DE332202C - Verfahren zur Regenerierung von Quecksilber aus Quecksilberschlamm - Google Patents

Verfahren zur Regenerierung von Quecksilber aus Quecksilberschlamm

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DE332202C
DE332202C DE1917332202D DE332202DD DE332202C DE 332202 C DE332202 C DE 332202C DE 1917332202 D DE1917332202 D DE 1917332202D DE 332202D D DE332202D D DE 332202DD DE 332202 C DE332202 C DE 332202C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G13/00Compounds of mercury

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Verfahren zur Regenerierung von Quecksilber aus Quecksilberschlamm. Die Regenerierung von reinem flüssigen Quecksilber aus Quecksilberschlamm hat in letzter Zeit, wo Quecksilber bzw. deren Salze in steigendem Maße als Katalysatoren bei organischen Prozessen verwendet worden sind, eine erhebliche Bedeutung erlangt, besonders für das Verfahren der Synthese des Acetaldehyds aus Acetylen. Ein bekanntes Regenerierungsverfahren arbeitet in der Weise, daß der Schlamm zunächst mit größeren Mengen Acetylen in saurer Lösung bei höherer Temperatur behandelt, darauf der verbleibende Schlamm gewaschen, getrocknet und schließlich der Rest des Schlammes bis zur Verkohlung der organischen Substanzen weiter erhitzt wird.
  • Es ist nun gefunden worden, daß es in viel einfacherer Weise möglich ist, aus solchen Quecksilberschlämmen fast restlos das ganze Quecksilber zu gewinnen, wenn man den Schlamm, der nicht gewaschen zu werden braucht, von dem adhärierenden Wasser durch Verdunstung befreit, wobei es durchaus nicht nötig ist, eine absolut vollkommene Trocknung oder gar Erhitzung auf hohe Temperatur bis zur Verkohlung zu bewerkstelligen. Das Verfahren beruht auf der Erkenntnis, daß die schlammige Beschaffenheit des Quecksilber nur von Oberflächenkräften herrührt, die in der Grenzfläche zwischen Quecksilber und Flüssigkeit wirken, und daß es daher möglich sein muß, durch bloße Entfernung der Flüssigkeit, wie sie durch Verdunsten bewirkt werden kann, das Zusammenfließen und damit die Reinigung zu bewirken. Es braucht demnach das Wasser gemäß der Erfindung nur so weit entfernt zu werden, bis der Schlamm seine teigige Beschaffenheit verloren hat, wozu eine Temperatur unter 1550 genügt.
  • Das neue Verfahren ist dem bekannten weit überlegen, weil die Nebenbehandlung und das Erhitzen bis zum Verkohlen der organischen Substanzen fortfällt, so da.ß die Operation sogar im offenen Gefäß vorgenommen werden kann. Außerdem ist das Waschen und Trocknen kein unbedingtes Erfordernis mehr für die Regenerierung des Quecksilbers. Es genügt in den meisten Fällen eine teilweise Entfernung des Wassers, um nicht nur einen geringen Bruchteil,- sondern fast die gesamte Menge des Schlammes in flüssiges Ouecksilber überzuführen.
  • Beispiel: Quecksilberschlamm, welcher aus einem Aldehydbildurigskessel nach längerer Betriebszeit abgezogen ist, wird, - zweckmäßigerweise nach vorherigem Dekantieren und Waschen, in einem gußeisernen Rührkessel, welcher mit Bodenhahn und Heizmantel versehen ist, mit Dampf von 3 Atmosphären erhitzt. Nach wenigen Stunden ist der Quecksilberschlamm bis auf einen geringen Rest in metallisches Quecksilber übergeführt, welches abgelassen wird. Man gibt dann neue Mengen Schlamm in den gleichen Kessel und-verdampft aufs neue.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Regenerierung von Quecksilber aus Quecksilberschlamm, dadurch gekennzeichnet, daß man aus dem Schlamm das Wasser vollständig oder fast vollständig durch Verdunsten oder Verdampfen bei Temperaturen unter z55° C entfernt.
DE1917332202D 1917-08-30 1917-08-30 Verfahren zur Regenerierung von Quecksilber aus Quecksilberschlamm Expired DE332202C (de)

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