DE323952C - Schaltungsanordnung, insbesondere fuer Fernsprechanlagen, zur selbsttaetigen Verbindung einer zu einer Leitungsgruppe gehoerenden, weiter zu verbindenden Leitung mit einer weiter verbindenden Leitung - Google Patents

Schaltungsanordnung, insbesondere fuer Fernsprechanlagen, zur selbsttaetigen Verbindung einer zu einer Leitungsgruppe gehoerenden, weiter zu verbindenden Leitung mit einer weiter verbindenden Leitung

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DE323952C
DE323952C DE1912323952D DE323952DD DE323952C DE 323952 C DE323952 C DE 323952C DE 1912323952 D DE1912323952 D DE 1912323952D DE 323952D D DE323952D D DE 323952DD DE 323952 C DE323952 C DE 323952C
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relays
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Description

  • Scbaltungsanordnung, insbesondere für Fernsprechanlagen, zur selbsttätigen Verbindung einer zu einer Leitungsgruppe gehörenden, weiter zu verbindenden Leitung mit einer weiter verbindenden Leitung. Die Erfindung bezieht sich auf Schalteinrichtungen und betrifft insbesondere Mittel zur Herstellung einer geeigneten Verbindung einer einzelnen aus einer Gruppe von Leitungen mit einer bestimmten »Einzelleitung« sowie Einrichtungen zur Erleichterung einer derartigen Verbindung.
  • . Gemäß der Erfindung werden Stromkreise und Schalteinrichtungen in der Weise ausgebildet, daß zwar beliebig viele oder alle Gruppenleitungen mit der »EinzeHeitung« zu gleicher Zeit in Verbindung gelangen können, daß aber nur eine der »Gruppenleitungen« mit der Einzelleitung in Verbindung bleiben kann. Der Wahlvorgang, vermöge dessen nur eine »Gruppenleitung« in wirksame Verbindung mit der Einzelleltung gelangt und mit ihr in Verbindung bleibt, wird gemäß der Erfindung im besonderen von Relais beherrscht, die den »Gruppenleitungen« zuerUilt sind. Weiter sieht die Erfindung eine derartige Anordnung und ein derartiges Zusammenwirken der Schalteinrichtungen und Shomkreise vor, daß die gleichen Relais, die den Wahlvorgang und die Aufrechterhaltung der Verbindung bewirken, auch das Besetzen der Einzelleitung im ersten Augenblick bewirken, gleichgültig, ob eine oder mehrere Gruppenleitungen zugleich Zugang zu ihr erhalten.
  • Die Erfindung ist besonders vorteilhaft anwendbar bei Fernsprechanlagen. In Fernsprechämtern finden sich viele Punkte, an denen eine Anzahl von Leitungen einzeln mit je einer Einzelleitung verbindbar sein sollen. Bei bekannten Anlagen sind hierbei nicht nur Apparate zur Verbindung einer bestimmten Leitung derGruppe mit der Einzelleitung erforderlich, sondern außerdem besondere Einrichtungen, die verhindern, daß -mehr als eine der Leitungen einer Gruppe in Verbindung mit der zur weiteren Verbindung dienenden Leitung gelangt. Verhältnisse der angegebenen Art können sch z. B. bei der selbsttätigen Verteilung von Anrufen unter die Beamtinnen eines Fernsprechamtes ergeben; für diese Anrufverteilung wird die Erfindung mit besonderem Vorteil Anwendung finden; sie ist je- doch, wie aus obigem hervorgeht, nicht auf dieses Gebiet beschränkt.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar in ihrer Anwendung zur Übermittlung von Anrufen auf eine freie Beamtin eines Fernsprechamtes mit halbselbsttätigem Betriebe. Es ist eine Anlage vorausgesetzt, bei der die Ver« bindungen über die Plätze einer Beamtin geführt werden. Bei der Darstellung sind nur diejenigen Einrichtungen berücksichtigt, die zum Verständnis der Erfindung erforderlich sind. Die Anwendung auf Anlagen anderer Art ergibt sich ohne weiteres.
  • Wenn ein Teilnehmer T eine Sprechverbindung wünscht, so hebt er seinen Hörer vom Haken und schließt dabei einen Stromkreis von der Batterie 2 im Amte über das Relais 3, den Kontakt 37 eines Relais 36, den Amtsleitungszweig 4, das Teilnehmermikrophon 5, den Hakenumschalterkontakt 6, die Übertragerspule -7, den zweiten Amtsleitungszweig 8 und einen Relaiskontakt 9 im Amte nach Erde. Das der Teilnehmerleitung zugeordnete Anrufrelais 3 spricht in diesem Stromkreis an, schließt über seinen Kontakt ic einen Stromkreis von der Batterie ii über das Anlaßrelais 12 und die Widerstände 13 und 14 nach Erde.
  • Über den Arbeitskontakt 15 des Relais i:z wird Erdpotential an eine Leitung 16 gelegt. Diese Leitung 16 ist mit Anlaßvorrichtungen von Schaltwerken verbunden, die zum Anschluß der anrufenden Leitung an einen Bearntinnenplatz dienen. Im Falle des Beispiels sind diese Schaltwerke sogenannte Anrufsucher AS an sich bekannter Art, und zwar ist eine Anrufsrucherart vorausgesetzt, deren Bürsten durch elektromagnetische Kupplung mit einer kraftgetriebenen Welle bewegt werden, ähnlich wie die Wählerbürsten der in Patentschrift 7,35487 beschriebenen Wahlschalter für Selbstanschlußämter. Diese Anrufsucher AS wefden durch elektrische Kupplung ihrer Schaltwelle mit einer ständig umlaufenden Antriebsvorrichtung bewegt. Die Reihenfolge der- Schaltvorgänge wird dabei durch sogenannte Steuer-oder Folgeschalter bestimmt, An die Leitung 16 sind im dargestellten Falle stets sämtliche Anrufsucher einer bestimmten Amtsgruppe, z. B. alle diejenigen, die *Anschluß an einen bestimmten Beamtinnenplatz vermitteln, angeschlossen, und zwar je über einen Kontakt-17, der in der Stellung i des Steurschalters des betreffenden Anrufsuchers geschlossen ist (es ist nur der Kontakt am gezeichneten Anrufsucher dargestellt). Wird in der oben erwähnten Weise der Kontakt 15 des Relais i-- geschlossen, so erhalten über Leitung 16 und Kontakt 17 in Stellung 1 die Magnete D aller in der Ruhelage befindlichen Anrufsucher AS Strom. Die Magnete D bewirken eine Kupplung zwischen# der die Kontaktbürsten 18 bis zi tragenden Schaltwelle des Suchers mit der Antriebsvorrichtung, so daß die Bürsten über ihr Kontaktfeld hinwegbewegt werden.
  • Beim Schließen des Kontaktes io durch das Anrufrelais war über den Widerstand 13 ein bestimmtes Batteriepotential an den Kontakt = in dem genannten Kontaktfeld gelegt worden. Über den Arm 21 desjenigen Suchers AS, der zuerst einen derartigen Kontakt 2?, erreicht, kommt folgender Stromlauf zustande: Batterie, 11, 12, 10, 13, 22, 21, Steuerschalterkontakt 23 (Stellung i), hochohmige Wicklung 24 eines Relais 25 und eine über ein gezahntes Metallstück 26 geführte - Kontaktfeder 27 des Anrufsuchers zur Erde. Das Relais 2,5 spricht sofort an und schaltet die Wicklung 28 der Wicklung 24 parallel. Inzwischen ist die Feder 27 auf eine Lücke 'des Stückes 26 getroffen, so daß ein vorher- kurzgescblossenes Trennrelais 29 in den vorher genannten Stromkreis eingeschaltet wird. Die Parallelschaltung der Wicklungen 24 und 28 bewirkt einen Spannungsabfall an dem Prüfkontakt 2,2, der verhindert, daß , e,ner der übrigen in Lauf gesetzten Sucher an der gleichen Leitung stehenbleibt, und das Relais 29 unterbricht an seinem Ruhekontakt 3o den Stromkreis für den MagnetenD des eingestellten Suchers, so daß eine weitere Drehung seiner Arme verhindert wird.
  • Zugleich wird an dem Arbeitskontakt 31: des Relais 29 ein Stromkreis für einen Magneten B geschlossen, der in bekannter Weise eine Bremsung der Wählerwelle bewirkt, um etwaige Schwungwirkungen auszuschließen. Über den gleichen Kontakt 31 wird ferner ein Stromkreis für den Magneten S des Steuerschalters des eingestellten Suchers, und zwar von Erde über 15, 16, 17 in Stellung 1, 31, Steuerschalterfeder 32 in Stellung i und S zur Batterie geschlossen. Der Steuerschalter geht in die Stellung 2 (in der Zeichnung ist durch neben den Steuerschalterfedern angebrachte Ziffern angedeutet, in welchen Stellungen diese den auf der Seite der Ziffern befindlichen Kontakt berühren). Beim Übergang von Ste'llung i nach Stellung z wird zunächst der Stromkreis für S bei 32 unterbrochen. In dcr zweiten Stellung wird durch *die Feder 33 das Relais 29 kurzgeschlos«sen, und über 3j, die parallel geschalteten Wicklungen 24 und 28, Feder 34, den Kontaktarm 2o und den Koh--takt 35 ein Relais 36 zum Ansprechen gebracht, das durch Öffnen der Kontakte 9 und 37 das Anrufrelais 3 und die Erdverbindung von den Teilnehmerleitungszweigen 4 und 8 abschaltet.
  • Aus der Stellung ?, geht der Steuerschalter -sofort in die Stellung 3 über, da in der Stellung 2 die Feder 38 einen Stromkreis für den Magneten S geschlossen hat. Durch das Stromloswerden des Anrufrelais 3 wird auch das Relais 12 infolge Öffniens des Kontaktes io stromlos; die Stromkreise für die Magnete D der übrigen' in Lauf gesetzten* Anrufsucher werden infolgedessen ebenfalls unterbrochen-(bei 15), so daß die Schalter in den gerade erreichten Stellungen stehen bleiben. Weiter wird durch die Feder 39 ein Stromkreis von Erde über -39, die Leitung 4o, die Steuerschalterfeder 41 eines weiteren Steuerschalters und äen Bewegungsmagneten S' dieses zweiten Steuerschalters zur Batterie geschlossen.
  • - Der erwähnte zweite Steuerscbalter, welcher der vom Sucher AS ausgehenden Verbindungsleitung nebst einem- Relais 44 zugeordnet -ist (in der Zeichnung sind die von SI- abhängigen Kontakte durch eine strichpunktierte Um-. rahmung eingeschlossen), dient dazu, die Verbindungsleitung, der der eingestellte Anrufsucher zugeordnet ist, zeitweilig mit dem Platze P der bedienenden Beamtin zu verbinden. Es ist hier nur ein Beamtinnenplatz dargestellt. Sollen die Verbindungsleitungen von mehreren Beamtinnen bedient werden können, so ist eine entsprechende Umänderung der Anlage leicht zu treffen. Sobald der erwähnte Stromkreis über den MagnetenS1 ge. schlossen ist, bringt dieser seinen Steuerschalter in die zweite Stellung und schließt dadurch folgenden Stromkreis: von der Batterie über die Steuerschalterfe der 42, die Wicklung 43 des Relais 44, zu der zum Beamtinnenplatz P führenden Leitung 45 und am Beamtinnenplatz über die Feder 46 eines dem Platz zugeordneten dritten Steuerschalters in Stellung i - und den Ruhekontakt 47 eines Relais 48 an diesem Platz nach Erde.
  • An die Leitung 45 sind die dem Relais 44 entsprechenden Relais (44',*44") der -übrigen Anrufsucher (zu der von jedem Anrufsucher ausgehenden Leitung gehört noch ein Steuerschalter wie S' mit Kontaktfedern; der Einfachheit halber sind diese Teile in der Zeichnung nicht dargestellt) angeschlossen, die von P aus bedient werden bzw. Zugang zum Platze P vermitteln. Diese Relais sind im folgenden als Anlaßrelais bezeichnet worden. Es möge angenommen werden, daß infolge mehrerer, gleichzeitig erfolgender Anrufe in der betreffenden Teilnehmergruppe eine Mehrzahl von derartigen Anlaßrelais, z. B. drei, gleichzeitig durch Schließen der zugehörigen Federn 42 an die genannte Leitung gelegt werden. Theoretisch ist es möglich, daß so viele Relais 44 (44, 441 gleichzeitig an die Leitunk- 45, gelegt werden, wie Anrufsucher zur Bedienung einer Teilnehmergruppe vorhanden sind. Die Relais werden infolge des ihre Wicklungen 43 durchfließenden Stromes gleichzeitig zum Ansprechen kommen. Dabei schließen sie einen Stromkreis, der von Erde über die Steuerschalterfeder 49 am Platze der Beamtin, einen Widerstand 5o, ein Relais 48, die Steuerschalterfeder# 51, die Leituiig-52 und von hieraus in Parallelschaltung über Arbeitskontakte 53 und die Wichlungen 54 (54!,54") der sämtlichen erregten Anlaßrelais 44 (44-', 44'-*), die Steuerschalterfedern 55 und ein gemeinsames Relais 56 zur Batterie verläuft. Hierdurch wird das Relais 48 zum Ansprechen gebrächt, das durch Öffnen des Kontaktes 47 Erde von der Leitung 45 abschaltet, wodurch die Wicklungen 43 der Relais 44 (44", 441 strOmlOs werden. Im nächsten Augenblick erhalten nur noch d-«e Wicklungen 54 - (54' ", 54") der sämtlichen Relais 44 (44, 441 Strom über die Feder 49, den vorgeschalteten hohen Widerstand 50 und das Relais 48. Der Strombezug über den vorgeschalteten Widerstand ist nicht groß genug, um die parallel geschalteten Anschalterelais erregt zu halten. -Nun ist es aber eine in der Praxis beobachtete Erscheinung, daß Relaisanker niemals absolut gleichmäßig abfallen. Sobald einer der Relaisanker abfällt, wird der Strom in den Wicklungen 54 der übrigen Relais jeweils etwas verstärkt. Die Widerstandsverhältnisse sind so bemessen, daß nur ein einziges Relais über den Widerstand 5o erregt bleibt, nämlich dasjenige, dessen Anker am wenigsten schnell abfällt. Es genügen dabei ganz außerordentlich geringe Unterschiede in derTrägheit der Relaisanker. Falls die von vornherein vorhandenen Unterschiede nicht ausreichen sollten, ist es auf alle Fälle ein leichtes, die Anker durch Nachspannen der Federn u. dgl. entsprechend zu justieren. Es möge angenommen werden, daß das*Relals 44 dasjenige ist, das seinen Anker festhält. Die »Ausscheidung« der übrigen Anschaltrelais geschieht übrigens innerhalb äußerst kurzer Zeitabschnitte.
  • Durch die Erregung des Relais 48 war über dessen Arbeitskontakt 57 ein Stromkreis für den Magneten S2 des dem Beamtinnenplatz P zugewiesenen Steuerschalters geschlossen und der Steuerschalter in die zweite Stellung bewegt. Der Schalter erreicht die Stellung 2, nachdem sich die oben geschilderten Vorgänge bezüglich der Relais 44 bereits vollzogen haben. In dieser zweiten Stellung schließt eine Feder 58 den Widerstand 5o kurz und bewirkt da- durch eine derartige Verstärkung- des Stromes in dem Stromkreise über die Relais 48, 44 (WickIung 54) und 56, daß auch das letztgenannte Relais anspricht und den Kontakt 59 schließt. Über 59 erhält der Steuerschaltermagnet S' wieder Strom und bewegt seinen Schalter bis zur Stellung 7, in der an der Feder 55 der Stromkreis für das Relais 56 unterbrochen wird.
  • Dure h Unterbrechung des genannten Stromkreises wird- auch das Relais 48 stromlos und schließt den Ruhekontakt 47, wodurch der Magnet S2 über die Feder 46 erregt wird. Der Steuerschalter am Platze der Beamtin geht dadurch in die Stellung 5 über. Beim Durchgang durch die Stellung 3 wird über die Feder 6o ein Stromkreis von Erde über 6o, die Leitung 61, die Steuerschaltgrfeder 62 in Stellung 7, die Feder 63 des zum Sucher gehörigen Steuerschalters in Stellung 3 und den Steuerschaltermagneten S geschlossen, wodurch der Stenerschalter in die Stellung 4 bewegt wird. Sobald der Steuerschalter am Platze der Beamtin die Stellung 5 erreicht hat, wird das Relais 48 auf dem Wege von Erde über 49, 50, 48, 51, 52, 6o, 61, 62, 63 (Stellung 4) und den Widerstand 64 zur Batterie von neuem zum Ansprechen gebracht und der Steuerschalter dadurch stillgesetzt.
  • Der Steuerschalter des Anrufsuchers schließt in der Stellung 4 über die Federn 65, 66 die Teilnehmerleitungszweige an Leitungen 67, 68 an, die bereits vorher durch Federn 69, 70 des von S' bedienten Steuerschalters in Stellung 7 an Leitungen 71, 72 gelegt waren. Die Leitungen 71, 72 führen zur Sprechgarnitur 73 am Platze der Beamtin. Somit ist jetzt eine Sprechverbindung hergestellt und die Beamtin kann den Teilnehmer abfragen. Der Anruf wird z. B. dadurch angezeigt, daß der Platzsteuerschalter in der Stellung 5 über die Feder 74 einen Lokalstromkreis für die Anruflampe 75 schließt. In der Stellung 5 schließt der Steuerschalter am Beaintinnenplatz durch die Feder 76 noch einen Stromkreis für das Relais 56, der auch über Steuerschalterkontakte in einem dem Anrufsucher AS zugeordneten Wähler W geführt ist. Das Relais schließt seinen Kontakt 59 und veranlaßt dadurch den Magneten S' ' den zugehörigen Steuerschalter in die Stellung 9 zu bringen, in der die Sprechgarnitur der Beamtin noch an die Teilnehmerleitung geschaltet ist.
  • Die Beamtin kann nunmehr den anrufenden Teilnehmer abfragen. Nachdem sie die verlangte Teilnehmernummer erfahren hat, stellt sie in bekannter Weise die Nummer an -einem Tastenbrett 77 ihres Platzes ein, wodurch ein Stromstoßsender für den Wähler W und gegebenenfalls folgende weitere Wähler zur Wirkung gebracht wird. Da diese Vorgänge bei der Einstellung der Sendervorrichtung und der Einstellung der Wähler nichts für die Erfindung Eigenartiges bieten, so ist von einer näheren Beschreibung der bezüglichen Vorgänge abgesehen worden. Nach vollendeter Einstellung des Senders auf die verlangte Teilnehmernummer wird im Sender Erde an die Leitung 78 gelegt, wodurch das Relais 79 am Beamtinnenplatz erregt wird. Diese Erregung bereitet durch Schließen des Kontaktes 8o die Weiterschaltung des Steuerschalters am Beamtinnenplatz vor.
  • Sobald die Stromstöße, die vom Sender ausgehen, einen Steuerschalter- am Wähler W in die Stellung 8 gebracht haben, erdet eine Feder 81 die Leitung 8z. Dadurch wird der Magnet S des Steuerschalters des Anrufsuchers AS erregt und der Schalter geht in die Stellung 5 über, in der die Sprechgarnitur der Beamtin wieder abgeschaltet ist. Zugleich wird das bis dahin erregt gehaltene Relais 48 stromlos, schließt den Kontakt 4-7 und bewirkt dadurch die Erregung von S2. Der Steuerschalter geht in die Stellung 8. In dieser ist über 8o und die Feder 49, den Widerstand 50 und die Feder 51 ein: neuer Stromk--eis für das- Relais 48 geschlossen, so daß der Strom.-k-leis für S2 wieder unterbrochen wird. Die Stellung behält der Steuerschalter so lange bei, bis nach vollendeter.Einstellung sämtlicher Wähler die Erde von der Leitung 78 wieder a,bgetrennt und das Relais 79 'wieder stromlos gemacht wird. In diesem Augenblick wird der Stromkreis für S2 durch Stromlosmachen des Relais 48 wieder hergestellt und der Steuerschalter geht aus der achten in die Ruhestellung über. Der Beamtinnenplatz ist damit für einen neuen Anruf frei.
  • Die hergestellte Verbindung wird in bekannter, in der Figur nicht dargestellter Weise am Beamtinnenplatz überwacht und ausgelöst. Diese Vorgänge bieten für die Erfindung kein In'teresse.

Claims (8)

  1. P-ATENT-AIIISPRÜCIEIF,: i. Schaltungsanordnung, insbesondere für Fernsprechanlagen, zur selbsttätigen Verbindung einer zu einer Leitungsgruppe gehörenden weiter zu verbindenden Leitung mit einer weiter verbindenden Leitung, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung der Schalteinrichtungen und Stromkreise, daß beliebig viele Leitungen der Gruppe gleichzeitig Anschluß an ein und dieselbe zur weiteren Verbindung dienende Leitung erhalten können, daß aber stets nur eine damit in Verbindung bleibt.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch j:, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Leitung der Gruppe ein Relais (44) zugeordnet ist, das bei der gleichzeitigen Auschaltung von mehreren dieser Leitungen an die zur weiteren.
  3. Verbindung dienende Leitung mit den Relais (44) der andern Leitungen in einen gemeinsamen Stromkreis zü Hegen kommt, in dem die Relais derart geschaltet und die Erregerströme so beinessen -sind, daß nur ein Relais dauernd erregt und somit nur eine Leitung in Verbindung mit der abgehenden Leitung bleibt. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Relais (44) - mit zwei Wicklungen versehen ist, und daß die Anordnung so getroffen ist, daß die Erregung des Relais über die erste Wicklung die erste Anschaltung der zugehörigen Leitung der Gruppe an die zur weiteren Verbindung dienende Leitung bewirkt, während durch Stromfluß über die zweite Wicklung die Verbindung der Leitungen aufrechterhalten wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis für die Anschaltwicklungen der Relais (44) so angeordnet, bzw. so bemessen ist, daß mehrere Relais gleichzeitig darin erregt gehalten werden können, während die Verhältnisse im Stromkreise für die zweiten (Halte-) Wicklungen so getroffen sind, daß nur ein Relais auf einmal darin erregt bleiben kann. 5. Schaltungsanordnung nach Ansprach 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Schließung des Stromkreises über eine oder mehrere Anschaltwicklungen eine Umschaltung herbeigeführt wird, wodurch der Stromkreis für die Haltewicklungen geschlossen, derjenige für die Anschaltwicklungen geöffnet wird. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand der Haltewicklungen so bemessen ist, daß der Strom in dem Stromkreise, in den sie gleichzeitig gemeinsam eingeschaltet werden, nicht zur Aufrechterhaltung der Erregung zweier Relais ausreicht. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis für die Haltewicklungen jedes der Relais über einen Arbeitskontakt des betreffenden Relais geführt ist, und daß die Trägheit der Ank-er der Relais einer Gruppe von Leitungen, deren Wicklungen gleichzeitig in denselben Stromkreis gelegt werden können, so bemessen ist, daß, wenn die Relais infolge gleichzeitiger Einschaltung der Haltewicklungen in den gemeinsamen Stromkreis nicht genügend Strom zur Aufrechterhaltung der Erregung erhalten, ein genau gleichzeitiger Abfall der Anker mehrerer Relais ausgeschlossen ist. 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch i oder dedUnteransprüchen zur Verhinderung des Zusammenschaltens gleichzeitig Anschluß suchender Leitungen in Fernsprechanlagen, z. B. am Arbeitsplatz eines Amtes, dadurch gekennzeichnet, daß die den anrufenden Leitungen zugeordneten Relais(44) über Arbeitskontakte ein gemeinsames Schaltglied (Relais 48) zur Wirkung bringen, das die Relais (44) parallel in einen gemeinsamen Stromkreis einschaltet, in welchem die Strom- bzw.
  5. Widerstandsverhältnisse so bemessen sind, daß die Anker, und zwar infolge verschieden bemessener Trägheit mehr oder weniger schnell, abfallen, wobei jeweils der Strom in den verbleibenden Relais (44) anwächst, bis nur noch ein Relais (44) übrig ist, das zur Aufrechterhaltung der Erregung genügenden Strom erhält. g.
  6. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1, 3, 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Relais (44) beim Ansprechen ihre Haltewicklungen über das in dem gemeinsamen Stromkreis liegende Relais (48) einschalten, das seinerseits beim Ansprechen den Stromkreis für die Anschaltwicklungen der Relais (44) unterbricht. io.
  7. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen i und 9, dadurch gekennzeichnet, daß das im gemeinsamen Teil der Verzweigung liegende Relais (48) beim Ansprechen Schaltvorgänge veranlaßt, durch die der Strom in dem verbleibenden Zweig der Verzweigung derart verstärkt wird, daß ein darin angeordnetes Schaltglied (56) zur Herbeiführung der Anschaltung der anrufenden Leitung auf den Arbeitsplatz zur Wirkung kommt. ii.
  8. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1, 9 und io, dadurch gekennzeichnet, daß das infolge der Stromverstärkung zur Wirkung gebrachte Schaltglied (56) einen Stromkreis für den Magneten des Steuerschalters eines auf die angeschaltete Leitung eingestellten Suchers schließt, der ein Anrufzeichen am Platze der Beamtin zum Erscheinen bringt, so daß diese den Anruf aufnehmen kann.
DE1912323952D 1912-07-06 1912-07-06 Schaltungsanordnung, insbesondere fuer Fernsprechanlagen, zur selbsttaetigen Verbindung einer zu einer Leitungsgruppe gehoerenden, weiter zu verbindenden Leitung mit einer weiter verbindenden Leitung Expired DE323952C (de)

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