DE321340C - Unterbrecherkontakt - Google Patents
UnterbrecherkontaktInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H50/00—Details of electromagnetic relays
- H01H50/64—Driving arrangements between movable part of magnetic circuit and contact
- H01H50/74—Mechanical means for producing a desired natural frequency of operation of the contacts, e.g. for self-interrupter
- H01H50/82—Mechanical means for producing a desired natural frequency of operation of the contacts, e.g. for self-interrupter using spring-loaded pivoted inertia member
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Unterbrecherkontakte für unter der Einwirkung
eines Elektromagneten Schwingungen von geringem Ausschlag ausführende Körper und
insbesondere auf solche Unterbrecherkontakte, bei denen das Kontaktglied, welches dazu
bestimmt ist, durch seine Berührung mit dem schwingenden Körper (Glocke, Platte, Saite
usw.) den elektrischen Stromkreis zu schließen, von einem beweglichen Arm getragen wird,
der auf einem Zapfen sitzt und Schwingungen von geringem Ausschlag ausführen kann.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß es zum Zwecke, einen reinen Ton zu erzielen und
diesen reinen Ton schnell erzeugen zu können, besonders dann, wenn es sich darum handelt,
Klaviersaiten in Schwingung zu versetzen, von Wichtigkeit ist, den Ausschlag der
Schwingungen des beweglichen Kontaktgliedes nach Möglichkeit zu verringern.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung, mittels derer man dieses
Resultat erzielen kann und deren Prinzip darin besteht, das bewegliche Kontaktglied
zu bremsen, wenn es schwingt. Hierdurch wird das Übergewicht der Schwingungen des
tönenden Körpers und infolgedessen die Selbsterregung des letzteren gesichert.
Die Zeichnungen veranschaulichen beispielsweise verschiedene Ausführungsformen des
Erfindungsgegenstandes.
Fig. ι bis 5 veranschaulichen Ausführungsformen,
die bei Vorrichtungen zum Anreißen von Klaviersaiten Anwendung finden können,
und zwar zeigt Fig. ι eine Ausführungsform im Aufriß,
Fig. 2 dieselbe im Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1 von oben gesehen.
Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform im Aufriß, und
Fig. 4 zeigt diese AusführuHgsform in teilweisem Grundriß.
Fig. 5 zeigt eine dritte Ausführungsform im Aufriß.
Fig. 6 bis 8 veranschaulichen eine Ausführungsform, die bei einer Vorrichtung zxan
Ertönenlassen einer Stahlglocke Anwendung finden kann, und zwar zeigt
Fig. 6 die Vorrichtung im Aufriß, Fig. 7 dieselbe im Grundriß und
Fig. 8 dieselbe im Schnitt nach Linie 8-8 der Fig. 6 von rechts gesehen.
Fig. 9 und 10 veranschaulichen eine Ausführungsform,
die bei einer Vorrichtung zum Inschwingungsetzen einer Platte Anwendung
finden kann, und zwar zeigt Fig. 9 die Vorrichtung im Aufriß, Fig. 10 dieselbe im Grundriß.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2
sitzt das Kontaktglied α nicht unmittelbar auf der Saite A, sondern auf einem schwingenden
Stab α1, der mit der Saite A durch
einen Draht oder eine starre Stange a2 verbunden
ist, welche dazu dient, die Schwingungen der Saite A auf das Kontaktglied a
zu übertragen. C ist ein schwingendes Plättchen, welches auf einem Zapfen c sitzt und das
Kontaktglied c1 trägt. Der Zapfen c verlängert sich nach unten durch einen Bügel j.
Zapfen c und Bügel / drehen sich unter Vermittlung von Spitzen in einem festen Support D.
ίο Eine Feder F sucht den Bügel / und den
Zapfen c und demgemäß das Plättchen C be- ; ständig zu drehen, um das Kontaktglied c1
gegen das Kontaktglied α zu führen. Mit dem Plättchen C ist ein Anker e fest ver- j
bunden, der unter dem Einflüsse zweier : Elektromagnete S2 steht.
Bei dem veranschaulichten Beispiel ist an- : genommen, daß die Elektromagnete S2 hinter- ·
einander in den Erregerstromkreis der Hauptelektromagnete B eingeschaltet sind, welche
ihre Anziehungskraft auf die Saite A ausüben. ', Demgemäß erfolgt die Anziehung des Ankers e
durch die Elektromagnete B2, d. h. die Unter- j brechung des Kontaktes c1, α gleichzeitig mit ;
den Abweichungen des Erregerstromes der \ Hauptelektromagnete B.
Zwischen den Armen des Bügels j ist ' mittels zweier Spitzen eine Welle k drehbar ;
gelagert, auf welche ein schweres Schwungrad k1 \
aufgekeilt ist. Ein biegsames Plättchen j1, j welches von dem Bügel / getragen wird, stützt J
sich auf den Umfang des Schwungrades k1.
>. Mittels einer Schraube j2 kann man den ί
Druck des Plättchens auf das Schwungrad k1 '.
regeln.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Wenn das Plättchen C unter dem Einfluß der Elektromagnete B2 und der Feder F
schwingt, so setzt es den Zapfen c, den Bügel / und das biegsame Plättchen j'1 in
Bewegung. Infolge der Reibung, welche zwischen dem Plättchen j1 und dem Schwungrad
k1 auftritt, sucht das Plättchen j1 das
Schwungrad k1 mitzunehmen; infolge seiner
Trägheit setzt aber das Schwungrad k1 diesem Bestreben, es in Umdrehung zu versetzen,
einen Widerstand entgegen. Infolgedessen i wird die Schwingung des Plättchens C ge- j
bremst, aber nicht verhindert. Dieselbe Wir- 1 kung ergibt sich für jede Schwingungsrich- ;
tang des Plättchens C. Das Schwungrad k1 j
wirkt also wie eine richtige Dämpfungsvor- j richtung.
Bei der Ausfiihrungsform nach Fig. 3 und 4
sitzt das Kontaktglied α in der Nähe der Klaviersaite A. E ist der Elektromagnet, der
die Saite A in Schwingung versetzt, und F ist eine Feder, welche ein nicht oxydierbares
Kontaktglied α trägt und sich mit ihrem umgebogenen Ende, auf die Saite A stützt, um
den Kontakt α mit der Saite zu verbinden.
F1 ist eine Gegenfeder, welche sich mittels
eines weichen Körpers, ζ. B. Filz, auf die : Feder F stützt, c1 ist ein nicht oxydierbares
Kontaktglied, welches vorteilhaft aus einem Bündel dünner Drähte zusammengesetzt ist,
die in' geeigneter Weise zusammengedreht und in einen weichen Körper, z. B. Kautschuk,
eingesetzt sind, der zwischen den beiden Armen d einer auf den beweglichen Arm C
aufgesetzten Klemme festgeklemmt ist. Ein kleines U-förmig gestaltetes Blechstück G umfaßt
die beiden Arme d der Klemme und hält sie fest. Eines der Enden des weichen
Drahtes c1 stützt sich auf das Kontaktglied a,
während sein anderes Ende zwischen dem Kautschuk und einem der Arme d der Klemme
sich befindet, um die elektrische Verbindung von c1 mit dem beweglichen Arme C und
demgemäß mit dem Support herzustellen. H ist eine Klemme aus Kupfer, zwischen
deren Armen die Welle c schwingt. An einer der Wangen dieser Klemme ist bei I zwischen
Unterlagscheiben die Platte / derart angelenkt, daß sie sich nur schwer drehen läßt.
Die Platte / trägt den Elektromagneten E2, so daß man durch Vorziehen oder Zurückschieben
des Elektromagneten E2 die Anziehungskraft regeln kann, welche er auf den
Anker g1 ausübt. Wie bei dem vorhergehenden
Beispiel ist auch hier angenommen, daß der Elektromagnet E2 in Reihenschaltung in dem
Erregerstromkreis der Hauptelektromagnete E angeordnet ist, die ihre Anziehungskraft auf
die Saite A ausüben. K ist ein Bolzen, dessen Enden unter Benutzung von Unterlagscheiben
auf den Wangen der Klemme H derart vernietet sind, daß sich der Bolzen nur schwer
drehen läßt. Eine Feder L, welche um den Bolzen. K herumgelegt und mit einem ihrer
•Enden auf demselben befestigt ist, tritt mit ihrem andern Ende in die Nut / des beweglichen
Armes C ein, so daß man, wenn man den Bolzen K um sich selbst dreht, die
Spannung der Feder L und den Druck der Kontakte c1, α beliebig regelt.
Das Schwungrad 1 ist auf eine Welle 2 aufgekeilt, welche sich in den Armen einer
Klemme 3 dreht, die mittels einer Schraube 4 reguliert wird, die mit einer Gegenmutter versehen
sein kann. Das Schwungrad 1 und seine Welle 2 werden vorteilhaft aus einem
Stück hergestellt, um genau zentriert zu sein, und zwar werden sie aus Kupfer hergestellt,
damit Kupfer auf Kupfer arbeitet und die Spitzen ohne Spiel und doch mit großer
Leichtigkeit sich bewegen können. Es ist. jedoch klar, daß die Welle 2 auch von zwei
Zapfen getragen werden kann, welche sich in zwei Löchern drehen, die mit einem nichtmetallischen
Material, ζ. Β,,Ήοπι, ausgekleidet.
sind, um jegliches Geräusch zu vermeiden. Die Klemme 3 ist selbst unter Vermittlung
einer Welle 5 in einer zweiten Messingklemme 6 gelagert, deren eine Platte 7 bei 8 auf die
Klemme H aufgenietet ist. Die Nietung er-
■ folgt mit Hilfe von Unterlagscheiben derart, daß sich die Platte 7 nur schwer bewegen
läßt, so daß das Schwungrad vorgezogen oder zurückgeschoben werden kann, aber an seiner
Stelle bleibt, wenn es einmal eingestellt ist. Der in die Platte 7 eingenietete Zapfen 9, der
in dieser Platte mit starker Reibung drehbar ist, trägt eine Feder 10 und gestattet eine
Regulierung des Druckes des Schwungrades 1 auf den beweglichen Arm C. Das obere Ende
des beweglichen Armes C endigt in einem Kreisbogen ir, dessen Mittelpunkt auf der
Welle c des beweglichen Armes C liegt. Das Schwungrad stützt sich auf diesen Kreisbogen
mittels einer Welle 2 in einem Punkte der Vertikalen, die durch c hindurchgeht, um den
Druck der Kontakte c1, α nicht zu verändern.
Wird der bewegliche Arm beispielsweise durch die Feder L mitgenommen, so rollt das
Schwungrad 1 auf dem Kreisbogen ab. Erfolgt jedoch die Bewegung des beweglichen
Armes schnell, so kann eine Rollbewegung : nicht eintreten. Die Welle 2 gleitet alsdann
auf dem Kreisbogen 11, woraus sich eine Dämpfung ergibt. Es ist klar, daß das Gewicht
des Schwungrades 1, das Verhältnis seines Durchmessers zum Durchmesser der
Welle 2 und die Spannung der Gegenfeder 10 in geeigneter Weise reguliert werden müssen, damit
die Dämpfung umso stärker wird, je tiefer die Töne sind. Zwei Anschläge 12 und 13 ;
verhindern ein Lösen des Schwungrades von ! dem Arme C und begrenzen den Hub des
letzteren. \
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist fol- j
gende: ;
Wenn der elektrische Strom eingeschaltet j
ist, so durchfließt er die Elektromagnete E :
und Es, den beweglichen Arm C, die Kon- :
takte c1 und α und gelangt wieder zur Stromquelle
zurück. Der bewegliche Arm C schwingt '■ unter dem Einfluß des Elektromagneten E2
und der Feder L und versucht infolge der ; Reibung zwischen seinem Ende 11 und der
Welle 2 des Schwungrades das Schwungrad 1 in Bewegung zu versetzen. Infolge seiner
Trägheit aber setzt das Schwungrad 1 der Kraft, welche es in Drehung setzen will,
einen Widerstand entgegen, und der Kreisbogen 11 gleitet auf der Welle 2, wodurch
der bewegliche Arm C in seiner Bewegung aufgehalten wird. Da dieselbe Wirkung bei
jeder Schwingungsrichtung auftritt, so wird die Schwingung sehr klein, und die Schwingung
der Saite A, welche durch die Elektromagnete E hervorgerufen wird und auf α übertragen
wird, erlangt das Übergewicht; die Saite wird sogleich selbsterregend. Auf diese
Weise vermindert das Schwungrad den Ausschlag der Schwingungen des beweglichen Armes, ohne den Druck zwischen den Kon*
takten c1 und α zu ändern.
Fig. 5 veranschaulicht eine Ausführungsform, die ebenfalls bei Klaviersaiten anwendbar
ist, wenn sich das Kontaktglied a in der Nähe der Saite befindet. Diese Ausführungsform
kennzeichnet sich dadurch, daß die Bremswirkung unter veränderlichem Druck und mit Festklemmen stattfindet. Dieselben
Buchstaben bezeichnen hier dieselben Organe, wie in Fig. 3 und 4.
Der Dämpfer besteht aus einer losen Kugel 15,
die zwischen einem Plättchen 16 und einer schrägen Rinne 17 angeordnet ist. Das
Plättchen 16 ist bei 18 an den beweglichen Arm C derart angelenkt, daß es schwer
drehbar ist, und die Rinne 17 ist mit einem schwer drehbaren Doppelgelenk 19, 20 versehen.
Die Gelenke 18,19,20 ermöglichen eine Regelung der Relativstellung des Plättchens 16
und der Rinne 17.
In der Ruhelage verkeilt die Kugel 15 durch ihr Gewicht den beweglichen Arm C.
Wird der Strom eingeführt, so zieht der Elektromagnet E% die Kugel 15 an, der bewegliche
Arm C wird frei und durch die Feder L zurückgezogen, und der Kontakt c1, a
ist unterbrochen. Alsdann gibt der Elektromagnet E2 die Kugel 15 wieder frei und diese
stellt den Kontakt c1, α wieder her. Dieselben
Vorgänge wiederholen sich dann, aber infolge der durch die Kugel 15 ausgeübten Klemmwirkung
wird der Ausschlag der Schwingungen erheblich verringert.
Es ist klar, daß man bei dieser Einrichtung den Elektromagneten E2 regulieren kann, um
gleichzeitig auf den beweglichen Arm C und auf die Kugel 15 einzuwirken.
Fig. 6, 7 und 8 veranschaulichen eine Ausführungsform, welche beim Inschwingungsetzen
einer Stahlglocke Anwendung finden kann. Dieselben Bezugszeichen bezeichnen
hier entsprechende Organe wie in Fig. 1. Der Elektromagnet B bewirkt gleichzeitig die
Schwingbewegung der Glocke A und die Unterbrechung des Kontaktes c1, α durch Anziehen
des Ankers e.
Der Bügel /, in welchem die Welle k des
Schwungrades k1 gelagert ist, ist unabhängig
von dem Zapfen c und ist derart ange- 1-15 ordnet, daß die Welle k senkrecht zum
Zapfen c steht.
Man könnte natürlich auch die Welle k parallel zum Zapfen c anordnen unter der
Bedingung, daß das Plättchen j1 auf einer der äußeren Flächen des Schwungrades A1
reibt. Man könnte auch die Wellen k und c
in zwei beliebigen Richtungen anordnen, da man stets eine senkrechte Ebene zur Welle c
tangential zum Schwungrad k1 ziehen kann.
Die Wirkungsweise ist folgende: Wenn man den Strom einschaltet, so fließt
er durch den Elektromagneten B, die Glocke A, die Kontakte α und c1, den beweglichen Arm C
und gelangt zur Stromquelle zurück. Der bewegliche Arm C schwingt unter der Wirkung
ίο des Elektromagneten B und der Feder F. Infolge· der Reibung zwischen dem biegsamen
Plättchen j1 und dem Schwungrad ä1 ist
das Plättchen j1 bestrebt, das Schwungrad k1
mitzunehmen. Infolge seiner Trägheit setzt aber das Schwungrad k1 einen Widerstand
der Kraft entgegen, welche es in Drehung zu setzen versucht. Das Plättchen j1 gleitet auf
dem Schwungrade A1, wodurch sein Lauf aufgehalten wird. Dieselbe Wirkung tritt bei
jeder Richtung der Schwingung ein; diese wird infolgedessen sehr gering, und die
Schwingung der Glocke gewinnt das Übergewicht, so daß die Glocke sogleich selbsterregend
wird.
Fig. 9 und 10 veranschaulichen eine Ausführungsform,
welche beim Inschwingungsetzen von Körpern Anwendung finden kann, die leicht in Schwingung zu setzen sind, wie
z. B. eine schwingende Platte. Dieselben Bezugszeichen bezeichnen auch hier entsprechende
Teile wie in Fig. 1. Die schwingende Platte A, welche zwischen zwei Metallringen
A1 fest eingeklemmt ist, trägt fest eingenietet ein nicht Oxydierbares Kontaktglied a,
auf welches sich ein anderes, nicht oxydierbares Kontaktglied c1 stützt, das mit dem
beweglichen Arme C fest verbunden ist.
Das lose auf der Welle c sitzende Schwungrad A1 wird" zwischen einem Bund c2 der
Welle c und der Feder j1 festgehalten. Mittels
einer Doppelmutter c3 kann man die Reibung des Schwungrades k1 auf dem Bund c2 und
auf der Feder j1 regeln und dadurch den gewünschten Dämpfungsgrad erzielen.
Die Wirkung ist folgende:
Wenn man den elektrischen Stromkreis 1 schließt, so fließt der Strom durch den Elektromagneten
B, die Platte A, die Kontakte α und c1 1
und gelangt zur Stromquelle. Der bewegliche Arm C schwingt unter der Wirkung des '
Elektromagneten B und der Feder F. Infolge der Reibung zwischen dem Bund c2 und der
Feder j1 einerseits und dem Schwungrade k1
andererseits versuchen der Bund c2 und die Feder j1 das Schwungrad k1 mitzunehmen.
Infolge seiner Trägheit setzt aber das Schwungrad k1 der Kraft, welche es in Drehung zu
setzen bestrebt ist, einen Widerstand entgegen. Infolgedessen gleiten die Feder j1
und der Bund ca auf dem Schwungrade k1,
wodurch ihre Bewegung aufgehalten wird. Da dieselbe Wirkung bei jeder Richtung tier
Schwingung eintritt, so wird letztere sehr Idein und die von dem Elektromagneten B
hervorgerufene Schwingung der Platte erlangt das Übergewicht; die Platte wird alsdann sogleich
selbsterregend.
Es kann für jeden Kontakt die Bremswirkung mittels mehrerer Schwungräder erzielt
werden, welche getrennt auf den beweglichen Arm C oder der Reihe nach aufeinander einwirken.
Die Bremsvorrichtung gemäß der Erfindung kann auf alle Kontaktunterbrechersysteme
Anwendung finden, ganz gleich, welches die Aufhängungsweise des beweglichen Armes ist
(Zapfen, Feder o. dgl.), welches auch die Antriebsweise für das Schließen oder Unterbrechen
des Kontaktes ist (Elektromagnete, Heizwiderstände usw.) und welches auch der Zweck der
Schwingung des Unterbrecherkontaktes ist (Inschwingungsetzen tönender Körper, Übertragung
eines synchronischen Stromes der SchwingungeinesMikrophonso.dgl.). Schließlich
kann die Erfindung auch in dem Falle An-Wendung finden, wo der bewegliche Arm
keinem direkten Kontakt, Schließ- oder Unterbrechungsantrieb unterworfen ist und nur
durch seine Trägheit wirkt.
Claims (7)
1. Unterbrecherkontakt, der einen .elektrischen
Stromkreis durch Berührung mit einem in den Stromkreis eingeschalteten schwingenden Körper schließt, gekennzeichnet
durch einen, wenigstens in Richtung seiner Bewegung starren Teil (C), der mit dem Kontaktglied (e1) fest verbunden
ist und sich mit einstellbarem Druck auf einen ebenfalls starren, schweren und beweglichen
Körper stützt, wobei die Reibung der starren Teile aufeinander den. Ausschlag der Schwingungen des beweglichen
Kontaktteiles vermindert, ohne den Druck der Kontaktteile (c1, a) schädigend zu beeinflussen.
2. Unterbrecherkontakt nach Anspruch 1, dadurch "gekennzeichnet, daß das bewegliche
Kontaktstück (C) durch einen Elektromagneten (Sa) in Schwingung versetzt wird.
3. Ausführungsform des Unterbrecherkontaktes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsung mittels eines drehbar gelagerten Schwungrades (k1)
erfolgt, auf welches sich quer zu seiner ■Bewegungsrichtung ein biegsames Plättchen
(/^stützt,welches mit dem Kontaktstück(C) fest verbunden ist.
4. Ausführungsform des Unterbrecherkontaktes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsung mittels eines drehbar .beweglichen Schwungrades
erfolgt, dessen Achse (2) parallel zu derjenigen des beweglichen Armes liegt und
sich auf das Ende des beweglichen Arme? j in geeignetem Abstand von dem Drehpunkt
(c) desselben stützt, um die Wirkung ! der Bremsung zu erhöhen, ohne daß es ,
nötig ist, das Gewicht oder die Bewegungen ; des Schwungrades zu erhöhen.
5. Ausführungsform des Unterbrecher- !
kontaktes nach Anspruch 4, dadurch ge- { kennzeichnet, daß das Schwungrad (1), j
welches in einer um eine feste Achse (5) : schwingenden Klemme (3) gelagert ist, sich
mit einstellbarem Druck auf das starre. ; Ende des beweglichen Armes stützt, der
nach einem Kreisbogen ausgeschnitten ist, dessen Mittelpunkt mit dem Drehungsmittelpunkt (c) des beweglichen Armes
zusammenfällt, um eine für alle Winkelstellungen des beweglichen Armes gleichbleibende
Bremskraft zu erzielen.
6. Unterbrecherkontakt nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bremsung durch Reibung und Klemmwirkung mittels einer Kugel (15) hervorgerufen
wird, die zwischen einer einstellbaren Rinne (17) und einem einstellbaren
Plättchen (16) sich befindet, welches von dem beweglichen Arm (C) getragen wird,
welcher einen der Kontakte (c1) trägt, wobei die Kugel (15) durch den Hilfselektro-'
magneten (E2) beeinflußt wird, welcher
synchron mit dem Hauptelektromagneten erregt wird.
7. Unterbrecherkontakt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsung
mittels eines Schwungrades (k1) erfolgt,
welches lose auf der Achse (c) des beweglichen Armes (C) sitzt, der einen Kontakt
(c1) trägt und durch den Elektromagneten (B) bewegt wird, wobei das Schwungrad
zwischen einem Bund (cz) der Achse (c) und einer Feder (/1J gehalten wird, deren
Druck mit Hilfe einer Doppelmutter (c3) eingestellt werden kann, so daß die
Bremsung an der Achse oder nahe der Achse ohne einen die Geschwindigkeit vervielfältigenden
Hebelarm zwischen dem Schwungrade einerseits und andererseits zwischen dem Bund (c2) und der senkrecht
zu ihrer Bewegung biegsamen Feder (p) stattfindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR321340X | 1913-02-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE321340C true DE321340C (de) | 1920-05-31 |
Family
ID=8890131
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1913321340D Expired DE321340C (de) | 1913-02-20 | 1913-12-18 | Unterbrecherkontakt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE321340C (de) |
-
1913
- 1913-12-18 DE DE1913321340D patent/DE321340C/de not_active Expired
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