DE332076C - Toleranz-Schublehre - Google Patents

Toleranz-Schublehre

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DE332076C
DE332076C DE1919332076D DE332076DD DE332076C DE 332076 C DE332076 C DE 332076C DE 1919332076 D DE1919332076 D DE 1919332076D DE 332076D D DE332076D D DE 332076DD DE 332076 C DE332076 C DE 332076C
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Germany
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tolerance
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B3/00Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B3/20Slide gauges

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)

Description

  • Toleranz-Schublehre. Die den Gegenstand der Erfindung bildende Schublehre hat den Zweck, sowohl bei der Herstellung als auch bei der Kontrolle von Werkstücken mit einer einzigen Einstellung das nominelle Maß mit verschiedenen Plus-oder Minüs-Toleranzen unmittelbar messen bzw. bestimmen zu können.
  • Es ist bereits eine Schublehre bekannt, bei der die Meßflächen der Meßschenkel einen parallelen und einen sich daran anschließenden auseinanderlaufenden Teil besitzen.. Ersterer wirkt mit der auf der SchubIehrenschiene befindlichen Teilung zusammen; letzterer besitzt eine ebene Teilung, die ein von der Schienenteilung unabhängiges Messen ermöglicht. Diese Schublehre besitzt u. a. -den Nachteil, daß beim Messen mit den auseinanderlaufenden Flächen nicht die Begrenzungsflächen des Werkstückes, sondern seine Begrenzungskanten gemessen werden. Ferner ist, wenn mit den schrägen Flächen gemessen wird, das nominelle Maß nur durch Umrechnung zu ermitteln. Soll schließlich mit Minus-oder Plus-Minus-Toleranzen gemessen werden, so muß man ebenfalls erst die Einstellungsdaten umrechnen. .
  • Bei einer weiteren bekanntgewordenen Doppelgrenzlehre ist überhaupt keine Teilung vorhanden, das Einstellen der Lehre kann hier also nur .nach Endmaßen oder Paßstücken vorgenommen werden. .Selbst wenn eine Teilung vorhanden wäre müßte die Einstellung ! der Lehre auf verschiedene. Toleranzarten und j Größen erst durch mehrere Operationen erfolgen. jede Mehreinstellung bedeutet aber eine Fehlerquelle.
  • Eine dritte bekanntgewordene Toleranz-Schublehre kennt ebenfalls nur zwei Toleranzstufen, die allerdings jedesmal größer oder kleiner sein können mit zwei gegeneinander verschobenen Teilungen auf der Schublehrenschiene. An einer Lehre dieser Art hat man daher nur eine einzige Toleranzgröße und eine einzige Toleranzart. Will man mehrere Größen und Arten bestimmen, so muß man sowohl für jede Toleranzgröße wie auch für jede Toleranzart einen besonderen Schieber haben. Man. ist also bei Bestimmung der Toleranz eines fertigen Stückes auf reines Probieren angewiesen. Selbst wenn man an den Meßschenkeln dieser Schublehre mehrere Stufen anbringen würde, ohne aber die Teilungsverschiebung der beiden Teilungen zu ändern, so wäre damit eine Verbesserung noch nicht erzielt, weil man die Toleranzgröße immer erst durch Umrechnen ermitteln müßte.
  • Die geschilderten Nachteile der bekannten Schublehren sind bei dem Erfindungsgegen. stand dadurch beseitigt, daß die ein- oder doppelseitig vorgesehenen Meßschenkel mehr als zwei parallele Abstufungen haben und der größte Stufenunterschied der Maßstab für die Verschiebung der Meßteilungen auf der Schublehrenschiene oder der Einstellstriche am verschiebbaren MeßschenkeI ist. Bei solcher Anordnung ist ein unmittelbares Messen mit mehreren Toleranzen ohne Umrechnung möglich, wobei noch als besonderer Vorzug zu gelten hat, das das nominelle Maß stets vorn an der Meßschenkelspitze eingestellt ist, wenn Plus= oder Minus-Toleranzen gemessen werden.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Ansicht dargestellt. Die Schublehre besitzt doppelarmige, d..h.
  • nach zwei Seiten hin zeigende Messchenkel a und b. Der eine Messchenkel a ist fest mit -dem Stiel oder der Schiene c der Lehre verbunden, während der andere Messchenkel b in an sich bekannter Weise auf der Schiene c verstellbar und feststellbar ist. Die Meßkanten der nach unten zeigenden Arme der Messchenkel a und b laufen einander parallel und stehen senkrecht zur Schiene c. Das gleiche trifft für die Meßkante des nach oben gerichteten Armes des Messchenkels a zu. Die Meßkante des nach oben gerichteten Armes des Messchenkels b ist von innen nach außen hin -abgestuft. Die einzelnen Stufen laufen jedoch der Meßkante- des gegenüberstehenden Armes des Messchenkels a parallel und bilden auf diese Weise abgestufte Parällelmeßflächen für die Toleranz. Die Anzahl und Größe der Toleranzmeßstufen entspricht dem Meßbereich der Schublehre. Bei dem dargestellten Beispiel sind beispielsweise für einen Meßbereich bis etwa ioo mm bei einer Toleranz von o,3 mm drei Stufen vorgesehen, die in der Zeichnung von innen nach außen hin mit + o,i; + 0,2 und -f- 0,3 bezeichnet sind.
  • Auf der Schublehrenschiene c sind zwei Teilungen d und e angebracht, von denen die eine d für die- Einstellung nach Plus- und die andere e für die Einstellung. nach Minus-Toleranz. bestimmt ist. Beide Teilungen sind um so viel gegeneinander verschoben, als die größte Toleranz für den Meßbereich beträgt, bei dem dargestellten Beispiel also um 0,3 mm. Die Markierungsstriche in der Öffnung des mit dem verstellbaren Messehenkel b verbundenen Schiebers f können einfach oder auch als Nonius ausgebildet sein.
  • Erfolgt die Einstellung nach 'der Plus-Toleranzteilung d, dann sind die Meßkanten der -nach unten zeigenden Meßschenkelarme bezüglich ihres Abstandes auf das nominelle Maß + o,o eingestellt. Zwischen den Meßkanten der nach oben zeigenden Meßschenkelarme ergeben dann die drei abgestuften Abstände die drei Plus Toleranzen (+ o,i, + o,z, -f- 0,3 mm). Kanli das zu messende Werkstück eine Dicke von z. B. 2o mm -j- o,2 mm haben, so darf es sich nicht zwischen die unteren Meßschenkelarme einschieben lassen, während das obere Meßschenkelarmpaar sich mit der zweiten Stufe + o,2 darüberschieben lassen muß.
  • Ist mit einer Minus-Toleranz zu messen, so erfolgt die Einstellung nach der Minus-Toleranzteilung e. Bei - solcher Einstellung. erscheint das nominelle Maß - o,o zwischen den Spitzen der nach oben zeigenden Meßschenkelarme, d. h. vorn im abgestuften Meßschenkelrahmen, und die beiden nächsten Minus-Toleranzstufen (- o,i und - o,2 mm) schließen sich nach innen unmittelbar an das nominelle Maß an, während die dritte Toleranzstufe - o,3 durch den Abstand der Meßkanten der nach unten zeigenden Meßschenkelarme bestimmt ist. Ein zu messendes Werkstück im Durchmesser von z. B. 20 mm - 0,3 mm muß sich zwischen die Spitzen der oberen Meßschenkelarme einführen lassen, während die mit - o,3 bezeichnete Stelle der unteren Meßschenkelarme sich nicht darüberschieben lassen darf.
  • Mit Hilfe einer der Erfindung gemäß eingerichteten Schublehre kann man also durch eine einzige Einstellung das nominelle Maß mit einer Plus- oder einer Minus-Toleranz unmittelbar bestimmen.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel sind die Einstellteilungen und die Toleranzbezeichnungen alle auf ein und derselben Seite der Schublehre angebracht. " Zur besseren Übersicht und zwecks Vermeidung von Verwechslungen kann man aber auch die sich auf die Plus-Toleranzen beziehenden Angaben auf der einen Seite und die auf die Minus-Toleranzen Bezug habenden Angaben auf der anderen Seite der Schublehre anbringen.
  • Anstatt, wie bei dem Ausführungsbeispiel gezeigt, nur die Meßkante eines Messchenkel-. armes mit abgestuften Parallelineßflächen zu versehen, können solche Abstufungen auch auf der Meßkante des zugehörigen Gegenmeßschenkelarmes vorgesehen sein. Die Höhe der einzelnen Stufen ist dann natürlich nur halb so groß zu wählen.
  • An Stelle der Verschiebung der Teilungen d und e auf der Messchiene c kann auch eine entsprechende Verschiebung der Noniusteilung auf dem verschiebbaren Teil f vorgenommen werden.
  • Ferner ist es bei Anbringung einer weiteren Teilung auf der Messchiene außerdem noch möglich, mit einer Plus-Minus-Toleranz zu messen, deren Größe sich nach der vorhan. denen Stufenzahl und deren Größe richtet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Toleranz-Schublehre mit abgestuften Meßschenkeln und gegeneinander verschobenen- Plus- und Minus- oder Plus-Minus-Toleranzteilungen auf der Schublehrenschiene, dadurch gekennzeichnet, daß die ein- oder doppelseitig angeordneten Meßschenkel mehr als zwei parallele, der gewünschten Genauigkeit und dem Meßbereich der Lehre entsprechende Abstufungen haben und die Teilungen auf der Schiene oder die Einstellstriche am-verschiebbaren Meßschenkel um das Maß -der vorhandenen oder verlangten Höchsttoleranzstufe gegeneinander verschoben sind.
DE1919332076D 1919-09-09 1919-09-09 Toleranz-Schublehre Expired DE332076C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE332076T 1919-09-09

Publications (1)

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DE332076C true DE332076C (de) 1921-01-21

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ID=6200986

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919332076D Expired DE332076C (de) 1919-09-09 1919-09-09 Toleranz-Schublehre

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DE (1) DE332076C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007010991A1 (de) * 2007-03-05 2008-09-11 Erwin Müller GmbH Montagehilfe für Aufbewahrungsmöbel

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007010991A1 (de) * 2007-03-05 2008-09-11 Erwin Müller GmbH Montagehilfe für Aufbewahrungsmöbel

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