DE41503C - Webstuhl für Doppelsammt - Google Patents
Webstuhl für DoppelsammtInfo
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- DE41503C DE41503C DENDAT41503D DE41503DA DE41503C DE 41503 C DE41503 C DE 41503C DE NDAT41503 D DENDAT41503 D DE NDAT41503D DE 41503D A DE41503D A DE 41503DA DE 41503 C DE41503 C DE 41503C
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- pile
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Links
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D39/00—Pile-fabric looms
- D03D39/16—Double-plush looms, i.e. for weaving two pile fabrics face-to-face
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- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
- Woven Fabrics (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
FRMRIC GRANDEL in ASCQ. (Frankreich).
Webstuhl für Doppelsammt.
Patentirt im Deutschen Reiche vom a. October 1886 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Florlehren, welche bestimmt sind, zwischen
den beiden Stücken Sammt eine bestimmte Entfernung gleichmäfsig zu erhalten.
Fig. ι zeigt einen Verticalschnitt durch die wesentlichen Theile eines Webstuhles für
Doppelsammt, Fig. 2 ist der dazu gehörige Grundrifs, während die neue Florlehre durch
Fig. 3 in Seitenansicht wiedergegeben ist. Es bezeichnen in diesen Figuren: A die Polkette,
B C die Grundketten, D den Fadenträger, S das
Weberschiffchen, G die Lade mit Ladenklotz im Augenblick der Fachbildung, G1 die Lade im
Moment des Anschlagens, M die neue Florlehre mit der Coulisse 0 im glatten Theil und ihrem
langen, biegsamen Drahtende y \, welches mit einer Oese auf die Drehungsachse E gestreift ist.
ι bis 6 sind die Schäfte, von denen einer den biegsamen Draht der Florlehre bewegt,
während die anderen fünf zur Bewegung der verschiedenen Ketten dienen.
Die Florlehre ist nur an dem vorderen Theil glatt und starr, nämlich dort, wo das Gewebe
hergestellt und geschnitten wird. Hinter dem Weberkamm aber geht die Florlehre in einen
dünnen, leicht biegsamen Draht y % über, welcher nur gerade so stark gewählt ist, dafs er
der Beanspruchung durch die auf ihn einwirkenden Zug- und Druckkräfte dauernd Stand halten
kann. Diese Drähte endigen schliefslich in angebogene Ringe (s. Fig. 3), und mit diesen Oesen
werden die Florlehren auf eine starre Achse E gereiht, welche im Stuhl festgelagert ist und
daher ein Fortziehen der Florlehren durch das gespannte Gewebe verhindert.
Die biegsamen Ausläufer der Florlehren liegen nun zwischen den Kettenfäden und
sind gleich diesen an die Schäfte F gehängt, um an den Bewegungen, welche die Ketten
ausführen, mit theilnehmen zu können.
Der Zweck dieser Anordnung ermöglicht es, mit einem einzigen Schiffchen weben zu können,
denn vor jedem Obergewebschufs werden die Florlehren nach unten, vor jedem Untergewebschufs
nach oben abgebogen, in die Lage _κ ^'1T
undy \" \. Das Weberschiffchen S kann also
glatt zwischen den Ketten hindurch schiefsen.
Ein solches Verfahren war bei den bisher bekannten starren Florlehren unmöglich; man
bedurfte dort stets zweier Schiffchen, was wiederum nur Handarbeit an solchen Stühlen
gestattete und die Productionsfähigkeit der Webstühle aufserordentlich hemmte.
In einer bestimmten Entfernung vor dem Weberkamm sind die Florlehren M in ihrem
kürzeren glatten Theil, welcher die Florhöhe beider Sammtstücke bestimmt, mit einer Coulisse
ο versehen, welche entweder in der Mitte der Florlehre oder über oder unter derselben
angeordnet ist, je nachdem man zwei Sammtstücke von gleicher oder verschiedener Florhöhe
herstellen will. Diese Coulissen dienen als Führung für das Sammtmesser N. Dasselbe,
mit beliebig wellenförmig oder sägenartig gestalteter Schneide versehen, wird durch
irgend welche Mechanismen hin- und herbewegt. In der Zeichnung ist in Fig. 2 dargestellt,
wie die Bewegung des Messers durch Drahtzüge bewirkt wird, welche an oscillirend
bewegten Rollen sitzen.
Das Schärfen des Messers kann in der in der Patentschrift No. 31119 beschriebenen Art
durch seitlich angebrachte Schleifsteine oder in ähnlicher Weise geschehen.
Ist das Doppelgewebe bei R gerade fertig gestellt, so wird dasselbe durch das obenerwähnte
Sammtmesser getrennt. Da die das Messer führende Coulisse langer ist, als die Klinge breit, so kann die letztere dem Drucke
des vorrückenden Gewebes etwas nachgeben und wird deshalb gleichmä'fsiger schneiden.
Diese Schneidvorrichtung mit dem durch die Coulissen in verticaler Richtung unverrückbar
festgehaltenen Messer gewährt den Vortheil, dafs die Florhöhe der beiden Sammtstücke L
und χ in allen Punkten von vornherein durchaus gleichmäfsig ausfällt, daher die Thätigkeit
der Scheermaschinen nur sehr selten nothwendig ist.
Durch Verwendung dieser Florlehren soll ein so gleichmä'fsiges Product erhalten werden,
dafs selbst bei niedrigster Florhöhe nie die Binder durchscheinen, weil diese durch die
Florlehren daran gehindert werden, sich mit dem Sammt zu vermischen. Auch kommt wegen
der Spannung der Ketten über den Florlehren ,der Flor im Grunde sehr gedrängt zu stehen,
und sind die einzelnen Florfäden deshalb weniger der Gefahr ausgesetzt, durch das Messer
herausgerissen zu werden. Dieser Uebelstand fällt auch schon um deswillen weg, weil das
sicher geführte Messer stets nur genau rechtwinklig zum Flor schneiden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Webstuhl für Doppelsammt, bei welchem die Anzahl der Webschützen dadurch von 2 auf ι abgemindert wird, dafs die in der Kettenfadenrichtung angeordneten Florlehren elastisch biegsam sind und daher vor jedem Obergewebschufs nach unten, vor jedem Untergewebschufs nach oben abgebogen werden können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41503C true DE41503C (de) |
Family
ID=316979
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41503D Expired - Lifetime DE41503C (de) | Webstuhl für Doppelsammt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41503C (de) |
-
0
- DE DENDAT41503D patent/DE41503C/de not_active Expired - Lifetime
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