AT92338B - Verfahren zur Herstellung weißer getrübter Gläser, Emails und Glasuren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung weißer getrübter Gläser, Emails und Glasuren.

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AT92338B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung weisser getritbter Gläser Emails und Glasuren.   



   Es ist bekannt, zur   Herstellung-getrübter     Glasflusse     Verbindungen   des Zirkons, Zinns, Titans, Bervlliums oder verwandter Elemente zu benutzen, wobei auch schon die   Mitverarbeitung   von fluorhaltigen Stoffen zum   Trübungsmittel   vorgeschlagen wurde. 



   Nach allen bisher bekannten Verfahren war aber die Erzielung rein weisser opaker Gläser, Emails und Glasuren nur möglich, wenn die Präparate auf künstlichem Wege gereinigt und völlig eisenfrei gemacht wurden. Mit natürlichen Verbindungen, die man zur Herstellung des Trübungskörpers heranzog, und sogar mit nur teilweise vom Eisen befreiten Präparaten kam man nur zu missfarbigen Flüssen, selbst wenn Entfärbungsmittel beigegeben wurden. 



   Die vorliegende Erfindung ermöglicht nun die Verwendung natürlicher Verbindungen des Zirkons, Zinns, Berylliums, Titans, Wolframs, Tantals, Thoriums oder der seltenen Erden zu rein weissen   getrübten   Glasfliissen. Von geeigneten Erden sind die Verbindungen des Zers,   Skandiums, Galliums. Germaniums,   Yttriums, Ytterbiums, Lanthans zu nennen. Man kann also jetzt die verunreinigten natürlichen Erze bzw.

   Mineralien oder noch Eisen bzw. andere färbende Verunreinigungen enthaltende sowie weniger gut gereinigte Halbfabrikate benutzen und kommt zu einem rein weissen Deckemail oder entsprechender Glasur.   Dieser überraschende   Erfolg wird dadurch erreicht, dass die genannten Ausgangspräparate für die   Trübungssubstanz   unmittelbar mit Fluorverbindungen in die Emailfritte oder den Glasurversatz eingearbeitet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass genügend grosse Mengen von Fluorverbindungen, z. B. Alkalifluorid, Kieselfluoralkalien, Kaliumfluorid, natürlicher oder künstlicher Kryolith oder fluorhaltige Gemische genommen werden, denn der Erfolg der Neuerung tritt, was eben bisher nicht beobachtet wurde, nur dann ein, wenn hinreichend Fluorverbindungen vorhanden sind.

   Beispielsweise stellt man eine entsprechende Fritte aus Soda, Ton, Feldspat, Quarz, natürlicher Zirkonerde'und Kiesel-   fluornatrium   in folgenden Verhältnissen dar : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> 20 <SEP> Teile <SEP> Quarz,
<tb> 35 <SEP> Feldspat,
<tb> 10"Soda,
<tb> 5 <SEP> " <SEP> l\fagnesiumkarbonat,
<tb> 10 <SEP> rohe <SEP> Zirkonerde,
<tb> 20 <SEP> " <SEP> KieseIfluornatrium.
<tb> 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Neuerung erleichtert also die Schaffung getrübter Glasuren und macht diese billiger, da aus den natürlichen unreinen   Trüb1ingsstoffen -unmittelbar   ein weisses opakes Glas entsteht, und dieses ist dann noch dazu in seinem ganzen Verhalten günstiger. Selbst bei längerem Stehen im Feuer bleiben entsprechende Glasuren blank und werden nicht matt wie manche Fluorglasuren. 



   Ein weiterer technischer und wirtschaftlicher Gewinn ist darin zu sehen, dass Borax und Bor-   Verbindungen   unnötig sind bzw. ganz ersetzt werden, ohne dass darunter die Leichtflüssigkeit und Beständigkeit der Glasuren leidet. Es ist nach dem neuen Verfahren möglich, getrübte Glasuren für niedere Brenntemperaturen zu schaffen, die auch bei empfindlichen keramischen Scherben und stark porösen Massen nicht rissig werden. Weiterhin werden besondere   Entfärbungsmittel, wie   Sauerstoffverbindungen, Kobaltsalze, Selen usw., erspart. 



   Am wichtigsten ist aber natürlich, dass man die Erze der Trübungselemente unmittelbar benutzen kann und sie nicht erst verwickelter und teurer chemischer Reinigung zu unterwerfen braucht. 
 EMI2.1 
   1.   Verfahren zur Herstellung weisser getrübter Gläser, Emails und Glasuren unter Verwendung von natürlichen Verbindungen von Trübungsmetallen bzw. Trübungserzen, dadurch gekennzeichnet, dass durch die gemeinsame Verwendung von natürlichen   Verbindungen   des Titans, Zirkons, Zinns oder Beryllium einer hinreichenden Menge von fluorenthaltenden Stoffen, wie Alkalifluoriden, Kieselfluor- 
 EMI2.2 
 werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von natürlichen Verbindungen des Wolframs, Tantals, Thoriums oder der seltenen Erden.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versätze möglichst kieselsäurereich gestaltet werden.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die entstehenden Emails als Grundemails oder unmittelbar ohne Grund aufgebrannt werden.
AT92338D 1918-07-19 1919-06-05 Verfahren zur Herstellung weißer getrübter Gläser, Emails und Glasuren. AT92338B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2554952A (en) * 1946-09-21 1951-05-29 Holophane Co Inc Titania-containing silicate glass

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2554952A (en) * 1946-09-21 1951-05-29 Holophane Co Inc Titania-containing silicate glass

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