DE1284075B - Drahtbindegeraet zum Herstellen von Bindeschlaufen um Bewehrungsstaebe fuer Stahlbetonbauteile - Google Patents

Drahtbindegeraet zum Herstellen von Bindeschlaufen um Bewehrungsstaebe fuer Stahlbetonbauteile

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DE1284075B
DE1284075B DEB68526A DEB0068526A DE1284075B DE 1284075 B DE1284075 B DE 1284075B DE B68526 A DEB68526 A DE B68526A DE B0068526 A DEB0068526 A DE B0068526A DE 1284075 B DE1284075 B DE 1284075B
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    • E04G21/12Mounting of reinforcing inserts; Prestressing
    • E04G21/122Machines for joining reinforcing bars
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Drahtbindegerät mit motorischem Antrieb zum Herstellen von Bindeschlaufen um Bewehrungsstäbe für Stahlbetonbauteile, mit Vorrichtungen zur Aufnahme eines Drahtvorrats, zum Vorschieben, Abschneiden und Verdrillen des Drahtes und zur selbsttätigen Steuerung des Arbeitsablaufs nach dem Einschalten des Motors.
  • Es sind bereits Drahtbindegeräte bekannt, bei denen U-förmig vorgebogene Drahtabschnitte verwendet werden, die an ihren Enden je eine Öse zum Einführen eines Greifhakens aufweisen, der von Hand oder durch motorischen Antrieb in Umdrehungen versetzt werden kann und dabei die Enden des Drahtabschnitts miteinander verdrillt. Derartige mit Ösen versehene Drahtbindestücke sind jedoch teuer, außerdem verhaken sie sich in den Vorratsbehältern und gehen dann beim Herausnehmen auf der Baustelle häufig in großer Zahl verloren.
  • Bei einem anderen tragbaren, motorisch angetriebenen Drahtbindegerät wird jeweils ein von einer Vorratsrolle abgeschnittenes Drahtstück um zwei Bewehrungsstäbe herumgeschlungen, dabei U-förmig gebogen und mit seinen beiden Enden in zwei radiale Einschnitte eines scheibenförmigen, später umlaufenden Drillwerkzeuges eingeschoben. Bei diesem Gerät sind jedoch die Drahtenden in dem Drillwerkzeug nicht so gesichert, daß beim Verdrillen ein starker Längszug auf sie ausgeübt und damit eine straffe Umschnürung der Bewehrungsstäbe erreicht werden kann. Eine straffe Verbindung der Bewehrungsstäbe ist aber immer erwünscht und z. B. bei dem Aufbau von Stahlskeletten aus sich kreuzenden Bewehrungsstäben für Betonbauwerke unbedingt erforderlich, weil dort die waagerechten Bewehrungsstäbe zuweilen auch als Leitersprossen zum Auf- und Absteigen benutzt Demgegenüber werden. liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Drahtbindegerät zu schaffen, das mit von einer Rolle ablaufendem Bindedraht betrieben werden kann und, ohne besondere Anforderungen an Aufmerksamkeit und Fertigkeit des Bedienenden zu stellen, straffe Verbindungen herzustellen erlaubt.
  • Diese Aufgabe ist bei einem Drahtbindegerät der eingangs beschriebenen Art gelöst, indem erfindungsgemäß zur Bildung jeweils einer Bindeschlaufe durch zwei parallellaufende Drähte, die an den zu verbindenden Stäben seitlich vorbeigeleitet werden, zwei um eine gemeinsame Drehachse antreibbare, einander in axialem Abstand gegenüberliegende Drillwerkzeuge mit je zwei zum Erfassen der beiden Drähte dienenden, selbsttätig in ihre Klemmstellung gelangenden Klemmbacken vorgesehen sind, indem beiderseits der Drehachse der Drillwerkzeuge je einer von zwei Führungskanälen für die Drähte angeordnet ist und indem die vorgenannten Vorrichtungen so ausgebildet sind, daß für jeden Drillvorgang der Vorschub der beiden Drähte gleichzeitig erfolgt und-die Drillwerkzeuge gleichzeitig angetrieben werden.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß auf einer zwangläufig beim Einschalten des Antriebsmotors mit dessen Motorwelle kuppelbaren Steuerwelle mehrere Steuernocken festsitzen, die mit einer Schiebekulisse zum selbsttätigen Ein-und Ausschalten einer mit den Drillwerkzeugen verbundenen Kupplung und einer zweiten mit zwei Drahtvorschubrollen verbundenen Kupplung zusammenarbeiten. Die Handhabung des Gerätes wird vereinfacht und erleichtert, wenn auf der Steuerwelle eine Rastscheibe angebracht ist, die den Antriebsmotor während eines Umlaufes der Steuerwelle eingeschaltet hält.
  • Die durch die Verwendung jeweils zweier Drähte zur Bildung einer Bindeschlaufe bedingte Anordnung zweier Drillwerkzeuge läßt sich besonders gut ausführen, wenn die beiden Drillwerkzeuge eine gemeinsame Antriebswelle haben, die quer zur Motorwelle verläuft.
  • Besonders straffe und auch bei zu verbindenden Bewehrungssfäben von sehr unterschiedlicher Dicke gleichmäßig ausfallende Bindeschlaufen werden erzielt, wenn die beiden Drillwerkzeuge in ihrem axialen Abstand gegeneinander verstellbar geführt sind.
  • Diese Verstellbarkeit wiederum macht es erforderlich, daß den verschiedenen Abständen der Drillwerkzeuge entsprechend verschieden lange Drahtabschnitte vorgeschoben werden können. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Steuerwelle eine ihr gegenüber um einen begrenzten Winkel verdrehbare Steuerscheibe trägt, die auf die den Drahtvorschub schaltende Kupplung einwirkt.
  • Die Verdrehbarkeit der Steuerscheibe gegenüber der Steuerwelle wird zweckmäßigerweise dadurch erreicht, daß zur Einstellung des Winkels der Steuerscheibe gegenüber der Steuerwelle eine Kupplungskugel vorgesehen ist, die teils in eine Schrägnut, teils in eine zweite zu dieser geneigte Längsnut eingreift und außerdem in einer Querbohrung einer Schiebehülse geführt ist, die im Ringraum zwischen einer Nabe und einer gleichachsig zu dieser drehbaren, mit der Steuerscheibe verbundenen Hohlwelle axial verschiebbar angeordnet ist, wobei die innenliegende Nabe auf ihrem Umfang die Schrägnut, die außenliegende Hohlwelle in ihrer Bohrung die Längsnut trägt.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung sind nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben und erläutert. Es zeigt F i g. 1 ein Drahtbindegerät in perspektivischer Darstellung und Fig. 2 im Längsschnitt durch sein Getriebegehäuse und seine Drillwerkzeuge, F i g. 3 einen Querschnitt nach dem gebrochenen Linienzug III-III in F i g. 2, F i g. 4 einen Getriebeplan des Drahtbindegerätes, teilweise schematisch dargestellt, und F i g. 5 drei Steuerkurven der eingebauten Steuervorrichtung in ihrer Abwicklung.
  • Das Drahtbindegerät wird durch einen im einzelnen nicht näher dargestellten Elektromotor angetrieben, dessen Motorgehäuse 10 an das mit einem Hand-C ariff 11 versehene Getriebegehäuse 12 angesetzt ist.
  • Das Getriebegehäuse 12 trägt ein aus Leichtmetall ,gegossenes Fußgehäuse 13, in dem zwei Drillwerkzeuge 14 und 15 und eine für beide Drillwerkzeuge gemeinsame Antriebswelle 16 gelagert sind. Jedes der beiden Drillwerkzeuge 14 und 15 enthält zwei gegeneinander unter Federdruck gepreßte Klemmbacken 17 und 18 bzw. 19 und 20, die zum Erfassen des zur Bildung der in F i g. 2 dargestellten Drahtschlaufen vorgesehenen Bindedrahtes dienen. Die einzelnen Bindedrähte werden von je zwei Drahtstücken gebildet, die von zwei Vorratsrollen 21 und 22 an der Außenseite des Getriebegehäuses 12 ablaufen und durch zwei beiderseits der gemeinsamen Drehachse der Drillwerkzeuge angeordnete Drahtvorschubrollen 90 und 91 in je einem der in F i g. 3 deutlicher erkennbaren Führungskanäle 23 und 24 vorgeschoben werden. Die beiden Drähte 25 und 26 laufen geradlinig zwischen den beiden Klemmbacken 17 und 18 des oberen Drillwerkzeuges 14 hindurch, werden dann an den zu umbindenden, in F i g. 2 angedeuteten Stäben 27 und 28 seitlich vorbeigeleitet und dringen bei ihrem weiteren Vorschub in halbkegelförmige Führungstaschen 29 und 30 (F i g. 3) an den einander gegenüberliegenden Stirnseiten der beiden unteren Klemmbacken 19 und 20 ein, die sich dabei gering-fügig aufspreizen. Um die öffnungsweite zwischen den Drillwerkzeugen 14 und 15 der jeweiligen Dicke der zu umbindenden Bewehrungsstäbe anpassen zu können, ist das obere Drillwerkzeug 14 in einem Haltearm 32 geführt, der im Fußgehäuse 13 längsverschiebbar angeordnet ist und mit einer an der Rückseite des Fußgehäuses vorstehenden Klemmschraube 33 festgezogen werden kann. Der Haltearm 32 enthält eine zur Achse des Drillwerkzeugs 14 konzentrische Innenhülse 34. In dieser sind Außenringe 35 und 36 zweier zur Führung des oberen Drillwerkzeugs 14 dienender Kugellager befestigt. An der gegen das untere Drillwerkzeug 15 gerichteten Stimseite der Innenhülse 34 sitzt eine aus Stahl hergestellte Ringscheibe 37, die als Abschneidemesser für die Drahtstücke dient. Die Ringscheibe enthält zwei einander diametral gegenüberliegende, nicht näher bezeichnete Querbohrungen, durch welche die Drähte 25 und 26 während ihrer Vorschubbewegung hindurchgeführt werden. In dieser Vorschubstellung decken sich mit den Querbohrungen der Ringscheibe 37 zwei achsparallele Bohrungen 38 und 39 im oberen Drillwerkzeug 14. Sobald die Drillwerkzeuge von der sich in Bewegung setzenden Antriebswelle 16 in der gleichen Drehrichtung angetrieben werden, schneidet das obere Drillwerkzeug 14 die Drähte 25 und 26 an der feststehenden Ringscheibe 37 ab. Die zwischen den Klemmbacken des oberen und unteren Drillwerkzeuges gegen den auftretenden Längszug festgehaltenen Enden der beiden Drahtstücke werden dann von den weiterlaufenden Drillwerkzeugen vor und hinter den Bewehrungsstäben in der in F i g. 2 angedeuteten Weise miteinander verdrillt und schließlich zwischen den Klemmbacken selbsttätig herausgezogen. Nach einem kurzen weiteren Drehweg löst die unten im einzelnen näher beschriebene Steuervorrichtung die Antriebswelle 16 der Drillwerkzeuge vom Antriebsmotor und setzt sie still. Das Bindegerät kann dann zur Bildung einer neuen Bindeschlaufe an einer anderen Kreuzungsstelle über die Bewehrungsstäbe aufgeschoben werden.
  • Der oben geschilderte Arbeitsablauf wird selbsttätig aufrechterhalten, sobald der das Bindegerät füh- rende Arbeiter einen im Handgriff 11 untergebrachten Schaltgriff 40 aus der dargestellten Ausschaltstellung in Pfeilrichtung in die Einschaltstellung bringt. Der Schaltgriff 40 ist mit einem nicht dargestellten ,elektrischen Schalter gekuppelt, der in der Zuleitung zum Antriebsmotor liegt. Sobald der Schaltgriff 40 in seine Einschaltstellung entgegen der Kraft einer Rückstellfeder 41 eingerückt wird und dabei den Motor zum Anlaufen bringt, hebt er eine Rastnase 42, die an einem der beiden Arme eines zweiarmigen Schalthebels 43 sitzt, aus ihrer Raststellung aus, in welcher die Rastnase 42 in eine Rastnut 44 eingreift, die vom Umfang her in eine Rastscheibe 45 eingeschnitten ist. Die Rastscheibe 45 gehört zu der im Getriebegehäuse 12 untergebrachten, selbsttätig arbeitenden Steuervorrichtung und sitzt fest auf einer Steuerwelle S. Sie trägt an ihrer Stirnfläche einen Kranz von Kupplungsklauen 46, die beim Einrücken des Schaltgriffs 40 mit Gegenklauen 47 in Eingriff kommen. Diese Gegenklauen sitzen an einem Zahnrad 48, das beim Einrücken des Schaltgriffs 40 von dem einen Mitnehmerstift 49 gabelförmig umfassenden Ende des anderen Armes des Schalthebels 43 gegen die Rastscheibe 45 auf der Steuerwelle längs verschoben wird und dabei die Steuerwelle über das im folgenden näher beschriebene Getriebe mit dem laufenden Motor so lange kuppelt, bis die Rastnase 42 nach einer vollen Umdrehung der Steuerwelle S in die Rastnut 44 der Rastscheibe 45 erneut eingreift und den Schaltgriff 40 in seine Ausschaltstellung zurückkehren läßt.
  • Wie aus dem in F i g. 4 dargestellten Getriebeplan zu entnehmen ist, enthält das Getriebe ein von der Motorwelle 50 angetriebenes Vorgelegezahnrad 51 auf einer Vorgelegewelle 52, die in unmittelbarer Nähe des Vorlegezahnrades 51 ein eingeschnittenes Ritzel 53 aufweist und an ihrem abgesetzten anderen Endabschnitt drehbar, aber nicht längsverschiebbar ein in das Zahnrad 48 eingreifendes Ritzel 54 sowie ein mit diesem verbundenes Zahnrad 55 trägt. In das dem Vorgelegezahnrad 51 benachbarte Ritzel 53 greift ein zweites Vorgelegerad 56 ein. Dieses ist einstückig mit einem Ritzel 57 verbunden, das die Antriebskraft des Motors ständig auf ein auf der Hauptwelle H angeordnetes, auf dieser in Keilnuten längsverschiebbares, jedoch gegen diese unverdrehbar geführtes Zahnrad 58 überträgt. Beiderseits des Zahnrades 58 ist je eine nur zeitweise in ihre Mitnahmestellung gelangende Kupplung 60 bzw. 61 angeordnet, von denen die mit 60 bezeichnete in der unten näher beschriebenen Weise die Antriebskraft des Motors auf die Antriebswelle 16 und die Drillwerkzeuge 14 und 15 während des Verdrillvorgangs überträgt, wohingegen die Kupplung 61 dazu dient, für die jeweils erforderliche Zeitdauer den Drahtvorschub zu bewirken.
  • Außer diesen beiden, die Antriebskraft des Motors nur zeitweilig übertragenden Kupplungen 60 und 61 ist als weiteres übertragungsmittel noch ein Zahnrad 62 vorgesehen, das auf der Hauptwelle H befestigt ist und die Antriebskraft über ein weiteres Vorgelegerad 63 und ein zugehöriges Ritzel 64 auf das Zahnrad 55 und das Ritzel 54 und von dort auf das zur Steuervorrichtung gehörende Zahnrad 48 überträgt. Auf der Steuerwelle S ist eine an ihrer Umfangsfläche zylindrische Nabe 65 einer Schaltscheibe 66 aufgepreßt, die an ihren beiden Stimseiten Steuernocken 67 bzw. 68 trägt. Die Nabe 65 enthält eine sich über einen Umfangswinkel von etwa 601 erstreckende Schrägnut 69 und eine in diese eingesetzte Kupplungskugel 70, die durch eine Querbohrung in dem dünnwandig ausgeführten Abschnitt einer Schiebe-. hülse 71 mit geringem Axialspiel geführt wird. Die Kupplungskugel 70 steht über den Umfang der auf der Nabe 65 längsverschiebbar geführten Schiebehülse 71 so weit nach außen vor, daß sie dort in eine Längsnut 74 in der Bohrungswand einer zweiten Steuerscheibe 72 eingreifen kann. Wenn die Schiebehülse 71 mit Hilfe eines nach außen vorstehenden Handgriffs 73 in Längsrichtung, bezogen auf die Schaltscheibe 66, verschoben wird, verdreht die Kupplungskugel 70 die Steuerscheibe 72 gegenüber der Schaltscheibe 66.
  • Die Nockenkränze mit den Steuernocken 67 und 68 der Schaltscheibe 66 sind zusammen mit einem Steuernocken 75 der verstellbaren Steuerscheibe 72 in F i g. 5 in ihrer Abwicklung dargestellt. Jeder der Nockenkränze arbeitet mit einem von drei Taststiften 76,77 und 78 zusammen, die in einer auf der Steuerwelle S bzw. der Schiebehülse 71 längsverschiebbar geführten Schiebekulisse 79 sitzen. Diese dient dazu, das gegenüber der Hauptwelle H in den Keilnuten der Hauptwelle H unverdrehbar geführte Zahnrad 58 zur Einleitung und Aufrechterhaltung des Verdrillvorgangs nach links zu verschieben, wobei dann an einer Nabe 80 des Zahnrades 58 sitzende Kupplungsklauen 81 mit Gegenklauen 82 der Kupplung 60 in Eingriff kommen. Das Einrücken und das spätere Ausrücken der Kupplungsklauen wird durch die beiden Taststifte 76 und 77 bewirkt, wenn sich die Schaltscheibe 66 dreht.
  • Demgegenüber wird der Beginn des Drahtvorschubs durch den Steuernocken 75 auf der Steuerscheibe 72 und den mit ihr zusammenarbeitenden Taststift 78 dadurch eingeleitet, daß die Schiebekulisse 79 samt dem Zahnrad 58 nach rechts verschoben wird, wobei unmittelbar am Zahnrad 58 sitzende Kupplungsklauen 83 in Gegenklauen 84 der Kupplung 61 formschlüssig eingreifen und dabei die Drehbewegung der Hauptwelle H auf ein mit der Kupplung 61 verbundenes Zahnrad 85 übertragen. Mit diesem Zahnrad 85 kämmt ein Vorgelegerad 86 auf einer Zwischenwelle 87, die an ihrem anderen Ende ein Zahnrad 88 trägt. Dieses steht dauernd im Eingriff mit einem weiteren Zahnrad 89, das die Antriebskraft bei nach rechts verschobenem Zahnrad 58 auf die beiden Drahtvorschubrollen 90 und 91 überträgt. Die Drahtvorschubrollen haben an ihrem Umfang eine mit Querrillen versehene keilförmige Nut 92. In diese Nut werden die zur Bildung der Drahtschlaufen bestimmten Drähte 25 und 26 durch nicht dargestellte Eindrückrollen so stark hineingepreßt, daß die Drahtvorschubrollen die Drähte in der eingangs beschriebenen Weise durch die Klemmbacken des oberen Drillwerkzeuges 14 und des unteren Drillwerkzeuges 15 hindurchzuschieben vermögen. Da die jeweilige Länge der Bindedrahtstücke dem eingestellten gegenseitigen Abstand der Drillwerkzeuge 14 und 15 entsprechen muß, kann die Steuerscheibe 72 auf der Steuerwelle S mit Hilfe der Schiebehülse 71 um den in F i g. 5 bei x angedeuteten Drehwinkel von etwa 60' gegenüber der festen Schaltscheibe 66 verstellt werden. Das Ende der Vorschubbewegung ist durch die in F i g. 5 bei 100 angedeutete Anlaufkante für den Taststift 76 festgelegt. Wenn die Schiebehülse 71 in ihrer in F i g. 2 dargestellten rechten Endstellung steht, nimmt ein auf der Steuerscheibe 72 angeordneter Steuernocken 101 die in F i g. 5 mit unterbrochenen Linien angedeutete Lage gegenüber der festen Schaltscheibe 66 ein und hält dann den Vorschub nur über einen um den Winkel oc verkürzten Drehwinkel der Steuerwelle S aufrecht. Diesem verkürzten Drehwinkel entspricht dann nur eine geringe Vorschublänge der jeweiligen Drähte 25 und 26, die dann notwendig ist, wenn die beiden Drillwerkzeuge 14 und 15 zum Umbinden dünner Bewehrungsstäbe nur einen geringen axialen Abstand haben.
  • Da nach dem Einrücken des Schaltgriffs 40 die Rastscheibe 45 die Drehbewegung der Steuerwelle S mitmacht und die sich auf ihrem Umfang abstützende Rastnase 42 die formschlüssige Verbindung zwischen dem Zahnrad 48 und der Steuerwelle S aufrechterhält und dabei den Schaltgriff 40 in seiner eingeschalteten Stellung verriegelt, kann dieser nach dem Einschalten des Antriebsmotors losgelassen werden, ohne daß dabei der Ablauf des Arbeitsprozesses beeinträchtigt wird.
  • Wenn daher bei der weiteren durch einen Pfeil 102 in F i g. 5 angedeuteten Drehbewegung der Schaltscheibe 66 die Steuerkante bei der Stelle 100 den Taststift 76 samt der Schiebekulisse 79 und dem Zahnrad 58 nach links verschiebt, wird die Kraftübertragung auf die Kupplung 61 und die Drahtvorschubrollen 90 und 91 unterbrochen.
  • Die Einleitung des Drillvorgangs erfolgt dann, wenn sich die Schaltscheibe 66 aus ihrer in F i g. 2 dargestellten und in F i g. 5 bei 01 wiedergegebenen Stellung um etwa 2101 gedreht hat und bei diesem Drehwinkel mit ihrer Steuerkante 105 den Taststift 76 über die Mittelstellung hinaus nach links verschiebt und dabei die Kupplung 60 über die Kupplungsklauen 81 und 82 mit der HauptwelleH verbindet. Die Kupplung 60 trägt einen Kegelzahnkranz 93, der mit einem Kegelrad 94 auf der gemeinsamen Antriebswelle 16 der beiden Drillwerkzeuge 14 und 15 im Ein-riff steht. Das Ende des Drillvorgangs ist dann erreicht, wenn die Schaltscheibe 66 kurz vor Vollendung eines Umlaufs mit ihrer zum Steuernocken 68 gehörenden Steuerkante 108 den Taststift 77 in die in F i g. 2 dargestellte Lösestellung zurückel fährt. Damit jedoch die Drillwerkzeuge so stehenbleiben, daß beim nächsten Drahtvorschub die Bindedrähte in den Spalt zwischen den Stimseiten der Klemmbacken 17 und 18 bzw. 19 und 20 treffen können, ist an einem zur Führung der Schiebekulisse 79 dienenden verlän-erten -Arm 95 ein Raststift 96 befestigt, der beim Einrasten in eine achsparallele Längsbohrung 97 der Kupplung 60 erlaubt, daß sich die Kupplungsverbindung zwischen der Hauptwelle H und der Antriebswelle 16 löst, dabei jedoch gleichzeitig sicherstellt, daß die Antriebswelle in einer Stellung stehenbleibt, die das Nachschieben neuer Drahtstücke durch die Klemmbacken 17, 18 bzw. 19, 20 hindurch erlaubt.
  • Der besondere Vorteil der beschriebenen Anordnung besteht darin, daß das Bindegerät auch von ungeübten Hilfskräften störungsfrei bedient werden kann, zumal die im einzelnen näher dargestellte Steuervorrichtungeinen selbsttätigen Ablauf der einzelnen Arbeitsvorgänge sicherstellt und Bedienungsfehler praktisch unmöglich macht.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Drahtbindegerät mit motorischem Antrieb zum Herstellen von Bindeschlaufen um Bewehrungsstäbe für Stahlbetonbauteile, mit Vorrichtun-en zur Aufnahme eines Drahtvorrats, zum Vorschieben, Abschneiden und Verdrillen des Drahtes und zur selbsttätigen Steuerung des Arbeitsablaufs nach dem Einschalten des Motors, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung jeweils einer Bindeschlaufe durch zwei parallellaufende Drähte (25,26), die an den zu Vera bindenden Stäben (27, 28) seitlich vorbeigeleitet werden, zwei um eine gemeinsame Drehachse antreibbare, einander in axialem Abstand gegenüberliegende Drillwerkzeuge (14, 15) mit je zwei zum Erfassen der beiden Drähte dienenden, selbsttätig in ihre Klemmstellung gelangenden Klemmbacken (17, 18, 19, 20) vorgesehen sind, daß beiderseits der Drehachse der Drillwerkzeuge je einer von zwei Führungskanälen (23, 24) für die Drähte angeordnet ist, und daß die Vorrichtungen so ausgebildet sind, daß für jeden Drillvorgang der Vorschub der beiden Drähte gleichzeitig erfolgt und die Drillwerkzeuge gleichzeitig angetrieben werden.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer zwangläufigen beim Einschalten des Antriebsmotors mit dessen Motorwelle (50) kuppelbaren Steuerwelle (S) mehrere Steuernocken (67, 68, 75) festsitzen, die mit einer Schiebekulisse (79) zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten einer mit den Drillwerkzeugen (14, 15) verbundenen Kupplung (60) und einer mit zwei Drahtvorschubrollen (90, 91) verbundenen Kupplung (61) zusammenarbeiten. 3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Steuerwelle (S) eine Rastscheibe (45) angebracht ist, die den Antriebsmotor während eines Umlaufs der Steuerwelle eingeschaltet hält. 4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwelle (S) eine ihr gegenüber um einen begrenzten Winkel (,x) verdrehbare Steuerscheibe (72) trägt, die auf die den Drahtvorschub ausschaltende Kupplung (61) einwirkt. 5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung des Winkels (,--x) der Steuerscheibe (72) gegenüber der Steuerwelle (S) eine Kupplungskugel (70) vor 'gesehen ist, die teils in eine Schrägnut (69), teils in eine zweite zu dieser geneigte Längsnut (74) eingreift und außerdem in einer Querbohrung einer Schiebehülse (71) geführt ist, die im Ringraum zwischen einer Nabe (65) und einer gleichachsig zu dieser drehbaren, mit der Steuerscheibe (72) verbundenen Hohlwelle axial verschiebbar angeordnet ist, wobei die innenliegende Nabe (65) auf ihrem Umfang die Schrägnut (69), die außenliegende Hohlwelle in ihrer Bohrung die Längsmit (74) trägt. 6. Gerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Drillwerkzeuge (14, 15) in ihrem axialen Abstand gegeneinander verstellbar geführt sind. 7. Gerät nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Drillwerkzeuge (14, 15) eine gemeinsame Antriebswelle (16) haben, die quer zur Motorwelle (50) verläuft.
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