DE307274C - - Google Patents

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DE307274C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron
    • C21C1/08Manufacture of cast-iron

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
νψ^ PATENTAMT.
A ; ·; '■■>
KLASSE ZYc. GRUPPE 9:
ίί
HANS ROLLE in GLEIWITZ, O.-S.
Verfahren zur Herstellung von sclimiedbareni Eisenguß.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Oktober 1917 ab.
Zur Herstellung von schmiedbarem Eisenguß (Temperguß) muß man sich seither bestimmter Eisenmischungen bedienen, deren Zusammensetzung von den für Grauguß erforderlichen Mischungen wesentlich abweicht. Die Abweichung wird dadurch bedingt, daß in einem Falle der Kohlenstoff im Gußstück in der umwandelbaren Form (als Härtungsbzw. Temperkohle), im anderen Falle in der im praktischen Sinne unveränderlichen Form (als Graphit) gebraucht wird. In beiden Fällen wird der Erfolg lediglich durch die innere chemische Wirkung der jeweiligen Eisenmischung hervorgerufen. Die Abweichungen in der Zusammensetzung der Eisenmischungen sind dabei so große, daß die für Grauguß üblichen Eisenmischungen für den Temperprozeß nicht brauchbar sind> und umgekehrt. Namentlich die für den Temperprozeß notwendige chemische Beeinflussung erfordert ganz bestimmte Mischungsverhältnisse beson* derer Eisensorten in so engen Grenzen, daß
. zumeist mit dem Fehlen der einen oder anderen Sorte das' gute Gelingen des ganzen Gusses in Frage gestellt ist.
Nun ist bekannt, daß auch durch äußerliche physikalische Beeinflussungen eine Wirkung auf die Bildung der Kohlenstofform im Gußstück ausgeübt werden kann, die die gleichen Erscheinungen hervorruft, wie sie durch die chemische Wirkung angestrebt werden. Ein wesentlicher Unterschied zugunsten der äußerlichen Beeinflussung besteht aber darin, daß die Grenzen für eine wirkungsvolle Beeinflussung in bezug auf Auswahl und Mischung der Eisensorten sehr viel weiter gezogen sind, als sie ,bei der chemischen Beeinflussung zulässig sind. Außerdem hat man es ganz und gar in der Hand, ohne Veränderung der chemischen Zusammensetzung der Eisenmischung die mehr oder minder gute Wirkung durch Wahl und Beschaffenheit der äußerlichen Beeinflussungsmittel zu regeln.
Als sehr wirkungsvolles derartiges Mittel haben sich Metallformen erwiesen, wie sie zur Herstellung von Hartguß, und in neuerer Zeit als Dauerformen auch für Grauguß bekannt und üblich sind. Das vorliegende Verfahren stellt nun insofern eine technische Neuerung dar, als es die Gußformen aus Metall (Dauerformen) auch zur Herstellung von schmiedbarem Guß (Temperguß) heranzieht. Praktische Versuche haben ergeben, daß die Wirkung der Metallformen auf die verschiedenartigsten Eisenmischungen in so weiten Grenzen vorhanden ist, daß zur Bildung des Kohlenstoffs in der umwandelbaren Form im Gußstück auf die früher erforderlichen eng begrenzten Eisenmischungen und besonderen Eisensorten ganz verzichtet und zur Herstellung schmiedbarer Gußstücke auch auf die für Grauguß üblichen Eisenmischungen zurückgegriffen werden kann. Daraus ergibt sich ganz von selbst eine wesentliche Vereinfachung der ganzen Herstellungsweise und der erhebliehe technische Fortschritt, daß aus ein und demselben Eisen sowohl Grauguß wie auch gleichzeitig Temperguß gegossen werden kann, je nachdem das Eisen in Sand- oder Metallformen vergossen wird.
Während also nach den seitherigen Gepflogenheiten die gewerbsmäßige Herstellung
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des schmiedbaren Eisengusses nur unter besonderer / Rücksichtnahme auf die innere chemische Wirkung der zu vergießenden Eisenmischung möglich ist, stellt das neue Verfahren eine grundsätzliche Abweichung insofern dar, als! auf die chemische Wirkung der Eisenmischung im praktischen Sinne verzichtet 1 werden kann, die -erstrebte Wirkung vielmehr lediglich durch äußerliche physikalische Be-• C-influssungen herbeigeführt und dadurch die Möglichkeit geschaffen wird, schmiedbaren "' Guß auch aus solchen ■ Eisenmischungen herzustellen, die zur Zeit für diesen Zweck gänzlich unbrauchbar sind. ■ ,

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur gewerbsmäßigen Herstellung von schmiedbarem Eisenguß (Temperguß) aus/den für diesen Zweck ungeeigneten Eisenmischungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung des umwandelbaren Kohlenstoffs im Gußstück nicht lediglich durch die innere chemische Wirkung, sondern durch äußere physikalische Beeinflussungen hervorgerufen wird.
2. Zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch ι die Verwendung von Gußformen aus Metall (Dauerformen).
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