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Zugregler für Öfen und Herde Die Erfindung bezieht sich auf einen
Zugregler für Ofen und Herde, der in Form einer verstellbaren Klappe in die Abgasleitung
eingeschaltet ist.
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"Zugregler dieser Art sind vielfach bekannt. Sie werden in großem
Umfange zur Regelung der Zugluft bei der Verbrennung in Ofen und Herden benutzt.
Die bekannten Zugregler bestehen aus einer einfachen Klappe, die in der Abgasleitung
in eine Schließstellung und in eine beliebige Anzahl von verschiedenen Ofenstellungen
gebracht werden kann.
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Die mit diesen bekannten Klappen erzielten Regelungen tragen den außerordentlich
unterschiedlichen Verhältnissen beim praktischen Abbrand in Ofen und Herden nicht
Rechnung. Das ergibt sich aus folgenden Überlegungen: Die aus dem Brennstoff frei
werdenden Kohletistofteilchen ziehen oft im Bruchteil einer Sekunde durch den Feuerrahm
zutn Schornstein. In dieser kurzen Zeit müssen drei Aufgaben erfüllt «erden, nämlich
Entzündung, Verbrennung und schließlich Umwandlung der Verbrennungsglut in nutzbare
Wärme.
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Der richtige Allauf dieser drei Vorgänge wird nun maßgeblich beeitiflußt
von der Luftgeschwindigkeit, dem sog. Zug. Es kommt darauf an. daß diese Luftgeschwindigkeit
verlangsamt wird, ohne claß die eingeleitete Verbrennung unterbrochen wird. Die
Luftgeschwindigkeit ist aber in jeder Etage und vor allem bei den ständigen Schwankungen
der Außentemperatur stark unterschiedlich. Eine Berücksichtigung dieser unterschiedlichen
Verhältnisse durch ständiges Verstellen der Regelklappe ist schlechterdings unmöglich,
da denjenigen, die Ofen und Herde bedienen müssen, die dafür erforderliche Zeit
und auch die notwendigen Fachkenntnisse fehlen. Aus diesem
Grunde
müssen diese Drosselklappen im geschlossenen Zustande eine so große Durchlaßöffnung
für die Abgase besitzen, daß letztere in der obersten Etage und bei schlechtem Zug
nicht ins Zimmer treten.
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Für die unteren Etagen und bei starkem Zug ist diese Durchlaßöffnung
aber viel zu groß, so daß mit zu großem Luftüberschuß gefeuert wird und ein großer
Teil der Verbrennungsglut ungenutzt in den Schornstein zieht.
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Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, den genannten
unterschiedlichen Betriebsverhältnissen durch eine selbsttätige Anpassung an diese
Verhältnisse gerecht zu «-erden. Das ist nach der Erfindung dadurch geschehen, daß
die Klappe aus mehreren in Abstand voneinander angeordneten Einzelplatten besteht,
die zueinander versetzte Durchtrittsöffnungen für die Abgase aufweisen. Ein solcher
Zugregler stellt eine Zugbremse dar, deren Drosselwirkung von der Stärke des Zuges
abhängt. Diese Wirkung erklärt sich daraus, daß an den Rändern der einzelnen Platten
des Zugreglers und zwischen den Platten selbst Wirbelungen hervorgerufen werden,
deren Intensität mit der Stärke des Zuges selbsttätig wechselt. Je stärker der Zug
ist, um so stärker sind die Wirbelbildungen, so daß auch die Bremswirkung innerhalb
des Zugreglers größer wird.
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Zweckmäßig besteht die Klappe aus drei miteinander verbundenen parallelen
Platten, von denen die mittlere ais Ringplatte mit einer mittleren Durchtrittsöffnung
und die beiden äußeren als volle Prallplatten mit kleinerem Außendurchmesser ausgebildet
sind. Es hat sich herausgestellt, daß bei Verwendung von drei Platten mit zueinander
versetzten Durchtrittsöffnungen die gewünschte Zugregulierung die günstigsten Auswirkungen
haben.
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Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung beträgt der Abstand
der Platten voneinander und die Durchlaßöffnung jeder Platte etwa den vierten Teil
des Durchmessers des Rohres, in das die Klappe eingebaut ist. Der konstruktive Aufbau
eines solchen Zugreglers ist denkbar einfach. Sein Einbau und seine Bedienung erfolgt
in der gleichen Weise wie bei den gewöhnlichen einplattigen Zugreglern. Auf der
Zeichnung ist eine Ausführungsform als Beispiel der Erfindung dargestellt.
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Fig. i zeigt den in einem Rohr eingebauten Zugregler in schaubildlicher
Darstellung.
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Fig. 2 ist eine schematische Wirkungsskizze. Der dargestellte Zugregler
besteht aus einer mittleren Platte i und zwei Außenplatten 2. Die Mittelplatte i
weist eine mittlere Durchtrittsöffnung 3 auf; ihr Außendurchmesser entspricht dem
Innendurchmesser des Rohres 4. An der Platte i ist unten ein Drehzapfen 5 und oben
ein Bedienungsgriff 6 angeordnet. Die beiden Außenplatten 2 sind voll. Ihr Außendurchmesser
ist kleiner als der Innendurchmesser des Rohres 4, jedoch nicht kleiner als der
Durchmesser der Öffnung der Ringplatte i. Die beiden Außenplatten sind durch Stege
6' fest mit der Mittelplatte i verbunden. Mit Hilfe des Bedienungsgriffes 6 kann
der ganze Zugregler beliebig innerhalb des Rohres 4 verstellt werden.
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Fig.2 zeigt die Wirbelbildungen, die dadurch entstehen, daß die Durchtrittsöffnungen
7 der Außenplatten 2 zu der Durchtrittsöffnung 3 der Mittelplatte versetzt sind.
Dadurch muß der Gasstrom eine dreifache Richtungsänderung durchmachen. Die Intensität
der Wirhelungen ist um so größer, je stärker der Zug ist und umgekehrt um so kleiner,
je kleiner der Zug ist.