DE328C - Lüftungs-Apparat für Zimmer - Google Patents

Lüftungs-Apparat für Zimmer

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DE328C
DE328C DE000000000328DA DE328DA DE328C DE 328 C DE328 C DE 328C DE 000000000328D A DE000000000328D A DE 000000000328DA DE 328D A DE328D A DE 328DA DE 328 C DE328 C DE 328C
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Description

1877.
— J\^ 328 — L_Jöasse j^
ADOLPH MÜLLER in CÖLN.
Lüftungsapparat für Zimmer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom II.August 1877 ab.
Längste Dauer: 29. April 1892.
Dieser durch beiliegende Zeichnung näher veranschaulichte Apparat, zur Lüftung von Wohnräumen bestimmt, besteht
1. aus der Lufteinlafs-Vorrichtung und
2. der Luftauslafs-Vorrichtung, genannt Lüfter. Es bedeutet in der Zeichnung:
Fig. ι eine Vorderansicht des Lüfters; Fig. 2 einen Querschnitt durch denselben in der Schnitt-Linie abcd ef; Fig. 3 einen Horizontalschnitt von Fig. ι in der Schnittlinie g h; Fig. 4 einen gestreckten Schnitt des Scheibenverschlusses nach i k I, Fig. ι; Fig. 5 Ansicht eines Scheibenpaares; Fig. 6 Querdurchschnitt der Einlafsvorrichtung; Fig. 7 Rückansicht der Regulirklappe an der Einlafsvorrichtung; Fig. 8 Zusammenstellung des ganzen Apparates in seiner Verwendung.
Wie aus Fig. 2 und 3 der Zeichnung ersichtlich, besteht der sog. Lüfter aus einem rechteckigen, durch eine Diagonalwand W in zwei Theile getheilten Kasten von Gufseisen. Die Theilwand W hat paarweise nebeneinander liegende, rechteckige Oeffnungen O, welche durch dünne, aus Glimmer (Marienglas) bestehende, in je zwei Messing-Oesen u drehbare Klappen P abgeschlossen werden, bezw. Luft nach einer Richtung durchlassen können. Diese Glimmer-Klappen haben zur theilweisen Entlastung und zur Ausgleichung des beim Oeffnen wachsenden Eigengewichts eine Differential-Entlastung mittelst der zwei Gegen-Gewichte C und D. Diese sind se angebracht, dafs C sich vom Aufhängepunkt u entfernt und D sich demselben in der Projection in dem Verhältnifs nähert, wie P einen gröfseren Ausschlag macht, bezw. wie sich der Schwerpunkt von P vom Drehungspunkte u entfernt. Vor dem Kasten K ist mittelst Flantschen eine verzierte Platte A aufgeschraubt, welche acht segmentartige, grofse Oeffnungen 6" hat, und mit den zwischen diesen liegenden Stegen B, die zum Verschlufs und zur Regulirung dienenden zwei Scheiben E und F bedeckt. Die acht schmalen Stege B springen in Form von je zwei, unter einem Winkel von 60° sich schneidenden Flächen, nach der dem Kasten entgegengesetzten Seite hin vor, um die durch »5> strömende Luft leicht und ohne grofsen Widerstand spalten zu können.
Die Scheiben E und F, in Fig. 5 in der Ansicht gezeichnet, drehen sich gemeinschaftlich auf dem an der Platte A festsitzenden Stifte L und dienen auf die Weise zum Verschlufs und zur Regulirung des Apparates, dafs die Scheibe F durch die Spiralfeder H fortwährend in Stellung F1 Fig. 3, gehalten wird, während die an dem Zapfen J befestigte Schnur dazu dient, um die Scheibe F in Stellung Ex ziehen zu können.
Bei jeder dieser beiden Stellungen der Scheibe/*, sowie der dazwischen denkbaren, wird die Scheibe E von F bei allen Bewegungen derart mitgeschleppt, dafs bei gelöster Schnur die Stege von E und F, nebeneinander liegend, in Lage F1 alle Oeffnungen S bedecken, während bei angezogener Schnur die Stege der Scheiben E und F hinter den Stegen B verschwinden, so dafs 2/3 des Kreises, in welchem die Oeffnungen 5 liegen, sich als freie Durchgangsöffnungen präsentiren.
Dieser Lüfter wird in die Wand zwischen einer Schornsteinröhre und dem Zimmerraum, dicht unter der Decke so eingemauert, dafs die Platte A in die Wandfläche fällt und die hintere Kastenöffnung mit dem dafür gewählten Schornstein communicirt. In Fig. 6, Querschnitt des Einström-Apparates, bedeutet m den oberen Theil einer Thürbekleidung, und η die obere Leiste einer Zimmerthür, welche gegen erstere anschlägt. In diese Leiste ist eine Klappe / von Schmiedeisen eingelassen, und dieselbe bildet mit der unter einem Winkel von 72° abgeschrägten Kante m einen gleichweiten Schlitz r von 0,020 m Weite und 0,750 m Länge, gleich 150 qcm Querschnitt. Die Platte / geht bei 0 in Charnieren und kann durch eine an dem Glasknopf' q befindliche Schraube hin- und hergestellt werden. Diese Schraube ist zunächst mit einer Büchse s verschraubt, so dafs man dann mittelst zweier Schildzapfen der Büchse und zweier Hakenösen der Eisenplatte /, welche mit einander charnieren, die Klappe / auf- und zustellen, bezw. reguliren kann.
Fig. 8 stellt eine Disposition des ganzen Apparates vor, dessen Wirkungsweise (an den heifsen Sommertagen ausgenommen) folgende ist:
Die frische Luft strömt von dem Hausflur oder Treppenhaus herkommend durch den Schlitz r an der Zimmerthür in der Neigung der Platte / nach der Zimmerdecke hin.
Es ist dieses nach den Gesetzen der communi-

Claims (7)

  1. cirenden. Röhren für Gase von verschiedener Dichtigkeit möglich. T)iese Verschiedenheit der Dichtigkeit der atmosphärischen Luft wird ! während der gröfseren Zeit des Jahres da- | durch bewirkt, dafs die Zimmer-Temperatur ca. 2o°, während die Temperatur des Vorhauses oder Corridors durchschnittlich die mittlere Jahrestemperatur, in Deutschland o° C, hat. Diese in das Zimmer einströmende Luft sinkt direct auf den Fufsboden und verdrängt auf diesem Wege einen Theil der benutzten wärmeren Zimmerluft und nimmt gleichzeitig von letzterer eine Anzahl Calorien auf und erreicht den Boden in einem vorgewärmten Zustande. Gleichzeitig arbeitet der bei Q angebrachte Lüfter und zwar so, dafs eine minimale Luftströmung die Glimmerklappen offen hält, und durch den Zug des Kamins ] grofse Quantitäten sehr warmer Luft, an der \ Zimmerdecke vorbeiziehend, hindurchlassen. Die ', nach dem Lüfter hinströmende Luft trifft auf ι dem Wege nach dem Schornstein nur einen auf ■ ein Minimum reducirten Widerstand.
    Bei Gegenströmungen in dem geheizten oder '.
    nicht geheizten Schornstein schließen sich die Glimmerklappen augenblicklich, und lassen weder Ranch, noch Luft zurücktreten. Zur Schließung und Regulirung ist bei der Einströiv.vorrichtung der Schraubenvorrichtung der Schraubenknopf, bei dem Lüfter die Schnur angebracht. Bei naht geheizten Schornsteinen werden die Windstrümungen an der Mündung einen Zug hervorrufen, sobald sich die Windrichtung nicht unter die Horizontallinie neigt.
    l'.\ τ κ ν τ - A N s r R C ι" 11 κ:
    τ. Die Anwendung und Zusammenstellung des ganzen Apparates.
  2. 2. Die Anwendung des Glimmers zu solchen Zwecken.
  3. 3. Die Entlastung der Klappen.
  4. 4. Die grofsen Durchgangsöffnungen J' in Bezug auf die Stege.
  5. 5. Die Windspaltschneiden auf den Stegen.
  6. 6. Die Lufteinström-Vorrichtung in ihrer Anwendung an Thüren und
  7. 7. Die Lufteinström-Vorrichtung nebst Regulirung in ihrem Mechanismus.
    Hierzu ι IUaU Zeichnungen.
DE000000000328DA 1877-08-10 1877-08-10 Lüftungs-Apparat für Zimmer Expired - Lifetime DE328C (de)

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DE000000000328DA Expired - Lifetime DE328C (de) 1877-08-10 1877-08-10 Lüftungs-Apparat für Zimmer

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DE (1) DE328C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1033367B (de) * 1955-02-16 1958-07-03 Marelli & C Spa Ercole Schraubenluefter mit Vorrichtung zum Absperren des Luftstromweges
  • 1877

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1033367B (de) * 1955-02-16 1958-07-03 Marelli & C Spa Ercole Schraubenluefter mit Vorrichtung zum Absperren des Luftstromweges

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