DE466183C - Einrichtung zum Auswechseln heiss gewordener Laeufe bei Maschinengewehren - Google Patents
Einrichtung zum Auswechseln heiss gewordener Laeufe bei MaschinengewehrenInfo
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- F41A21/48—Barrel mounting means, e.g. releasable mountings for replaceable barrels
- F41A21/481—Barrel mounting means, e.g. releasable mountings for replaceable barrels using partial or interrupted threads, e.g. bayonet-type mountings
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- F41A21/48—Barrel mounting means, e.g. releasable mountings for replaceable barrels
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Description
Es sind bereits Einrichtungen zum Auswechseln heiß gewordener Läufe bei Maschinengewehren
bekannt geworden, bei denen der Lauf in axialer Richtung abgezogen werden kann, nachdem dieser zwecks Lösung der
Verschraubung zuerst um seine Längsachse gedreht wurde. Solche Einrichtungen eignen
sich jedoch nicht zum Auswechseln von Läufen, die keine Wasserkühlung besitzen, da
abgesehen von der Gefahr einer Änderung der festgelegten Schußrichtung, auch die Notwendigkeit
der Berührung der heiß gewordenen Läufe mit der Hand entsteht, die bebesonders im Gefechte das nötige rasche Auswechseln
hindern könnte.
Erfindungsgemäß erfolgt die Loslösung des Laufes durch eine seitliche Verschwenkung
des Gehäuses um die Laufachse, wonach der durch gegenseitigen Eingriff mit dem KoI-
ao benrohr am Drehen gehinderte Lauf in axialer Richtung herabgezogen werden kann, und
zwar vorzugsweise mittels eines Laufhalters, der am Lauf seitlich verschwenkbar bzw.
unter Benutzung des vorhandenen Laufgewindes schraubenförmig bewegbar angeordnet
ist. Auf diese Weise geschieht das Auswechseln äußerst rasch, ohne daß dabei der heiß gewordene Lauf mit der Hand berührt
wird, wobei der in axialer Richtung nicht nachgiebige Laufhalter zum Abziehen des Laufes benutzt, beim Zielen jedoch seitlich
verschwenkt wird, um nicht hinderlich zu sein, ohne daß dieser abnehmbar oder umklappbar
angeordnet zu sein braucht.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfmdungsgegenstandes ist auf der Zeichnung veranschaulicht.
Es zeigt:
Abb. ι das Maschinengewehr in Feuerstellung in Seitenansicht, teilweise im Längsschnitt,
Abb. 2 und 3 den Querschnitt nach der Linie I-I in zwei verschiedenen Stellungen,
Abb. 4 den Lauf mit Kolbenrbhr in Seitenansicht, teilweise im Längsschnitt,
Abb. S den Querschnitt nach der Linie HI-III,
Abb. 6 den Querschnitt nach der Linie IV-IV,
Abb. 7 die rückwärtige Stirnansicht des Mündungsstückes,
Abb. 8 die Lagerung der Sperrvorrichtung,
Abb. 9 das leere Lagergehäuse in Seitenansicht,
Abb. 10 das Lagergehäuse in Vorderansicht.
Das Maschinengewehr enthält im wesentlichen vier Hauptteile:
i. den Lauf A samt Zubehör 1, 2, 3, 4, 5;
2. das Lagergehäuse B, das den Verschluß, Abzug und Zubringer enthält, und dessen
Stirnseite einen segmentförmigen Ansatz 6 und die Sperrklinke 7 trägt;
3. das Kolbenrohr C1 in welchem der Arbeitskolben
14 gelagert und geführt wird. Dieses Kolbenrohr reicht mit seinem vorderen
Ende 9 in die Bohrung 11 des Mündungsstückes 2 (Abb. 7), während das rückwärtige
Ende ein Flanschsegment 8 besitzt, das in eine kreisförmige Nut hinter dem Ansatz 6
des Lagergehäuses B eingreift. Das Kolbenrohr C besitzt ferner ein sattelförmiges Auflager
10 für den Lauf A;
■ 4. ein zweifüßiges, umlegbares, mit dem Kolbenrohr entsprechend verbundenes Gestell D.
Das Geschoß muß nach Verlassen der Laufmündung noch das Mündungsstück 2 und
den Dämpfer 3 durchlaufen.
Die unmittelbar hinter dem Geschosse aus der Mündung austretenden Gase werden im
Mündungsstück 2 aufgehalten und drücken auf den im Rohr C "geführten Arbeitskolben
14, wodurch gleichzeitig die Feder des Arbeitskolbens 14 zusammengedrückt wird.
Durch diese Rückbewegung des Arbeitskolbens 14 wird in bekannter Weise die im Lagergehäuse
B befindliche Vorrichtung betätigt, wobei die Feder entspannt wird und der Arbeitskolben
14 in seine Ausgangsstellung zurückkehrt, worauf sich der Vorgang wiederholt.
Der Lauf A ist mittels einiger Schraubensegmente
ι im entsprechenden Muttergewinde der Bohrung des Lagergehäuses B befestigt.
Um den heiß gewordenen Lauf zwecks Auswechselns ergreifen zu können, ist dieser mit
einem Halter 5 aus wärmeisolierendem Material versehen, der jedoch ungefähr um 90 °
seitwärts verschwenkt werden kann, um das Zielen nicht zu behindern.
Das Mündungsstück 2, der Dämpfer 3 und das Korn 4 sind am Laufe fest angeschraubt,
während das Kolbenrohr C in das Mündungsstück 2 frei hineinragt.
Soll nun der heiß gewordene Lauf A samt Zubehör (Abb. 1) ausgewechselt werden,
verschwenkt man nach Lösen der Sperre 7 das Lagergehäuse B; die entsprechenden
Stellungen vor und nach der Drehung sind aus Abb. 2 und 3 ersichtlich. Mit dieser Bewegung werden auch die Gewindesegmente
ι des Laufes A außer Eingriff gebracht. Hierauf schiebt man einfach
den Lauf mittels des Laufhalters 5 in axialer Richtung nach vorn aus dem Lager gänzlich
heraus und läßt ihn auskühlen.
Nun wird der kalte Reservelauf auf den Sattel 10 aufgelegt und bis zum Anschlag 16
in das Lagergehäuse B eingeschoben und dieses in der Pfeilrichtung Y zurückgeschwenkt
(Abb. 3). Hierbei fällt die Sperre 7 selbsttätig ein, so daß das Maschinengewehr sich
wieder in der ursprünglichen Stellung beimdet (Abb. 1) und das Feuer bei herabgeklapptem
Laufhalter 5 fortgesetzt werden kann.
Das Kolbenrohr C besitzt eine axial verlaufende Rippe 15, die in eine Nut des bei
16 verstärkten Laufes eingreift, was das Einschieben des Laufes in das Lager erleichtern
soll.
Das Mündungsstück 2 ist am Laufe A fest angeschraubt, während die hohle Schraube 13
einerseits zum Festhalten des Dämpfers 3 dient und anderseits das Geschoß durchtreten
läßt.
Beim Schießen mit Übungspatronen entfernt man Dämpfer 3 samt Schraube 13 und
verwendet statt letzterer eine solche mit engerer Bohrung, um so ein Durchzwängen des
Papiergeschosses durch diese Bohrung und damit einen genügenden Gasdruck im Mündungsstück
2 zu erreichen.
Nach einer größeren Anzahl abgegebener Schüsse sammeln sich innerhalb des Mündungsstückes
Pulver rückstände. Um diese von Zeit zu Zeit entfernen zu können, ist im
Mündungsstück eine öffnung 12 vorgesehen, die während des Feuers durch das schaufelförmige
Ende 9 (Abb. 4) des Rohres C verdeckt wird, um Gasverluste im Mündungsstück
2 zu verhindern. Nach dem Abnehmen des Laufes bleibt das Loch 12 offen und
daher zugänglich.
Die genaue Ein- und Feststellung des Lagergehäuses B nach dem Ausschwingen erfolgt
einerseits durch die Sperre 7 und den Einschnitt 17, anderseits durch den Bolzen
19 und entsprechenden Einschnitt 18 (Abb. 2, ioo
3, 5). Das rückwärtige Ende 8 (Abb. 5) des Kolbenrohres C umschließt den Zylinderstatzen
22 des Gehäuses B (Abb. 1, 9), während
der untere Teil des Endes 8 in die Kreisnuten 21 (Abb. 9, 10) eingreift.
Aus Abb. 8 erhellt die Anordnung und Tätigkeit der Sperre 7, die infolge des
Druckes des gefederten Bolzens 20 selbsttätig einfallen muß, wenn sich das Lager
wieder in seiner ursprünglichen Stellung be- no findet.
Claims (1)
- Patentanspruch :Einrichtung zum Auswechseln heiß gewordener Läufe bei Maschinengewehren, besonders bei solchen ohne Wasserkühlung, bei der der Lauf mit dem Gehäuse durch ein unterbrochenes Gewinde verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Loslösung des Laufes (A) vom Gehäuse (B) durch eine seitliche Verschwenkung des letzteren um die Laufachse er-folgt, wodurch das unterbrochene Gewinde gelöst wird und der durch gegenseitigen Eingriff mit dem Kolbenrohr am Drehen gehinderte Lauf (A) herausgezogen werden kann, und zwar vorzugsweise mittels eines am Lauf (A) seitlich verschwenkbar bzw. unter Benutzung des vorhandenen Laufgewindes schraubenförmig bewegbar angeordneten Laufhalters (5).Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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