DE308603C - - Google Patents

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DE308603C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B29/00Pressers; Presser feet

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den zur Herstellung der die. Sohle mit dem Schuhwerk verbindenden Doppelnaht benutzten Doppelsteppstichnähmaschinen nach ■dem Hauptpatent 269910 wird ein schwingender Stoffdrücker angewendet, der sich beim Vorschübe des Werkstückes anhebt, dann durch eine Feder auf das Werkstück aufgesetzt und um ein bestimmtes Stück zwangläufig niedergedrückt und in gesenkter Lage gesperrt wird.
Nach Vollendung des · Werkstückes wird der Stoffdrücker durch eine mit der Hand oder selbsttätig erfolgende Rückwärtsdrehung der Maschine vom Werkstück abgehoben, um die Auswechselung des Werkstückes zu gestatten.
Auch während der Bearbeitung eines Werkstücks kann es notwendig sein, z. B. wenn der Faden gerissen ist, den Stoffdrücker abzuheben, und dies geschieht mittels eines Handgriffes.
Bei der Stoffdrückereinrichtung nach dem Hauptpatent wird die nachgiebige Bewegung des an einem schwingbaren Hebel angebrachten Stoffdrückers durch eine Feder hervorgebracht, die an einem Ende eines zweiarmigen, mit dem Stoffdrückerhebel verbundenen Zwischenhebels angreift. Die zwangläufige Bewegung erfolgt durch eine Kurvennutscheibe, die durch einen Hebel und ein Gelenkstück auf das andere Ende dieses Zwischenhebels einwirkt. Damit die nachgiebige Bewegung möglich ist, wird der Mittelzapfen dieses Zwischenhebels, von einer verschiebbaren Spindel getragen, die während des Arbeitsganges periodisch festgestellt und freigegeben wird. Im letzteren Falle kann die Andrückfeder wirken, im ersteren Fälle der zwangläufige Antrieb. Die Vorrichtung zum 3^ Lösen und Sperren der Druckspindel besitzt eine Feder. .
Es hat sich nun. gezeigt, daß bei der bekannten Einrichtung unter Umständen, wenn der Stoffdrücker bei Beginn der Näharbeit oder bei Störungen weit vom Werkstück abgehoben ist, die Sperrung der Tragspindel zu früh eintritt, ehe die. nachgiebige Aufsetzvorrichtung Zeit gehabt hat, zu wirken. Infolgedessen wird beim nächsten Stich das Werkstück nicht genügend 4^ zusammengedrückt, und der Stich wird locker. Gemäß der vorliegenden Erfindung-wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß auf die Vorrichtung zum Feststellen der Tragspindel des erwähnten Zwischenhebels ein Anschlag wirkt, · der eine sofortige Wirkung der Feder verhindert und durch eine schwächere Feder beiseite gedrückt wird, nachdem die Abhebevorrichtung des Stoff drückers freigegeben ist. Diese Beseitigung des Anschlages braucht so viel Zeit, daß die den Stoffdrücker aufsetzende Feder genügend Zeit zur Vollendung ihrer Wirkung hat, so daß der Stoffdrücker auf jeden Fall mit dem Werkstück in Berührung gekommen ist, ehe die Sperrung der Tragspindel erfolgt und damit der zwangläufige Mechanismus zur Bewegung des Stoffdrückers zur Wirkung kommen kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Der Stoffdrücker 2 ist an dem Hebel 5 befestigt, der um den festen Zapfen 6 schwingt. Am unteren Ende des Hebels 5 greift die Lenkstange 7 an, die ihn mit dem Zwischenhebel 8 verbindet. Das untere Ende des Hebels 8 ist durch eine Lenkstange 13 mit der Feder 10 verbunden, deren anderes Ende an einem Stift 11 angehängt ist, welcher an einer einstellbaren und festklemmbaren Welle 12 vorspringt. Das obere Ende des Hebels 8 ist durch ein Gelenkstück 16 mit dem Hebel 14 verbunden, der um einen festen Zapfen 15 drehbar ist und oben J5 mit einer Rolle in eine Kurvennut einer auf der Hauptwelle befestigten Scheibe.eingreift. Der mittlere Zapfen 9 des Zwischenhebels 8 wird von der Spindel 17 getragen, die frei verschiebbar durch Führungen eines Bügels 18 hindurchgeführt ist und ein steiles Gewinde 19 trägt, auf welches eine Mutter 20 aufgesetzt ist. Die Mutter 20 ist zwischen den Armen des Bügels 18 frei drehbar. Das Gewinde ist so steil, daß die Mutter, wenn sie nicht festgehalten wird, bei einer Längsverschiebung der Spindel 17 sich dreht. Die Feststellung der Mutter erfolgt durch eine Klemmrolle 23, die an einem um den Zapfen 22' am Bügel 18 schwingbaren Hebel 21 angebracht ist. Die Entfernung der Achse der Rolle 23 Von der Achse des Zapfens 22 ist so groß, daß bei einer Rückwärtsbewegung des Hebels 21 die Rolle kniegelenkartig gegen die Seite der Mutter 20 drückt und diese dadurch festklemmt. Das obere Ende des Hebels 21 ist durch ein Lenkstück 24 mit dem Arm 25 eines um den festen Zapfen 27 drehbaren Winkelhebels 25, 26 verbunden. An den Hebel 26 ist eine durch den Führungsblock 29 am Ma-' schinengestell hindurchgeführte Stange 28 angelenkt, auf welche eine Druckfeder 30 einwirkt. Durch diese Druckfeder wird somit die Mutter 20 festgeklemmt und dadurch die Tragspindel des Zwischenhebels 8 festgestellt. Die Lösung der Tragspindel erfolgt durch einen um den Zapfen 27 schwingenden zweiten Arm 31, der mit einer Druckschraube 32 auf die Oberfläche des Hebels 26 einwirkt und durch einen Arm 33 bewegt wird, der mit einer Rolle 34 an einer Kurbelfläche einer auf der Hauptwelle be-' festigten Scheibe anliegt.
Um den Stoffdrückerhebel 5 besonders weit anzuheben, mehr als dies bei gewöhnlichem Arbeitsgang durch den Hebel 14 geschieht, ist auf dem Zapfen 6 ein Hebel 37 angebracht, der mit einer Rolle 38 hinter den Hebel 5 faßt und vom Arbeiter mit der Hand bedient werden kann. Dieser Hebel 37 ist durch eine Lenkstange 38" mit einem Hebel 39 verbunden, auf den die bekannte, bei Rückwärtsdrehung der Maschine wirkende Abhebevorrichtung einwirkt.
Insoweit entspricht die vorliegende Erfindung den bekannten Einrichtungen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist nun mit dem Hebel 39 ein Kurvenhebel 40 verbunden, der mit einer Kurvenfläche 42 auf eine Rolle 43 an dem um die Achse 27 lose drehbaren Arm 31 wirkt. Diese Kurvenfläche ist am hinteren Teil konzentrisch zum Drehzapfen 41, der Hebel 40 am vorderen Ende stark exzentrisch. Der Arm 31 ist mit dem Arm 33 nicht fest verbunden, sondern nimmt diesen mittels der zusammenstoßenden Schultern 35,36 mit. Eine nicht sehr starke Feder 44 greift am oberen Ende des Hebels 39 an.
Die Wirkung dieser Einrichtung ist folgende:
Wenn der Hebel 39 weit nach rechts gedreht ist und den Stoffdrücker 5 weit vom Werkstück abgeschoben hat, so liegt die Rolle 43 an dem konzentrischen Teile der Kurvenfläche 42 an. Wird der- Hebel 37 freigegeben, so muß die Feder 44 erst die Hebel 37, 39, 40 so weit zurückbewegen, daß die Rolle 43 an dem exzentrischen Teile der Kurvenfläche 42 anliegt, ehe die Feder 30 den Hebel 25, 26 zurückdrehen und dabei die Mutter 20 feststellen kann. Die Stärke der Feder 44 und die Form der Kurvenscheibe 42 ist so gewählt, daß dieser Zeitpunkt erst dann eintritt, wenn der vom Hebel 37 freigegebene Stoffdrückerhebel 5 unter der Wirkung der Feder 10 sich auf das Werkstück aufgesetzt hat. Der Hebel 37 muß, wie die Zeichnung erkennen läßt, noch ein Stück über die dort dargestellte Lage hinausschwingen, ehe die Feder 30 den Zwischenhebel 8 feststellen kann, und bis dahin hat sich der Stoffdrücker 2 auf das Werkstück aufgesetzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Stoffdrückeranordnung für mit Wachsfadenarbeitende Doppelsteppstichnähmaschinen nach Patent 269910, dadurch gekennzeichnet, daß die besondere Abhebe- vorrichtung (37, 38", 39) für den Stoffdrücker mit einer Sperrfläche (42) versehen ist, die die Wirkung der federnden Vorrichtung (30) zum Feststellen des den Stoffdrücker bewegenden, ,einerseits von einer Kurvenscheibe, andererseits Von einer Feder (10) beeinflußten Zwischenhebels (8)? hindert und mit einer verhältnismäßig'schwachen Rückziehfeder (44) versehen ist, welche die Sperrfläche erst einige Zeit nach dem Loslassen der Abhebevorrichtung (37) außer Wirkung treten läßt, bis die federnde Aufsetzvorrichtung (10) Zeit zur Einwirkung gehabt hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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