DE31035C - Selbsttätiger elektrischer Sicherheitsapparat für Dampfkessel - Google Patents

Selbsttätiger elektrischer Sicherheitsapparat für Dampfkessel

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DE31035C
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steam
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electrical
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cord
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT31035D
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English (en)
Original Assignee
J. ROEBRUCK in Aachen, Kleinkölnstr. Nr. 1
Publication of DE31035C publication Critical patent/DE31035C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/42Applications, arrangements or dispositions of alarm or automatic safety devices
    • F22B37/47Applications, arrangements or dispositions of alarm or automatic safety devices responsive to abnormal temperature, e.g. actuated by fusible plugs
    • F22B37/475Safety devices with fusible plugs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
1. Das in Fig. 1 und 2 mit α bezeichnete Kupferrohr dringt bis zur zulässig kleinsten Wasserstandshöhe in den Kessel und ist somit bei normalen Verhältnissen gegen den Dampf abgeschlossen.
Sobald jedoch der Wasserstand durch unterlassene Speisung zu einer unzulässigen Tiefe herabsinkt und dadurch der Dampf in das Rohr α eintritt, bringt dieser den leicht schmelzbaren Metallpfropfen b (Rose'sches Metall, 50 Theile Wismuth, 30 Theile Blei, 20 Theile Zinn), welcher dasselbe bis dahin hermetisch verschlofs, zum Schmelzen, befreit die Schnur c, welche im Pfropfen selbst durch Draht ersetzt ist, somit auch das daran hängende Eisenstäbchen e und bringt vermöge seines Gewichtes (50 g) die Contacte f und g in Berührung. Hierdurch treten die angebrachten Signalapparate in Thätigkeit und melden gleichzeitig dem Heizer, Fabrikbesitzer, Fabrikmeister oder anderen, je nachdem Signalstationen angebracht worden sind, die entstandene Gefahr.
Die Wandungen des Apparates sind durchlöchert, um dem Dampf den Austritt zu gestatten, und um eine Verbreitung desselben in den oberen Theil des Apparates, wo sich die Leitungsdrähte h und i befinden, zu verwehren, sind die Zwischenwände Ic und k1 angebracht. Der ganze Apparat kann durch den Hahn d vom Kessel abgesperrt werden, welcher gegen unbefugtes Schliefsen durch eine Plombe gesichert ist. Der Apparat selbst ist gegen unbefugtes Oeifnen durch die Plomben ρ und j?1 geschützt.
2. Durch die Oeffnurig 0 tritt eine Schnur t, welche in die aus demselben Metall wie der Pfropfen hergestellte Kugel q eingegossen ist und durch dieselbe gehalten wird. Die Schnur geht unter den in Fig. 4 und 6 mit G und H bezeichneten Röllchen und über die Rolle R hinweg und trägt an ihrem Ende ein Gewicht v. Zwischen diesem Gewicht und der Rolle R ist die Schnur t durch Schnur w mit dem Seil S, welches zur gewöhnlichen Regulirung des Zuges verwendet wird, in der Weise verbunden, dafs das Seil S sich so weit vollständig frei bewegen kann, als die Verstellung des Zugregisters es erfordert.
Tritt infolge zu niedrigen Wasserstandes der Dampf, wie vorhin bemerkt, in den Apparat, so schmilzt nach dem Pfropfen b auch die Kugel q, die hierdurch frei gewordene Schnur t schlüpft durch die Oeffnung 0, das Gewicht ν zieht die Kordel w und durch diese das Seil S abwärts, so dafs das Zugregister sinkt und der Zug y geschlossen wird.
Durch Freiwerden des Gewichtes y wird auch ein Zug auf die Schnüre I und m, welche mit der Schnur t bei r verbunden sind, ausgeübt, wodurch der Riegel \ in die Höhe gehoben und die Feuerthür geöffnet wird.
Damit der Zug, welcher mittelst der Schnur m die Oeffnung der ThUr bewirken soll, nicht parallel zur Thür gerichtet ist und somit durch den Widerstand der Riegel aufgehoben wird, führt man die Schnur durch die Handhabe C, welche letztere zu diesem Zwecke eine etwas gröfsere Länge erhält, und dann durch die Eisenösen D und E. Die Länge der Schnur m ist so gewählt, dafs sie bei Function des Apparates erst dann gespannt ist, wenn der Riegel ·£- gehoben und die Thür frei ist.
Die unter i. beschriebene Wirkungsweise des Apparates, ohne die Vorrichtung zur selbsttätigen Regulirung des Zuges, hat für sich den grofsen Vortheil, dafs nur an mafsgebender Stelle die Gefahr bekannt wird und somit eine durch Alarmiren der Nachbarschaft hervorgerufene Panik vermieden wird. Es wird daher dieser Theil für sich ein Ganzes bilden, und wo man versichert ist, dafs auf jeden Fall von irgend einer Stelle nach gemeldeter Gefahr sofort Abhülfe geschafft wird, kann derselbe allein angewendet werden.
Durch Combination mit dem unter 2. beschriebenen Schnursystem veranlafst der Apparat in dem Falle, dafs der Heizer durch irgend eine Ursache nicht im Stande wäre, Abhülfe zu schaffen und kein anderer die Signale hörte, selbstthätig die zur Abwendung der Gefahr nöthigen Vorkehrungen.
Der Apparat dient gleichzeitig als zweites Sicherheitsventil, indem der ausströmende Dampf keine Signalfunctionen zu verrichten hat.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein selbsttätiger elektrischer Sicherheitsapparat zur Beseitigung der durch Wassermangel herbeigeführten Explosionsgefahr von Dampfkesseln durch elektrische Meldung und durch eine von der elektrischen Wirkung unabhängige Vorrichtung, welche die Ausströmung des Dampfes durch Schmelzung eines Metallpfropfens, das Niedersinken des Zugregisters, sowie das Oeffnen der Feuerthüren durch Schmelzung eines Metallkügelchens selbstthätig herbeiführt, bestehend aus:
    a) zwei Kupferröhren, wovon die untere,. in den Kessel reichende entsprechend weiter ist, als die auf dem Kessel aufsitzende, ca. 1,05 m hohe Röhre a, an deren oberem Ende sich ein nach unten zu verjüngt ausgebohrter Ansatz befindet, zur Aufnahme eines durch Dampf schmelzbaren, die Contactbildung verhindernden Metallpfropfens b, ferner aus einem hierauf aufgeschraubten, in zwei Theile zerlegbaren und in seinen Wandungen mehrfach durchbohrten, mit Zwischenwänden k und kl versehenen Kopftheil, welcher die Contacted und g einer elektrischen Leitung in sich aufnimmt, die durch Freiwerden eines an f hängenden Gewichtes e in Berührung gebracht werden und dadurch ein Läutewerk oder dergleichen in Thätigkeit setzen;
    b) einer combinirten Vorrichtung für gleichzeitiges, automatisch bewirktes Niedersinken des Zugregisters und Oeffnen der Feuerthüren, bestehend aus einer das Zugregister und die Feuerthüren mit dem Apparat verbindenden Schnur- oder Drahtleitung, an deren in den oberen Kopftheil des Apparates eingeführten einem Ende t ein schmelzbares Metallkügelchen q angegossen ist, während an dem mit dem Zugregister in Verbindung gebrachten Ende ein Gewicht ν hängt.
  2. 2. Verwendung des Apparates auch ohne die unter b) genannte Vorrichtung.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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