DE306366C - - Google Patents

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DE306366C
DE306366C DENDAT306366D DE306366DA DE306366C DE 306366 C DE306366 C DE 306366C DE NDAT306366 D DENDAT306366 D DE NDAT306366D DE 306366D A DE306366D A DE 306366DA DE 306366 C DE306366 C DE 306366C
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cellulose
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cotton
alkali
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/08Removal of fats, resins, pitch or waxes; Chemical or physical purification, i.e. refining, of crude cellulose by removing non-cellulosic contaminants, optionally combined with bleaching
    • D21C9/083Removal of fats, resins, pitch or waxes; Chemical or physical purification, i.e. refining, of crude cellulose by removing non-cellulosic contaminants, optionally combined with bleaching with inorganic compounds

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

Die chemische Industrie benötigt für die Herstellung vieler Fabrikate die Baumwolle, die bei der Verarbeitung völlig umgewandelt
} wird, wie z. B. in der Sprengstofftechnik, bei der Fabrikation von Kunstseide und Glanzstoff usf. Auch in der Papierfabrikation werden Sonderfabrikate hergestellt, für die bisher stets von Baumwolle ausgegangen wurde, so z. B. echt Pergamentpapier, photographische Papiere, die wirkungsvollstell Löschpapiere, beste Filtrierpapiere usf.
Es\ ist von den genannten Industrien wiederholt versucht worden, als' Ersatzstoffe für die Baumwolle die Papierstoffe heranzuziehen, die aus den Vegetabilien gewonnen werden. Die damit hergestellten Fabrikate hatten aber bisher immer noch Mängel gegenüber den Erzeugnissen aus reiner Baumwolle aufzuweisen. Diese Mängel sind in der Hauptsache darauf zurückzuführen, daß die Zellstoffe aus den Vegetabilien auch bei der sorgsamsten Fabrikation bei den bisher in Anwendung gebrachten Aufschließungsverfahren stets noch Nebenstoffe
.; ■ enthalten, die die Güte der gewonnenen Zellu-
flose für die in Frage kommenden Sonderzwecke wesentlich herabsetzen. Diese Nachteile gelten sowohl für den bisher verwendeten Sulfitholzzellstoff , als auch für den wiederholt in Verarbeitung genommenen Natron- und KaIi- und Natron- und Kalisulfat-Holzzellstoff.
Es ist zwar gelungen, den Sulfitholzzellstoff durch einen weiteren Aufschluß mit Alkali so zu veredeln, daß ein großer Teil der Fremdstoffe beseitigt wird und dieser sogenannte.
Edelsulfitstoff für die meisten Zwecke in der chemischen und Papierindustrie verwendbar wurde. Gleichwohl hat die Verwendung, dieses Rohstoffes doch noch Nachteile gegenüber; derjenigen der Baumwollverarbeitung aufzuweisen. Vor allen Dingen läßt sich die Fabrikationsarbeit mit diesen Edelsulfitstoffen längst nicht so beschleunigen, wie das bei der Baumwollverwendung möglich war. Die Sulfitholzzellu-, lose läßt eine Gewinnung völlig reinen Zellstoffes selbst durch eine nachträgliche scharfe Kochung mit Alkali erfahrungsgemäß nicht zu, da die organische Faser ein außerordentlich großes Absorptionsvermögen für die Alkalisalze hat und diese durch die verschiedensten Waschvorgänge nicht wieder völlig entfernbar sind.
Es ist nun durch Versuche gefunden worden, daß sich diese Nachteile beseitigen lassen und man eine bis zur technischen und chemischen Höchstgrenze reine Zellulose erhält, wenn man die Veredelung des Holzzellstoffes in umgekehrter. Reihenfolge vornimmt, indem man von einer guten gebleichten Natron- oder Kali- bzw. Natron- oder Kalisulfatholzzellu-Ibse ausgeht und diese einer Sulfitkochung unterwirft. Diese Sulfitkochung kann unter oder ohne Dampfdruck und. mit oder ohne gleichmäßige mechanische Bearbeitung stattfinden.
Die Alkalikochung bringt erfahrungsgemäß die Schleimsubstanzen der Zellulose, so besonders auch die Nebenzellulosen, nicht in Lösung, und deshalb ergab sich auch immer,
daß die aus dem SulnttiolzzeÜstofi hergestellte Edelzellulose stetsbeträchtliche Mengen Schleim-, substanz1 intolge'.der ^nachfolgenden Alkalikochung enthielt, ■ die trotz vieler und aller möglichen Wäschen nicht zu entfernen waren. Es hat sich aber gezeigt, daß diese Schleimsubstanz der Alk'aliholzzellulose zu entfernen ist, wenn der Alkalistoff der Erfindung gemäß nachträglich einen weiteren Aufschluß mit
ίο Sulfitlaugen erfährt und hierauf die bekannten Wäschen mit dem Stoff vorgenommen werden. Infolgedessen ergibt sich hierbei die chemisch reinste Zellulose, wie man sie bisher im Großbetriebe nicht gewinnen konnte. Diese liefert bei der Verwendung sowohl in der chemischen Industrie als auch in der Papierindustrie für die herzustellenden Sonderfabrikate Erzeugnisse höchster Güte, die . nicht nur einen völligen Ersatz für die Baumwolle bieten, sondern diese als Ausgangsprodukt für die Spnderfabrikate in mancher Beziehung noch überragen. : .
Während bei dem nachfolgenden Alkaliaufschluß des Sulfitholzzellstoffes zu Edelzellulose ziemlich große Materialverluste ein- ^25 treten, so sind diese bei dem Sulfitaufschluß des Alkalizellstoffes viel geringer.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung reinster Holzzellulose als Baumwollersatz für die chemische Industrie und insbesondere zur *. ■ Herstellung von Sonderpapieren, dadurch gekennzeichnet, daß Alkalizellstoff (Natron- und Kali- sowie Natron- und Kalisulfatzellstoff, durch. Kochen mit einer Sulfitlösung weiter aufgeschlossen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969601C (de) * 1942-11-18 1958-06-19 Phrix Werke Ag Verfahren zur Herstellung eines aschearmen, fuer die chemische Weiterverarbeitung geeigneten Zellstoffes aus Einjahrespflanzen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969601C (de) * 1942-11-18 1958-06-19 Phrix Werke Ag Verfahren zur Herstellung eines aschearmen, fuer die chemische Weiterverarbeitung geeigneten Zellstoffes aus Einjahrespflanzen

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