DE309124C - - Google Patents

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DE309124C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A27/00Gun mountings permitting traversing or elevating movement, e.g. gun carriages
    • F41A27/06Mechanical systems
    • F41A27/08Bearings, e.g. trunnions; Brakes or blocking arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Metal Extraction Processes (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Geschützlafette mit zwei Schildzapfenlagerpaaren, durch deren Anordnung erreicht wird, daß man aus ihr mit zwei verschiedenen Geschützgattungen schießen kann, wobei sich aber gleichzeitig immer nur ein Rohr in der Lafette befindet. Dabei dient zum Höhenrichten für beide Rohrgattungen bloß eine einzige Höhenrichtmaschine. Bei der gewöhnlichen Ausführungsform der
ίο Lafette ist an einer Lafette stets nur ein Schildzapfenlagerpaar vorhanden; man kann daher in eine solche Lafette immer nur eine Rohrgattung einlegen und mit dieser schießen; eine andere Rohrgattung, welche sich zufolge der anderen Abmessungen von Rohr und Wiege nicht in dieselben Schildzapfenlager einlegen läßt, erfordert eine besondere Lafette.
Gegenstand der Erfindung ist eine Geschützlafette, welche zwei Schildzapfenlagerpaare trägt. Jedes dieser Schildzapfenlagerpaare gehört zu einer bestimmten Rohrgattung, jedoch kann gleichzeitig immer nur ein Rohr in der Lafette liegen. Je nach Bedarf kann aber dieses Rohr ausgewechselt werden, d. h. es kann ein Rohr einer anderen Rohrgattung eingelegt werden.
Vorzugsweise wird man bei einer solchen Lafette die Verbindung eines Steilfeuergeschützes mit einem Flachbahngeschütz ausführen. Es gehört dann zu einer einzigen Lafette ein Steilfeuergeschützrohr und ein Flachbahngeschützrohr. Während ein Steilfeuergeschütz nur auf kürzere Entfernung schießt, kann man mit einem Flachbahngeschütz auf größere Entfernung schießen, so daß sich durch ein Geschütz, welches eine Lafette nach der Erfindung besitzt, bei welchem also je nach Bedarf ein Steilfeuer- oder ein Flachbahngeschützrohr eingelegt werden kann, der Wirkungsbereich der Batterie, zu welcher das Geschütz gehört, sehr vergrößert. Der Wirkungsbereich einer solchen Lafette- setzt sich eben aus den einzelnen Wirkungskreisen der verschiedenen einlegbaren Rohrgättungen zusammen. Man erreicht also durch eine Lafette nach der Erfindung mit zwei gegeneinander austauschbaren Rohren genau dasselbe, was man sonst durch zwei Lafetten und zwei Rohre erreicht hätte. . .
Es sei noch auf einen anderen großen Vorteil 5<> dieser Lafette hingewiesen. Je nach der Gefechtslage werden einmal mehr Steilfeuergeschütze, das andere Mal mehr Flachbahngeschütze benötigt. Bei Verwendung von Lafetten, welche nach der Erfindung mit zwei Schildzapfenlagerpaaren versehen sind, kann man nun durch einfaches Auswechseln der Rohre mit ihren Wiegen sämtliche Steilfeuergeschütze in Flachbahngeschütze verwandeln und umgekehrt. Überhaupt kann man. auf diese Weise. jedes gewünschte Verhältnis zwischen Steilfeuer- und Flachbahngeschützen in der kürzesten Zeit herstellen.
Ein weiterer Vorteil ist der, daß man im Falle einer Beschädigung der Lafette oder eines Lafettenbestandteiles, welche einen Ersatz nötig macht, diesen leichter durchführen kann; denn je mehr verschiedene Lafettengattungen
vorhanden sind, desto mehr Reservelafetten und Reservebestandteile zu Lafetten müssen für solche Ersatzzwecke bereit liegen. Durch Einheitlichkeit der Ausführung, wie sie durch die Erfindung erreicht wird, sinkt aber die Zahl dieser Reservestücke und damit die Menge des ungenutzt liegenden Materials bedeutend. Aus den Fig. ι und 2 ergibt sich die Durchführung des Erfindungsgedankens zweier Schild-.10 zapfenlagerpaare auf einer Lafette für ein Steilfeuer- und ein Flachbahngeschütz. Die Kaliber der beiden Rohrgattungen müssen natürlich nicht gleich sein. Man wird sogar in der Regel, für das Flachbahngeschütz ein kleineres Kaliber nehmen, weil sich dann' die Wirkungsbereiche der beiden Rohrgattungen am besten aneinanderreihen und ergänzen.
Die Entfernung der Lafettenwände ist dem größeren Kaliber angepaßt, doch bietet auch
dann, wenn das Kaliber des Flachbahngeschützes schon bedeutend kleiner ist, diese gegebene Lafettenwandentfernung keine Schwierigkeit, da sich der Unterschied in den Abmessungen der Wiege leicht durch entsprechend ausladende Schildzapfenansätze an der Wiege beseitigen läßt. .
Da man für beide Rohrgattungen ein und dieselbe Rollenrichtmaschine verwenden muß, um eine leichte und gedrängte Ausführung zu erhalten, so wird man vorteilhaft beide Höhenrichtzahnbögen Z1 und z2 'mit dem Triebling t der Höhenrichtwelle mittels einer Evolventenverzahnung verzahnen.
Die Lage der Schildzapfenlager S1 und S2 auf der Lafette kann nicht beliebig gewählt werden, sondern muß verschiedenen, im nachstehenden näher angeführten Umständen gemäß ermittelt werden.
Aus der Bedingung, daß die Höhenrichtwelle unterhalb der Schildzapfenlager angebracht werden muß, ergibt sich die Notwendigkeit, in Schußrichtung gesehen, vorn die Schildzapfenlager s2 für das Flachbahngeschütz und hinter ihnen die Schildzapfenlager S1 für das Steilfeuergeschütz anzubringen. Der Grund hierfür sind die verschiedenen größten Erhöhungen, unter welchen die beiden Rohrgattungen schießen, denn für das Flachbahngeschützrohr ist die größte Erhöhung ßmax immer eine bedeutend kleinere als für das Steilfeuerrohr, bei welchem sie amax ist. Die gemeinsame Höhenrichtwelle muß nun diese größten Erhöhungen zulassen, und man sieht aus den Figuren sofort, daß das nur bei der oben erwähnten Lage der Schildzapfenlager möglich ist. Andernfalls müßten unbedingt zwei vollständig getrennte Höhenrichtm aschinen verwendet werden, was gleichzeitig eine bedeutende Vergrößerung der Abmessungen sowie des Gewichtes der Lafette und damit auch der Bettung zur Folge hätte.
Da bei der Ausführung eines Geschützes über die Feuerhöhe des Rohres immer bestimmte Forderungen vorliegen, so ergibt sich die Höhenlage der beiden Schildzapfenlager aus diesen Forderungen ganz von selbst. Dagegen ergibt sich die seitliche Lage aus den Bedingungen für die Standfestigkeit des Ge- , Schützes. Hier sind die kleinsten Schußwinkel, bei welchen noch geschossen wird, maßgebend. Da nun das Flachbahngeschütz bis zu einem bedeutend kleineren Schußwinkel ßm\n schießt, so ist es bei ihm auch schon wegen der Standfestigkeit, nicht nur aus den vorhin erwähnten Gründen, notwendig, daß seine Schildzapfenlager S2 vor die des Steilfeuerrohres komme.n. Wie weit nach vorne die Schildzapfenlager des Flachbahngeschützrohres zu liegen haben, dafür ergibt sich aus der genauen Standfestigkeitsrechnung ein Mindestmaß. Ist z. B., was gewöhnlich der Fall ist, für beide Rohrgattungen dieselbe Standfestigkeit des Geschützes beim Schießen mit kleinster Erhöhung gefordert, so muß, wie in den Figuren gezeigt, das Eigengewicht durch den Schwerpunkt des ganzen eingebauten Geschützes G1 und G2 und der Bremsdruck durch den Schwerpunkt der rücklaufenden Teile B1 und B2 eine Resultierende R1 bzw. R2 geben, welche die Bettungsoberfläche bei' beiden Rohrgattungen an ein und derselben Stelle α schneidet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Geschützlafette, dadurch gekennzeichnet, daß auf ihr zwei Schildzapfenlagerpaare derart angebracht sind, daß man je nach Bedarf, aber nicht gleichzeitig, verschiedene Geschützrohrgattungen in dieselbe Lafette einlegen und auf diese Weise aus derselben Lafette mit verschiedenen Rohrgattungen ioo schießen kann.
2. Geschützlafette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das Höhenrichten der beiden Rohre bloß eine einzige Höhenrichtmaschine an der Lafette angebracht ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1053356B (de) * 1957-08-12 1959-03-19 Dynamit Nobel Ag Artilleristisches Schiessuebungsgeraet
EP1739381A1 (de) 2005-06-28 2007-01-03 Rheinmetall Waffe Munition GmbH Lafettierung für ein Geschütz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1053356B (de) * 1957-08-12 1959-03-19 Dynamit Nobel Ag Artilleristisches Schiessuebungsgeraet
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