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Steuerung für Lufthämmer mit getrenntem Bär- und Pumpenzylinder mit
Einfachwirkung. Zusatz zum Patent 307541.
Den Gegenstand der Erfindung bildet
eine weitere Ausgestaltung der Steuerung für Lufthämmer nach dem Patent 30754z.
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Bei der patentierten Steuerung zweigen von dem den Bärzylinder finit
dem Schiebergehäuse e verbindenden Kanal g Zweigkanäle k und m
ab,
in die Rückschlagventile eingebaut sind. Dadurch wird das die innere Steuerung enthaltende
Gußstück verwickelt im Aufbau und schon kleine Ungenauigkeiten können beim Einformen
dasselbe unbrauchbar machen. . Außerdem sind die Ventilsitze recht schwierig zu
bearbeiten. Aus diesem Grunde werden gemäß der Erfindung die Zweigkanäle k und min
die Steuerschieber i verlegt. Das Hammergesten wird dann wesentlich einfacher
und die Bearbeitung der Ventile in den Kanälen k und m, die sieh nun in einem leicht
transportablen Gußstücke befinden, bietet keine Schwierigkeit.
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Fig. :i bis 3 veranschaulichen eine derartig I abgeänderte Steuerung
für doppelt wirkende Lufthämmer in drei verschiedenen Einstellungen. Die beiden
Steuerschieber il und i2 enthalten je einen Kanal k1 bzw. k2 mit einem nach dem
Pumpenzylinder öffnenden Ventil, und einen Kanal ml bzw. m2 mit einem nach dem Bärzylinder
öffnenden Ventil. Beide i Schieber sind gleichgestaltet, nur daß die sonst i gleichen
Ventile in der erforderlichen Lage in den Sclüebern angeordnet sind.
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Fig. = zeigt die Einstellung der Steuerung für das Hochhalten des
Bärs. Der niedergehende Pumpenkolben b saugt die Luft von oben her durch den Kanal
k1 aus dem Bärzylinder ab und drückt von unten her Luft durch Kanal m2 unter den
Bärkolben d. Beim Aufgange des Pumpenkolbens hindern die Ventile in- den Kanälen
kl und m2 Abfluß bzw. Zutritt der Luft in den Bärzylinder.
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Soll der Hammer schlagen, so bringt man die Steuerung in die Lage
Fig. 2. Die Kanäle g1, f1 und g2, f2 sind beiderseits freigelegt und die Luft kann
von einem Zylinder zum anderen hin und her wogen.
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Will man endlich ein Schmiedestück festhalten, so stellt man die Steuerung
nach Fig. 3 ein. Der Pumpenkolben drückt, aufsteigend, Luft durch nzl über den Bärkolben
und saugt die unter Kolben d befindliche Luft durch k2 ab, so daß der Bär niedergeht
und mit' kräftigem Drucke das Schmiedestück belastet.
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Beim Schlagen wird die über die Steuerschieber il und i2 hin und her
strömende Luft an den RückschIagventilen rütteln, wodurch diese rasch abgenutzt
werden und dann durch Verklemmen Störungen im Betrieb verursachen können. Diesen
Mangel soll eine Ausführung der Steuerung nach Fig. 4 beseitigen. Der auf die Kanäle
f und g einwirkende Teil des Schiebers i besteht aus zwei Abteilungen, einem Teile,
der die Kanäle k1 und ml enthält (s. Schnitt A-B) und einem Teile, der den im Schnitt
C -D angegebenen Querschnitt besitzt.
Beim Einstellen für
Schlagen verdeckt der zwischen dem oberen Kanale k1 und der Kante z liegende Teil
des Schiebers den Kanal g, so daß die Luft bloß über den Lappen n des zweiten Schieberabschnittes
von Zylinder zu Zylinder fließen kann und die Rückschlagventile in Ruhe bleiben.
Außerdem läßt sich, da der die Kanäle k1 und in, enthaltende Schieberabschnitt nur
das Hochhalten und Niederdrücken des Bärkolbens zu besorgen hat, der Lappen n dagegen
nur den Selbstgang, der Schieber i leichter hierfür zweckentsprechend gestalten
und kann einen kleineren Durchmesser erhalten.
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Fig. 5 bis 7 veranschaulichen eine Vereinfachung der Steuerung nach
Fig. q.. An Stelle der beiden Rückschlagventile tritt das Ventil y und diese Vereinfachung
wird durch eine andere Gestaltung des Schiebers im Querschnitt A-B erreicht.
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Fig. 5 zeigt die Einstellung der Schieber il und i2 für das Hochhalten
des Bärs. Der niedergehende Pumpenkolben saugt die Luft über dem Bärkolben durch
Kanal g1, Ventil y und Kanal f1 ab und drückt gleichzeitig Luft durch f2, y und
g2 unter den Bärkolben. Der Lappen n (Querschnitt C-D), der bei beiden Steuerschiebern
gleichgestaltet ist, verdeckt dabei. den Kanal g1 bzw. 92, Die Einstellung der Schieber
für Schlagen zeigt Fig. F. Die Lappen n haben die Kanäle f1, f2 und g1, g2
auf beiden Seiten der Zylinder freigegeben. Außerdem wird noch beim Aufgange des
Bärs auf der Oberseite Luft aus dem Bärzylinder durch Ventil y des Schiebers il
abgesaugt und auf der Unterseite durch das Ventil v des Schiebers i2 Luft in den
Bärzylinder gedrückt, so daß auch bei Einstellung der Steuerung für schwachen Schlag,
wo die Lappen n die Kanäle g1 und g2 nur drosselnd öffnen, der Bärkolben seinen
Niedergang von der Höchstlage aus antritt und sich so die Schlagstärke gut regeln
läßt.
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Behufs Niederhalten eines Schmiedestückes bringt man die Steuerung
in die Stellung Fig. 7. Es wird dann auf der Oberseite durch f1, y und g1 Luft in
den Bärzylinder gedrückt und auf der Unterseite durch g2, y und f 2 abgesaugt.
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Wenn die nach Fig. 5 bis 7 ausgeführte Steuerung für starken Schlag
eingestellt ist, kann auf die vorsehend besprochene Mithilfe der Ventile y verzichtet
werden, da dann der Bär ohnehin von der Höchststellung aus niedergeht. Um nun die
Ventile y bei Einstellung der Steuerung für starken Schlag auszuschalten, versieht
man die Steuerschieber (s. Fig. 8 und 9) unterhalb der die Ventile y enthaltenden
Brücke mit Lappen y1 bzw. r2. Bringt man nun die Schieber zur Erzielung schwacher
Schläge in die Stellung Fig. 8, so kann auch noch Luft du- c1 das Ventil y des Schiebers
il aus crem Bärzylinder abgesaugt und- durch das Ventil y des Schiebers i2 in den
Zylinder gedrückt werden. Wird jedoch die Steuerung gemäß Fig. 9 für starken Schlag
eingestellt, so schließt Lappen y1 den Kanal g1 und Lappen r2 den Kanal f2 vollständig
ab, so daß die Ventile y ausgeschaltet sind und sich infolgedessen weniger abnutzen.
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Fig. io und =i stellt eine Anordnung an den äußeren Teilen der Steuerung
dar, welche ein rasches und dabei genaues Zurückführen der Steuerschieber in die
Rubestellung, d. h. in die Stellung, wo der Bär in der Höchstlage verharrt, von
beiden Seiten her ermöglicht. Auf der nach -außen tretenden Spindel des Schiebers
i2 sitzt ein Arm x, auf dem sich ein Anschlagstift t befindet und der außerdem eine
Doppelklinke trägt. Die beiden Schenkel der Klinke ul und u2 haben eine solche Länge,
daß bei Einstellung der Steuerung für Hochhalten des Bärs die Klinke asl eingelegt
an den festen Anschlag v1 zur Anlage kommt (s. Fig io) und die Klinke u2 eingelegt
an den zweiten festen Anschlag v2.
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Soll der Hammer schlagen, so wird die Klinke u1 eingelegt (s. Fig.
ao). Der Arm x kann dann nur nach abwärts bewegt werden und zwar, soweit, bis der
Stift t an Anschlag v2 zur Anlage kommt, wobei höchstens der Winkel u2 durchlaufen
wird.
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Will man ein Schmiedestück festhalten, so legt man die Klinke u2 ein
(s. Fig. ix). Der Arm x kann dann nur nach aufwärts gedreht werden, bis Stift t
den Anschlag v1 erreicht, wobei höchstens der Winkel a1 durchstrichen wird. In beiden
Fällen läßt sich die Steuerung aus jeder Stellung rasch in die Ruhestellung zurückführen,
ohne daß der Hebel x bzw. der Handhebel s2 diese Stellung überfahren kann. Besonders
vorteilhaft ist dies, wenn ein Einzelschlag sicher gegeben werden soll. Dabei wird
die Steuerung auf die gewünschte Schlagstärke eingestellt und sobald der Hammer
den Schlag gegeben, muß die Steuerung rasch und genau in die Ruhestellung zurückgeführt
werden, was sich nunmehr mit der Anordnung Fig. io und ii sicher durchführen läßt.
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Fig, =2 veranschaulicht eine Umkehrung der Anordnung nach Fig. io
und ii. Die Anschläge v1 und v2 sind an dem beweglichen Gestänge der äußeren Steuerung
angebracht, dagegen der Anschlagstift t und die Klinke mit den beiden Schenkeln
u1 und u2 am Ständer des Hammers.