DE325962C - Einrichtung zur Bestimmung und Regelung der Windmenge bei Hochoefen - Google Patents
Einrichtung zur Bestimmung und Regelung der Windmenge bei HochoefenInfo
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- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B9/00—Stoves for heating the blast in blast furnaces
- C21B9/10—Other details, e.g. blast mains
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Description
- Einrichtung zur Bestimmung und Regelung der Windmenge bei Hochöfen. Im Hochofenbetrieb erfolgt bis heute die Windversorgung der Öfen auf zweierlei Art. Entweder es sind die Gebläse getrennt auf jeden einzelnen Ofen geschaltet, oder es arbeiten alle Gebläse auf eine Sammelleitung, aus der die einzelnen Öfen den Wind entnehmen.
- Das getrennte Blasen hat bei Verwendung von Kolbengebläsen den Vorteil, daß man den Winddruck oder de Windmenge gleichmäßig erhalten und aus .der Umdrehungszahl jederzeit auf die gelieferte Windmenge schließen kann. Die Nachteile dieser Fahrweise liegen in der größeren Gefährlichkeit des Betriebes, in den größeren Anlagekosten und der geringeren Wirtschaftlichkeit.
- Hingegen bringt das Blasen auf eine Sammelleitung eine größere Betriebssicherheit, verlangt geringere Anlagekosten und ist wirtschaftlicher. Anderseits ist es bei dieser Fahrweise bis heute nicht möglich, den Winddruck oder die Windmenge für jeden Hochofen gleichmäßig zu erhalten und-gleichzeitig die durchtretende Menge zu messen. Dies geschieht gemäß der Erfindung unter Verwendung eines in der zum Hochofen führenden Windleitung eingeschalteten Reglers und des zwischen beiden Seiten desselben herrschenden Druckunterschiedes. Auf diesem Grundsatz beruhendeRegler sind bereits bekannt. Neu ist die besondere Einrichtung des Reglers, die im wesentlichen darin besteht, da.ß eine Registrierstange durch ein vom Regler bewegtes Gestänge entsprechend den Durchtrittsquerschnitten im Regler und durch den zwischen beiden Seiten des letzteren herrschenden Druckunterschied entsprechend den im Regler herrschenden Geschwindigkeiten so bewegt wird, daß sie Wege zurücklegt, die der Windmenge entsprechen.
- In der.Zeichnung ist die Erfindung schematisch dargestellt.
- a ist der in, die aus der Sammelleitung zum Ofen führende Windleitung eingeschaltete entlastete Regler (Ventil, Schieber oder Drosselklappe). Dieses Ventil wird. durch den Kolben b (oder eine Glocke) geöffnet oder geschlossen. Auf der einen Seite des Kolbens wirkt der hinter dem Ventil a herrschende. Druck, auf der anderen Seite vermittels Gestänge ein Gegengewicht c. Hieraus ergibt sich, daß sich hinter dem Ventil a ein dem Gegengewicht c entsprechender Druck einstellt und durch Veränderung des Gewichts jeder gewünschte Druck erreicht werden kann.
- Um nun die durchtretende Windmenge bestimmen zu können,' ist der Regler zur Windmessung, ausgebaut, und zwar werden zur Messung sowohl der jeweilige freie Durchtrittsquerschnitt als auch das* jeweils im Ventil vorhandene Druckgefälle dazu benutzt.
- Entsprechend dem jeweiligen Durchtrittsquerschnitt wird durch das Gestänge d das rechtwinklige Dreieck e, f, g mit der um den Punkt e schwingenden Hypotenuse i senkrecht zur Bewegungsrichtung der Stange k verschoben. .
- Die im Ventil a auftretenden Geschwindigkeiten sind abhängig von dem jeweiligen Druckgefälle, also von dem Unterschied zwischen dem vor und hinter dem Ventil a herrschenden Druck. Der sowohl vor als auch hinter dem Ventil a herrschende Druck wird durch Leitungen auf die beiden Seiten eines durch eine Feder m belasteten Kolbens l übertragen, so daß dieser Kolben den jeweilig vorhandenen Druckunterschieden entsprechende Wege zurücklegt. Diese Kolbenwege werden nun durch die Kurve n derartig übersetzt, daß die Wege der Stange o den im Ventil a herrschenden Geschwindigkeiten entsprechen.
- Die Stange o bewegt mittels Schleife einen Stift P, welcher in der Kathete f, g geführt ist und gleichzeitig als 1VEtnehmer der Hypotenuse i dient. Dadurch. wird erreicht, daß der auf der Hypotenuse i geführte Stab k Wege,-#zurücklegt, welche dem Produkt aus Ventilquerschnitt X Geschwindigkeit entsprechen. Dieser Stab k überträgt das Produkt Querschnitt X Geschwindigkeit = Windmenge auf eine Schreibtrommel..
- Soll die Windmenge auf gleicher Höhe gehalten werden, so wird die Stange k durch eine verstellbare Schraube y, Mitnehrnermutter s und Hebel t _ mit einem Hahn q verbunden, und zwar so, daß der Hahn q bei zunehmender Windmenge eine in das über dem Gewicht c sitzende Belastungsbecken xs auslaufende Wasserleitung v schließt und bei abnehmender Windmenge öffnet. Das Wasserbecken ai hat unten einen einstellbaren Auslaufhahn w. Wird nun bei zunehmender Windmenge der Hahn q mehr geschlossen, so daß durch Hahn w mehr Wasser abläuft als durch q zutritt, so wird das Gewicht c + u leichter, und der Kolben b wird das Ventil a mehr schließen. Umgekehrt wird bei abnehmender Windmenge der Hahn q mehr geöfinet, die Zugußwassertnenge wird größer als die Abflußwassermenge, das Gewicht c -f- u nimmt zu, und das Ventil a wird mehr geöffnet.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Bestimmung und Regelung der Windmenge @ bei Hochöfen mittels eines in der zum Hochofen führenden Windleitung eingeschalteten Reglers und des zwischen beiden Seiten desselben herrschenden Druckunterschiedes, dadurch gekennzeichnet, daß eine Registrierstange (k) durch ein vom Regler (a) bewegtes Gestänge (d) entsprechend den Durchtrittsquerschnitten im Regler (a) und durch den zwischen beiden Seiten des, letzteren herrschenden Druckunterschied unter Vermittlung eines Kolbens (l) mit Gestänge (o) entsprechend den im Regler (a) herrschenden Geschwindigkeiten so bewegt wird; daß sie Wege zurücklegt, die der Windmenge entsprechen.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine um den Punkt (e) schwingende Hypotenuse (i) eines Dreiecks (e, f, g), die durch das vom Regler (a) bewegte Gestänge (d) in einer Richtung und senkrecht dazu durch einen von dem zwischen beiden Seiten des Reglers (a) herrschenden Druckunterschied bewegten Kolben (t) über eine Kurve (n) und Stange (o) verstellt wird.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß .die Regelung der Windmenge von der Registrierstange (k) aus durch Veränderung einer Gewichtsbelastung des Reglers (a) erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE325962T | 1916-04-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE325962C true DE325962C (de) | 1920-09-20 |
Family
ID=6183427
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1916325962D Expired DE325962C (de) | 1916-04-02 | 1916-04-02 | Einrichtung zur Bestimmung und Regelung der Windmenge bei Hochoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE325962C (de) |
-
1916
- 1916-04-02 DE DE1916325962D patent/DE325962C/de not_active Expired
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