DE30884C - Verfahren und Einrichtung zum Aufschneiden der Florfäden bei Schufs-Sammt - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Aufschneiden der Florfäden bei Schufs-Sammt

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DE30884C
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DENDAT30884D
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H. LEE in Bolton, Grafschaft Lancaster
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/24Devices for cutting the pile on the loom

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf solche sammtartige Gewebe, bei welchen der Flor durch, die Schufsfäden gebildet wird und wo die »Bahnen« oder »Furchen« zum Zerschneiden des Flors in die Längenrichtung des Gewebestückes, d. h. in die Richtung der Kettenfäden fallen.
- Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist Schnitt durch die zur Erläuterung der Erfindung die-• nenden Theile eines Webstuhles, Fig. 2 und 3 Einzelzeichnungen.
Im Gestell α α ist die Kurbelwelle b b zum Antriebe der Lade c c gelagert. Neben den gewöhnlichen Kettenfäden d d kommt noch eine so zu nennende »Führungskette« ee vor, welch letztere auf einem besonderen Baume f aufgewunden und weiterhin durch besondere Zeugringelchen des Geschirres g hindurchgezogen ist. Bei Musterweberei wird das Geschirr von einer Jacquard-Maschine regiert, bei gewöhnlicher, einfacher Weberei mittelst besonderer Litzen. Die Führungskette geht mit der gewöhnlichen Kette durch das Rietblatt h.
Zwischen dem Riet h und dem Brustriegel i (s. Fig. 3) wird die ganze doppelte Kette unter einer Schiene k weggeführt, danach aber die Führungskette e allein nach aufwärts geleitet, über eine Stange (oder Rollen) / weg, um auf einen Baum m aufgewickelt zu werden.
Die Zahl der angewendeten Führungskettenfäden richtet sich nach dem gegebenen Muster, und sie werden derart vertheilt, dafs zwei von ihnen auf jede flottliegende Stelle kommen, und dafs sie bezw. die ersten und letzten Kettenfäden bilden, über welchen der Einschufs fiottliegt, wie dies Fig. 2 "in vergröfsertem Mafsstabe und der Deutlichkeit halber übertrieben anschaulich macht.
Hiernach ist ersichtlich, dafs diese Führungsketten niemals mit dem Grunde (Rückseite) des Gewebes verwoben werden, sondern auf dessen Oberfläche liegen, jedoch nur unterhalb derjenigen Einschufsfäden, welche, wenn aufgegeschnitten, den Flor des Gewebes bilden sollen. Es folgt hieraus, dafs nach der Zerschneidung der Florfäden die Führungsketten vollständig aufser jeden Zusammenhang mit dem Gewebe kommen.
Unmittelbar vor der Schiene k ist eine Welle ο gelagert, auf welcher lose eine Anzahl dünner Stahlmesser ρ von Scheibengestalt aufgesteckt sind. Diese mit scharfer Schneidkante versehenen Messer werden (z. B. durch Schnurenbetrieb q r) in schnelle Umdrehung versetzt.
.Der Abstand der Messerp von einander ist ein solcher, dafs zwischen je zweien derselben auf dem Wege von Schiene k nach Stange Z bezw. zwischen 0 und Brustbaum i je ein Führungskettenfaden bequem hindurchgehen kann.
Weiterhin sind die Messer betreffs ihres Abstandes von dem Brustbaume i unter Benutzung von Stellschrauben. so eingestellt, dafs sie den Grund des Gewebes nicht zu berühren vermögen, sondern nur die Florfäden, und zwar erfahren die letzteren vermöge Ansteigens der Führungskette e (nach Stange I) eine Anhebung gegen die Messerschneiden, um so mit Sicherheit zerschnitten werden zu können, Fig- 3·.
Das Gewebe η η geht nach dem Aufschneiden seiner Florfaden über i zu dem Zeugbaume s des Stuhles in übrigens bekannter Weise.
Die Führungskette e wird, bevor sie zwischen i und die Messer ρ gelangt, jeweils an Ort und Stelle erhalten durch die flottliegenden Einschufsfäden, unter welchen sie hinweggeht (s. Fig. 2); sie bezweckt und bewirkt ihrerseits aber vermöge des Ansteigens nach / die Erhaltung jedes Messers ρ in der Mitte von je zwei flottliegenden Theilen.
In der Figurenweberei, besonders wenn gewünscht wird, eine durch aufgeschnittenen Flor gebildete Figur auf Atlas-, Damast- oder anderem Grunde zu erzeugen, ist meine vorstehend erläuterte Verbesserung von ganz hervorragender Wichtigkeit. Durch dieselbe werden alle sonst hier mit dem Aufschneiden verknüpften Schwierigkeiten um deswillen vermieden, weil die Führungskettenfäden die Schneidewerkzeuge ρ mit unfehlbarer Sicherheit aus der Bahn einer aufgeschnittenen Figur bis in die Mitte der entgegengesetzten Bahn der nächsten Florfigur hinüberleiten, unbeirrt durch die Gröfse des quer zum Gewebegrunde gemessenen Abstandes einer Figur von der anderen.
Wenn zwar der Schneide-Apparat in der Zeichnung als mit dem Webstuhle verschmolzen dargestellt ist, so erhellt doch ohne Weiteres, dafs dasselbe Gewebe, welches auf dem veranschaulichten Stuhle hervorgebracht wird, auch auf einem gewöhnlichen Webstuhle zu weben ist, insofern nur die Führungskette in der vorstehend angegebenen Weise mit eingezogen. und im Anschlufs an den Webstuhl in besonderem Gestelle die vorbeschriebene Schneidevorrichtung aufgestellt wird. Diese Anordnung dürfte sogar in manchen Fällen wegen wesentlich vergröfserter Schneidegeschwindigkeit den Vorzug verdienen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, Schufssammt - Gewebe dadurch zum Florschneiden mittelst stetig wirkender Schneidemesser vorzubereiten, dafs auf dem Webstuhle aufser den Grundkettenfäden besondere Führungskettenfäden eingewebt werden, welche in den Florschläuchen frei liegen, um nach Passirung der Schneidemesser in einer von der Bahn des Gewebes abweichenden Richtung abgeführt zu werden.
  2. 2. Eine zur Ausführung dieses Verfahrens dienende Schneidevorrichtung, in welcher die vorerwähnten Führungskettenfäden mit-, telst einer Leitwalze (I) zwischen den zum Florschneiden dienenden rotirenden Kreismessern in aufsteigender Richtung abgezogen werden, um die Florfaden den Schneiden dieser Messer sicher entgegenzuführen..
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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