DE30474C - Einfassung des Schweifsleders an Hüten - Google Patents

Einfassung des Schweifsleders an Hüten

Info

Publication number
DE30474C
DE30474C DENDAT30474D DE30474DA DE30474C DE 30474 C DE30474 C DE 30474C DE NDAT30474 D DENDAT30474 D DE NDAT30474D DE 30474D A DE30474D A DE 30474DA DE 30474 C DE30474 C DE 30474C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
leather
wire
edge
sewn
guide piece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30474D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. W. CHEETHAM in Hyde, Grafschaft Chester, England
Publication of DE30474C publication Critical patent/DE30474C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C5/00Fittings or trimmings for hats, e.g. hat-bands
    • A42C5/02Sweat-bands

Landscapes

  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 41: Hutfabrikation und Filzbereitung.
FREDERICK WILLIAM CHEETHAM in HYDE
(Grafschaft Chester, England).
Einfassung el e s S c Ii w e i fs I e ti e r s an Hüten.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1884 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Befestigung von Draht oder sonstigem federnden Material art dem Rande des Schweifsleders von Hüten. Zweck der Erfindung ist, den für diese Befestigung seither gebrauchten, gefalteten Deckstreifen unnöthig zu machen und den Draht mit dem Schweifsleder so zu verbinden, dafs keine Fäden um die äufsere Kante diesesLeders herumgeschlungen werden. Zu diesem Zweck wendet der Erfinder als federnde Einfassung Draht, Fischbein, Rohr oder ein anderes passendes, federndes Material an, welches auf einem gewöhnlichen Rundflechtstuhl mit einem Ueberzug von Garn versehen wird. Die so hergestellte federnde Einfassung wird ganz nahe am Rande des Schweifsleders auf der einen Seite desselben auf die später beschriebene Weise angenäht und alsdann auf die Kante des Leders umgeschlagen, wodurch die Naht das Aussehen einer von Hand hergestellten, überschlagenen Naht hat, ohne dafs die Fäden sich um die äufsere Fläche des umsponnenen Drahtes legen.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellt:
Fig. ι die Art und Weise dar, wie der übersponnene Draht oder die Feder α auf der Seite des Schweifsleders b nahe am Rande desselben festgenäht wird;
Fig. 2 einen Querschnitt durch Fig. 1.
Fig. 3 zeigt die Ansicht des fertigen Schweifsleders mit der auf dem Rande desselben umgeschlagenen federnden Einfassung und
Fig. 4 einen Querschnitt durch Fig. 3;
Fig. 5, 6, 7 und 8 zeigen den mit einer gewöhnlichen Handschuhnähmaschine verbundenen Apparat zum Annähen der Einfassung, und zwar ist Fig. 5, die Seitenansicht desselben, Fig. 6 die Ansicht von oben, Fig. 7 derselbe von der entgegengesetzten Seite wie in Fig. 5 und Fig. 8 die Speisewalze von oben gesehen mit der Führung im Horizontalschnitt.
Fig. 9 und 10 zeigen die an einer gewöhnlichen Flantschmaschine angebrachte Einrichtung zum Umbiegen des Lederrandes, ehe derselbe an den Hut genäht wird, und zum Umschlagen der federnden Einfassung.
Beide Arbeiten werden gleichzeitig auf der so eingerichteten Maschine gemacht. Fig. 9 ist dieselbe von vorn und Fjg. 10 von der Seite gesehen.
Das Annähen der Einfassung kann auf einer Handschuhnähmaschine oder auf irgend einer anderen entsprechenden, eine überwendliche Naht machenden Nähmaschine geschehen, vorausgesetzt, dafs die Stiche über den Rand des Leders durch den Ueberzug der federnden Einfassung über den Draht oder selbst der Feder hindurchgehen und dann durch das Leder, wie in Fig. ι und 2 gezeigt ist.
Die zu diesem Zweck einer gewöhnlichen Handschuhnähmaschine beigefügten Theile bestehen in dem Leitstück g und dem gekröpften Arme k.
c ist die Nadel und d der Haken; e und f sind die beiden Speisewalzen, von welchen die vordere Walze gröfser sein mufs wie die Walze f, damit das Lederband mit der Einfassung die richtige Krümmung oder Biegung erhält.
Aufserdem bezweckt diese Verschiedenheit der Walzen die gröfsere Geschwindigkeit des federnden Drahtes a.
Um den letzteren und das Leder zu führen, dient das Leitstück g von eigenthümlicher Con-
struction. Es ist nämlich auf seiner unteren Fläche eine Nuth h eingeschnitten, in welche sich der Rand des Leders einlegt, sowie etwas tiefer, neben dieser Nuth, ein Loch i\ durch welches der übersponnene Draht a so eingeleitet wird, dafs er 1,5 bis 1,7 mm unterhalb des Lederrandes durch die Speisewalze e an das Leder gedrückt wird. Die Nadelspitze der Nadel c geht durch den Rand des Leders und über dem Draht oder der Feder durch den Ueberzug derselben hindurch und näht daher bei ihrer Vorwärtsbewegung die Einfassung fest an das Leder an.
Der gekröpfte Arm k ist an einem entsprechenden Theil der Maschine befestigt; er bezweckt, das Leder mit der aufgenähten Einfassung in der richtigen Krümmung fortzuführen. Hierbei drückt er den genähten Theil der Arbeit herab und hebt hierdurch den rückwärts gelegenen Theil derselben gegen das Leitstück g·, so dafs die Leitung des Leders durch den Apparat keine weitere Bedienung erfordert. Letzteres ist nur beim Einschieben eines neuen Schweifsleders nothwendig.
Das Umschlagen der Einfassung auf den Rand des Leders in die in Fig. 3 und 4 gezeichnete Stellung kann von Hand durch ein Werkzeug auf einem gewöhnlichen Tisch oder einer Bank geschehen. Besser aber bewerkstelligt man diese Verschiebung der angenähten Einfassung auf der eigens dazu eingerichteten Flantschmaschine, Fig. 9 und 10.
An derselben wird nämlich vor den Walzen 5 und t eine besonders geformte, federnde Schiene q zum Zweck der Umbiegung des Randes des Lederbandes angebracht, da, wo es an den Hut angenäht werden soll, sowie der gleichzeitig stattfindenden Drehung der umsponnenen, an den gegenüberliegenden Rand des Lederbandes angenähten, federnden Einfassung auf diesen Rand des Lederbandes, m ist die Tischplatte, über welche das Leder gleitet, und η das auf die gewöhnliche Weise construirte Führungsstück. Letzteres ist verschiebbar in dem an dem Gestell der Maschine befestigten Träger r angeordnet. Ein Stift 0 des Führungsstückes η geht in ein Loch der Stange p, auf welcher eine Feder montirt ist, welche das Führungsstück nach innen zieht.
Um die Wirkung des Führungsstückes η zu verstärken, ist eine federnde Schiene q angebracht, deren eines Ende nahe an dem Führungsstück η aufruht, während das andere an dem Träger r des Gestelles befestigt ist. Zwischen dem Ende q und dem Träger r ist hinreichender Raum, um das Leder durchzulassen; die an dem letzteren angenähte Einfassung von umsponnenem Draht oder sonstigem federnden Material gelangt beim Verschieben des Leders in einen Raum zwischen der Nuth des Führungsstückes η und dem oberen Theil des Endes der federnden Schiene q. Das Leder wird durch den die Maschine bedienenden Arbeiter an die federnde Schiene q und das Führungsstück η gebracht, indem gleichzeitig die an dem Leder angenähte Einfassung auf den Rand des Leders gedrückt wird. Ein kleiner, vorspringender Lappen der federnden Schiene q liegt auf der Aufsenseite des Führungsstückes η auf und sobald letzteres nach aufsen bewegt wird, um das Leder einschieben zu können, drückt dasselbe gegen den Lappen und bewegt die federnde Schiene q.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Das Verfahren, eine übersponnene Feder aus Draht a oder sonstigem federnden Material nahe an dem Rande eines Schweifsleders b vermittelst einer Handschuhnähmaschine oder einer anderen, einen Ueberwendlingstich nähenden Maschine in der Weise anzunähen, dafs die Fäden über den Rand des Leders b und durch den Ueberzug (Umspinnung) des Drahtes α oberhalb desselben gehen, so dafs der so angenähte, überzogene Draht über die Stiche auf den Rand des Leders gedreht werden kann (Fig. ι bis 4).
2. Zur Ausführung dieses Verfahrens:
ä) die Construction und Anwendung des das Leder b und den umsponnenen Draht α so zwischen die Speisewalzen einer Nähmaschine einführenden Leitstückes g; dafs sich der Rand des Leders über der Nadelspitze bewegt und der umsponnene Draht in eine solche Lage kommt, dafs die Nadel stets über dem Draht durch den Ueberzug desselben hindurchgeht und denselben an das Leder festnäht;
b) der an der Nähmaschine befestigte, gekröpfte Arm k7 welcher das Leder mit der aufgenähten, federnden und übersponnenen Draht- oder sonstigen Einfassung auffängt, in der richtigen Krümmung fortführt und den Rand des Leders gegen das Leitstück g drückt (Fig. 6, γ und 8);
c) die federnde Schiene q an der Flantschmaschine (Fig. 9 und io), welche durch ihren Druck auf das Leder b und den an dasselbe angenähten, übersponnenen Draht a, wenn dieselben über die Platte m und unter dem Führungsstück η passiren, den Draht a ~auf die Kante des Leders dreht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT30474D Einfassung des Schweifsleders an Hüten Expired - Lifetime DE30474C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE30474C true DE30474C (de)

Family

ID=306594

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT30474D Expired - Lifetime DE30474C (de) Einfassung des Schweifsleders an Hüten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE30474C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1485212C3 (de) Nahmaschine
DE682051C (de) Vorrichtung zum Aufnaehen von ueber eine Werkstueckkante gefalteten Einfassungsstreifen aus Strick- oder Wirkware
DE30474C (de) Einfassung des Schweifsleders an Hüten
DE3309607C1 (de) Vorrichtung zum Zufuehren und Annaehen eines Besatzbandes an Randbereiche von Bekleidungsteilen aus Maschenmaterial
DE2922061A1 (de) Vorrichtung zur bildung eines doppelkettenstichs auf einer naehmaschine
DE578260C (de) Anschlagvorrichtung an Naehmaschinen mit Stoffschieber und auf und ab gehender Nadel zum Annaehen von Verschlussmitteln, wie Haken und OEsen
DE10326C (de) Knopfloch-Nähapparat für Nähmaschinen
DE1801483A1 (de) Umkehrbarer Stichbildemechanismus
DE3225438A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer saumnaht mittels einer zickzack-naehmaschine
DE581187C (de) Schaltgesperre fuer die angetriebene Zugrolle eines Zugrollenpaares an Naehmaschinen
DE282022C (de)
DE462177C (de) Blindstich-Doppelsteppstichnaht und Naehmaschine zu deren Herstellung, insbesondere fuer die Schuhmacherei
DE208173C (de)
DE111432C (de)
DE480789C (de) Naehmaschine zur Bildung eines Saumes oder Umschlages
DE657247C (de) Naehapparat fuer Pikierstich
DE23483C (de) Einrichtungen an Strohhut-Nähmaschinen zum Nähen der Hutdeckel mit überdeckten Nähten
DE515724C (de) Naehmaschine zum Verbinden zweier Stoffstuecke durch eine verhaeltnismaessig flache Randnaht
DE232170C (de)
DE274834C (de)
DE830880C (de) Befestigungsstich
DE381320C (de) Naehmaschine zur Herstellung einer flachen, dehnbaren Zusammennaeh- und UEberdecknaht
DE166647C (de)
DE21548C (de) Neuerung m der ffersteffang von Säumen an gewirkten Stoffen
DE110457C (de)