DE317441C - - Google Patents

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DE317441C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/10Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by combustion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)

Description

Die Erfindung hat. einen für Wasserbomben und ähnlich wirkende Geschosse bestimmten Zeitzünder zum. Gegenstand, welcher eine Einstellung auf verschiedene Brenndauer ermöglicht. Zeitzünder der Art, daß eine drehbare . Unterlage mit Bohrungen durchsetzt ist, die in verschiedenen Längen in festen Kanälen mit Brandsatz gefüllt und dergestalt durch Drehung . zwischen Zünder und Sprengladung gebracht
ίο werden, daß je nach Bedarf der kürzere oder längere Brandsatz in seinem Kanal zur Entzündung gelangt, sind bei Artilleriegeschossen bekannt.
Ferner ist es bekanntgeworden, als Brennsatz eine Zündschnur zu verwenden, von der längere oder kürzere Stücke in die Zündleitung eingeschaltet werden können.
Der technische Fortschritt der Erfindung liegt darin, Brandsätze verschiedener Länge in einem besonders für Wasserbomben und ähnlich wirkende Geschosse geeigneten Zeitzünder derartig anzuordnen, daß solche Brandsätze leicht zwischen Zündstelle und Sprengladung eingeschaltet werden können, sowie, daß, den Anforderungen der Eigenart des Geschosses entsprechend, die Brandsätze auf einem verhältmäßig kleinen Raum angeordnet sind und trotzdem . sich für die in Frage kommenden längeren Zeitspannen als geeignet erweisen.
' Erreicht wird dieser Fortschritt dadurch, daß als Brandsatzträger ein drehbarer trommelartiger Körper vorgesehen ist, an dem die Brandsätze in Form von Zündschnüren derart angebracht sind, daß durch Drehung des Körpers nach Bedarf längere oder kürzere Brandsätze zwischen Zündstelle und Brandladung eingeschaltet werden.
. Ein weiterer Fortschritt der Erfindung besteht in' der Anordnung einer Totpunktstellung derart, daß an einer Stelle des Trommelumfanges ein Hohlraum zur Aufnahme des von der Zündstelle ausgehenden Zündstrahles angebracht ist.
Gemäß der Erfindung besitzt der neue Zeitzünder mehrere Zündschnüre, die eine ver- schiedene Brenndauer besitzen. Jede dieser Zündschüre kann mit ihrem einen Ende zu einem Schlagzünder ο. dgl. und mit ihrem anderen Ende zu der Sprengkapsel o. dgl. der Sprengladung eingestellt werden, so daß je nach der Wahl der eingestellten Zündschnur ein längerer oder kürzerer Zeitraum zwischen der Inbrandsetzung der Zündschnur und der Explosion erhalten werden kann. Die Zündschnüre sind zweckmäßig an drehbaren Scheiben befestigt, die auf einer Welle angeordnet sind, um ,mittels dieser die Einstellung der Zündschnüre in einfacher Weise bewirken zu können.
Ein so eingerichteter Zeitzünder ist als Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung in Anwendung bei einer Wasserbombe veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 die Bombe, und Fig. 2 die Trommel im Längsschnitt.
Die dargestellte Wasserbombe besteht aus dem die Sprengladung α enthaltenden Behälter b, einem letzteren sich ansetzenden, den Zeitzünder und einen Schlagzünder aufnehmenden Gehäuse c und dem lose aufsitzenden und in bekannter
Weise beim Abwurf sich abtrennenden Schwimmer d, der durch ein Seil ejcn.it dem Schlagzünder verbunden ist.
Die achsial in der Sprengladung*'« ange-5 ordneter[Sprengkapsel f ragt in das Gehäuse c hinein; ihr gegenüber befindet sich in der oberen Stirnwand des letzteren der Schlagzünder g, der beim Anlangen der"abgeworfenen Bombe in der durch das Seil e bestimmten
ίο .Wassertiefe durch das Seil gespannt und sogleich ausgelöst wird und dann auf das im Innern des Gehäuses c befindliche Zündhütchen h schlägt. Auf einer in der Seiten wan dung des Gehäuses c drehbar gelagerten WeIIe18A sind^sechs Blechscheiben i mit geringem JAbstand voneinander so befestigt, daß sie sich mit gegenüberliegenden Randstellen*rmit geringem Spielraum zwischen dem Zündhütchen h und der Sprengkapsel f befinden. Die Blechscheiben i sind am Rand durch zehn verteilte Holzklötze I verbunden und zwischen zwei der letzteren befindet sich eine innen geschlossene Metallhülse m für die Totstellung. Zwischen den Blechscheiben sind fünf*Zündschnüre η (zwischen je zwei Blechscheiben eine) befestigt. Jede Zündschnur ist mit ihren Enden an zwei gegenüberliegende Holzklötze / angeschlossen (Fig. 2). Die Zündschnüre η besitzen eine verschiedene Länge und demnach eine verschiedene Brenndauer. Durch das Drehen der Welle kann daher eine der Zündschnüre η so eingestellt werden, daß ihr eines Ende1 sich vor dem Zündhütchen h und das andere Ende vor der Sprengkapsel f befindet. Je nach Wahl der eingestellten Zündschnur kann also ein größerer oder kleinerer Zeitraum zwischen der Inbrandsetzung der Zündschnur durch den Schlagzünder g und der Detonation der Bombe erhalten werden.
Das Einstellen der Zündschnüre η wird durch einen außerhalb des Gehäuses c auf der Welle k befestigten Einstellhebel 0 bewirkt, welcher zu einer Einstellscheibe -p mittels eines in in letzterer befindliche, den Zünderbrennzeiten entsprechend bezifferte Löcher (sechs) eingreifenden Stellstiftes so eingestellt werden kann, daß. sich entweder die Metallhülse m oder eine der fünf Zündschnüre η mit ihrem einen Ende vor dem Schlagzünder g befindet. . Für gewöhnlich ist aber die Metallhülse m vor dem letzteren eingestellt, um eine Entzündung der Zündschnüre zu verhindern, wenn der Schlagzünder unbeabsichtigterweise bewegt wird.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Zeitzünder, bei dem durch Verstellung eines Körpers verschieden lange Brennsätze in die Zündleitung zwischen Zündstelle und Sprengladung eingeschaltet werden, insbesondere für Wasserbomben, Geschoßminen u. dgl., gekennzeichnet durch die Anordnung eines drehbaren trommelartigen' Körpers, bei dem einander gegenüberliegende Stellen des Umfanges durch verschieden lange Zündschnüre (n) miteinander verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel aus mehreren nebeneinander liegenden Scheiben (i) besteht, zwischen die die Zündschnüre (n) eingebettet sind.
3. Anordnung einer Totpunktstellung bei der Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, . dadurch gekennzeichnet, daß an einer Stelle des Trommelumfanges ein Hohlraum (m) zur Aufnahme des von der Zündstelle ausgehenden Zündstrahles angebracht ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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