DE321199C - Verfahren zum Haerten von Schwemmsteinen - Google Patents

Verfahren zum Haerten von Schwemmsteinen

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DE321199C
DE321199C DE1918321199D DE321199DD DE321199C DE 321199 C DE321199 C DE 321199C DE 1918321199 D DE1918321199 D DE 1918321199D DE 321199D D DE321199D D DE 321199DD DE 321199 C DE321199 C DE 321199C
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Description

  • Verfahren zum Härten von Schwemmsteinen. Es ist bekannt, frisch geformte Kalksandsteine durch Dampf zu härten, und zwar erfolgt das Erhärten in ,Dampfkesseln bei 8 bis 9 Atrn. Dampfdruck innerhalb etwa xo Stunden. Angestellte Versuche, um Schwemmsteine aus Hochofenschlacke, Generatorenschlacke und ähnlichen flüssigen Schmelzen auf obige Art zu härten, hatten ein negatives Ergebnis, denn die Schwemmsteine trockneten hierbei vollständig aus, ohne daß eine genügende Erhärtung des Bindemittels festgestellt werden konnte. Ein brauchbarer, versandfähiger Schwemmstein war auf diese Art nicht zu erzielen, während der nach .obigem Verfahren hergestellte Kalksandstein schon nach zo Stunden Dampfhärtung hervorragend gute Festigkeiten erhält.
  • Der Grund für dieses verschiedenartige Verhalten der beiden Stoffe unter den gleichen Bedingungen dürfte folgender sein: Die Kalksandsteine bestehen aus einer nur schwach angefeuchteten Masse von festem körnigen Sand und dem Bindemittel (Kalk o. dgl.). Diese Steine werden auf geeigneten Pressen unter sehr hohem Druck zu einer dichten, fast trockenen Masse zusammengepreßt, auf Plateauwagen gestapelt, in die Härtekessel gefahren und dort der Einwirkung des hochgespannten Dampfes ausgesetzt. Hierbei verdampft der sehr geringe, durch die ganze Masse fein verteilte Feuchtigkeitsgehalt der Steine, das Bindemittel erhärtet, und die Kalksandsteine kommen.. nadx der angegebenen Zeit als trockene, vollständig erhärtete und versandfertige Ware aus den Härtekesseln.
  • Die Schwemmsteine müssen im Gegensatz zu den Kalksandsteinen sehr naß gemischt werden, um eine gute Verkittung der einzelnen Körner des Füllmaterials . zu erreichen. Ihr hochporöser Füllstoff enthält in seinen Poren von vornherein schon sehr viel Feuchtigkeit. Beim 11lischen mit dem Bindemittel muß man wieder viel Wasser zugeben, um die Masse zusammenzuschlämmen, denn die Masse kann nicht, wie die Kalksandsteine, unter hohem Druck gepreßt werden, sondern wird nur leicht von oben und unten zusammengedrückt, weil bei starker Pressung der poröse Füllstoff vollkommen zerstört und zu einer dichten, schweren Masse zusammengepreßt würde, was aber gerade vermieden werden soll.
  • Wenn nun diese sehr wassergesättigten Schwemmsteine in den Härtekessel gebracht und sofort der Einwirkung des hochgespannten, sehr heißen Dampfes ausgesetzt werden, so fängt das in der Masse enthaltene Wasser sofort an zu kochen und zerstört hierdurch das Bindemittel, ehe ein regelrechtes Abbinden oder eine Erhärtung stattfinden kann.
  • Gemäß der Erfindung werden die Schwemmsteine, d. h. die frischen Formlinge, der Einwirkung von Dampf oder Dampfschwaden geringer Spannung ausgesetzt, und es hat sich gezeigt, daß hierdurch ein sehr beschleunigtes Abbinden der frischen Formlinge eintritt, ohne daß eine nachteilige Wirkung oder eine Zerstörung des Bindemittels stattfindet; im Gegenteil wird hierdurch die Qualität der Schwemmsteine gegenüber der Lufterhärtung sehr verbessert.
  • Man kann die Steine in dieser Weise erst abbinden und dann an der Luft fertig erhärten und austrocknen lassen, bis zur Versandfähigkeit. Man kann aber auch die gemäß der Erfindung bereits abgebundenen Schwemm-
    statt, und die Schwemmsteine werden . außerdem durch Verdampfen vom überschüssigen Wasser befreit. Eine nachteilige Wirkung oder eine Zerstörung des Bindemittels findet jetzt nicht mehr statt, da dieses unter der Einwirkung der vorhergehenden Dampfbehandlung bereits abgebundenl hat. Während bei Lufterhärtung die e Schwemmsteine erst in Stapel gesetzt und hernach wieder aufgeladen und zum Waggon gebracht werden müssen, können bei dieser kombinierten Dampfbehandlung die fertig gehärteten und getrockneten Schwemmsteine sofort aus den Härtekesseln in die Bahnwagen o. dgl. verladen werden. Hierdurch werden die Arbeitskräfte für Stapeln und Wiederaufladen der Steine gespart, was bei einer Fabrik mittlerer Leistung täglich 8 bis io Arbeiter ausmacht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Härten von Schweinn isteinen, dadurch gekennzeichnet, daß die frischen Formlinge der Einwirkung von. Dampf oder Dampfschwaden geringer Spannung ausgesetzt werden, um das erste Abbinden des Bindemittels zu bewirken.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steine nach der Abbindung des Bindemittels mit hocbge--spanntem Dampf fertig erhärtet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steine bis zur vollendeten Erhärtung der Einwirkung von Dampfschwaden oder Dampf geringer Spannung überlassen bleiben.
DE1918321199D 1918-02-16 1918-02-16 Verfahren zum Haerten von Schwemmsteinen Expired DE321199C (de)

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DE321199C true DE321199C (de) 1920-05-22

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DE1918321199D Expired DE321199C (de) 1918-02-16 1918-02-16 Verfahren zum Haerten von Schwemmsteinen

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CH (1) CH86344A (de)
DE (1) DE321199C (de)
GB (1) GB144706A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750809C (de) * 1941-12-31 1945-01-30 Verfahren zum Herstellen von Kunststeinen, insbesondere zur Abschirmung gegen Roentgenstrahlen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750809C (de) * 1941-12-31 1945-01-30 Verfahren zum Herstellen von Kunststeinen, insbesondere zur Abschirmung gegen Roentgenstrahlen

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Publication number Publication date
GB144706A (en) 1921-09-12
CH86344A (de) 1920-09-01

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