AT129586B - Kobaltschnelldrehstahl. - Google Patents

Kobaltschnelldrehstahl.

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AT129586B
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Austria
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sep
cobalt
steels
chromium
high speed
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Inventor
Leo Ing Klueger
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Oesterreichische Schmidtstahlw
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Kobaltsehnelldrehstahl.   



   Die bekannten   Schnelldrehstähle   mit Kobalt, Chrom und Wolfram oder Äquivalenten weisen die Nachteile einer schwierigen Warmbearbeitung und eines erheblichen Abfalles bei der Herstellung und im Gebrauch auf. 



   Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, dass diese Nachteile bei sehr geringem Chromgehalt im wesentlichen entfallen und trotz des sehr geringen Chromgehaltes die Schnittleistung dieser Stähle den Leistungen der bisherigen Kobaltschnelldrehstähle, bei denen Chrom als unerlässlicher Legierungsbestandteil galt, im wesentlichen gleichkommt. Demgemäss ist die Menge an Chrom erfindungsgemäss möglichst niedrig gehalten und beträgt höchstens bis etwa   1'5%.   



   Es hat sich gezeigt, dass bei diesen Stählen regelmässig bei der Verarbeitung von Block auf Knüppel und von Knüppel auf Stab eine um mehrere Prozente wirtschaftlichere Ausbringung gegenüber dem Ergebnis des gleichen Arbeitsvorganges bei bekannten Chrom-Wolfram-Kobalt-Stählen erzielt wird. Es hat sich ferner gezeigt, dass bei dem erfindungsgemässen Stahl eine Glühung nach erfolgter Schmiedung entfallen kann, ohne dass der Stahlstab durch die sonst auftretende Sprödigkeit gefährdet wird. Der Entfall der bisher erforderlichen Glühung beinhaltet ebenfalls eine wichtige Vereinfachung und Verbilligung. 



   Bei der Herstellung der Schneide bereiten die bekannten   Kobaltschnelldrehstähle   selbst dem Fachmann erhebliche Schwierigkeiten, da sie beim Vorschmieden der Schneide oft rissig werden. Diese Schwierigkeit vergrössert sich noch bei der thermischen Behandlung des mit der Schneide versehenen Werkzeuges, da sowohl beim Härten als auch bei dem für Chrom-Wolfram-Kobalt-Stähle bisher als unum-   gänglich   notwendig erachteten Anlassen häufig ein Rissigwerden des Stahles auftritt, welches ihn dann für eine weitere Verwendung unbrauchbar macht. Diese Erscheinungen haben die Wirtschaftlichkeit der bekannten   Chrom-Wolfram-Kobalt-Sehnelldrehstähle   stark beeinträchtigt, u. zw. sowohl bei der Herstellung als auch bei der Verwendung. Der erfindungsgemässe Stahl weist die vorgeschilderten Nachteile nicht auf.

   Selbst bei wiederholtem Umschmieden, das überdies die bisherige Sorgfalt nicht erfordert, tritt ein Rissigwerden nicht auf. 



   Während bisher die Warmverarbeitung von Schnelldrehstählen, insbesondere von hochlegierten Stählen und Kobaltschnelldrehstählen, besonders vorsichtig in mehreren Stufen vorgenommen werden musste, kann der erfindungsgemässe Stahl ohne besondere Vorsichtsmassregel und beispielsweise in einem Arbeitsgang (in einer Hitze) bedeutend weiter heruntergeschmiedet werden als die bekannten Kobaltschnelldrehstähle. 



   Die Vorteile hinsichtlich der Warmverarbeitung und des Abfalles sind am deutlichsten, wenn der Stahl praktisch   chromfrei   ist, d. h. Chrom nur in einem Ausmass enthält, welches als blosse Verunreinigung angesehen werden kann,
Wirtschaftliche Gesichtspunkte erfordern die Verarbeitung von legierten Abfällen und von Legierungsbestandteilen, die dem fertigen Produkt einen Chromgehalt um etwa 0'5% verleihen können. 



  Stähle mit diesem Chromgehalt zeigen hinsichtlich der Warmverarbeitung, verglichen mit den bekannten, über   2%,   vorzugsweise aber über 3% Chrom enthaltenden Kobaltschnelldrehstählen, noch Fortschritte von praktisch grosser Bedeutung. Die erwähnten Vorteile vermindern sich dann fortschreitend mit steigendem Chromgehalt, sind aber bei etwa 1% noch sehr erheblich. Die gefundenen guten Eigenschaften in der Warmbearbeitung und Kaltformgebung bzw. in der thermischen Behandlung der Stähle gehen allmählich in die grosse Empfindlichkeit und sonstigen Nachteile der bekannten Chrom-Wolfram-Kobalt- 

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 Schnelldrehstähle über. Aber auch noch Kobaltschnelldrehstähle, welche einen Chromgehalt bis etwa 1'5% aufweisen, besitzen wertvolle Eigenschaften gegenüber den bekannten Stählen. 



   Die erfindungsgemässe Erkenntnis ist unabhängig von dem Vorhandensein sonstiger Legierungsbestandteile, welche weitestgehend, entsprechend den Erfahrungen mit den bekannten Kobaltschnelldrehstählen, wechseln können. Je nach der jeweiligen Zusammensetzung und nach dem zu bearbeitenden Material kann der den Gegenstand der Erfindung bildende Kobaltschnelldrehstahl nach dem Härten gegebenenfalls auch angelassen werden.

   
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> C <SEP> Cr <SEP> W <SEP> V <SEP> Mo <SEP> Co <SEP> Ta
<tb> 1-21% <SEP> 0-16% <SEP> 22-09% <SEP> 1-64% <SEP> 0-36% <SEP> 18-91% <SEP> 2-13%
<tb> 0-97%-19-82% <SEP> 1-64% <SEP> 1-06% <SEP> 10-81% <SEP> 0-17%
<tb> 1-00% <SEP> 0-08% <SEP> 19-33% <SEP> 1-74% <SEP> 0-41% <SEP> 9-40% <SEP> 0-81%
<tb> 0-88% <SEP> 0-24% <SEP> 18-16% <SEP> 1-54% <SEP> 0-90% <SEP> 13-54% <SEP> 0-97%
<tb> 0-90% <SEP> 0-16% <SEP> 16-90% <SEP> 0-51% <SEP> 0-13% <SEP> 3-45% <SEP> 0-09%
<tb> 0-59% <SEP> 0-66% <SEP> 18-10% <SEP> 1-72%-13-19%-
<tb> 1-03% <SEP> 0-93% <SEP> 18-67% <SEP> 1-33% <SEP> 0-75% <SEP> 12-01% <SEP> 1-30%
<tb> 
   Es ist ersichtlich, dass der Kobaltgehalt in weiten Grenzen schwanken kann.

   Sonstige Legierungbestandteile, wie beispielsweise Vanadium, Molybdän, Tantal, Titan, Uran, Bor usw., können entweder   als Begleiter oder aber für spezielle Verwendungszwecke in entsprechend hoher Menge vorhanden sein.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Kobaltschnelldrehstahl sonst üblicher Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, dass die Chrommenge möglichst niedrig gehalten ist und höchstens bis etwa 1'5% beträgt.
AT129586D 1928-11-14 1928-11-14 Kobaltschnelldrehstahl. AT129586B (de)

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