DE32745C - Gewehr-Blockverschlufs - Google Patents

Gewehr-Blockverschlufs

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DE32745C
DE32745C DENDAT32745D DE32745DA DE32745C DE 32745 C DE32745 C DE 32745C DE NDAT32745 D DENDAT32745 D DE NDAT32745D DE 32745D A DE32745D A DE 32745DA DE 32745 C DE32745 C DE 32745C
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DE
Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT32745D
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English (en)
Original Assignee
Dr. phil. K. L. H. GERCKE in Berlin
Publication of DE32745C publication Critical patent/DE32745C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A3/00Breech mechanisms, e.g. locks
    • F41A3/02Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis
    • F41A3/04Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with pivoting breech-block
    • F41A3/06Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with pivoting breech-block about a horizontal axis transverse to the barrel axis at the rear of the block

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen in dem Bewegungsmechanismus der Verschlufstheile an Hinterladegewehren und besteht aus einer Combination sdes Hebelarmprincips und der doppelexcentrischen Bewegung mit zwei auch seitwärts um einander beweglichen Achsen, deren eine gleichzeitig den Verschlufs des Mechanismus bildet und mittelst deren durch wechselseitige Drehung um einander der Hebelarm zuerst den Verschlufs öffnet und dann den Verschlufsblock nach rückwärts und hinten oder bezw. nach oben und vorwärts führt und ,wieder verschliefst. Durch seine doppelexcentrische Bewegung unterscheidet sich dieses System wesentlich von den einfach excentrischen Peabody-, Martini-Henry- und ähnlichen Constructionen, in .denen der Verschlufsblock einfach um eine feste Achse auf- und niederbewegt wird, und durch seine zwei seitwärts um einander beweglichen Achsen unterscheidet es sich ebenso wesentlich von den Spencer-, Larsen- und ähnlichen Systemen, bei deren doppelexcentrischer Bewegung die eine Achse stets unbeweglich in ihrem Achsenloch liegen bleibt. Aufser diesen Hauptkennzeichen meiner Erfindung erwähne ich noch als weitere Unterscheidungsmerkmale derselben die Combination zu einem Stück der theilweise kreisförmigen Schlag- und Stangenfeder, des Hahnes und Schlagstiftes, des Abzuges und Stengels und des Hahnverschlusses und Hebelarmhalters, schicke aber gleichzeitig 'voraus, dafs das Princip der zwei Achsen dieses Systems zwei Anwendungen zuläfst, die ich mit Modell Ia und Ib bezeichnet habe, dafs jedoch sowohl die Bewegung wie auch die meisten Theile des Mechanismus in beiden Modellen die gleichen sind. Die Anordnung der betreffenden Theile des Mechanismus dieser Erfindung sind in den beiliegenden Zeichnungen folgendermafsen dargestellt:
Fig. i, 2, 3 und 4 sind verticale Längendurchschnitte der Verschlufstheile dieses Systems in den Modellen Ia und Ib, und zwar Fig. 1 und 3 des geschlossenen und Fig. 2 und 4 des offenen Mechanismus. Fig. 5 zeigt die äufsere Ansicht desselben Gewehrtheiles beider Modelle mit den in ausgezogenen und punktirten Linien angedeuteten verschiedenen Stellungen des Hebelarmes und Hebelarmhalters, und Fig. 6 bis 19 zeigen die hauptsächlichsten Theile dieser Erfindung in Ansichten von verschiedenen Seiten.
Hiervon stellen dar in Modell Ia Fig. 6 den Verschlufskasten A1 mit Kolbenschwanz P von der Seite und Fig. 6 a von hinten, Fig. 7 und 7 a den Verschlufsblock B1 in Seiten- und Vorderansicht und Fig. 7 b denselben von hinten, Fig. 8 den Hebelarm L1 von aufsen, Fig. 8 a von innen und Fig. 8 b von oben.
In Modell Ib stellen Fig. 9 und 9a den Verschlufskasten Ä1 mit Kolbenschwanz P in Seiten- und Hinteransicht, Fig. 10, ioa und 10b den Verschlufsblock £2 in Seiten-, Vorder- und Hinteransicht. Fig. 11, 11 a und 11 b zeigen den Hebelarm Z-2 von aufsen, innen und von unten.
Ferner ist in beiden Modellen gleich: Fig. 12 und 12a Seiten- und Oberansicht des Kolbenschwanzes P, Fig. 13 und 13 a die Abzugsplatte K in Seiten- und Oberansicht, Fig. 14, 14 a und 14 b ein Hahn mit Schlagstift D in
Seiten-, Hinter- und Vorderansicht, Fig. 15 und ι 5 a Seiten- und Oberansicht des Abzugsbügels H, Fig. 16 und 16a der Auszieher E in Seiten- und Hinteransicht, Fig. 17, 17a und 17b Hebelarmhalter M mit Sicherung h in äufserer, innerer und unterer Ansicht; Fig. 18 und 18a den Abzug G in Seiten- und Oberansicht, Fig. 19 und 19a die Schlag- und Stangenfeder F in Seiten- und Oberansicht.
Die Anordnung dieser Theile ist folgende: Die Verschlufskasten A1 und A2 in den beiden Modellen Ia und Ib, welche die Verbindung zwischen dem Lauf C nebst Schaft / und dem Kolben O bilden,, bestehen aus länglichen Metallstücken mit einem massiven Theil vorn, in den der Lauf eingeschraubt wird und mit parallelen Seitenwänden nach hinten und unten, deren Zwischenraumgehäuse die Verschlufsblöcke B1 und J32, sowie die anderen hauptsächlichen Theile des Mechanismus, wie den Hahn- und Schlagstift D, die Schlag- und Stangenfeder F, den Auszieher i?, die Abzugsplatte K, den Abzug G und die Sicherung h des Hebelarmhalters M enthalten. Der Verschlufskasten hat ferner oben an seinem hinteren Ende innerhalb seiner Seitenwände zwei Laufnuthen b für die Tragzapfen a am hinteren Ende des Verschlufsblockes, und dicht unterhalb derselben den eingenutheten und eingenieteten Kolbenschwanz I, welcher letztere durch den Schraubenbolzen S mit der Abzugsplatte K verbunden ist und mit dieser und der Schraube S einen sicheren Halt für den auch in den Verschlufskasten eingefügten Kolben O bildet, während die Abzugsplatte K selbst vorn durch einen eingenieteten Bolzen f und hinten durch die Bolzenschraube g in dem Verschlufskasten gehalten wird. Für die Bewegungen des Mechanismus . hat der Verschlufskasten aufserdem in Modell Ia, Fig. 6, ein auch in die linke Seitenwand 3 mm tief eingefrästes Achsenlager η mit Laufbahn η m für die Hebelarmachse T und gleichzeitig auch an der rechten äufseren Seitenwand einen Achsenzapfen U, welcher die zweite Achse des doppelexcentrischen Systems bildet, sowie im Modell Ib, Fig. 9, in der rechten Seitenwand gleichfalls ein Achsenlager η mit Laufbahn η m für die kürzere Hebelarmachse V, Fig. 11, und ein zweites, auch in die linke Seitenwand 3 mm tief eingefrästes Achsenlager 0 mit Laufbahn op für die zweite längere Hebelarmachse W.
Die Verschlufsblöcke B1 und B2, welche in Modell Ia durch die Hebelarmachse T und in Modell Ib durch die Hebelarmachse W, Fig. ι und 3, gegen Rückschlag gesichert sind, ruhen hinten mit den Zapfen α in den Nuthen b, sowie vorn mit den Verschlufszapfen k in dem Lauf und haben beide in der Mitte eine nach hinten und unten offene Ausfräsung mit einer konischen Oeffnung durch ihren massiven Vordertheil für den Hahn und Schlagstift. Die Schlagfeder F, der ich die Form einer Spiralfeder gebe, ist kreisförmig, was ihr erfahrungsmäfsig eine besondere Dauerhaftigkeit giebt, und bildet mit der Stangenfeder ein Stück, welches durch Schraubet/ gehalten wird. Der Abzug G ist mit dem Stollen in Form eines Hakens zu einem Stück vereinigt, welcher Haken den Hahn von hinten erfafst und hält. Der Abzugsbügel H mit dem Schraubenstift χ für den Riemenhalter wird, wenn nicht mit der Äbzugsplatte in einem Stück verfertigt, hinten mittelst eines in die Abzugsplatte eingepafsten Ansatzes durch den Schraubenbolzeng und vorn durch die Schraube d gehalten. Der Hebelarm L hat in Modell Ia, Fig. 8, 8 a und 8 b, an der inneren Seite der Hebelarmplatte nur eine Achse T und eine Bahnnuth op für die andere Achse U, sowie in Modell Ib, Fig. 11, iia und 11 b, eine längere Achse W und eine kürzere V und wird bei geschlossenem Mechanismus von der in der'Seitenwand des Verschlufskastens angebrachten Schnappfeder ν gehalten, welche übrigens auch einen Theil des Hebelarmhalters bilden kann. Der Hebelarmhalter M, wenn in die punktirt angedeutete Stellung M1, Fig. 5, gedreht, läfst das schnelle Herausnehmen des Hebelarmes und Verschlufsblockes zu und legt sich beim Schliefsen des Mechanismus von selbst wieder in seine alte Stellung M zurück; in der Stellung Ai2 dient derselbe als Sicherung. . _ ■
Die Handhabung des Mechanismus ist nun folgende: In der geschlossenen Stellung, Fig. 1 und 3, ruht der Verschlufsblocky wie oben beschrieben ist, mit den Zapfen α in den Nuthen b und mit dem Zapfen k im Lauf dicht hinter der Patrone, während er in der Mitte je nach den Modellen durch die Achsen T oder V getragen wird; gegen Rückstofs wird derselbe in Modell Ia, Fig. 1, durch die in die linke Seitenwand des Verschlufskastens eingreifende Hebelarmachse T und in Modell Ib, Fig. 3, durch die gleichfalls in die linke Verschlufskastenwand eingreifende Hebelarmachse W gesichert. Will man nun den Mechanismus öffnen, so dreht man den Hebelarm mittelst des Knopfes L k schnell und kräftig in die punktirt angedeutete Stellung L\ Fig. 5. Während dieser Bewegung dreht sich der Hebelarm je nach den Modellen, zuerst um die Achsen T oder F, während in Modell Ia die Nuth op der inneren Hebelarmplatte an dem Achsenzapfen U entlang läuft und in Modell Ib die Hebelarmachse W sich von 0 nach ρ bewegt, worauf je nach den Modellen die Achsen U oder W die weitere Drehung des ,Hebelarmes aufnehmen und mittelst der Achsen T oder V. den in den Nuthen b gleitenden Verschlufsblock nach hinten und mit dem vorderen Ende nach' unten in die offene Stellung des Mecha-

Claims (2)

  1. nismus, Fig. 2 und 4, führen, wodurch gleichzeitig der Auszieher in Thätigkeit gesetzt und der Hahn gespannt wird. Diese ganze Bewegung kann, ebenso wie das Schliefsen des Mechanismus, so leicht Und schnell ausgeführt werden, dafs selbst mit Hinzurechnung eines dann allerdings sehr eiligen Zielens immer noch 18 bis 20 Schufs in der Minute ohne Schwierigkeit abgegeben werden können. Nach Einführung der Patrone bis vor den Verschlufsblock wird diese mittelst des Hebelarmes sicher in ihr Lager eingeschoben, selbst wenn das Patronenlager unrein oder die Patrone etwas gequetscht sein sollte. Für das Auseinandernehmen des ganzen Mechanismus ist das Herausnehmen der mit gerändelten Knöpfen versehenen Schraube 5 und g erforderlich; für das Untersuchen und Putzen des Laufes dagegen genügt es, nur den Mechanismus zu öffnen, da in dieser Stellung die Patronenrinne \ des Verschlufsblockes in der Mittellinie des Laufes liegt und also leicht das Untersuchen und Putzen desselben von hinten zuläfst.
    Der ganze Mechanismus dieses Systems enthält, ausschliefslich der für alle Gewehre erforderlichen Theile, aber einschliefslich der sp'eciell für diese Construction nöthigen Stifte, nur sieben Theile, und das ganze Gewehr mit allen Theilen einer Kriegswaffe nur 30 Theile, welche alle mit der Maschine gemacht werden können, so dafs die Anfertigung dieser Gewehre sich billiger stellt als bei anderen Constructionen.
    Paten τ-Ansprüche:
    ι . Ein Gewehr - Blockverschlufs, bei welchem die Drehung und Verschiebung des Blockes U1 bezw. B2 dadurch bewirkt wird, dafs der mit einer cylindrischen Durchbohrung versehene Block mit den Zapfen α in im Gehäuse angebrachten Lä'ngsnuthen gleitet und: ä) der Spannhebel, Fig. 8, mit der Welle T und der Kreisnuth 0 p, das Gehäuse, Fig. i, 2 und 6, aber mit den zwei-, schenkligen Aussparungen mn und dem Zapfen w, oder
    b) der Spannhebel, Fig. 11, mit den Wellen W und V, das Gehäuse, Fig. 3, 4 und 9, aber mit den drei- und zweischenkligen Aussparungen mn op versehen ist.
  2. 2. An dem unter 1. angeführten Blockverschlufs die Anordnung des abnehmbaren Abzugsbleches K mit dem Hammer D, dem Abzug G, der Spiralschlagfeder F und der Sicherung M.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT32745D Gewehr-Blockverschlufs Expired - Lifetime DE32745C (de)

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