DE30918C - Vorrichtungen zur Erzielung einer schnellen Cirkulation der Flüssigkeit in Diffusionsapparaten - Google Patents
Vorrichtungen zur Erzielung einer schnellen Cirkulation der Flüssigkeit in DiffusionsapparatenInfo
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- DE30918C DE30918C DENDAT30918D DE30918DA DE30918C DE 30918 C DE30918 C DE 30918C DE NDAT30918 D DENDAT30918 D DE NDAT30918D DE 30918D A DE30918D A DE 30918DA DE 30918 C DE30918 C DE 30918C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B10/00—Production of sugar juices
- C13B10/08—Extraction of sugar from sugar beet with water
- C13B10/12—Details of extraction apparatus, e.g. arrangements of pipes or valves
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Vorrichtungen, die eine sehr schnelle Circulation
der Flüssigkeit in den Diffusionsapparaten bei Verarbeitung, von sehr fein „geschnittenen
Rüben gestatten. · ,
Durch die ziemlich hohe Schnittlingschicht, welche sich in einem beschickten Diffuseur befindet,
strömt gewöhnlich die Flüssigkeit nur sehr langsam, so dafs man gezwungen ist, mit
der Zerkleinerung der Rüben nicht allzu weit zu gehen, um die Circulation im Diffuseur
nicht noch mehr zu erschweren. Dies hat zur Folge, dafs in den dicken Rübenschnitten sehr
viel unausgelaugter Zucker zurückbleibt, der für die Fabrikation verloren geht. Um sehr fein
geschnittene Rüben in den Diffuseur bringen. zu können und deren vollständige Entzuckerung
bei einer raschen Circulation der Flüssigkeit in den Diffuseuren zu erzielen, stelle ich in
dieselben in verticaler Richtung Doppelsiebe aus gelochtem Blech oder Drahtgeflecht auf,
welche gegen das Bodensieb des Gefäfses offen, gegen das Centrum und oben geschlossen und
an der Wand des Diffuseurs befestigt sind.
Diese Doppelsiebe nenne ich Schlitzensiebe.
Der zwischen den zwei Sieben entstandene freie Raum gewährt der Flüssigkeit freien Eintritt
und sie kann sich sodann durch die Siebmaschen der Löcher zwischen die Rübenmassen
(Rübenschnitte) ergiefsen. Dadurch wird die Siebfläche des Diffuseurs sehr vergröfsert,
ohne dafs der Füllraum beeinträchtigt wird.
Die Flüssigkeit tritt beim Aolassen des Diffuseurs zwischen die Siebe ein und füllt
den cylindrischen Theil des Diffuseurs rasch aus, um ebenso schnell die obere Schicht der
Schnitte zu durchdringen.
Ebenso wird durch die Schlitzensiebe der Auslauf der Flüssigkeit, welche den Schlitzen
zuströmen kann, wesentlich erleichtert und beschleunigt.
Dadurch werden folgende Vortheile erreicht:
i. Die Schlitzensiebe beschleunigen die Circulation der Flüssigkeit; 2. sie ermöglichen
ein vollständig gleichmäfsiges Durchdringen der Flüssigkeit durch die Rübenschnitte; 3. sie
verhindern das Verstopfen der Batterie; 4. sie ermöglichen, dafs die Rübe in fein zerkleinertem
Zustande zur Verarbeitung gelangt und daher eine fast vollkommene Entzuckerung
erzielt wird.
In beiliegender Zeichnung sind mehrere solcher Vorrichtungen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Verticalschnitt durch einen Diffuseur, in welchem drei flache Schlitzensiebe
angeordnet sind;
Fig. 2 einen Horizontalschnitt desselben;
Fig. 3 einen Verticalschnitt eines Diffuseurs, in welchem ein cylindrisches Schlitzensieb angebracht
ist;
Fig. 4 einen Horizontalschnitt durch denselben;
Fig. 5 veranschaulicht die Anordnung eines einzigen Schlitzensiebes rings um die Wand des
Diffuseurs;
Fig. 6 die Anordnung mehrerer einzelner gelochter Rohrstutzen als Ersatz für die Siebe.
Fig. 7 ist ein Horizontalschnitt eines Diffuseurs, dessen Schlitzensiebe die Form eingeschobener
Querwände haben;
Fig. 8 endlich ein Horizontalschnitt eines Diffuseurs mit parallelen Schlitzensieben.
Die. in'^den Fig. ι und 2 dargestellte Vorrichtung
besteht aus drei oder mehr Schlitzensieben A, welche so hergestellt sind, dafs aus
fein gelochten Blechen oder feinmaschigen Drahtsieben
ein flacher, doppelwandiger Hohlköper entsteht, der nach oben bei d geschlossen,
nach unten bei (X1 aber offen bleibt. Mit ihrem
hinteren geraden Theile a2 werden die Schlitzensiebe
A durch Laschen mit Haken b oder Schrauben oder in anderer passender Weise
derart an der Zarge des Diffuseurs B befestigt, dafs sie radial nach dem Centrum des Gefäfses
zu stehen und bei geschlossenem unteren Deckel B1 des Diffuseurs mit dessen Siebboden
direct communiciren. Die oberste Kante αλ
der Siebe reicht nur bis zur Zargenoberkante, damit noch eine schwache Schnittelschicht
ganz von der Flüssigkeit zu durchströmen übrig bleibt.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Vorrichtung zeigt die Anordnung eines Schlitzensiebes
A, welches kreisrund, oval, eckig oder sternförmig etc. gebogen sein kann und einen
im Diffuseur freistehenden, mit dem Siebboden des unteren Deckels B1 communicirenden Hohlcylinder
oder ein Prisma bildet, der oder das beliebig durch Bänder b im Diffuseur befestigt
sein kann, so dafs er das Einfüllen und Entleeren der Schnittlinge nicht hindert.
Anstatt solcher beliebig geformter, im Diffuseur freistehender und bei geschlossenem unteren
Deckel mit dem Siebboden desselben communicirender, aus Siebwänden hergestellter
Hohlkörper kann man jedoch auch, wie in Fig. 5 gezeigt, direct an der Zarge des Diffuseurs
B, in geringem Abstand von derselben, eine Siebwand B ringsum laufend anbringen,
die, bei α geschlossen, bei Ci1 mit dem Siebboden
B communidrend, dieselbe Wirkung hervorbringt wie die oben beschriebenen Vorrichtungen.
Man kann jedoch anstatt eines oder mehrerer beliebig geformter Schlitzensiebe im Diffuseur eine gröfsere Anzahl gelochter,
oben bei α geschlossener Rohrstutzen A durch entsprechende Befestigungsmittel b im Diffuseur
so anbringen, dafs sie bei geschlossenem Deckel B1
mit dessen Siebboden communiciren, und erreicht hierdurch ebenfalls das obenerwähnte
Resultat.
Bei den in Fig. 7 und 8 gezeigten Anordnungen ist besonders die feste Lage der
Schlitzensiebe gesichert und deren Ausheben und Einsetzen erleichtert.
Wie ersichtlich, kann die Anordnung der Schlitzensiebe vielfach variirt werden, ohne dafs
dadurch das Wesen der vorliegenden Erfindung verändert würde.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:In Diffusionsgefäfsen die Anwendung vertical stehender Doppelsiebe, welche gegen das Bodensieb zu offen, oben jedoch geschlossen sind', so dafs die Flüssigkeit frei in den zwischen den beiden das Doppelsieb bildenden Wänden aus gelochtem Blech oder Drahtgeflecht liegenden freien Raum eintreten und sich durch die Siebmaschen oder Löcher in die Rübenschnitte ergiefsen kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30918C true DE30918C (de) |
Family
ID=307023
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30918D Expired - Lifetime DE30918C (de) | Vorrichtungen zur Erzielung einer schnellen Cirkulation der Flüssigkeit in Diffusionsapparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30918C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5542360A (en) * | 1988-09-29 | 1996-08-06 | Fleming; James | Pilot's flight desk |
-
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- DE DENDAT30918D patent/DE30918C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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