DE361108C - Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Metallen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Metallen

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DE361108C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working

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Description

  • Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Metallen. Es ist bekannt, daß das Metalloid Kohlenstoff durch Tempern oder Zementieren--btim Eisen zum Heraus- bzw. Hineindiffundieren gebracht werden kann.
  • Nun hat Erfinder beobachtet, daß auch andere Metalloide, z. B. Silizium, Bor und Fluor, durch einen .dritten Stoff beim Tempern bzw. Zementieren, also jedenfalls durch ein Diffundieren, einesteils ganz oder teilweise aus ihren Verbindungen (z. B. Gesteinen) zum Herausdiffundieren gebracht werden, wie sie andernteils an andere Stoffe, z. B. Metalle, nachträglich gebunden werden können.
  • Diese Abspaltung bzw. Anlagerung geschieht durch einen dem Temper- bzw. Zementierprozeß ähnlichen Glühvorgang unter Ausschluß der Luft, die Zusatzstoffe, z. B. Silizium, Bor und Fluor, wandern von außen nach innen oder urangekehrt, :der bei der Zerlegung z. B. freiwerdende Sauerstoff oder andere Agentien werden zweckmäßig an weitere, unter Luftabschluß zwischengeschaltete Stoffe gebunden, um nicht oxydierend auf das zu behandelnde Metall zu wirken bzw. mit demselben unerwünschte Verbindungen einzugehen.
  • Als dritte Stoffe dienen z. B. für .das Silizium die Alkalimetalle oder deren Verbindungen, teilweise auch für Bor und Fluor.
  • Die dritten Stoffe werden hierbei vorher in das Metall eingeführt und mit-vergossen, worauf die gegossenen Gegenstände mit den Zusatzstoffen umhüllt oder in dieselben eingebettet dem Glühprozeß unterworfen werden, bei welchem sie sich, das Metall vollständig und gleichmäßig durchdringend, mit -demselben verbinden. ' Die Reaktion findet anscheinend etwa nach einer Formel 2 M + Si 02 - 2 M Si + O: statt. Anscheinend: begünstigt insbesondere auch .die Anwesenheit von etwas Nickel o. dgl. im Metall oder der Legierung, .außer dem .dritten Stoff, den Vorgang. Werden den dritten Stoff enthaltende gegossene Gegenstände überdies mit einer Schicht färbender Metalloxyde, mit oder ohne etwas Kohlenstoff, bedeckt, so diffundiert, wenn z. B. Bor in der Umbettung oder sonstwie anwesend ist, gleichzeitig auch eine färbende Schicht von der Oberfläche aus mit in das Metall. Ähnliche Erscheinungen, auch bei Fluor, beweisen, daß eine solche Anlagerung bzw. Abspaltung auch bei bor- bzw. fluorhaltigem Material der Umbettung eintritt.
  • Die jeweils zweckmäßigste Temperatur für den Glühvorgang ist eine solche, bei welcher sich der Zusatzstoff mit dem Metall verbindet. Beispielsweise verbindet sich das Silizium, das, wie bekannt, sich oft auch bei weit unter seinem Schmelzpunkt liegenden Temperaturen verbindet, mit dem Metall .der Gegenstände bei einer Temperatur, die nicht über dem Schmelzpunkt des Metalles zu liegen braucht.
  • Das nachträgliche Übertragen der Eigenschaften der Zusatzstoffe an das Metall, im besonderen auch in Form fertig gegossener Gußstücke, hängt davon ab, daß .der Schmelzpunkt des betreffenden Metall-es oder der Legierung nicht überschritten wird. Soll dieses aber geschehen, dann müssen beispielsweise die Zusatzstoffe zum Einformen mit herangezogen, das die dritten Stoffe enthaltende Metall in die Formen ausgegossen und die Formen in luftdicht schließenden Muffeln «eiterbehandelt werden.
  • Durch die Erfindung ist es möglich, Metallen oder Metallegierungen neue, sehr wertvolle Eigenschaften nachträglich zu verleihen und ein weiterer Fortschritt besteht darin, daß dabei nicht legiert zu werden braucht.

Claims (3)

  1. PATENT-AN s.PRÜc33E: 1. Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Metallen, dadurch gekennzeichnet, daß Metallen oder Metalllegierungen die Eigenschaften, welche ihnen Zusatzstoffe, z. B. Silizium, Bor und Fluor, beim Legieren verleihen, (durch dritte Stoffe, welche, wie Alkalimetalle und ihre Verbindungen, sowohl zu den Metallen wie zu den Zusatzstoffen eine starke Vereinigungsfähigkeit besitzen, in einem, einem temper- bzw. zementierprozeßähnlichen Glühprozeß nachträglich verliehen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dritten Stoffe vorher in das Metall eingeführt und mitvergossen werden, worauf die gegossenen Gegenstände mit den Zusatzstoffen umhüllt oder auf geeignete Weise in dieselben eingebettet unter Luftausschluß dem Glühvorgang unterworfen werden.
  3. 3. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch; gekennzeichnet, daß die dritten Stoffe ganz oder zum Teil auch die Umbettung bilden. d.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Glühvorgang nachträglich bei fertigen Gußstücken erfolgt.
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