DE315341C - - Google Patents
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- DE315341C DE315341C DENDAT315341D DE315341DA DE315341C DE 315341 C DE315341 C DE 315341C DE NDAT315341 D DENDAT315341 D DE NDAT315341D DE 315341D A DE315341D A DE 315341DA DE 315341 C DE315341 C DE 315341C
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- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 241000712506 Zanonia Species 0.000 description 1
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C39/00—Aircraft not otherwise provided for
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Wind Motors (AREA)
Description
AUSGEGEBEN
AM 4 NOVEMBER 1919
Die Erfindung eistreckt sich auf Flugzeuge,
bei welchen die Tragflügel eine im Grundriß sichelförmige Gestalt besitzen oder von der
Flügelmitte aus beiderseitig nach rückwärts gezogen und vogelflügelartig geformt sind.
Bei letztgenannten Flugzeugen ist es schon vorgeschlagen worden, zwecks Erhöhung der
Stabilität den Anstellwinkel der weiter nach vorn vorspringenden Flügelteile gegenüber den
ίο andern zu erhöhen. Von diesen bekannten
Einrichtungen unterscheiden sich Flugzeuge gemäß der Erfindung dadurch, daß gleichzeitig
mit den Tragflächen, deren vorspringende Flügelteile den größeren Anstellwinkel und auch größere Flügeltiefe besitzen, ein
Schwanz angebracht ist, der leichter und stärker nach oben wie nach unten durchfedern
kann. Durch diese Vereinigung soll sich das Flugzeug der jeweiligen Luftbewegung
entsprechend in die zum stabilen, ruhigen, die geringste Kraffleistung beanspruchenden Fluge
günstigste Lage einstellen und dadurch Ungleichmäßigkeiten des Windes ausnutzen.
Flugzeuge mit Flächen der eingangs bezeichneten Art, zu denen u. a. auch die Zanonia-Flugzeuge zu rechnen sind, haben viele Vorzüge, aber auch gewisse Nachteile. Bei Flugzeugen mit Flächen, deren hauptsächlich tragender Teil vorn liegt, während der schwächere tragende Teil sich' hinten befindet, liegt bei reiner Vorwärtsbewegung der Luftstützpunkt vorn. Tritt bei einem Luftwirbel aber ein seitlicher Luftstrom ein, so trifft er die hinten liegenden Flächenteile ebenso stark wie die vorn liegenden.'"
Flugzeuge mit Flächen der eingangs bezeichneten Art, zu denen u. a. auch die Zanonia-Flugzeuge zu rechnen sind, haben viele Vorzüge, aber auch gewisse Nachteile. Bei Flugzeugen mit Flächen, deren hauptsächlich tragender Teil vorn liegt, während der schwächere tragende Teil sich' hinten befindet, liegt bei reiner Vorwärtsbewegung der Luftstützpunkt vorn. Tritt bei einem Luftwirbel aber ein seitlicher Luftstrom ein, so trifft er die hinten liegenden Flächenteile ebenso stark wie die vorn liegenden.'"
Der Lüftangriffspunkt bei seitlichem' Wind liegt also hinter dem gewöhnlichen Luftstützpunkt
und somit auch hinter dem Gewichtsund Massenschwerpunkt.
Das Flugzeug hat also bei seitlichen Windstoßen
die Neigung, sich nach vorn zu senken; damit verringert sich der Angriffswinkel, der
Luftstützpunkt rückt noch weiter nach hinten, und das Flugzeug neigt sich immer mehr nach
vorn, indem es den Schwanz hebt.
Der Schwanz wird daher so ausgebildet, daß er bei wechselnder Luftströmung das Bestreben
hat, sich zu senken;. dies wird dadurch erreicht, daß er leichter und stärker
nach oben durchfedert als nach unten.
Er kann außerdem noch dachförmig und schalenförmig ausgebildet sein; der seitliche
Wind drückt dann eine Fläche abwärts, die andere aufwärts; letztere federt jedoch durch.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar
zeigen Fig. 1 bis 3 ein Flugzeug mit einer vogelfiügelartigen
Tragfläche und Fig. 4 bis 6 ein Flugzeug mit im Grundriß sichelförmiger Tragfläche.
Während bei der Ausführungsform nach Fig. ι bis 3 die nach bekannter Art V-förmig
gestellten Flügel die größte Breite und den größten Anstellwinkel in ihrer vorspringenden
Mitte bei δ'haben und nach den Enden und der Flugzeugmittelachse zu an Breite und An-
stellwinkel abnehmen, liegt bei der sichelförmigen Form nach Fig. 3 bis 6 die größte
Breite und der größte Anstellwinkel nahe der Flugzeugmittelachse a, in der die Flügel am
weitesten nach vorn vorspringen.
Die Einrichtungen größerer Anstellwinkel und größerer Flügeltiefe der weiter vorn liegenden
Flügelteile genügen aber noch nicht, die Längsachse des Flugzeuges allen Windstößen
gegenüber in die günstigste Lage einzustellen und ein Abstürzen sicher zu verhindern. Das
erstrebte Ziel wird erst erreicht durch das Zusammenwirken dieser Flügelform mit einem
hinter den Flügeln angelenkten Schwanz, der leichter und weiter nach oben als nach unten
durchfedern kann. Dieser Schwanz besteht aus zwei dachförmig zueinander gestellten,
nach hinten zu schräg nach abwärts gerichteten Flächen e. Die hinteren Lappen f dieses
Schwanzes sind nach oben zu aufgewölbt.
Ein auf solche Weise ausgebildeter Schwanz kann bei Sturzbewegungen das Flugzeug nicht
hinten hochdrehen, weil er leicht nach oben federn kann und an seinen schmalen aufgebpgenen
Lappen dem Fahrtwinde einen Widerstand entgegensetzt, wodurch er das Flugzeug
in die wagerechte Lage zurückdreht. Auch kann sich das Flugzeug bei schwach von unten
kommenden Windstößen nicht vorn aufbäumen.
Da der Druckmittelpunkt des gegen die Schwanzflossen wirkenden Auftriebes sehr nahe der
Drehachse d Hegt, am hinteren Ende der Flossen aber infolge der Aufdrehung auf ihrer Oberseite
immer noch Abtrieb besteht, so können diese Windstöße den Schwanz nicht um die
Achse d hochdrehen. Erst wenn ein Windstoß mehr als 10 ° von unten kommt, dreht sich
der Schwanz leicht hoch; das hat aber auf die Stabilität keine störende Wirkung, weil
bei größeren Anstellwinkeln der Druckmittelpunkt an den Flügelteilen wieder nach hinten
rückt.
Claims (2)
1. Flugzeug mit im Grundriß sichelförmigen oder von der Flügelmitte aus
beiderseitig nach rückwärts gezogenen, vogelflügelförmigen Tragflügeln, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Teile der in bekannter Weise V-förmig gestellten
Tragflügel um so größere Anstellwinkel und um so größere Flügeltiefe haben, je
weiter ihre Kanten nach vorn vorspringen und daß der Schwanz leichter und stärker
nach oben als nach unten durchfedert.
2. Flugzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der aus zwei seitlich
schrägliegenden Flossen gebildete federnde Schwanz an seinen hintenliegenden Lappen
schalenartig nach aufwärts gewölbt ist.
Hierzu r Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE315341C true DE315341C (de) |
Family
ID=568103
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT315341D Active DE315341C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE315341C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3009670A (en) * | 1959-04-09 | 1961-11-21 | Advanced Aircraft Dev Corp | Airplane with adjustable wings and tail |
| US4198019A (en) * | 1977-10-18 | 1980-04-15 | Linczmajer Janos J | Flexible airframe flying wing |
| DE3835213A1 (de) * | 1988-10-15 | 1990-05-10 | Schiffer Dietrich F W | Tragfluegelausbildung zur energieuebertragung in den medien wasser und gas und fuer ein fahrzeug zur bewegung auf dem lande bzw. dem wasser und in der luft |
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- DE DENDAT315341D patent/DE315341C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3009670A (en) * | 1959-04-09 | 1961-11-21 | Advanced Aircraft Dev Corp | Airplane with adjustable wings and tail |
| US4198019A (en) * | 1977-10-18 | 1980-04-15 | Linczmajer Janos J | Flexible airframe flying wing |
| DE3835213A1 (de) * | 1988-10-15 | 1990-05-10 | Schiffer Dietrich F W | Tragfluegelausbildung zur energieuebertragung in den medien wasser und gas und fuer ein fahrzeug zur bewegung auf dem lande bzw. dem wasser und in der luft |
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