DE30834C - Ziegelpresse - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf jene Klasse von Ziegelmaschinen, in welchen
der aus der Grube gewonnene Thon plastisch gemacht und mittelst eines geeigneten Mechanismus
aus einem Behälter durch eine Form herausgeprefst wird, die mit dem Ende desselben
verbunden ist, und zwar in einem continuirlichen Strange, dessen Querschnitt desjenigen
der zu fertigenden Ziegel gleich ist. Der herausgeprefste Thonstrang wird dabei,
während er in Bewegung ist, in einzelne Ziegel zerlegt.
Die Maschinen, welche nach diesem allgemeinen Princip arbeiten, sind allgemein bekannt.
Die vorliegenden Neuerungen beziehen sich auf constructive Details solcher Maschinen, durch
welche deren Betrieb erleichtert wird, und die Anordnung einzelner verbesserter Theile. Die
Erfindung bezieht sich ferner auf eine neue und verbesserte Vorrichtung zum Trennen des
Thonstranges in einzelne Ziegel.
Bevor auf die detaillirte Beschreibung der Maschine eingegangen wird, soll an der Hand
der begleitenden. Zeichnungen ein Umrifs der Construction und Wirkungsweise der Maschine
gegeben werden.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der gesammten
Maschine, den Mischkasten C, das Schraubengehäuse C1 und das Formgehäuse C2, Fig. 2,
im Längsschnitt darstellend.
Fig. 2 ist die Oberansicht der in Fig. 1 dargestellten
Maschine, Wobei die verschiedenen Riemensysteme weggelassen sind.
Fig. 3 ist eine Oberansicht des Kreuzkopfes und der Stofsplatte an dem hinteren Ende der
Messerwelle in vergröfsertem Mafsstabe.
Fig. 4 ist ein verticaler Längsschnitt nach der Linie a-a, Fig. 3, mit theilweiser Ansicht.
Fig. 5 ist eine Hinteransicht der Füllwelle A.
Fig. 6 ist eine vordere Endansicht der Stofsplatte auf dem hinteren Ende der Welle A.
Fig. 7 ist eine End- oder Vorderansicht der Stofsplatte, Fig. 6.
Fig. 8 ist ein Längsschnitt durch die Platte und Welle nach der Linie a-b, Fig. 6.
Fig. 9 ist ein ähnlicher. Schnitt nach der Linie a-c, Fig. 6, wobei die Stofsplatte wie
bei Fig. 8 ebenfalls auf dem Ende der Welle montirt ist.
Fig. 10 ist eine Hinteransicht des Schraubengehäuses
C\ Fig. ι und 2, getrennt gezeichnet, seine adjustirbare Bekleidung und die Art der
Befestigung derselben in den verschiedenen Lagen darstellend.
Fig. 11 ist eine Ansicht der Form und des
Formgehäuses C2, von dem Schraubengehäuse getrennt gezeichnet.
Fig. 12 ist eine Vorderansicht des Schraubengehäuses.
Fig. 13 ist ein horizontaler Längsschnitt durch
die Mitte des Schraubengehäuses und das damit scharnierartig verbundene Formgehäuse.
Fig. 14 ist die vergröfserte Seitenansicht des Drahtabschneidemechanismus und seiner unmittelbaren
Verbindungen.
Fig. 15 ist eine Vorderansicht (in Richtung
des Pfeiles Fig. 14 gesehen) des Abschneide-
mechanismus, wobei das Band um die Scheibe P8
herum weggelassen ist.
Fig. 16 ist eine Seitenansicht eines Theiles
des Abschneidemechanismus in theilweisem Längsschnitt. ■■'·'-.
Fig. 17 ist ein Detail der Abschneideplatte Z),
Fig. i, 14, 15, 16, 17, 18 und 19, mit welcher
die U-förmigen, Draht tragenden Bögen verbunden sind.
Fig. 18 ist eine detaillirte Darstellung der unabhängigen Walze J, Fig. 1, 14 und 18.
Fig. 19 ist ein Querschnitt nach der Linie a-d,
Fig. 14, in der Richtung des Pfeiles gesehen, die Transportirabschneide - Riemscheibe, den
Schaber und die abgebogenen Seitentheile, sowie die Führung für die Riemenplatte -D zeigend,
wobei die anderen damit verbundenen oder benachbarten Theile nicht dargestellt sind.
Fig. 20 ist die Vorderansicht des Einführungsrohres M, Fig. ι und 2, in Verbindung mit dem
Mischbehälter und dem Messer auf der Welle A in demselben.
Fig. 21 ist ein Querschnitt des Transportirriemens
und seiner Führung (nach der Linie a-\ der Fig. 1.
Fig. 22 ist eine Seitenansicht eines Theiles der Riemenführung, bei welcher der vor
der Linie a-f, Fig. 21, liegende Theil fortgelassen
ist.
Fig. 23 ist eine Oberansicht eines der adjustirbaren Trageriemen ^, Fig. 21 und 22, getrennt
gezeichnet, in welchem die Transportirrollen r1 drehbar gelagert sind.
Der Thon wird, wie er aus der Grube gewonnen wird, oder mit einer geeigneten Menge
Wasser untermischt, die je nach der verlangten Consistenz des Thones variirt, von einer Plattform
aus, welche in der Zeichnung nicht dargestellt ist, dem Rohr M aufgegeben, das in
den Mischbehälter C, Fig. 1, 2 und 20, führt. Innerhalb dieses Behälters ist eine centrale
Welle A angeordnet, deren Haupttheil im Innern des Behälters mit einer Reihe breiter
Messer k ausgerüstet ist, die spiralförmig um die Welle angeordnet sind. Sie sind mit letzterer
fest verbunden und wirken' in der Weise, dafs sie den Thonkörper gegen das vordere
Ende des Behälters treiben und zugleich die Thonpartikelchen innig durchmischen.
Auf dem vorderen oder freien Ende der Welle ist eine kegelförmige Schraube S befestigt,
die in einem entsprechend trichterförmig gestalteten Gehäuse C1 arbeitet.
Vor diesem Gehäuse und der Schraube 5 ist die Form d angebracht, deren Breite und
Dicke mit den gleichen Dimensionen des herzustellenden Ziegels übereinstimmen. Das hintere
Ende der Welle A hat einen Trieb W, der durch fortwährenden Eingriff in derselben
Richtung durch einen Riemen gedreht wird, der um die Scheibe führt,'wobei dieser Riemen
mit der Betriebsmaschine in Verbindung steht.
Die beträchtliche Rückwirkung, welche durch den Widerstand der Thonmasse dem Schub
der Messer k und der Preisschraube entgegengesetzt wird, wird durch Vorrichtungen an dem
hinteren Ende der Welle A aufgenommen, die in einem Kreuzkopf b untergebracht sind, der
an dem.. Hauptgestell F der Maschine, wie
weiter unten näher beschrieben ist, befestigt wird.
Da der Thon in den Mischkasten C entweder geschaufelt oder gekippt wird oder
anderswie durch Vermittelung des Einlafsrohres M dahin gelangt, so wird er continuirlich
und unter bedeutendem Druck nach vorn gedrängt und durch die Form d als compacter
Strang X von rechteckigem Querschnitt weiter befördert, um in den Mechanismus zu gelangen,
der ihn in Ziegel von gleichförmigen Dimensionen zerlegt.
Dieser in Bewegung befindliche Thonstrang ruht auf einem Riemen B ohne Ende, der
über Scheiben P1 und P2 läuft, die auf entgegengesetzten Enden eines Ständers F1 liegen.
An dem vorderen Ende dieses Gestelles ist ein anderes Gestell F, auf welchem die Abschneidevorrichtungen
montirt sind, die aus einer Anzahl äquidistanter Drähte / bestehen,
welche an U-förmigen, elastischen Bügeln U-befestigt sind. Dieselben sind an einem Riemen
jB1 ohne Ende befestigt, der nach vorn
in Richtung der Bewegung des darüber befindlichen Thonstranges geneigt ist. Dieser Riemen
Bx läuft über die Scheiben P3 und P4,
welche in dem letztgenannten Gestell drehbar gelagert sind. Der Riemen, welchen ich Schneideriemen
nennen möchte, wird zur Bewegung nach vorn in der in Fig. 14 durch Pfeil bezeichneten
Richtung durch einen besonderen Mechanismus gezwungen. Derselbe veranlafst die Drähte, den Thonstrang X allmälig zu
durchdringen und sich mit demselben in der Längsrichtung quer zu seiner Bahn zu bewegen
und ihn schliefslich in Ziegel von gleicher Länge zu zerlegen. Letztere gehen dann in fortlaufender Reihe auf einen Riemen
S2 ohne Ende über, den ich Transportirriemen
nennen möchte, der sich schneller bewegt als der Riemen B, auf welchem der Thonstrang
liegt, wobei die einzelnen Ziegel zur gröfseren Bequemlichkeit für die Abtrager etwas
von einander entfernt sind. Von diesem Riemen werden· die Ziegel direct auf Wagen oder
Karren gebrächt, um zum Trocknen abgelegt zu werden.
Bei eingehender Beschreibung der einzelnen Theile und Mechanismen der Maschine will
ich von dem hinteren Ende derselben anfangen und stufenweise vorschreiten.
Meine erste Neuerung betrifft Vorrichtungen zur Aufnahme des Rückstofses, welcher durch
den Widerstand des Thonkörpers gegen die Welle A und gegen die Messer k und die
Schraube S, welche den Thon durch die Form der Maschine auspreist, verursacht wird. Die
gewählte Construction ist derart, dafs bei minimaler Reibung und Abnutzung die bedeutende
Beanspruchung vollständig sicher aufgenommen wird.
In Fig. ι und 2, besonders aber in den Fig. 3 bis 9, ist diese Vorrichtung dargestellt.
An dem hinteren Ende des Hauptgestelles F, durch welches der Mischkasten und die Bewegungsmechanismen,
welche unmittelbar damit verbunden sind, getragen werden, ist ein Kreuzkopf b angeordnet, der mit dem Gestell durch
zwei Bolzen bl verbunden ist. Dieser Kreuzkopf hat eine Höhlung zur Aufnahme der
Welle A und der Platten bs und &4, welche
den Rückstofs aufnehmen. Diese Kapsel oder Höhlung hat einen Deckel έ5, und sein unterer
. Theil bildet einen Oelbehälter zur Aufnahme des Schmiermaterials für die Welle und Platten.
Seine hintere Seite ist concav gestaltet, um den convexen, nach hinten gekehrten Vorsprung
der losen Stofsplatte £4 aufzunehmen, welche
an der Drehung durch ein verticales Ohr be gehindert wird, das in eine Nuth des hinteren
Theiles der Kapsel eintritt. Die andere Stofsplatte b* ist mit dem Ende der Welle A verbunden
und dreht sich mit derselben, und ihre ebene Fläche ist mit der der festen Platte b4' in
Contact.
Die Neuerung der beschriebenen Kreuzkopfconstruction
bezieht sich nur auf die Art der Befestigung der Platte bs an dem Ende der
Welle A in folgender Weise: Das hintere Ende derselben hat eine Schulter ba und Ausrundungen
nach der Längsrichtung, deren in der Zeichnung, Fig. 5, vier dargestellt sind. Die
ausgehöhlte Stofsplatte bs, deren innere Fläche eben ist, hat gewöhnliche Oelgänge b10 und
innen liegende ohrartige Ansätze bu, welche mit den Ausrundungen b9 in dem Ende der
Welle correspondiren, so dafs die Ansätze b11
in die Ausrundungen b9 eintreten können, bis die Fläche des Absatzes b12 in der Höhlung
der Platte sich gegen die Schulter ba der Welle legt. Das äufserste Ende derselben,
Fig. 8 und 9, sollte den Boden der Höhlung der Platte nicht berühren, so dafs nur die
1 Schulter und Ansatzflächen auf einander kommen.
Durch diese Construction wird die Stofsplatte b3 nicht nur gezwungen, sich mit der
Welle zu drehen, sondern es ist auch das Aufeinanderpassen der ersteren mit der letzteren
bedeutend erleichtert.
Die nächste Neuerung bezieht sich auf die getrennte gerippte Bekleidung Q. des Schraubengehäuses
C1, in welchem sich die Druckschraube S, Fig. i, 2, 10, 11, 12 und 13, bewegt.
Obwohl ich bisher die genannte Bekleidung von dem Gehäuse getrennt habe, habe ich sie
erst jetzt so construirt, dafs sie sich im Kreise drehen läfst und eine neue Lage einnehmen.
kann, um unten eine neue Oberfläche der Schraube zu bieten, wenn die untere, Fläche,
welche beim Betriebe durch Reibung und Abnutzung durch den anhaftenden Thon abgelaufen
ist, zu sehr angegriffen ist. Zu diesem Zweck versehe ich die hintere Kante der genannten
beweglichen Bekleidung mit geeigneten Schlitzen q1 zur Aufnahme der Befestigungsohre oder Platten q2, welche an dem Schraubengehäuse
durch Bolzen ^3, Fig. 10 und 13, befestigt
sind.
Ist es nothwendig, die relative Lage der Bekleidung Q. zu ändern, so werden die Bolzen
losgeschraubt, worauf die Bekleidung gedreht werden kann, bis die beiden anderen entgegengesetzten
Schlitze qi mit den bezüglichen Ohren zusammenfallen, um dann auch wieder verbolzt
zu werden.
Die weitere Neuerung bezieht sich auf die Gestalt des unteren Endes des Rohres M,
durch welches der Thon in den Mischkasten, Fig. ι und 20, austritt. Der von den freien
Enden der Messer k beschriebene Kreis ist gewöhnlich 10 bis 15 cm im Durchmesser kleiner
als der innere Durchmesser des Gehäuses C. Hier wird stets im Innern ein fester Mantel
oder eine Bekleidung aus Thon gelassen, welche in Fig. 20 durch den punktirten Kreis
angedeutet ist.
Bisher hat sich diese Thonschicht nach und nach in der Mündung oder den unteren Enden
des Einlafsrohres M gebildet und auf diese Weise das Austreten des Thones in den Behälter
gehemmt.
Man mufste infolge dessen dieses Thonfutter von Zeit zu Zeit beseitigen. Ich hebe diesen
Uebelstand, indem ich . das untere Ende des Rohres M bis in den Mischbehälter C hinabführe,
und zwar bis dicht an den Bereich der angrenzenden Messer, und, wie in Fig. 1 und 20
gezeichnet, das Ende curvenartig abschneide. Bisweilen habe ich dieser Curve denselben
Radius wie der des Kreises gegeben, welchen die rotirenden Messer unterhalb des Rohres
beschreiben·, aber ich ziehe es vor, das Rohr auf der Seite mehr abzuschneiden, welche von
den Messern bei ihrer Drehung zuerst erreicht wird, Fig. 20. .
Der Zweck dieser Anordnung ist, zu verhindern, dafs das Rohr durch einen grofsen
Stein zertrümmert wird, wenn sein Ende durch den Stein und die Messer geklemmt wird.
Aufserdem bildet sich an dieser Seite weniger leicht eine Thonschicht. Durch diese Construction
wird also eine über den gekrümmten
Rand des Rohres hervorstehende Thonlage abgeschnitten, und werden so die angedeuteten
Uebelstände beseitigt.
Eine weitere Neuerung betrifft den Mechanismus zum Trennen des Thonstranges, welcher
durch die Maschine ausgepreist wird, in einzelne Ziegel.
In den Fig. i, 14, 15 und 18 ist X der
Thonstrang, der aus der Form d, Fig. 1, 2, 13
und 14, des Mischkastens der Maschine austritt und auf einem Riemen B ohne Ende gehalten
wird, der über eine Anzahl Querrollen R r und Rollen P1 P2 geführt ist, die an den bezw.
Enden des Gestelles F1 drehbar gelagert sind.
Letzteres ist mit Hülfe von Schrauben a in
verticalem Sinne adjustirbar, wodurch sein hinteres Ende, das der Form d zunächst liegt,
gehoben oder gesenkt werden kann, so dafs die obere Fläche des Riemens mit dem Boden
der Form in eine Linie gebracht werden kann. Die Walzen R sind genügend dicht angeordnet
und in einer Ebene, so dafs sich der Riemen nicht senken kann, sondern mit dem Thonstrang
stets in engem Contact bleibt, um zwischen demselben so viel wie möglich Reibungscontact
aufrecht zu erhalten und dadurch das Schleifen des Thonstranges auf dem Riemen
zu vermeiden.
Die Rollen r, Fig. 14, welche direct unter den Abschneideriemen B1 gelegt sind und den
Theil des Thonstranges tragen, der in Ziegeln getrennt wird, sind dicht an einander gelegt
und von relativ geringem Durchmesser, so dafs die Entfernung der Berührungspunkte ihrer
Peripherien mit dem Riemen B möglichst klein sind.
Damit der Riemen B einen möglichst grofsen Theil (vielleicht 2/3) der Peripherie der Walze P2
umfafst, ist eine Walze P5, Fig. 14, eingeschaltet, welche unter dem Gestell F1 neben
der Walze P2 drehbar gelagert ist, über die der Riemen (wie in Fig. 14 punktirt gezeichnet)
geführt wird.
Die Welle η der Riemscheibe P2 trägt einen Trieb W1, dessen Zähne mit den Zähnen eines
grofsen Spurrades W2 in Eingriff stehen. Die Bewegung des continuirlich austretenden Thonstranges
X theilt sich dem Riemen B mit und dieser dreht die Scheibe P2 in Richtung, des
Pfeiles, Fig. 14, wodurch die Bewegung dem eigentlichen Abschneidemechanismus mitgetheilt
wird.
Derselbe besteht aus einer Riemscheibe P3, welche auf der Welle n1 des grofsen Triebes W2
direct über und in derselben Linie vertical im Zuge des Thonstranges befestigt ist. Eine
kleinere Riemscheibe P4 ist in einiger Entfernung in Richtung der Scheibe P2 angeordnet,
und um diese beiden Scheiben P4 und P3 ist ein Riemen B1 ohne Ende (welchen ich den
Abschneideriemeri nenne) geführt, auf dem eine Anzahl Abschneidedrähte I angeordnet sind,
welche vorzugsweise aus Stahl bestehen.
Die Länge dieses Riemens mufs, wenn Ziegel gleicher Länge abgeschnitten werden sollen,
ein Vielfaches einer. Ziegellänge sein. Die Welle n\ welche die gröfsere Scheibe P3 und
den Trieb W1 trägt, und die Welle n2 der Scheibe P4 sind in einem gemeinschaftlichen
Gestell F2 gelagert, dessen Ständer f mit dem
unteren Gestellt1 durch Bolzen/1 verbunden
sind, welche durch Schlitze f2 hindurchgehen, wodurch mit Hülfe von Druckschrauben /3
das Gestell F2 an dem einen oder an beiden
Enden vertical adjustirt werden kann.
Solche Adjustirungen sind öfter nothwendig.
Aus den Fig. 1 und 14 geht hervor, dafs die kleinere Scheibe P4 mit Bezug auf die Scheibe P3
so angeordnet ist, dafs der untere oder wirksame Theil des Abschneideriemens gegen das
vorschreitende Ende des Thonstranges X in Richtung der Bewegung desselben geneigt ist;
Die Scheibe P4 ist ebenfalls in einem engeren Gestell T drehbar gelagert, welches durch Schlitze
und Bolzen, welche nicht gezeichnet sind, mit dem Gestell F2 verbunden sind, wodurch das
Interval zwischen der Scheibe P4 und P3 nach Bedarf vergröfsert oder verringert werden kann,
je nachdem der Riemen J31 verlängert oder verkürzt, straffer oder lockerer gespannt werden
soll. Diese Adjustirbarkeit des Gestelles T wird durch einen Schraubenbolzen t bewirkt,
dessen eines Ende sich in einem Querstück i1
des Gestelles T verschrauben läfst und dessen,
anderes Ende sich gegen einen nach unten ragenden Vorsprung t2, Fig. 14, 16 und 19,
des Gestelles F2 legt und in eine Höhlung ts
in der Fläche von t2 endigt.
Dieser Schraubenbolzen t hat eine feste Mutter i4 und eine Klemmmutter i5. Um die
erforderliche Adjustirung des Gestelles T und seiner Scheibe P4 auszuführen, braucht man
nur an i4 einen Schraubenschlüssel anzulegen, nachdem man, wenn nöthig, die Mutter f5 gelöst
hat. Durch die Drehung des Bolzens t wird das Gestell T nach aufsen bewegt oder
kann nach Erfordernifs nach innen bewegt werden. Es können auch andere gleichartige
Vorrichtungen zur Sicherung der Adjustirbarkeit der Scheibe P4 angewendet werden.
Die Abschneidedrähte I sind an elastischen, U-förmig'gestalteten Bügeln U, die vorzugsweise
aus Federstahl constrain sind, . befestigt; die Entfernung zwischen den gegenüberliegenden
Seiten derselben ist gröfser als die Breite des Thonstranges und der Rolle P2, Fig. 15.
Diese Bügel sind an langen und breiten Platten D befestigt, welche ihrerseits an dem Riemen B1
in einer Lage angebrächt sind, dafs sie parallel in gleicher Entfernung und im rechten Winkel
gegen die Seiten des Riemens und des Thonstranges stehen, wobei die Entfernung der
Drähte genau gleich der Länge der herzustellenden Ziegel ist.
Diese Abschneidedrähte sind vorzugsweise aus hartem Stahl und an jedem Ende, Fig. 18
und 19, bei c verschlungen, so dafs sie leicht angebracht und durch den elastischen Bügel U
gespannt gehalten werden können. Jeder Ast desselben endigt in eine Spitze p, die über
eine Schulter j?1 hervorragt, welche den Oesen c
als Anhalt dient und verhindert, dafs der Draht durch den Druck abgestreift werden kann, wenn
er den Thonstrang durchschneidet, dabei aber doch ein leichtes Ersetzen eines Drahtes durch
den anderen ermöglicht, wenn er abgenutzt oder zerrissen ist; solche Auswechselung kann
dann sogar beim Betrieb der Maschine' geschehen. ,
Die Platten D, an welchen die Bügel U befestigt sind, sind nahezu so lang als die herzustellenden
Ziegel, so dafs nur ein geringer Zwischenraum zwischen . ihren an einander
stofsenden Enden vorhanden ist. Sie sind auch gekrümmt, so dafs sie sich der Krümmung
oder Convexität der Peripherie der Rollen P3 und P4 anpassen, und sind an dem
Riemen jB1 an einem einzigen Punkte oder
besser in einer Querlinie befestigt, so dafs sie über genannte Rollen leicht hinweggleiten. Man
sieht auch, Fig. 17, dafs der Befestigungspunkt der Bügel an den Platten beträchtlich hinter
der Mittelquerachse der Platten liegt. Der Zweck dieser Befestiguhgsweise ist erstens, das
nach vorn gekehrte Ende durch die Führungsplatten des Gestelles F2 nahe der Rolle P*
tragen zu lassen, unmittelbar nachdem die Platten D letztere überschritten haben, da der
Raum zwischen der unteren Seite der Rolle und den angrenzenden Enden der Führungsplatten
nicht unbedeutend ist; und zweitens, damit die hinteren Enden der Platten wegen ihrer verhältnifsmäfsig kurzen Entfernung von
dem Befestigungspunkte der Platten an dem Abschneideriemen nicht über die obere Fläche
des Thonstranges streichen, wenn sie sich drehen, um über die Rolle P3 zu gehen; denn
es ist klar, dafs, je mehr die hinteren Enden der Platten von dem Befestigungspunkte zurückragen,
sie einen desto gröfseren Raum beim Umlaufen um die Rolle bestreichen werden.
Die Seiten der Platten D ragen über die Seiten des Abschneideriemens B1 hervor, und
diese seitlichen Vorsprünge gleiten frei, aber dicht in und zwischen seitlichen Führungen G
in den Querverbindungen g auf jeder Seite des Gestelles F2, wobei sie in die Führungen eintreten,
unmittelbar nachdem die Platten die hintere Rolle P4 völlig umlaufen haben.
Die abnehmbaren unteren Platten g1, welche
den Boden genannter Führungen bilden, sind an den Theilen g durch adjustirbare Schrauben
g2, Fig. 19, befestigt. Die Platten D haben
auch an jedem Ende aufgebogene Flantschenc?1,
Fig. 14, 16 und 17, deren Hauptzweck ist, die
losgelösten Thonstückchen, welche von den Abschneidedrähten herabfallen könnten, aufzunehmen,
bis die Platten über die kleine Rolle P4 passirt sind, da diese Stückchen sonst auf den
Abschneideriemen fallen und unter die Platten D gerathen und so verhindern könnten, dafs letztere
auf der Riemenfläche exact aufliegen.
Ich habe auch wohl eine Reihe kleiner Rollen angewendet, welche eng an einander drehbar angeordnet
sind und zwischen den geneigten Querstücken g des Gestelles F2 in einer Linie mit
genannten Plattenführungen oder dem Riemen1
unter denselben liegen, um Gegendruck auszuüben und den durch den Widerstand der
Abschneidedrähte verursachten Schub gegen den Riemen aufzunehmen, der aus dem Durchschneiden
des Thonstranges durch die Drähte resültirt. Die engen Führungen sind jedoch entschieden vorzuziehen, weil sie das Vibriren
der Platten und des Riemens und somit auch der Drähte hindern, das häufig die glatten
Flächen besonders bei kieseligeh oder steinigen Thonen verdirbt.
Aus dem Vorstehenden geht hervor, dafs, sobald der Abschneideriemen durch den Thonstrang,
der die Triebe W1 W2 und Rolle P3,
wie erwähnt, treibt, in Bewegung gesetzt ist, die äquidistanten Abschneidedrähte nach einander
den Thonstrang allmälig durchdringen und ihn in einzelne Ziegel zerlegen.
Damit nun der Draht, der die kleine Walze P4 passirt hat, in allen Fällen in den Thonstrang
tritt, sobald und nicht früher, bis die Platte D genannte Walze völlig umlaufen und ein festes
Auflager gefunden hat, ist jenes Ende des Gestelles F'2 vertical adjustirbar hergestellt, wie
erwähnt, in Verbindung übrigens auch mit der beschriebenen Längsadjustirung der Walze P4
und ihres Gestelles T.
Die Adjustirbarkeit im verticalen Sinne des anderen oder nach vorn ragenden Endes des
Gestelles F2 ist ebenfalls erwünscht, so dafs die Abschneidedrähte zu dem Thonstrang oder
anderen Theilen in eine bestimmte Lage gebracht werden können. Die Zähne der Triebe
W1 W2 sind von ungewöhnlicher Länge, so
dafs sie auch nach der verschiedenen Adjüstirung des Gestelles F2 in einander greifen.
Diese Triebe sind auch in solches Verhältnifs zu einander gesetzt, dafs sie den Abschneideriemen
mit Bezug auf den Thonstrang eine gewisse Geschwindigkeit geben, so dafs die Drähte rechteckige Ziegel abschneiden. Da der
Abschneideriemen gegen den Thonstrang geneigt ist, so ist die bezw. Entfernung für die
Bewegung eines Punktes gröfser als die eines gegenüberliegenden Punktes auf dem Thon-
Strang; deshalb müssen die Verhältnisse der Diameter dieser Triebe W1 W1 gegen einander
so bemessen sein, dafs sie gerade die Geschwindigkeit des Abschneideriemens um so viel beschleunigen,
als zur Compensirung der geringeren Geschwindigkeit des Thonstranges nothwendig ist. Diese läuft z. B. auf der Basis
eines rechtwinkligen Dreiecks, während der Weg der Drähte von dem Moment, wo sie
den Thonstrang berühren, bis zu den Punkten, wo sie ihn nach Durchschneiden wieder verlassen,
die Hypothenuse des rechtwinkligen Dreiecks ist.
■ Das Abschneiden jedes Ziegels ist bewirkt, sowie es der Bogen oder die nach oben gekehrte
Curve des durch den Widerstand des Thones durchgebogenen Drahtes gestattet, wenn
sich der Draht Z ganz nahe der Walze P2 befindet,
aber die völlige Abtrennung ist dadurch gesichert, dafs man diese Walze P2 etwas vor
die durch die Achse der Walze P3, Fig. ι und 14, gehende Ebene legt, wodurch der
Draht veranlafst wird, ganz durchzudringen, und zwar eine kurze Entfernung hinter der
Auflagestelle auf P2.
Hieraus erhellt die Nothwendigkeit, die Entfernung zwischen den Aesten der U - förmigen
Bügel gröfser zu machen, als der Thonstrang und die Rolle P2 breit ist. Sollten die Abschneidedrä'hte
einen Stein oder anderen harten, in den Thon eingebetteten Körper treffen, so kommt die Elasticität der U-förmigen Bügel
zu gute und gestattet, dafs die Drähte der Extrabeanspruchung nachgeben und somit über
oder um die Hindernisse herumgehen und in ihre normale Lage zurückgehen, nachdem der
Stein passirt ist.
Sobald der Thonstrang nach vorwärts gedrängt wird, wird sein freies Ende nahe der
Stelle, wo das Abschneiden der Ziegel eintritt, von einer unabhängigen Querwalze J aufgenommen,
welche eine wichtige Function hat. Fig. ι und 14 zeigen, dafs die Walze an dem
Ende des Riemengestelles F1 drehbar gelagert ist, dafs sie etwas näher an die Walze P2 auf
dem Gestell F3 als an die Walze P6 gerückt ist, und dafs sie ein wenig oberhalb der Linie
des Transportirriemens B liegt, d. h. in derselben Horizontalebene mit dem Riemen B'2,
welcher den Thonstrang aufnimmt. So lange, bis das Ende des Stranges abgeschnitten ist,
um einen Ziegel zu bilden, geht der Strang auf die Walze J zu, wobei sein freies Ende
über den Transportirriemen ragt.
Wegen der bezw. Lage jener Walze jedoch in dem Momente oder, kurz, nachdem die Abtrennung
vollzogen, rückt der Schwerpunkt des Ziegels b b über die Unterstützungslinie der
Walze hinaus und der Ziegel neigt sich über und gelangt auf den sich schnell bewegenden
Transportriemen S2; die genannte Walze pafst sich dann von 'selbst der durch den Ziegel erlangten
beschleunigten Geschwindigkeit an. Damit der Draht, welcher eben die Abtrennung vollzogen und sich weiter bewegt, Qm das Spiel
zu wiederholen, nicht über die untere Seite des Ziegels streicht, sobald der Riemen den
Draht über die Rolle P3 hinwegträgt, gebe ich der letzteren einen relativ grofsen Durchmesser,
so dafs der Ziegel reichlich Zeit hat, aus dem Bereich zu kommen, ehe der Draht mit ihm
zusammenkommt. Da der Riemen den Draht schnell über die Walze P3 führt, sieht man
ein, dafs der Draht durch das Ende des hinten liegenden Thonstranges nicht getroffen werden
kann. Da die Peripherie der Walze J, Fig. 18, durch die Abschneidedrähte nach einander getroffen wird, sobald letztere sich über die
gröfsere Scheibe P3 zu drehen anfangen, stelle ich genannte Scheibe, wie in der Zeichnung,
nach den Enden sich verjüngend her, so dafs sie sich der natürlichen Curve der Drähte I
anpafst und dadurch die Tendenz, letztere zu zerbrechen, verliert, was sonst erfahrungsmäfsig
eintreten würde, wenn die Scheibe eben wäre, anstatt gekrümmt.
Man sieht aus der vorstehenden Beschreibung des Abschneidemechanismus und seiner Verbindungen,
dafs ich der Kraftäufserung des sich bewegenden Thonstranges vermöge seiner Reibung
auf dem Riemen B zur Bewegung des Abschneideriemens voll Rechnung getragen habe.
Ich habe jedoch gefunden, dafs bei Thonsorten verschiedener Consistenz diese Vorrichtungen
nicht immer ganz zuverlässig sind. Ist der Thon gut, so arbeitet der Mechanismus vortrefflich;
ist aber der Thon zu'weich und tritt er infolge dessen mit beschleunigter.Geschwindigkeit
aus der Form der Maschine und übt nicht genug Kraft zum Treiben des Abschneidemechanismus
aus, um der Beschleunigung desselben zu entsprechen, so ballt er sich zusammen
und bildet Klumpen und verhindert auf diese Weise das Abschneiden bedeutend.
Um diesem öfters auftretenden Mangel abzuhelfen, ordne ich eine Vorrichtung an, deren
Bestimmung ist, einen gewissen Betrag von Kraft auf den Riemen B zu übertragen, welche
Kraft zu der des sich bewegenden Thonstranges hinzukommt und ausreicht, letztere zu verhindern,
mehr Kraft zum Betriebe des Abschneidemechanismus zu liefern, als über die Leistung
desselben geht, wenn Thone jeder Beschaffenheit berücksichtigt werden.
Zur Beschreibung dieser Vorrichtung, welche ich kurz »Compensator« nennen möchte, will
ich mich auf die Gesammtansicht der Maschine in Fig. i, 2, 14 und 15 beziehen und verweise
besonders auf Fig. 14.
Die Welle η der Scheibe P2 des Riemens B
geht bis über das Gestell, in welchem sie drehbar gelagert ist, und ist mit einer gefiantschten
Scheibe. P7 versehen, während eine ähnliche Verlängerung der Welle n3 des Kegelrades w3-,
Fig. ι und 2, eine Scheibe P8 in gleicher Linie mit der Scheibe P7 trägt. Die Scheibe P8 hat
vorzugsweise auch an jeder Seite einen Flantsch, welcher in der Zeichnung nicht dargestellt ist,
um den losen Riemen ΒΆ zu halten. Derselbe
geht über beide Scheiben und ebenso über eine lose Scheibe P9, welche auf dem nach
vorn ragenden Ende des Hebels L drehbar gelagert ist, der an einem Consol e drehbar um
den Träger e1 des Ständers e2 befestigt ist; e2
gehört zu dem Gestell F1. Dieser Hebel trägt auf dem entgegengesetzten Arm ein Gewicht O,
welches auf demselben mit Hülfe einer Schraube O1 verstellbar ist.
Die Welle n3, Fig. 1 und 2, der Scheibe P8
trägt auch die Scheibe P10, welche den Transportriemen B2 bewegt, und wird von dem
Haupttriebrad der Maschine durch eine Welle n4
und Kegelräder w3 und W^ bewegt; die bezw.
Durchmesser der Scheiben sind derart, dafs der Riemen B mit derselben oder gröfserer Geschwindigkeit
getrieben werden kann, als wie der Thonstrang aus der Form d austritt.
Wird nun der Druck der losen Scheibe P4
gegen den Riemen B3 vermehrt oder vermindert, je nach der Lage des Gewichtes O auf
dem hinteren Arm des Hebels L, so wird dem Riemen B eine entsprechende Geschwindigkeit
mitgetheilt. Nachdem das Gewicht O adjustirt ist, um der Beschaffenheit des zu verarbeitenden
Thones derart zu entsprechen, dafs ein genügender Zuschufs an Kraft auf den Riemen B
übertragen wird, ist gewöhnlich eine geringe Aenderung in der Adjustirung ausreichend.
Um die Fläche der Rolle P* von dem Anhaften jedes etwa abfallenden Thones freizuhalten,
wird ein Abstreicher J, Fig. 1, 14, 15, 16
und 19, in Verbindung mit genannter Scheibe angeordnet, welche einen Theil des Gestelles F2
bilden. Die Aufgabe dieser Seitentheile ist, die Thontheile, welche der Abstreifer von der
Scheibe entfernt, nach der Seite zu werfen, so dafs sie aus dem Bereich der Maschine gelangen.
Der in Fig. 15 und 19 gezeigte Abstreicher
ist nach Art eines Sattels ausgebildet, spreizt sich über die Spitze der Flügel j j und wird
durch eine Schraube h in Stellung gehalten, welche durch einen Schlitz h1 hindurchgeht,
wobei der Abstreicher auch gegen die Fläche der Scheibe adjustirt werden kann.
Die von dem Thonstrang abgetrennten Ziegel gehen also auf den sich schnell bewegenden
Transportriemen B2 über, welcher um die
Scheibe P6 läuft, die in nach vorn ragenden Erweiterungen des Gestelles F1 gelagert ist,
und der auch über die Scheibe P11 vorn an dem Gestell F3, Fig. 1 und 2, ebenso
über die Scheiben P12 und P10, Fig. 2, auf der Welle n3 geht, welche von der Welle n4
und den Kegelrädern w3 und W^ getrieben wird.
Die Walzen r1, welche den Transportriemen
B2 tragen, sind in Lagern Jf, Fig. 21,
22 und 23, drehbar gelagert, die vorzugsweise aus Holz auf jeder Seite des Gestelles F3 hergestellt
sind. Diese Lager sind nach ihrer Längsrichtung adjustirbar, damit die Schlitze in denselben
für die Wellen der Rollen r1 ausgewechselt
werden können, um an Stelle der alten ausgeleierten zu treten, aber besonders
damit die Walzenwellen leicht adjustirt werden können, so dafs sie stets unter einem rechten
Winkel gegen die Bahn des Transportirriemens liegen.
Dies geschieht durch Schlitze V und Bolzen V1, Fig. 23. Ich mache auch die Walzenwellen
lang genug, so dafs sie die Consolen ^1 auf jeder Seite des Gestelles berühren, so dafs
eine seitliche Bewegung der Walzen und damit des Riemens ausgeschlossen ist. Die Lagerdeckel
^2 lege ich ein wenig über die obere Fläche des Riemens B2 und lasse dieselben
nach innen über die Linie der Lagerstreifen \ bis dicht an die Enden der Walzen r1 hervorstehen.
Der Zweck der beschriebenen Construction ist:
1. Sie erleichtert das Vorrücken der Ziegel durch die Transportirvorrichtung, d. h. das
Drehen und Kanten derselben auf den Lagerdeckeln ^2 von dem Transportriemen aus zur
gröfseren Bequemlichkeit der Handhabung beim Verladen der Ziegel auf die Wagen.
2. Die innere Kante der Lagerdeckel ^2 geht
bis dicht an den Riemen heran, und die Oberflächen der Deckel ragen ein wenig über den
Riemen empor; die innere Kante ist dabei etwas überkragt, bleibt jedoch aufserhalb des Bereiches
des Transportirriemens und der von diesem getragenen Ziegel, Fig. 21. br bezeichnet
den nächsten nachrückenden Ziegel und br2 . den eben auf den Lagerdeckel gekanteten.
Da letztere über die Lagerstreifen % hinwegragen und bis in die Nähe der Enden
der Rollen r1 gehen, so kann kein Sand und
Abfall von den Ziegeln oder Riemen in die Rollenlager dringen.
Es ist vorher angeführt worden, dafs die Abschneidedrähte auf dem Riemen B1 in
gleichen Entfernungen von einander angeordnet sein sollten. Auch ziehe ich vor, solche Drähte
in gerader Anzahl anzuordnen, z. B. zwölf, Fig. ι und 14. Der Grund einer solchen Anordnung
leitet sich aus der Thatsache her, dafs die gebräuchliche Länge der Ziegel halb so
lang als die von Dachziegeln gewählt wird. Nimmt man deshalb jeden zweiten Abschneidedraht
heraus und setzt eine Form für Dachziegel statt der Form d für Mauersteine ein,
so kann die Maschine sehr leicht aus einer Ziegelpresse für Mauersteine zu einer solchen
für Dachziegel und umgekehrt umgewandelt werden.
Claims (6)
- Patent-AnSprüche:
An Ziegelpressen:ι. Die Lagerung des hinteren Endes der Thonschneidewelle A, gekennzeichnet durch die Anordnung der mit Oelgängen b10 versehenen, ausgehöhlten Stofsplatte bs, derart, dafs die mit Schulterabsatz b8 und Abrundungen b9 nach der Länge versehene Welle A ■ sich gegen eine entsprechende Schulterfläche bn der Platte b3 legt, die nach innen ragende abgerundete Ansätze b11 hat, welche in die Ausrundungen b9 der Welle A, Fig. 3 bis 9, passen. - 2. Die drehbare Ausfütterung des Schraubengehäuses C1, gekennzeichnet durch:a) die Ausfütterung Q selbst, welche zum Gehäuse C1 und zur auspressenden Schraube S in verschiedene Lagen gebracht und in denselben erhalten werden kann;b) die Vorrichtungen zum Festhalten der Ausfütterung Q. des ' Schraubengehäuses C1 in ihrer Lage, bestehend aus den durch Schraube q3 festgehaltenen Befestigungsohren φ in Verbindung mit den Schlitzen q\ Fig. 10 bis 13, der Ausfütterung.
- 3. Die Anordnung des Einlafsrohres M, dessen unteres Ende in den Mischkasten C bis in die Nähe des Kreises reicht, der von den Thonschneidemessern beschrieben wird, wobei das Rohr M, zum Zweck, wie beschrieben, unten curvenförmig abgeschnitten ist, Fig. 20.
- 4. Die Construction des Abschneidemechanismus zum Abtrennen der einzelnen Ziegel von dem sich bewegenden, aus einer Form d einer Ziegelpresse austretenden continuirlichen Thonstrang, gekennzeichnet durch:a) den Antrieb für den Abschneider, bestehend aus den Walzen P2 und P5, über welche der über Rollen R r laufende Transportirriemen -B geführt ist, wobei auf der Welle η der Walze P2 ein Trieb W1 sitzt, der mit einem Spurrade W2 auf der Welle n1 in Eingriff steht, auf welcher zugleich die Scheibe P3, Fig. 14, für den Abschneider sitzt;b) die Anordnung der Riemscheibe P3 und der adjustirbaren Scheibe P*, über welche beide der die Abschneidedrähte / tragende Riemen B1 geführt ist, in dem Gestell F2 derart, dafs dessen Ständer f durch in Schlitzen f2 sich führende Schrauben f1 zusammengehalten und durch Druckschrauben fs in verticaler Richtung nach der Stärke des Thonstranges adjustirt werden . können, Fig. 14;c) die Adjustirbarkeit des Lagers der kleineren Scheibe P4 in horizontalem Sinne durch eine Schraube t, deren eines Ende sich in dem Querstück t1 verschrauben läfst, während das andere Ende gegen den Vorsprung i2 des Gestelles F2 anstöfst, und welche eine feste Mutter f4 zur Drehung, sowie eine Stellmutter i5 zur Adjustirung des Anschlages trägt; Fig. 16;d) die Abschneidedrähte /, welche an elastischen Federstahlbügeln U gröfserer Spannweite als die Breite des Thonstranges leicht abnehmbar befestigt sind, wobei diese Bügelplatten D, die auf dem Riemen B1 befestigt sind, derart angebracht sind, dafs die Entfernung je zweier rechtwinklig zur Bewegungsrichtung von jB1 stehenden Drähte / gleich der Länge eines Ziegels ist, Fig. 1 5, 18 und 19;e) die mit aufgebogenen Rändern dl versehenen Platten D nahezu von Ziegel-"'länge und breiter als der Riemen B1, die adjustirbare Führung G für die Platten D und die Befestigung der Bügel U aufserhalb der Mittelachse von -D in der Weise, wie in den Fig. 16 und 17 dargestellt;f) die Anordnung der Walze J mit abgeschrägter Oberfläche zwischen den Walzen P2 und P6 in etwas höherer Lage als der zugeführte Thonstrang, zur Aufnahme des abgetrennten Ziegels und zu dem weiteren beschriebenen Zweck, Fig. 14 und 18.
- 5. Eine Compensatorvorrichtung zur Regulirung der Bewegung des Transportirriemens, bestehend aus der Anordnung einer geflantschten Scheibe P7 auf der Welle η in Verbindung mit der Scheibe P8 auf der Welle n& des Kegelrades n>s und in Verbindung mit der Rolle P9 auf dem einen Ende eines zweiarmigen, durch Stellgewicht O belasteten Hebels L, derart, dafs der um P7 P* und P9 geführte Riemen B3 mehr oder weniger gespannt werden kann, so dafs die Geschwindigkeit der gleichfalls auf der Welle η sitzenden, den Transpjortirriemen tragenden Scheibe P2, Fig. 14, dadurch regulirt wird.
- 6. Die Transportirvorrichtung für die abgetrennten Ziegel, gekennzeichnet durch:a) den über die Rollen r1 und die Walzen P6P11P10 und P12 geführten Riemen B2, wobei die auf der Welle n&sitzende Rolle P10 von der Welle nA durch die Kegelräder n>z W^, Fig. ι und 2, getrieben wird;
b) die Lagerung der Walzen in nach der Längsrichtung adjustirbaren Lagerstreifen jj, sowie die Ermöglichung der rechtwinkligen Einstellung der Rollen/·1' zum Riemen B2 durch die Schlitze ν und' Bolzen v1 in Verbindung mit den Consoltheilen \Ύ zur Verhinderung der seitlichen Verschiebung der Rollen r1 und mit den Lagerdeckeln ^2.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30834C true DE30834C (de) |
Family
ID=306942
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30834D Expired - Lifetime DE30834C (de) | Ziegelpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30834C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE929111C (de) * | 1952-09-25 | 1955-06-20 | Berger Maschinenfabriken G M B | Vorrichtung zur Abnahme von keramischen Formlingen aus stehenden Strangpressen im kontinuierlichen Betrieb |
| DE1759639B1 (de) * | 1968-05-22 | 1971-12-30 | Braas & Co Gmbh | Vorrichtung zum Foerdern eines Unterformenstrangs fuer die Herstellung von Betondachsteinen |
| FR2544653A1 (fr) * | 1983-04-22 | 1984-10-26 | Gelis Cie Ets | Dispositif de coupe pour la division de bandes de matiere malleable |
-
0
- DE DENDAT30834D patent/DE30834C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE929111C (de) * | 1952-09-25 | 1955-06-20 | Berger Maschinenfabriken G M B | Vorrichtung zur Abnahme von keramischen Formlingen aus stehenden Strangpressen im kontinuierlichen Betrieb |
| DE1759639B1 (de) * | 1968-05-22 | 1971-12-30 | Braas & Co Gmbh | Vorrichtung zum Foerdern eines Unterformenstrangs fuer die Herstellung von Betondachsteinen |
| FR2544653A1 (fr) * | 1983-04-22 | 1984-10-26 | Gelis Cie Ets | Dispositif de coupe pour la division de bandes de matiere malleable |
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