DE331682C - Verfahren zur Herstellung weisser getruebter Glaeser, Emails und Glasuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung weisser getruebter Glaeser, Emails und Glasuren

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DE331682C
DE331682C DE1918331682D DE331682DA DE331682C DE 331682 C DE331682 C DE 331682C DE 1918331682 D DE1918331682 D DE 1918331682D DE 331682D A DE331682D A DE 331682DA DE 331682 C DE331682 C DE 331682C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C1/00Ingredients generally applicable to manufacture of glasses, glazes, or vitreous enamels
    • C03C1/04Opacifiers, e.g. fluorides or phosphates; Pigments

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Description

Es ist bekannt, zur Herstellung getrübter Glasflüsse reine Verbindungen des Zirkons, Zinns, Titans, Berylliums und verwandter Elemente zu benutzen, wobei auch schon die Mitverarbeitung von fluorhaltigen Stoffen zum Trübungsmittel vorgeschlagen wurde.
Nach allen bisher bekannten Verfahren war aber die Erzielung reinweißer opaker Gläser, Emails und Glasuren nur möglich, wenn die
ίο Präparate auf künstlichem Wege gereinigt und völlig eisenfrei gemacht wurden. Mit natürlichen Verbindungen, die man zur Herstellung des Trübungskörpers heranzog, und sogar mit nur teilweise vom Eisen befreiten Präparaten kam man nur zu mißfarbigen Flüssen, selbst wenn Entfärbungsmittel beigegeben wurden.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht nun die Verwendung natürlicher Verbindungen
ao des Zirkons, Zinns, Berylliums zu reinweißen getrübten Glasflüssen. Man kann also jetzt die verunreinigten natürlichen Erze, oder noch Eisen oder andere färbende Verunreinigungen enthaltende, sowie weniger gut gereinigte
»5 Halbfabrikate benutzen und kommt doch zu einem reinweißen Deckemail oder entsprechender Glasur. Dieser überraschende Erfolg wird dadurch erreicht, daß die genannten Ausgangspräparate für die Trübungssubstanz unmittelbar mit Fluorverbindungen in die Emailfritte oder den Glasurversatz eingearbeitet werden. Dabei ist darauf zu achten, daß genügend große Mengen von Fluorverbindungen, ζ. B. Alkalifluoride, Kieselfluoralkalien, Kalziumfluorid, natürlicher oder künstlicher Kryolith oder fluorhaltige Gemische genommen werden, denn der Erfolg der Neuerung tritt, was eben bisher nicht beobachtet wurde, nur dann ein, wenn hinreichend Fluorverbindungen vorhanden sind. Beispielsweise stellt man eine entsprechende Fritte aus Soda, Feldspat, Quarz, natürlicher Zirkonerde und Kieselfluornatrium in den folgenden Verhältnissen her: 20 Teile Quarz, 35 Teile Feldspat, 10 Teile Soda, 5 Teile Magnesiumkarbonat, 10 Teile rohe Zirkonerde, 20 Teile Kieselfluornatrium. Die Ursache des Erfolges, daß ein rein weißes Glas entsteht, der gar nicht vorauszusehen war, dürfte vielleicht auf einer Verflüchtigung des Eisens durch,die Fluorverbindungen beruhen. Dabei spielt aber auch mit, daß genügend Kieselsäure vorhanden ist.
Infolge der größeren Menge Fluorverbindungen wird außer guter Deckkraft auch leichte Schmelzbarkeit, höherer Glanz, große chemische und thermische Widerstandsfähigkeit erreicht. Die entsprechenden Versätze neigen nicht zu Haarrissen. Außerdem sind die Glasuren ungiftig, also auch für Kochgeschirre gut geeignet.
Die Neuerung erleichtert also die Schaffung getrübter Glasuren und macht diese billiger, da aus den natürlichen, unreinen Trübungsstoffen unmittelbar ein weißes opakes Glas entsteht, und dieses ist dann noch dazu in seinem ganzen Verhalten günstiger. Selbst bei längerem Stehen im Feuer bleiben entsprechende Glasuren blank und, werden nicht matt wie manche Fluorglasuren.

Claims (1)

  1. Ein weiterer technischer und wirtschaft- | und teuerer chemischer Reinigung zu unterlicher Gewinn ist darin zu sehen, daß Borax : werfen braucht,
    und Borverbindungen unnötig sind, d. h. ganz
    ersetzt werden, ohne daß darunter die Leicht- Patent-Anspruch :
    flüssigkeit* ÄipiKiJBsiätidigkeit der Glasuren
    leidet. Es ist nach: dem neuen Verfahren mög- : Verfahren zur Herstellung weißer ge-
    lich, gÄrübte'Glas'urerf für niedere Brenntem- trübter Gläser, Emails und Glasuren, ge-
    peraturen zu schaffen, die auch bei empfind- i kennzeichnet durch die Verwendung von
    lichem keramischen Scherben und stark p<5- '. natürlichen Verbindungen des Zirkons,
    rösen Massen nicht rissig werden. Weiterhin Zinns, Berylliums in Gemeinschaft mit werden besondere Entfärbungsmittel, wie j Fluor enthaltenden Stoffen (wie Alkali-Sauerstoffverbindungen, Kobaltsalze, Selen j fluoriden, Kieselfluoralkalien, Kalziumusw., erspart. j fluorid [Flußspat], natürlichem oder künst-Am wichtigsten ist aber natürlich, daß man j lichem Kryolith) in einer zur Aufhebung
    die Erze der Trübungselemente unmittelbar j der färbenden Wirkung der Verunreini-
    benutzen kann und sie nicht erst verwickelter ' gungen ausreichenden Menge.
    BERLIN- GEDRÜCKT W OEB RIiICHSDRUCKEREI,
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