DE3117331C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung im Antriebsweg
zwischen einer Web- und einer Fachbildemaschine, gemäß Ober
begriff des Anspruches 1.
Für das Schuß-Suchen wird, in bekannter Weise, die Fach
bildemaschine von einem Hilfsmotor über ein schaltbares Reduk
tionsgetriebe verlangsamt gedreht. Grundelement jeder Schuß-
Suchvorrichtung, die zwischen einer Web- und einer Fachbildema
schine angeordnet ist, ist eine Einzahnklauenkupplung, welche
gewährleistet, daß Web- und Fachbildemaschine für den weiteren
Webprozeß nicht phasenverschoben wieder zusammengeschaltet
werden können. Diese Einzahnkupplung ist relativ stark
ausgebildet, d. h. es erfolgt eine große Überlappung der Zähne,
um den Flankendruck zu verkleinern. Für das Einkuppeln besteht
zudem ein kurzes Zeitintervall, d. h. der Moment des Vorbei
drehens der Klauen. In der Schuß-Suchvorrichtung ist deshalb
eine starke Feder eingebaut, die den rechtzeitigen und schnel
len Einkuppelvorgang auslöst.
Das Spannen dieser starken Feder erfolgt mit der Inbetrieb
nahme der Schuß-Suchvorrichtung, was vorzugsweise gleichzeitig
mit dem Auskuppelvorgang, der durch die Betätigung des Schalt
hebels der Schuß-Suchvorrichtung oder über einen Elektromagne
ten vorgenommen wird, erfolgt. Dieses Spannen der Feder erfor
dert erhebliche Kräfte, was beim Spannen mit dem Schalthebel
eine starke Belastung der Bedienungsperson, und bei der elektro
magnetischen Schaltung einen voluminösen Magneten bedingt.
Nachteilig ist auch, daß der Magnet schlagartig arbeitet, was
eine Zusatzbelastung für das Getriebe ergibt. Letztere Betäti
gungsart weist jedoch den Vorteil auf, daß die Betätigung des
Magneten, mittels Drucktaste, von jeder Stelle des Weberstandes
aus ausgelöst werden kann.
Neuerdings ist bekanntgeworden, die Schuß-Suchvorrich
tung mit ihrem Hilfsmotor auch für den Langsamlauf, genannt Kriech
gang, von Web- und Fachbildemaschine zu benützen. Auch hier
erfolgt am Ende des Arbeitsprozesses das Einkuppeln mittels
einer vorgespannten Feder.
Aufgabe der Erfindung ist ein Mechanismus, der ein einfaches
mechanisches oder elektromagnetisches, nicht schlagartiges Be
tätigen der Kupplung, bei gleichzeitigem Spannen der Feder für
das Rückstellen der Kupplung, ohne Belastung des Bedienungs
personals, gewährleistet.
Dies wird erreicht mit einer Vorrichtung der eingangs ge
nannten Art, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist,
daß Mittel angeordnet sind, die das Spannen der Feder von der
Antriebsbewegung des Motors aus ermöglicht.
Eine vorzugsweise Ausführungsvariante bei einer Schuß-
Suchvorrichtung mit auf einer Welle angeordneten zweiteiligen
Einzahnklauenkupplung, wobei ein Teil dieser Kupplung, entge
gen der Kraft einer Rückstellfeder, axial bewegbar gelagert,
dieser Teil als auf der Welle verschiebbare Hülse ausgebildet,
und auf der Hülse ein vom Motor angetriebenes Antriebsrad,
vorzugsweise entgegen der Kraft einer zweiten stärkeren Feder,
begrenzt axial verschieb- sowie drehbar gelagert ist, be
steht darin, daß das Antriebsrad stirnseitig als Steuerkurve
mit mindestens einem axial vorstehenden Nocken ausgebildet,
und am Gehäuse der Vorrichtung ein in den Bereich der Nocken
einschiebbarer Anschlag angeordnet ist.
Zum Trennen der Kupplung für das Einleiten des Schuß-
Suchvorganges braucht die Bedienungsperson nun nur noch den
Anschlag in den Raum zwischen zwei Nocken einrasten und den
Hilfsmotor des Schuß-Suchers anlaufen zu lassen, wobei das Aus
kuppeln automatisch erfolgt, und die Feder zum Einkuppeln
vorgespannt wird. Die Flanke des Nockens läuft dabei an der Rol
le des Anschlages auf. Das Spannen erfolgt schlagfrei, unter
Ausnützung der Motorleistung. Das Einrasten des Anschlages in
den Bereich der Nocken kann durch Handdruck oder mittels
Steuermagnet erfolgen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 schematisch den Aufbau einer Webmaschine mit an
gebauter Fachbildemaschine,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße
Schuß-Suchvorrichtung, in Stellung "Weben",
Fig. 3 eine Querschnittansicht nach der Linie III-III
in Fig. 2,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der
selben Vorrichtung, in Stellung "Schuß-Suchen",
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht dersel
ben Vorrichtung, in Stellung "Langsamlauf" für
Web- und Fachbildemaschine, und
Fig. 6 bis 8 eine Abwicklung des Antriebsrades und der Steuer
kurve mit eingezeichneten Stellungen der Anschlag
rolle, für die Auslösung verschiedener Kupplungs
stellungen.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Webmaschine 2, an welche die
Schaftmaschine 5 angebaut ist. Der Antrieb der Schaftmaschine
erfolgt über das Kettenrad 1 der Antriebswelle der Webmaschine,
die Kette 3 und das auf der Welle 6 der Schaftmaschine drehbar
gelagerte Kettenrad 4. Das Kettenrad 4 treibt die Welle 6 und
damit die beiden Kegelräder 7, 8 der Schaftmaschine über eine
nicht gezeichnete Kupplung an. Vom Schwinghebel 10 wird, über
die Schaftzüge 11, der Schaft 9, entgegen der Kraft der Rück
zugfedern 12, hochgezogen.
Der Schuß-Sucher gemäß den Fig. 2-5 ist auf der dreh
bar im Gehäuse 13 der Schaftmaschine gela
gerten Welle 6 aufgebaut. Er besteht aus dem Antriebskettenrad
4, das von der Webmaschine aus angetrieben wird, und fest auf
der Mitnahmehülse 14 sitzt, deren Stirnseite eine Klaue 16 der
Einzahnkupplung aufweist. Die Hülse 14 selbst ist auf der Welle
6 dreh-, jedoch nicht axial verschiebbar gelagert.
Mit der Klaue 16 wirkt die Klaue 17 der axial bewegba
ren Schiebehülse 18, die über den Keil 19 von der Welle 6
mitgenommen wird. Die Schiebehülse 18 ihrerseits trägt die
Hülse 15, auf der das Zahnrad 21 sitzt, das mit dem Ritzel 23
des Antriebsmotors 24 des Schuß-Suchers in Wirkverbindung
steht. Auf der Hülse 15 ist das Zahnrad 21 so gelagert, daß
beide unter der Wirkung der gespannten Druckfeder 20 auf der Basis
der Friktionswirkung begrenzt drehbar miteinander verbunden
sind. Die Feder 20 ist mit dem Ring 22 an der Hülse 15 gegen
seitliches Verschieben gesichert und preßt das Zahnrad 21
gegen die Schulter 25. Das Zahnrad 21 ist, zusammen mit der
Hülse 15 und der Schiebehülse 18, nach links verschiebbar, so
daß die stirnseitigen Kupplungszähne 30 der Hülse 15 in die
stirnseitigen Kupplungsstücke 31 des fest auf der Welle 6
sitzenden Kegelrades 7 einrasten. Die axiale Nachgiebigkeit
und die Friktionsverbindung zwischen Zahnrad 21 und Hülse 15
durch die Feder 20 bilden eine Absicherung gegen Überlastung
von Motor, Getriebe und Rolle, z. B. wenn sich die Zähne 30
nicht sofort in die Lücken 31 einschieben lassen.
Seitlich weist das Zahnrad 21 einen Kranz 26 auf, der auf
seiner Stirnseite als Steuerkurve 27 ausgebildet ist. Diese
Steuerkurve besteht aus Nocken 28 und dazwischen angeordneten
Einbuchtungen 29, die über Rampen miteinander verbunden sind.
In Lagern 38 des Gehäuses 13 sind radial gegen die Welle
gerichtete und bewegbare Stößel 32 angeordnet, die an ihrem
Kopfende Rollen 33, 34 verschiedenen Durchmessers aufweisen.
Das Fußende jedes Stößels ist mit einem Knopf 35 versehen,
gegen den sich die Feder 36 abstützt. Zur elektromagnetischen
Betätigung des Stößels 32, z. B. als Tauchanker, besteht die
ser aus Eisen und steckt in der Spule 37.
Zum Schuß-Suchen wird bei abgeschaltetem Motor der Web
maschine der Stößel 32 mit der größeren Rolle 35 entweder von
Hand, entgegen der Kraft der Feder 36, in Richtung der Welle 6
gepreßt oder durch Erregung der Spule 37 vorgeschoben.
Gleichzeitig wird der Hilfsmotor 24 der Schuß-Suchvorrich
tung eingeschaltet, wodurch sich das Zahnrad 21 dreht und die
seitlich am Nocken 28 anliegende Rolle 33 beim Vorbeigleiten
der Einbuchtung 29 in diese einrastet. Beim Weiterdrehen des
Zahnrades 21 läuft die Rampe der Nocken 28 auf die Rolle 33
auf. Da der Stößel 32 mit der Rolle 33 ortsfest am Gehäuse
gelagert ist, verschiebt sich das Zahnrad in Fig. 2 nach
links, in die Stellung gemäß Fig. 4. Das Zahnrad 21 nimmt
über die Feder 20, den Sicherungsring 22 und die Hülse 15,
die Schiebehülse 18 mit. Die Kupplung 30, 31 rastet ein und
die starke Feder 39 wird gespannt. Die Kraft des Motoran
triebes wird also dazu benützt, die Feder 39 zu spannen, wel
che Feder nach Beendigung des Schuß-Suchens das Ein
rasten der Einzahnkupplung vornimmt.
Zwecks genauem Beobachten des Arbeitsablaufes und Still
setzens der Maschine in einer bestimmten Stellung, werden
Web- und Schaftmaschine langsam laufengelassen, d. h. im
Kriechgang, z. B. 20 Umdr./Min. in der einen oder anderen Richtung.
Dazu werden die beiden Stößel 32 mit den kleineren Rollen 34
radial eingeschoben und gleichzeitig der Hilfsmotor 24 der
Schuß-Suchvorrichtung eingeschaltet. Der Antriebsmotor der
Webmaschine ist dabei abgeschaltet und die Bremse an der Web
maschine ist gelöst. Beim Vorbeigleiten der Ausnehmungen 29
rasten je die Rollen 34 ein und die Rampen der Nocken laufen
auf die Rollen auf. Dabei wird die Schiebehülse gemäß Fig. 5
nach links verschoben. Beide Kupplungen 30, 31 und 16, 17
sind zur Hälfte eingerastet. Solange die Stößel in einge
schobener Stellung verbleiben, laufen Web- und Schaftmaschine,
vom Hilfsmotor 24 angetrieben. Gelangt die eine Rolle 34 in den Be
reich einer Ausnehmung 29, liegt die andere Rolle 34 auf der
anderen Nocke 28 und übernimmt die Funktion des Einhaltens
der seitlichen Verschiebung.
In den Fig. 6-8 ist die Abwicklung der einzelnen Stel
lungen zwischen Rollen 33 bzw. 34 und Steuerkurve 28, 29
schematisch gezeigt.
Fig. 6 entspricht der Stellung nach Fig. 2 und 3, d. h.
keiner der Stößel 32 ist eingeschoben, alle Rollen 33, 34 be
finden sich außerhalb der Steuerkurve, d. h. außerhalb der
Nocken 28 und der Einbuchtungen, bzw. des Kranzes 26.
Fig. 7 entspricht der Stellung "Schuß-Suchen" nach Fig.
4, d. h. der Stößel 32 mißt der größeren Rolle 33 ist einge
schoben und liegt auf dem Nocken 28. Das Zahnrad 21 wird von
der Rolle 33 weggeschoben. Die Rollen 34 sind ohne Funktion.
Fig. 8 entspricht der Stellung nach Fig. 5 für den Lang
sam-Lauf der zusammengekuppelten Web- und Schaftmaschine. Die
beiden Stößel 32 mit den kleineren Rollen 34 sind eingeschoben
und liegen abwechslungsweise oder gleichzeitig auf den Nocken
28. Das Zahnrad 21 ist von den Rollen 34 um eine halbe Distanz
gegenüber Fig. 7 verdrängt. Die Rolle 33 ist ohne Funktion.
Nachdem die Stößel nicht mehr in der eingestoßenen Po
sition gehalten werden, nimmt die Vorrichtung die beiden Stel
lungen (Fig. 7 und 8), unter der Kraftwirkung der gespannten
Feder 39 wieder die Grundstellung, d. h. Webstellung (Fig. 2)
ein.
Mit der beschriebenen Vorrichtung muß beim Einleiten des
Schuß-Suchens oder des Langsam-Laufes die Kraft zum Spannen
der starken Rückkopplungsfeder nicht mehr von Hand aufgebracht
werden und es ist dafür auch kein voluminöser Magnet notwendig.
Das Einschieben der Rollen erfolgt mit äußerst geringem Kraft
aufwand.
Aus der Beschreibung zu den Fig. 6-8 des Ablaufes der
Verschiebung des Steuerteils mit den Nocken 28 und damit der
Hülse 18 wird ersichtlich, daß an Stelle von Rollen 33, 34
verschiedener Durchmesser, auch Rollen von gleichem Durchmes
ser gewählt werden können. Dabei sind die Stößel jedoch so
anzuordnen, daß ihre Mittelachsen gegenüber der Steuerkurve
28, 29 in Grundstellung, axial zur Welle 6, versetzt sind.
Die beiden Stößel, die den Langsam-Lauf auslösen, müssen
weiter von der Steuerkurve weg liegen als diejenigen für die
Auslösung des Schuß-Suchens.
Claims (5)
1. Vorrichtung im Antriebsweg zwischen einer Web- und ei
ner Fachbildemaschine zum Schuß-Suchen und/oder für einen
Langsamlauf der Maschinen, welche Vorrichtung einen Hilfsmo
tor sowie eine Klauenkupplung, vornehmlich Einzahnkupplung,
aufweist, deren Einkupplungsvorgang unter der Kraftwirkung
einer Feder erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel
(28, 29, 33, 34) angeordnet sind, die das Spannen der Feder
(39) von der Antriebsbewegung des Hilfsmotors (24) aus ermöglicht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei einer Schuß-Such
vorrichtung, mit auf einer Welle (6) angeordneten zweiteili
gen Einzahnklauenkupplung (16, 17), wobei ein Teil (17) die
ser Kupplung, entgegen der Kraft einer Rückstellfeder (39),
axial bewegbar gelagert, dieser Teil als auf der Welle
verschiebbare Hülse (18) ausgebildet, und auf der Hülse ein
vom Hilfsmotor (24) angetriebenes Antriebsrad (21), entgegen einer
zweiten Feder (20) begrenzt axial verschieb- und gleitbar
gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsrad
(21) stirnseitig als Steuerkurve (27) mit mindestens einem
axial vorstehenden Nocken (28) ausgebildet, und am Gehäuse
(13) der Vorrichtung ein in den Bereich der Nocken einschieb
barer Anschlag (33, 34) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der einschiebbare Anschlag eine Rolle (33, 34) ist, die
auf einem radial zur Welle (6), entgegen der Kraft einer
Feder (36), bewegbaren Stößel (32) sitzt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsteil des Stößels (32) ein mittel- oder
unmittelbar wirkender Steuermagnet (37) ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-4, dadurch
gekennzeichnet, daß Rollen (33, 34) verschiedenen Durchmes
sers oder Stößel (32) in verschieden axialem Abstand vor
der Steuerkurve (27) angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |