DE3103C - Einrichtungen an Webstühlen zum Eintragen und Ausziehen der Sammtnadeln - Google Patents
Einrichtungen an Webstühlen zum Eintragen und Ausziehen der SammtnadelnInfo
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- DE3103C DE3103C DENDAT3103D DE3103DA DE3103C DE 3103 C DE3103 C DE 3103C DE NDAT3103 D DENDAT3103 D DE NDAT3103D DE 3103D A DE3103D A DE 3103DA DE 3103 C DE3103 C DE 3103C
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-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D39/00—Pile-fabric looms
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- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
1878.
Klasse 86.
FRANCISQUE DAVID in ST. ETIENNE (Frankreich). Einrichtungen an Webstühlen zum Eintragen und Ausziehen der Sammtnadeln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. März 1878 ab.
Zweck des neuen Verfahrens ist Herbeiführung:
1. der Sicherheit, dafs die Fäden beim Einführen
der Schneidnadel in das Gewebe nicht zerschnitten werden;
2. der Möglichkeit, so viele Nadeln als nothwendig in dem Gewebe zu lassen.
Die Anwendung des Verfahrens, welche auch für Stoffwebstühle möglich, ist in beiliegenden
Zeichnungen an einem Webstuhl für gewöhnliche Taffetbänder angebracht.
Die Einführung der Nadel α in das Gewebe A wird durch ein Schiffchen b bewirkt, welches
in gewöhnlicher Weise arbeitet. Dieses Schiffchen ist mit einem Hufeisenmagnet versehen,
dessen beide Enden c c' an der Vorderseite, welche flach ist, vorspringen, so dafs die Stahlnadel
sicher ergriffen und festgehalten wird.
Wenn die Kettenfäden des Gewebes sich öffnen, durchläuft das Schiffchen das Gewebe
und begiebt sich von der Krampe d zu der Krampe d1 und läfst die Nadel in dem Gewebe
zurück, wie es in Fig. 1, die Lade des Webstuhles darstellend, angedeutet ist. Die Nadel,
welche die sonst gebräuchliche Form hat, besitzt an dem der Schneide gegenüber liegenden
Ende einen Ansatz a1, welcher auf den am
Rande des Kammes und etwas unter dem Niveau des Stückes angebrachten eisernen Stift e
stöfst. Während das Schiffchen sich also nach der Krampe entfernt, wird die Nadel in dem
Gewebe, dessen Fach sich schliefst, zurückgehalten, wobei bis zur schliefslichen Trennung
die Enden des Magnets c c' über dieselbe hingleiten.
Der Ansatz «' erhält durch sein eigenes Gewicht
die Nadel in der Lage, dafs die Schneide immer nach oben gerichtet ist.
Die Lade ist aufsteigend, damit das zweite Schiffchen η das Gewebe durchschiefsen kann,
ferner damit die Nadel beim Heruntersinken in der Höhe ν x, Fig. 1, bleibt und bei jedem
Schlag des Kammes auf das Gewebe aufserhalb des Bereichs der Krampen liegt.
Fig. 2, Grundrifs, und 2a, Aufrifs, zeigenden
hinter der Bank des Webstuhles der Lade gegenüber befestigten Mechanismus, welcher die Nadeln
eine nach der anderen aus dem Gewebe herauszieht. Die Nadel schneidet mit ihrem geschärften
Ende a- beim Herausziehen die Sammetmaschen durch, welche ringförmig über die ganze Länge
der Nadel geschlungen sind.
Das Gewebe A trage nun bei M eine Anzahl von Nadeln, welche sehr dicht beieinander
liegen, da sie nur durch die Einschlagfäden von einander getrennt sind, und es handelt sich
darum, diejenige, welche am weitesten von dem Webepunkt entfernt ist, herauszuziehen.
Zu diesem Zwecke fafst ein Schieber R, der nach Einschlag von etwa fünf Fäden eine Hin-
und Herbewegung (durch einen Tritt und ein Gegengewicht) macht, die Nadel und zieht sie
in der nunmehr zu beschreibenden Weise heraus, um sie von neuem dem Magnetschiffchen zu
überliefern, welches sie wieder in das Gewebe einführt.
Wenn wir annehmen, dafs die Nadeln durch je vier Einschlagfäden getrennt sind, so bringt
beim fünften Einschiefsen die Lade das Magnetschiffchen in die Höhe des Gewebes und der
Schieberleiste R. Letztere ist doppelt; der erste Theil R hat eine Kerbe i, Fig. 2, welche den
Nadelansatz ax aufnehmen kann, der sich in
dieselbe legt, indem die Bewegung des Gewebes und die Lage der Schieberleiste hierauf berechnet
sind. Soll die Nadel herausgezogen werden, so schiebt die zweite Leiste R1, welche durch
den Tritt bewegt wird, die mit ihr verbundene Platte r gegen den Ansatz, der hierdurch gewissermaafsen
in eine Büchse eingeschlossen wird. Da sich nun aber die zweite Leiste Rl
nur auf die Länge des Schlitzes g allein bewegt, dann aber, wenn die Rinne zu Ende ist, die
erste Leiste mitnimmt, so zieht sie auf diese Art die, die Sammetmaschen zerschneidende
Nadel aus dem Gewebe, um sie dem Magnetschiffchen zuzuführen, welches zur Krampe d
zurückgekehrt ist. In dem Momente des Schlages der Lade berührt und fafst der Magnet die
Nadel, welche ihm von der Schieberleiste überlassen wird. Der Theil R1 dieser Leiste läfst
nämlich den Ansatz der Nadel frei, indem er sich um die Länge des Schlitzes g zurückbewegt.
Die Doppelleiste R Rl kehrt nun in
ihre frühere Position zurück, während das Magnetschiffchen mit der Nadel der Lade folgt.
Der Ansatz der Nadel gleicht einer Messerklinge, deren Rücken nach aufsen liegt und wo
sich die im Gewebe steckenden Nadeln berühren, nach innen hingegen läuft der Ansatz
scharf zu, dafs Lücken zwischen den Nadeln entstehen, worin die in entgegengesetzter Richtung
keilförmige Platte r sich einschieben kann, um die herauszuziehende Nadel von ihrer Nachbarin
zu trennen und schliefslich festzukeilen.
Zum Herausziehen der Nadeln kann man die in Fig. 3 gezeigte Einrichtung verwenden. Man
benutzt dabei einen Elektromagneten k, welcher auf einer Schieberleiste P sitzt, um die Nadel
an den gewünschten Punkt zu führen. Dieser Elektromagnet würde beim Anschlagen der Lade
die Nadel dadurch abgeben, dafs der Strom durch die Drehung der Arme ti1 unterbrochen
wird, zwischen welche sich der Pflock u, der an der Lade befestigt ist, einsenkt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Die Anwendung eines Schiffchens, welches die Nadeln vermittelst eines Magnetes aufgreifen und halten kann (vorzugsweise und gegenüber allen anderen Methoden), um dieselben in das Gewebe einzuführen und sie daselbst zu lassen; wobei die Schneide der Nadel vom Schiffchen überragt und die Fäden gegen das Zerschneiden geschützt sind.Die Verwendung eines einzigen Nadelführers für eine unbegrenzte Anzahl von Nadeln.
Die Führung der Nadel an das Magnetschiffchen entweder durch die . Keilplatte oder den Elektromagnet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3103C true DE3103C (de) |
Family
ID=282200
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3103D Active DE3103C (de) | Einrichtungen an Webstühlen zum Eintragen und Ausziehen der Sammtnadeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3103C (de) |
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