DE322018C - Bombenabwurfvorrichtung - Google Patents

Bombenabwurfvorrichtung

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DE322018C
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cylinder
bomb
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D1/00Dropping, ejecting, releasing or receiving articles, liquids, or the like, in flight
    • B64D1/02Dropping, ejecting, or releasing articles
    • B64D1/04Dropping, ejecting, or releasing articles the articles being explosive, e.g. bombs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Bombenabwurfvorrichtung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Bombenabwurfvorrichtung für Luftschiffe und Flugzeuge, deren Wesen darin besteht, daß die Bomben mittels explodierender Motorgase zum Abschuß gebracht werden, um denselben eine größere Fallgeschwindigkeit zu geben, d. h. eine größere Zielsicherheit und Durchschlagkraft der Bomben zu erzielen.
  • Aus der beiliegenden Zeichnung ist ersichtlich, wie dieser Gedanke in einer beispielsweisen Ausführungsform verwirklicht werden könnte.
  • Fig. i zeigt den ganzen Apparat mit Anschluß an einen Motorzylinder, welcher das zum Abschuß der Bomben nötige komprimierte Gas liefern soll, im Vertikalschnitt; Fig. 2 zeigt einen Horizontalschnitt durch die Zylinder des Bombenabwurfapparates gemäß Linie A-A von Fig. i; Fig. 3 läßt einen Horizontalschnitt durch den Schalter der Zündstromverteilung der Bombenabwurfzylinder gemäß der Linie B-B von Fig. 2 erkennen.
  • i, 2, 3 und 4 sind die Bombenabwurfzylinder, welche in diesem Falle zentrisch um -einen Mittelzylinder 5 angeordnet sind, jedoch natürlich auch nebeneinander oder sonst beliebig angeordnet werden können: In diesen Mittelzylinder ist gut passend ein hohler Drehschieber 6 eingesetzt, welcher die Zuführung des zum Abschuß der Bomben dienenden, komprimierten, explosiblen Gases von dem einen Motorzylinder aus in die Zylinder 4:2, 3 und 4 regeln soll. Zu diesem Zwecke ist der Drehschieber auf eine Welle 7 aufgekeilt, die sich mittels Steuerrad oder Kurbel 8 drehen läßt. Außerdem hat der Drehschieber an einer Stelle eine Bohrung 9, welche je nach Drehung des Schiebers einer gleichen Öffnung io in der Wandung der einzelnen Zylinder i, 2, 3 und 4 gegenübergestellt werden kann, so daß der betreffende Zylinder Verbindung mit dem Innern des Drehschiebers 6 bzw., da letzterer unten offen ist, mit dem Innern des Mittelzylinders 5 hat. Dieser ist nun mittels Rohr i i an die Auspuffleitung I2 des, Motorzylinders angeschlossen,. jedoch unter Zwischenbau eines Drehschiebers 13. Dieser Drehschieber ist in der Zeichnung Fig. i um 9o° verdreht gezeichnet, um ihn besser erkennen zu lassen. Derselbe ist auf eine Welle 14 gesetzt, die unter Verwendung von Kegelrädern 15 und 16 oder sonst beliebig in dem gegebenen Augenblick mit der Welle 7 gedreht wird, und zwar so, daß jedesmal, wenn die Bohrung 9 vor einer Bohrung io steht, die-Auspuffleitung 12 mit der Leitung i i verbunden ist, während in allen anderen Fällen die Auspuffleitung durch Anschlußrohre 17 ins Freie führt. Dies hat den Zweck, wie schon gesagt, einen der Motorzylinder als Kompressor für explosibles Gasgemisch zu benutzen, welches den Bombenabwurfzylindern i bis 4 zugeführt werden soll. Um den betreffenden Motorzylinder in dieser Weise arbeiten zu lassen, muß nur die Zündung zu dem Zylinder unterbrochen werden, was dadurch geschehen kann, daß das Zündkabel 18 vom Zündapparat nicht direkt zur Zündkerze ig des betreffenden Zylinders, sondern über einen Unterbrecher geleitet ist, der dann unterbricht, wenn der Motorzylinder als Kompressor arbeiten soll. Der Unterbrecher kann nun, wie im vorliegenden Falle, ein ganz selbständiges Organ 2o sein, das in der Nähe des Führersitzes bzw. der Kurbel 8 vorgesehen ist. Dieser Unterbrecher kann aber auch zweckentsprechend automatisch von der Kurbelwelle 8 aus betätigt werden. 21 sind die Bomben, welche oben einen kolbenartig dichtenden Führungsaufsatz 22 haben, mit dem die Bomben, in die Zylinder i bis 4 eingeschoben sind. Die Bomben halten sich vor dem Abschuß in den Zylindern dadurch fest, daß dieselben oben auf den Kolben 22 ein oder mehrere Haken 23 besitzen, welche beim ! Einschieben der Kolben 22 in. den Zylinder Sperrbolzen 2.4, welche in die Zylinderwand dicht eingesetzt sind, entgegen dem Druck einer hintersetzten Feder 25 zurückdrücken und dann, nachdem sie oberhalb der Sperrbolzen 2d. angekommen sind, sich auf den wieder durch den Federdruck zurückschnellenden Bolzen festsetzen. Dadurch ist die betreffende Bombe festgehängt. Durch den entstehenden Gasdruck bei der Explosion in den Zylindern i bis 4 beim Abschießen der Bomben wird der mit einem Bund 26 versehene Bolzen -24. wieder zurückgedrückt, so daß der Haken 23 mit Bombe frei wird. Der Vorgang bei der Bedienung der ganzen Abwurfvorrichtung ist also folgender: Zunächst wird der Zündstrom zur Kerze i9 des Motorzylinders bei 2o unterbrochen. Alsdann wird die Kurbel' 8 gedreht, bis, durch einen Anschlag erkenntlich, z. B. die Bohrung 9 gegenüber der Bohrung io steht, wobei gleichzeitig das Ventil 13 so gedreht wird; daß die Auspuffleitung 12, wie früher schon gesagt, mit der Leitung i i und damit mit dem Zylinder 5 und dem-Hohlschieber 6 in Verbindung steht. Der von den übrigen Zylindern mit durchgeschleppte Motorzylinder arbeitet also, sobald seine Zündung abgestellt ist, als Kompressor und drückt explosibles Gasgemisch in den Zylinder 5 und von diesem durch den Drehschieber 6 in den gerade damit verbundenen Bombenabwurfzylinder 1, 2, 3 und 4. Wird dann die Kurbel 8 weiter gedreht, was übrigens bei der Schnelligkeit der Gasfüllung ohne Unterbrechung geschehen kann, so wird der mit Gas gefüllte Bombenabwurfzylinder gegen das Innere des Hohlschiebers 6 abgesperrt. In diesem Augenblick wird der Zündstrom zur Zündkerze 27 des betreffenden Zylinders geschlossen. Diese Schließung erfolgt automatisch dadurch, daß die an Zündleitung 18 angeschlossene Nebenleitung 28 durch die Kurbelwelle 7 zu einen daraufgesetzten, in Fig. 3 größer, jedoch nur skizzenhaft behandelten Drehkontakt 29 führt. Dieser Drehkontakt schleift an der Wand eines aus Isolationsmaterial hergestellten, um Welle 7 angeordneten Zylinders 30, in dem, zu jedem Zylinder gehörig, Metallstücke 31 eingesetzt sind, die ihrerseits Anschluß an je eine Zündkerze 27 haben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bombenabwurfvorrichtung für Luftschiffe und Flugzeuge, bei welcher der Abwurf der senkrecht aufgehängten Bomben durch den Druck explodierender Gase erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschußzylinder' (i bis 4) von einem der Motorzylinder Preßgas dadurch erhält, daß eine Leitung (i i), unter gleichzeitiger Abstellung der Zündung des betreffenden Motorzylinders, durch Umstellen eines Drehschiebers (i3) an die durch den Drehschieber im übrigen abgesperrte Auspuffleitung angeschlossen wird, so daß die unverbrannten Gase, anstatt ins Freie zu gelangen, in den Abschußzylinder (i bis .4) gedrückt werden. z. Bombenabwurfvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mitte der im Kreise angeordneten Abschußzylinder (i bis 4) ein Gasverteilungszylinder (5) mit einem Verteilerdreh-Schieber (6) angeordnet ist, auf dessen Welle (7) gleichzeitig der Stromverteiler (29 bis 3i) für die Zündkerzen (27) des Zylinders (i) angeordnet ist, welcher der Zündkerze des betreffenden Zylinders Strom zuführt, welche gerade Preßgas erhalten hat und wieder von dem Drehschieber (6) abgeschlossen ist. 3. Bombenabwürfvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bomben vor dem Abschuß mittels Haken (23) gehalten werden, welche sich auf federnd in die Abschußzylinder (i bis 4) hereingedrückte Sperrbolzen (24) setzen, die ihrerseits bei der Explosion der Gase durch diese wieder aus den Zylindern herausgedrückt werden, so daß die Haken (23) und damit die Bomben (21) freiwerden.
DE1918322018D 1918-10-24 1918-10-24 Bombenabwurfvorrichtung Expired DE322018C (de)

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