DE329093C - Verfahren zur Erstarrungsbeschleunigung fluessiger Schallinien - Google Patents
Verfahren zur Erstarrungsbeschleunigung fluessiger SchallinienInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23Q—DETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
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Description
Es sind bereits Vorrichtungen zur Erzielung einer möglichst starken Schallwiedergabe
bekannt, bei welchen dem Schallstift eine
große Beweglichkeit gegeben ist. Der Schall wird bei diesen Vorrichtungen als eine mehr
oder weniger .flüssige, nachher erstarrende Wellenlinie aufgetragen, und zwar auf Platten,
Walzen, Streifen, Fäden u. dgl., oder auch in die letzteren eingeschmolzen. Der
ίο als Glühstift oder Flüssigkeitsdüse ausgeführte
Schallstift wird durch eine Membran elektromagnetisch oder durch die wechselnde Schmelzwirkung eines Glühdrahtes bewegt,
welcher durch die elektrischen Stromschwingungen Temperatur wechsel erfährt.
Die auf diese Weise erzeugten Schallaufzeichnungen geben zwar sehr laute Wiedergaben,
aber die im Schall enthaltenen leisen und schnellen Schwingungen, wie z. B. die
so Zisch- und Reibelaute der menschlichen«
Sprache, fehlen in der Wiedergabe, und zwar um so mehr, je nachgiebiger die Registriermasse,
d. h. je flüssiger die Schallinie war. Dies rührt daher, daß die Erstarrung der
as Schallinie zu langsam vor sich geht, so daß
sie Zeit zu einer Deformation findet, bei welcher die kleinen kurzen Wellen vor der Erstarrung
zerfließen.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, werden gemäß der Erfindung Mittel benutzt, durch die eine Beschleunigung der Erstarrung herbeigeführt wird. Als Mittel'wird ein Luftstrom und ein nachfahrender, kühler Schallstift verwendet. Während bei starken Schallinien gleichzeitig beide Mittel zur Anwendung kommen, genügt schon eines der Mittel, wenn die; Linie' fein oder weniger flüssig ist. Zur Erzeugung des auf die Schallinie gerichteten Luftstromes eignet sich jede Ventilations- oder Gebläsevofrichtung und jede Luftart, z. B. Kohlensäure.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, werden gemäß der Erfindung Mittel benutzt, durch die eine Beschleunigung der Erstarrung herbeigeführt wird. Als Mittel'wird ein Luftstrom und ein nachfahrender, kühler Schallstift verwendet. Während bei starken Schallinien gleichzeitig beide Mittel zur Anwendung kommen, genügt schon eines der Mittel, wenn die; Linie' fein oder weniger flüssig ist. Zur Erzeugung des auf die Schallinie gerichteten Luftstromes eignet sich jede Ventilations- oder Gebläsevofrichtung und jede Luftart, z. B. Kohlensäure.
In Fig. ι bis 3 bedeutet a, b einen Schlitten,
welcher mittels einer durch die öffnung c geführten Schraubenspindel so an einer durch
die Öffnung d geführte, feststehende Gleitschiene bewegt wird, daß sich die Spitze des
Schallstifts e radial über die Oberfläche 3er Schallplatte/ hinwegbewegt; g ist die mit
dem Schlitten verbundene Schalldose, deren Membran den Schallstift e bewegt.
Nach Fig." ι ist der Schallstift eine kaustische
Schlinge, welche im Glühzustand bei Rotation der Schallplatte eine flüssige Schalllinie
in letztere einzeichnet, welche durch den aus der unteren Öffnung der Düsenröhre h
tretenden, kalten Luftstrom augenblicklich erstarrt, so daß die kleinen Wellen nicht mehr
zerfließen. Wird die Glühschlinge statt durch Membran durch eingeleitete Stromschwingungen
betätigt, so beschleunigt der kalte Luftstrom auch den Temperaturwechsel der
ebenfalls getroffenen Glühschlinge, was die Deutlichkeit erhöht. Der schwingende Glühstift
kann statt elektrisch durch ein Benzindampfgebläse oder durch eine Stichflamme erhitzt
werden und ist dann dementsprechend zu gestalten. Während man mit dem Glühstift bei der in Fig. 1 gezeichneten Anordnung der Schalldose Edisonschrift erhält, erzeugt
der Glühstift Grammophonschrift, wenn die Schalldose wie in Fig. 2 ^angeordnet wird,
so daß die Membranschwingungen parallel
-r?
zur. Plattenebene erfolgen. In Fig. 2 ist der Schallstift e eine transversal schwingende
Flüssigkeitsdüse, welcher aus dem Gefäß i gelöste oder, geschmolzene Masse zugeführt
wird, die als flüssiger' Faden in Schallinienform auf die rotierende Platte/ aufgetragen
wird und unter dem Einfluß des aus der Düse k tretenden Luftstromes erstarrt. Der
Abstand zwischen der Düse'e und der Schalldose g ist der Plattengröße anzupassen. Die
Membran ist mit der Flüssigkeitsdüse gekuppelt.
Das zweite Mittel der Erstarrungsbeschleunigung ist in Fig. 3 erläutert. I ist eine
Glühschlinge, welche nicht schwingt, sondern eine glatte, erweichte bzw. · geschmolzene
Linie herstellt und daher die Masse nicht wie ein Schallstift nur in einem Punkt, sondern
ein beliebig langes Stück der Linie berühren darf. Die Linie gleitet in der gewünschten
Konsistenz unter der Spitze des kühlen Schallstifts hindurch, welcher leicht beweglich den
Schall einzeichnet und die Erstarrung herbeiführt, so daß letztere im Registriermoment
selbst -erfolgt. Für besonders starke Schalllinien
wird die Gebläsedüse m zu Hilfe ge-, nommen, deren Luftstrahl auch den Schallstift
kühl hält. Die Glühschlinge kann durch jede beliebige andere vorausfahrende Schmelzvorrichtung
ersetzt werden. Der kühle, nachfahrende. Schallstift gewährt im Gegensatz zum glühenden, gleichzeitig alle Vorteile der
Arbeitsteilung und Spezialisierung wie größere Haltbarkeit, beliebige Dimensionierung
von Schallstift und Verflüssigungsvorrichtung, beliebige Erhitzungsart und größere
Schmelzkraft der -letzteren, Anwendbarkeit bei eingeschmolzenen und aufgetragenen
Linien usw. In Fig. 3 ist η eine Platte,
: welche den Schallstift vor Erwärmung durch
die' Glühschlinge I schützt. Der Abstand zwischen Schallstift und Schmelzvorrichtung
: kann zweckmäßig- veränderlich eingerichtet
; werden, da er von Einfluß auf die Konsistenz j der Schallinie im Aufzeichnungsmoment ist.
Eine Anwendung des neuen Verfahrens für band- oder fadenförmiges Aufzeichnungsmaterial
zeigt Fig. 4. Von den Friktionsrollen o, 0 wird, der mit schmelzbarer
Masse überzogene Streifen- über die Führungsrolle q gezogen, nachdem er oberflächlich
durch eine Flamme r weich geworden ist. Der kalte Schallstift e zeichnet unter dem
Einfluß der Membran der Schalldose g den Schall ■ ein, während die Düse j die Erstarrungsbeschleunigung
unterstützt. Telephonische oder mikrophonische Stromschwingungen können durch den Schallstift μ unter
dem Einfluß des Elektromagnets t aufgezeichnet werden. ■ Die Gebläsevorrichtung wie der nachfahrende,
kühle Schallstift verhindern das Verschwinden der kleinen Schwingungen so erfolgreich,
daß dadurch auch die Herstellung stärkerer Schallinien als- bisher zulässig ist.
Claims (1)
- Patent- Anspruch:Verfahren zur Erstarrungsbeschleunigung flüssiger Schallinien, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssige Linie mit erstarrungsbewirkenden Mitteln, (wie mit einem auf diese gerichtete^ Luftstrom, kaltem, nachfahrenden Schallstift) berührt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE329093T | 1917-09-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE329093C true DE329093C (de) | 1920-11-18 |
Family
ID=6186695
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917329093D Expired DE329093C (de) | 1917-09-06 | 1917-09-06 | Verfahren zur Erstarrungsbeschleunigung fluessiger Schallinien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE329093C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747218C (de) * | 1938-08-14 | 1944-09-15 | Schallband Syndikat Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Erwaermen von mit einer Wachsschicht versehenen Schallbaendern |
| DE840609C (de) * | 1950-11-22 | 1952-06-09 | Ernst Bergmann | Verfahren zur Schallaufzeichnung auf fadenfoermigem Aufzeichnungstraeger |
-
1917
- 1917-09-06 DE DE1917329093D patent/DE329093C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747218C (de) * | 1938-08-14 | 1944-09-15 | Schallband Syndikat Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Erwaermen von mit einer Wachsschicht versehenen Schallbaendern |
| DE840609C (de) * | 1950-11-22 | 1952-06-09 | Ernst Bergmann | Verfahren zur Schallaufzeichnung auf fadenfoermigem Aufzeichnungstraeger |
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