DE312451C - - Google Patents

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DE312451C
DE312451C DENDAT312451D DE312451DA DE312451C DE 312451 C DE312451 C DE 312451C DE NDAT312451 D DENDAT312451 D DE NDAT312451D DE 312451D A DE312451D A DE 312451DA DE 312451 C DE312451 C DE 312451C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47GHOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
    • A47G21/00Table-ware
    • A47G21/08Serving devices for one-handed persons

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  • Table Equipment (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche die Einnahme von Speisen ohne.Gebrauch' der Arme ermöglicht. Sie ist also, hauptsächlich für Armlose, Blinde usw. bestimmt. Von anderen Hilfsvorrichtungen für solche Leidende, den sogenannten Prothesen, unterscheidet sie sich schon dadurch besonders, daß die Vorrichtung ihre Antriebskraft nicht vom Körper des Speisenden, sondern von
ίο einem Uhrwerk erhält.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen i. aus einem Gehäuse oder Ständer, 2. einem Teller oder Napf zur Aufnahme der Speise, .3. einem Löffel oder ähnlichem Eßgerät, 4.
dem Uhrwerk und 5. der Antriebsvorrichtung. Die letztere bewirkt durch geeignete Mittel die Führung eines Löffels oder eines anderen Eßgerätes in der Weise, daß aus dem Napf ein Bissen oder Löffel entnommen und in die Abnahmestellung geführt wird. In dieser Stellung bleibt der Löffel stehen, bis durch den leichten Druck des Mundes eine neue Bewegung eingeschaltet wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt der Vorrichtung, Fig. 2 einen Querschnitt. Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten der Löffelbefestigung und des Triebwerkes in größerem Maßstäbe, und1 zwar Fig. 3 im Seitenriß, Fig. 4 in Ansicht von vorn.
Das Gehäuse besteht aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Behälterteilen, nämlich dem Unterteile a, in welchem der Eßnapf b lose und herausnehmbar sitzt, und dem Deckel c, welcher die eigentliche .Speisezuführungsvorrichtung enthält. Die Figuren zeigen das Gehäuse aufgeklappt. In diesem Zustand ist der Deckel durch die Bänder d gehalten und durch die Stütze e abgestützt. Im zusammengelegten Zustande ist die letztere in den Deckel hineingeschoben und der Löffel / abgenommen. ;
Die Befestigung des Löffels erfolgt durch Aufschieben auf einen runden Zapfen g" und Einhaken des Hakens h in die Öse ζ. Vor .·. dem Befestigungsansatz besitzt der Löffelstiel ein Drehgelenki, welches gestattet, den Löffel, gegen den Druck der Feder k herabzudrücken, wobei der Haken h nach vorn gezogen wird.
Der Zapfen g sitzt an der Lenkstange I, die an ihrem unteren Ende in dem Drehgelenk in, der exzentrisch gelagerten Drehscheibe η befestigt ist. Das obere Ende von I ist drehbar an ■ einer" weiteren Lenkerstange 0 befestigt, die ihrerseits mit der Stange p drehbar verbunden ist. p trägt einen Schlitz, in welchem der Zapfen q gleitet, der an einem zweiten, in der Figur nicht sichtbaren Exzenter festsitzt. Die kinematischen Elemente Z, 0, p, q haben den Zweck, den Löffel so zu führen, daß er in den Eßnapf seitlich eintaucht und nahezu wagerecht wieder herauskommt. Sie bilden eine beispielsweise Ausführung und können durch andere kinematische Elemente ersetzt werden.
Der Antrieb der Bewegung erfolgt durch die Welle r von einem Uhrwerk aus, welches in dem Kasten .? eingeschlossen ist Und in bekannter Weise aus einer Spiralfeder, Zahnrädern und Sperrwerk bestehen kann. Mit dem Uhrwerk in Eingriff ist ein Zahnrad t,

Claims (5)

welches in eine am Deckel feste Zahnstange u eingreift; das Uhrwerk ist seitlich in den Gleitschienen ν gelagert. Zum Aufziehen dient die abnehmbare Kurbel w. Nach Vollendung einer Umdrehung wird in der gezeichneten Abnahmestellung des Löffels die Bewegung der Scheibe η durch den festen Anschlag- χ und den beweglichen Sperrhaken y aufgehalten, y kann durch Herabdrücken des Löffels mittels des Hakens h und des an der öse ζ sitzenden Drahtzuges angehoben werden, wodurch die Weiterbewegung ermöglicht wird. Zur Regelung der Geschwindigkeit, die nur gering sein darf, enthält das Uhrwerk eine einstellbare Bremse. Der Gebrauch gestaltet sich folgendermaßen: Die Vorrichtung wird z. B. durch den Krankenwärter aufgestellt, der Löffel beao festigt und das Uhrwerk aufgezogen. Dabei gelangt dasselbe durch Aufrollen auf der Zahnstange in seine höchste Stellung. Hierauf wird der Eßnapf gefüllt, und die Einnahme der Mahlzeit, welche längere Zeit erfordert, kann durch den Speisenden allein erfolgen. Dieses Verfahren ist namentlich für größere Anstalten, in denen die Bedienung der Krüppel viel Personal erfordert, sehr zeitsparend. Sobald der Speisende mit dem Munde den Löffel leicht herunterdrückt, löst der Sperrhaken y aus, und die Scheibe η beginnt sich langsam zu drehen. Dabei taucht der Löffel links seitlich in den Eßnapf ein und erreicht gefüllt wieder die Ausgangsstellung. Beim Entleeren des Löffels mit dem Munde erfolgt selbsttätig wieder die Ausschaltung der Sperrung. Inzwischen hat sich das Uhrwerk so .weit gesenkt, wie der Verminderung des Napfinhaltes entspricht. Das Spiel wiederholt 41) sich so lange, bis der Napf geleert ist und der Löffel in seiner tiefsten Stellung angelangt ist. Patent-A ν Sprüche:
1. Vorrichtung zur Zuführung von Speisen zum Munde, dadurch gekennzeichnet, daß ein mechanisch angetriebenes Kurbelwerk einen Löffel (/') in sich regelmäßig wiederholende Hubbewegungen versetzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegung des Löffels Lenkerstangen (p, 0, I) oder andere Getriebe vorgesehen sind, welche bewirken, daß der Löffel (/) in den Eßnapf nahezu hochkant eintaucht und wagerecht wieder herauskommt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Sperrung {x, y)., welche den Löffel nach jeder Hubbewegung selbsttätig anhält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Löffel mit Zuggliedern (h, z). verbunden ist, die bei leichtem Druck des Mundes auf den Löffel bewirken, daß die Sperrung (x, y) aussetzt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (s, n, q, p, 0,1) bei der Löffelbewegung so auf einer oder mehreren festen Geradführungen (κ) abrollt, daß seine Tieferstellung selbsttätig von Hub zu Hub erfolgt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT312451D Active DE312451C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2608073A (en) * 1950-03-02 1952-08-26 Hill Bancroft Therapeutic aid

Cited By (1)

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