DE324029C - Verfahren zur UEberfuehrung von Glyzerinphosphatloesung in ein Kristallpraeparat - Google Patents

Verfahren zur UEberfuehrung von Glyzerinphosphatloesung in ein Kristallpraeparat

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Description

  • Verfahren zur Überführung von Glyzerinphosphatlösung in ein Kristallpräparat. - Glyzerinphosphorsaures Natron wird in den verschiedenstenKombinationen fürpharmazeutische Zwecke angewandt. Da das reine Dinatriumglyzerinphosphat bisher nicht kristallisiert oder überhaupt nicht in trockner Form technisch erhalten wurde, wird es auch heute meist in Bindung oder Mischung mit anderen Stoffen verwendet, die mitWasser keine echten Lösungen ergeben.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ein kristallisiertes, leichtlösliches Nährsalz mit reichlich Glyzerinphosphat herstellen kann, wenn man -die eigenartigen Kristallwasserverhältnisse des Dinatriumphosphatesfür die Reaktion benutzt.
  • Es ist bereits bekant, trocknes Dinatriumphosphat zur Trocknung von tierischen und pflanzlichen Säften zu verwerten. Während derartige Säfte auch an sich in Trockenform gewinnbar sind, ist das Glyzerinphosphat nur als ölige oder stark hygroskopische Masse erhältlich. Um dieses mit den Eigenschaften eines kristallisierten Stoffes zu versehen, ist ein bestimmtes Verfahren nötig, das auf das Verhalten des Natriumphosphates beim längeren Lagern Rücksicht nimmt.
  • Dinatriumphosphat kristallisiert aus Wasser mit r2 Molekülen Kristallwasser. Von diesen verliert es durch Sinterung 5 Moleküle und stellt sich schon bei gewöhnlicher Temperatur auf 7 Moleküle Kristallwasser ein. Der Sinterungsprozeß verläuft langsam. Das Salz schmilzt in seinem Kristallwasser gut und homogen.
  • Hierauf gründet sich das neue Verfahren.. Bei der Vereinigung von z. B. 5oprozentigem Dinatriumglyzerophosphat. mit Dinatriumphosphat, dem-ein Teil der 12 Moleküle Wasser entzogen ist, benutzt das Dinatriumphosphat das Wasser des Glyzerophosphates als Kristallwasser, und bei längerem Aufbewahren verliert das Glyzerophosphat seine öligen Eigenschaften unter dem Einflusse der Sinterungsneigung des Dinatriumphosphates. In gleicher Weise entsteht ein gutkristallisiertes Salz, wenn man dem Dinatriumphosphat mehr Kristallwasser entzieht, als durch die 5oprozentige Lösung des Glyzerophosphates hinzugefügt wird. Alsdann zieht das Produkt so lange Wasser aus der Luft an, bis wieder 7 Moleküle Kristallwasser vorhanden sind. Das Nährsalz stellt sich, ob mit zuviel oder zuwenig Wasser hergestellt, automatisch auf ein schönkristallisiertes, trocknes, tablettierbares, wohlschmeckendes, haltbares Salz mit 7 Molekülen Kristallwasser ein. Der ganze Prozeß der Bindung der Wassermoleküle mag ein sehr komplizierter sein, das praktische Resultat ist jedenfalls die Überführung des öligen Glyzerophosphates in einen Stoff, der sich wie ein schönkristallisiertes Produkt handhaben läßt.
  • Die medizinische Bedeutun- 'des neuen Nährsalzes liegt aber keineswegs in diesen rein mechanischen, wenn auch für den Fabrikanten wichtigen Verhältnissen, sondern in der chemischen Natur dieser Kombination. Die alte Idee der Nährsalze, dem Körper fehlende Stoffe zuzuführen, ist wissenschaftlich kaum noch haltbar. Bei vorliegenden Nährsalzen handelt es sich auch vielmehr darum, einNährsalz vomAlkaleszenzgradedesBlutserums,oder ein Nährsalz, dessen Alkaleszenz die des Blut- Serums um ein weniges übersteigt, darzustellen. Umsetzungen durch den Magensaft lassen sich durch die Darreichungsform umgehen und--ände-r-n..aush-, an der Schlußbilanz nichts, da die Regeneration schon im Duodenum stattündeC''iedenfalls hat es sich gezeigt, daß die fortgesetzte Darreichung für den Organismus nach verschiedenen Richtungen vorteilhaft ist. Einmal stellt das Salz keine Belastung, sondern eine Förderung der Nierenfunktion dar, was für chlorhaltige Nährsalze durchaus nicht zutrifft. Ferner ist es für die Verdauungswege außerordentlich indifferent. Vor allem aber wirkt langdauernde Zuführung günstig auf neurasthenische und neurotische Symptome ein, wobei es sich nicht um Glyzerinphosphatwirkung allein handeln kann. Beispiel: Analysiertes Dinatriumphosphat wird mit der berechneten Menge Wasser frisch kristallisiert, und es wird eine Menge von ro kg Dinatriumphosphat mit 12 Molekülen Kristallwasser unter gutem Rühren auf 8,5 kg abgedampft, worauf 1,5 kg 5oprozentiges glyzerinphosphorsaures Natron eingetragen wird. Man läßt erstarren, pulvert und breitet die Substanz bei gewöhnlicher Temperatur und Luftfeuchtigkeit aus. Die Masse wird täglich gewogen, bis sie einen Wassergehalt entsprechend 7 Molekülen Kristallwasser im verwendeten Natriumphosphat erreicht, mithin ein Gewicht von 8,236 kg erreicht hat. Nach Ablauf des Sinterungsprozesses nach etwa 2o Tagen wird die Masse analysiert und zur Verpackung dosiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Überführung von Glyzerinphosphatlösung in ein Kristallpräparat, dadurch gekennzeichnet, daß man die konzentrierte Lösung von Natriumglyzerinphosphat mit soviel teilweise entwässertem Dinatriumphosphat versetzt, daß das Wasser der zugesetzten Lösung die dem Dinatriumpbosphat an 12 Molekülen Kristallwasser fehlende Menge nicht übersteigt und das Salzgemisch zur Sinterung an der Luft ausbreitet.
DE1919324029D 1919-04-01 1919-04-01 Verfahren zur UEberfuehrung von Glyzerinphosphatloesung in ein Kristallpraeparat Expired DE324029C (de)

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