-
Vorrichtung zum Anlassen oder Wärmen kleiner Stahlgegenstände, wie
Nadeln, Angelhaken, Federn, Schrauben. Bisher hat man Nadeln und andere kleine Gegenstände
in einem schräg gelagerten drehbaren Rohr erwärmt, an dessen einem Ende die Nadeln
eingeführt und an dessen anderem Ende dieselben herausgenommen werden; hierbei waren
Vorkehrungen vorgesehen, um die Neigung des Rohres einzustellen. Der Erfindung gemäß
werden die Gegenstände in einer drehbaren Kammer erwärmt, die mit einem beheizbaren
Mantel versehen ist. Die zu erwärmenden Gegenstände werden an demselben Ende aus
der Kammer herausgenommen, an welchem sie eingeführt wurden. Die Kammer ist ausladend
an einem Gestell so angebracht, daß sie während der Erwärmung der Nadeln beliebig
gekippt werden kann. Zwecks Entleerung wird die Kammer in eine solche Stellung geschwungen,
daß die Nadeln oder sonstigen Gegenstände durch ihr Eigengewicht ausfallen können.
Die Drehbewegung wird der Kammer durch eine Welle erteilt, die konzentrisch mit
der Schwingachse der Kammer angebracht ist, wobei dafür Vorsorge getragen ist, daß
die Antriebsvorrichtung bei den Schwingbewegungen der Kammer _unbeeinflußt bleibt.
Der Innenraum der Kammer zur Aufnahme der zu erwärmenden Gegenstände ist zweckmäßig
ringförmig. Das Heizmittel wird der. Kammer durch ein Rohr zugeführt, an dem die
Kammer angebracht ist' und mit dessen Hilfe die Kammer schwingbar auf dem Gestell
gelagert ist.
-
In der Zeichnung veranschaulicht beispielsweise Fig. r eine Seitenansicht
der Vorrichtung, während Fig. -7 einen Schnitt durch die Kammer darstellt. Fig.
3 zeigt im Schnitt eine Einzelheit der Vorrichtung.
-
Die Kammer a ist aus zwei zylindrischen Teilen so zusammengesetzt,
daß zwischen den beiden Teilen ein Hohlraum verbleibt. In dem inneren Kammerteil
ist konzentrisch ein Zylinder a1 gelagert, der fast ebenso lang wie dieser Kammerteil
ist und mit Asbest ausgekleidet sein kann. Das Bodenstück der Kammer ist an einem
Rohr b befestigt, das drehbar in dem Lager c so angebracht ist, daß die Kammer frei
über das Gestell hinausragt. Das andere Ende der Kammer wird durch einen abnehmbaren
Deckel ä2 geschlossen, der mit einem Schauloch versehen sein kann. Ein Brenner d
ist mit einer langen Düse dl (Fig. 3) versehen, welche in das Rohr b an demjenigen
Ende ragt, welches nicht an der Kammer befestigt ist. Zwischen der Düse dl und dem
Rohr b ist so viel Raum gelassen, daß Verbrennungsluft nach der Flamme treten kann.
Die Düse dl ist im Rohr bin der Längsrichtung einstellbar und kann mit einem kegelförmigen
Teil versehen sein, der je nach der Einstellung der Düse die Lufteintrittsöffnung
nach
dem Rohr b mehr oder 'weniger verschließt. An der Verbindungsstelle zwischen dem
Rohr b und der Kammer a ist ein Drahtnetz e angebracht, um ein Rückschlagen
der Flamme zu verhüten. Vermöge dieser Brennereinrichtung wird sich die Flamme durch
den ganzen Hohlmantel der Kammer erstrecken. An dem freien Ende der Kammer sind
OffnUngen a3 vorgesehen, um die Verbrennungsgase abzuleiten.
-
Der Träger c umschließt das Rohr b an zwei Stellen, damit die an dem
Rohr angebrachte Kammer in genügender Weise getragen wird. Dieser Träger ist mittels
eines Querzapfens f in dem Gestell g gelagert, und somit kann die Kammer gekippt
bzw. in ihrer Schräglage verstellt werden. Konzentrisch zu dem Zapfen f ist, zweckmäßig
durch letzteren hindurchführend, eine Welle f 1 für eine Schnecke f 2 gelagert,
die mit dem Schneckenrad f 3 in Eingriff steht. Letzteres sitzt auf dem Rohr b,
so da.ß dieses mit Hilfe des erwähnten Getriebes von der Welle f 1 aus in Drehung
versetzt werden kann. Da die Welle konzentrisch zu dem Drehzapfen fliegt, kann die
Kammer a geschwungen oder verstellt werden, ohne daß hierbei die Drehbeweglichkeit
des Rohres b bzw. der Kammer beeinflußt wird.
-
Um die Einstellung der Kammer a in der gewünschten Schräglage und
auch das Feststellen in dieser zu ermöglichen, ist der Zapfen f mit einem
Arm h ausgestattet; gegen den sich eine Schraubenspindel i anlegt. Letztere
führt durch ein Auge il des Maschinengestells, so daß bei Drehung der Spindel i
mit Hilfe des Handrades i2 der Arm h verstellt wird. Eine feste Verbindung zwischen
dem Arm h und der Schraubenspindel ist nicht erforderlich, da dieser Arm vermöge
des auf ihn einwirkenden Gewichtes der Trommel a stets in Berührung mit der Schraubenspindel
bleibt. Man könnte die Spindel i mit dem Arm h auch z. B. durch ein Gelenk so verbinden,
daß durch die Spindel die Kammer a zwangsweise in jeder Stellung festgehalten wird.
Man könnte auch ein Schneckenrad konzentrisch auf dem Zapfen anbringen, von dem
die Kammer a getragen wird, wobei dann in dieses Rad eine Schnecke derart eingreift,
daß bei Drehung der letzteren das Schneckenrad gedreht und hierdurch die Kammer
a gehoben oder gesenkt wird. Die Schnecke ist in diesem Fall auf dem Gestell der
Maschine gelagert.
-
Dadurch, daß die Vorrichtung ein Kippen der Kammer a ermöglicht, kann
die Kammer leicht entleert werden, sobald die in der Kammer befindlichen Gegenstände
bis zur gewünschten Temperatur erwärmt worden sind. Man könnte auch noch in der
Kammer a Leit- oder Führungsvorrichtungen anbringen. Sollte man es wünschen, die
Kammer hin und her zu schwingen, anstatt sie in Umdrehung zu versetzen, so könnte
die Antriebsvorrichtung leicht entsprechend umgeändert werden. Auch könnte die Kammer
a eine andere als in den Zeichnungen dargestellte Gestalt erhalten; sie könnte auch
im Innern mit einer wellenförmigen Wandung ausgestattet sein. Die vorstehend beschriebene
Vorrichtung kann auch zum Polieren oder für andere Zwecke Verwendung finden, und
dann könnte man die Heizvorrichtung zeitweise ausschalten.