DE325652C - Verfahren zur Auswaschung von Ammoniak und Schwefelwasserstoff aus Gasen und Daempfen - Google Patents
Verfahren zur Auswaschung von Ammoniak und Schwefelwasserstoff aus Gasen und DaempfenInfo
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Description
- Verfahren zur Auswaschung von Ammoniak und Schwefelwasserstoff aus Gasen und Dämpfen. In den Patentschriften 271105, 272-.l.7..1. und 272a75 ist ein Verfahren geschildert, aus Gasen oder Dämpfen Ammoniak und Schwefelwasserstoff, gemeinsam oder getrennt, auszuwaschen, indem man die Gase oder Dämpfe mit Thionatlauge wäscht. Das in der Lauge anwesende Tetra- und Trithionat absorbiert dabei das Ammoniak und den Schwefelwasserstoff der Gase oder Dämpfe unter Thiosulfat- und Sulfatbildung. Die Umsetzungsprodukte sind verschieden, je nachdem Ammoniak oder Schwefelwassersteff allein oder gemeinsam durch Tetra- oder Trithionat ausgewaschen werden. Wird beispielsweise aus dem Gase Aimnoniak allein ausgewaschen, so reagieren nach neueren Untersuchungen Tetra- und Trithionat in der folgenden Weise: r. 4 (NH4) 2S406 rt- 4 (NH4) 20 = 6 (NH4) 2S203 T (NH4) 2S30, -f- (NH4) 2S04 (NH4) 2536 'T (NH4) 20 = (N H4) 2S203 -i- (NH4) 2S04 Wird dagegen Ammoniak und Schwefelwasserstoff in gleichen Mengen gemeinsam ausgewaschen, so verläuft die Reaktion in der folgenden Weise: ' (N"4)2 S406 i- (2N"4)2 S - 2 (INTH4)2 S203 + S. (N"4)2 S306 + (N"4)2 S - 2 (N"4)2 S203. In dein Großbetriebe ist es nun von besonderer Bedeutung, das Waschverfahren so zu gestalten, daß nur so viel Ammoniak ausgewaschen wird, als dem in dem Gase vorhandenen $chw efelwasserstoff entspricht. Bei Gasen oder Dämpfen,. die größere Mengen Schwefelwasserstoff als Ammoniak enthalten, ist dies verhältnismäßig einfach. Der Überschuß an H.S gestattet dort eine vollständige Auswaschung des Ammoniaks. Bei Gasen oder Dämpfers, die aber kleinere -Mengen Schwefehvasserstoff als Ammoniak enthalten, ist dies Ziel nicht leicht zu erreichen. Es wird dort bedeutend mehr Ammoniak durch die Lauge absorbiert als dem Verhältnis (:@H4)zS entspricht. In diesem Falle ist es notwendig, uni alles ausgewaschene Ainnioniak in Sulfat überführen zu können, dem Betriebe der Anlage ständig Schwefel von außen zuzuführen. Der aus dem Gase gewonnene Schwefel reicht zu diesem Zwecke für die Gewinnung des. ausgewaschenen Ammoniaks als Sulfat nicht aus. Es muß zu dem gewonnenen Schwefel noch solcher von auswärts hinzugekauft werden. Die Rentabilität des Verfahrens wird hierdurch gegenüber der Ammoniakgewinnung durch Schwefelsäure herabgesetzt, da der Schwefel in reiner Form wesentlich teurer ist als in Form von Schwefelsäure.
- Es hat sich nun gezeigt, daß die angeführten Übelstände bei dem Auswachsen scliwefelwasserstoffarmer ammoniakreicher Gase dadurch vermieden werden, daß nicht, wie bisher, die von der Gaswaschung abfließende Lauge sofort nach dem Verlassen des Wäschers vollständig in das Regenerationsgefäß gebracht wird, in welchem die Bildung von'Polythionaten aus Thiosulfat durch Einleiten von schwefliger Säure erfolgt, sondern daß der größte Teil der Waschflüssigkeit-wieder im Waschapparat zum Waschen benutzt und nur ein verhältnismäßig geringer Teil regeneriert -wird. Zu der Waschflüssigkeit wird nur "so viel regenerierte Lauge hinzugegeben, als in der Zeiteinheit zur Gaswaschung nötig ist. Der entsprechende Teil der gebrauchten Lauge wird in die Regencration,sanlage zur Regeneration abgeführt. Während also nach den früheren Patentschriften Gaswaschung -und Regenerationsanlage hinsichtlich des Weges der Lauge hintereinandergeschaltet arbeiten, arbeiten sie in diesen Fällen getrennt. Das Ablaufgefäß der Gaswaschapparate und das Ablaufgefäß der Absorptionsapparate für schweflige Säure stehen nur derartig in Verbindung, daß ständig ein bestimmter Teil der .Lauge von dem einen Gefäß in das andere über- und zurückfließen kann. Es ist selbstverständlich, daß diese Überlaufleitungen so gelegt werden, daß die von dem einen in das andere Gefäß übertretende Lauge unmittelbar in den eritsprechendenWaschapparat mit einem großen Teil bereits gebrauchter Lauge gelangt.
- Da die Umsetzung von Ammoniak mit Polythionat eine ausgesprochene Zeitreaktion ist, die Umsetzung äquivalenter Mengen Ammoniak 'und Schwefelwasserstoff dagegen augenblicklich erfolgt, so wird so erreicht, daß die aus den Gaswaschapparat gebrachte Lauge ständig init Ammoniak gesättigt ist. Da jeder chemischen Umsetzung in wäßriger Lösung ein rein physikalischer Lösungsprozeß des auszuwaschenden Gasbestandteiles in dem Wasser vorangeht, so wird so erreicht, (laß die Lösung fast kein Ammoniak in reiner Form. aufnimmt. Das den Waschapparat verlassende Gas enthält also fast alles Ammoniak aber keinen Schwefelwasserstoff. Es kann in einem nachfolgenden besonderen Waschapparat durch die billigere Schwefelsäure als Salz. gewonnen werden. Bei der Durchführung dieser Arbeitsweise hat sich weiter gezeigt, daß die Auswaschung an Ammoniak sich auch weiter vermindern läßt durch Herabsetzung der Temperaturen, bei denen die Gaswaschung vorgenommen wird. Es empfiehlt sich, die Waschung höchstens bei gewöhnlichen Temperaturen, zwischen 12 bis 2o° C auszuführen, wenn möglich darunter. Bei diesen Temperaturen der Gase und Laugen wird nur eine praktisch nicht in Betracht kommende Ammoniakmenge gelöst, während bei den bisher angewendeten Temperaturen von etwa 4.o° C noch wesentliche Ammoniakmengen gelöst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Auswaschung von Ammoniak und Schwefelwasserstoff aus Gasen und Dämpfen, welche. weniger Schwefelwasserstoff als Amnioniäl: enthalten, durch Thionatlauge, dadurch gekennzeichnet,. daß die zum.Waschen gebrauchte Thionatlauge fortlaufend ohne Regenerierung zum Waschen neuer Gasmengen dient und nur mit einem geringen Teil .regenerierter Lauge versetzt wird. . a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaswaschung bei Temperaturen nicht über 2o° C vorgenommen wird.
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