppen von elektrischen Wagen, und welche vor dem Abgang eines Wagens durch winkelförmige Schalthebel S so verbunden werden, dafs sie continuirliche Conductoren bilden. Von dem Motor auf jedem Wagen hängen zwei Bürsten herab, welche in der üblichen Weise mit den entgegengesetzten Schienen oder Conductoren in Contact stehen und dieselben verbinden.
Wenn die elektrischen Wagen abgesendet werden, so werden sie in Gruppen von einer dem Verkehr auf der Bahn entsprechenden Gröfse getheilt und darin parallel geschaltet, indem man den letzten Wagen jeder Gruppe mit einem Arm P versieht, welcher so angeordnet ist, dafs er im Stande ist, gegen einen Ansatz s der auf einander folgenden Schalthebel S zu stofsen und durch Drehen dieser Hebel den betreffenden Hauptconductor zu unterbrechen. Der Arm P wird in der Praxis gewöhnlich an einer der Bürsten befestigt, wie auch in Fig. 1 angedeutet. Er kann an jedem zweiten, dritten, zehnten u. s. w. Wagen der Gruppe angebracht werden, so dafs die Zahl der in Parallelschaltung befindlichen Wagen zwei, drei, zehn u. s. w. beträgt, ganz nach Mafsgabe, wie es zur Bewältigung des Verkehrs erforderlich erscheint. Die Arme P sind abwechselnd nach dem einen oder anderen Conductor gerichtet, so dafs z. B. der erste Arm auf die Schalthebel von R, der zweite a,uf die Schalthebel von R\ der -dritte wieder auf diejenigen von R u. s. w. wirkt. In Fig. 1 ist dies dadurch erläutert, dafs die Arme an den Wagen A> C1 und E1 auf die Schalthebel von R und die Arme an den Wagen B1 D1 und F1 auf die Schalthebel von R1 wirken.
Der Beschränktheit des Raumes wegen sind in Fig. ι blos zwei Wagen in jeder Gruppe vorhanden. Die mit Armen P versehenen Wagen mögen die »Oeffner« genannt werden. Der Oeffner C1 ist gerade an einem Schalthebel angelangt, E1 befindet sich in voller Thätigkeit an einem solchen Hebel und A1 steht im Begriff, den von ihm geöffneten Schalthebel zu verlassen. Nach der Oeffnung des Hebels durch den Oeffner. befindet sich der Ansatz 5 aufser Bereich der Arme P, und er verharrt in. dieser Position, bis der Hebel S
durch den ersten Wagen der nächstfolgenden Gruppe, welcher zu diesem Zwecke mit einem beliebigen Schliefsungsarm wie P1 versehen ist, wieder geschlossen wird. ■ . .
Es ist ersichtlich, dafs durch die Wirkung des Oeffners die Gruppe, zu welcher dieser Oeffner gehört, beständig in Hintereinanderschaltung mit allen folgenden Gruppen verbleibt.
Der Stromkreis in Fig. ι geht also, wie durch die kleinen Pfeile angedeutet, von dem Generator nach dem Umschalter ii, dem Conductor R durch die parallel geschalteten Wagen F1 F nach dem Conductor R1 und sodann, weil E1 seinen Schalthebel geöffnet hat, bevor F den vorangehenden geschlossen hat, längs Rl durch die Wagen E1 E nach dem Conductor JR, sowie der Reihe nach durch D1DR1C1CRB1BR1A1AR zu dem Contact α und durch den Hebel K zum Generator zurück. Der zu irgend welcher Wagengruppe gehörige Conductortheil ist demnach immer mindestens eben so lang, wie die Entfernung zwischen dem ersten und letzten Wagen der Gruppe, und wird gröfser oder kleiner in dem Verhältnifs, wie die Wagen mehr oder weniger von einander getrennt werden. Dabei sind die Wagen unabhängig von einander, und die einzige Bedingung ist, dafs immer zwischen dem ersten Wagen einer Gruppe und dem letzten Wagen der nächst vorangehenden Gruppe die Länge eines Segments liegt.
Der zu der einen Klemme des Generators gehörige Hebel K ist derart drehbar, dafs er entweder mit α oder b bezw. entweder mit dem Conductor R oder dem Conductor R1 in Contact treten kann. Er trägt Ansätze s, welche denjenigen auf den Hebeln S ähnlich sind und wie diese von den Armen P getroffen werden können, so dafs der Hebel K von den nach einander folgenden Oeffnern abwechselnd in die eine oder andere seiner Contactstellungen gedreht wird. Es wird sonach der Stromkreis nicht unterbrochen, wenn ein Oeffner das Ende des Conductors, mit welchem K gerade in Verbindung steht, mit einem offenen Schalthebel hinter sich in diesem Conductor, verläfst.
Die Enden der Hauptconductoren an der Centralstation stehen mit einer Anzahl von Gas- oder anderen secundären Batterien L L1 und MMi in Verbindung, und es sind Contacte II1 und mm1 vorgesehen, welche mit auf einander folgenden Punkten der Batterien verbunden sind und übrigens im Bereiche der Contactbürsten der Wagen liegen, so dafs, wenn diese Bürsten sich den Enden der Hauptconductoren nähern oder dieselben verlassen, der Widerstand der Batterien in den Stromkreis des Wagens eingeschaltet oder aus demselben ausgeschaltet wird. Wenn also z. B. A sich aus seiner gezeichneten Position weiter vorwärts bewegt, so geht der Stromkreis von R1 durch die Batterien M, Contacte m, den Wagen, die Contacte I, Batterien L nach dem Conductor R.
In Fig. 2, wo sich der Generator in der Mitte der doppelgeleisigen Bahn befindet, sind zwei Hebel K angeordnet, welche wie der Hebel K in Fig. ι in Thätigkeit gesetzt werden und je mit einer Klemme des Generators in Verbindung stehen. Von jedem dfieser Hebel verzweigt sich der Ström in zwei Theile, welche in entgegengesetzten Richtungen kreisen und je eine Anzahl von hinter einander geschalteten Gruppen von parallel geschalteten elektrischen Wagen führen.
Wie ersichtlich, werden durch die Schalthebel S die aus Segmenten zusammengesetzten Conductoren R R1 beständig in den Gruppen von Wagen entsprechende Abschnitte getheilt, und es ist die Verbindung zwischen zwei Conductoren von auf einander folgenden Abschnitten eine ununterbrochene. So z. B. reicht in Fig. ι der den Wagen D1D entsprechende Abschnitt von S bis S1 und derjenige für E1 E von S2 bis S, während die Verbindung zwischen den Conductoren R der beiden Abschnitte durch den Schalthebel S* unterhalten wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Bei einer elektrischen Eisenbahn die Combination der aus einzelnen Abschnitten bestehenden Hauptleiter R R1 mit den Schalthebeln S und den an den Wagen befestigten OefFnungshebeln P und Schlufshebeln P1, zum Zwecke, die Wagen in hinter, einander geschaltete Gruppen zu theilen.
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