DE3038640C2 - - Google Patents
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- C08F297/06—Macromolecular compounds obtained by successively polymerising different monomer systems using a catalyst of the ionic or coordination type without deactivating the intermediate polymer using a catalyst of the coordination type
- C08F297/08—Macromolecular compounds obtained by successively polymerising different monomer systems using a catalyst of the ionic or coordination type without deactivating the intermediate polymer using a catalyst of the coordination type polymerising mono-olefins
- C08F297/083—Macromolecular compounds obtained by successively polymerising different monomer systems using a catalyst of the ionic or coordination type without deactivating the intermediate polymer using a catalyst of the coordination type polymerising mono-olefins the monomers being ethylene or propylene
- C08F297/086—Macromolecular compounds obtained by successively polymerising different monomer systems using a catalyst of the ionic or coordination type without deactivating the intermediate polymer using a catalyst of the coordination type polymerising mono-olefins the monomers being ethylene or propylene the block polymer contains at least three blocks
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Propylen/Ethylen-Blockcopolymeren mit verbesserten
Eigenschaften, insbesondere verbesserter Schlagfestigkeit,
Steifigkeit, Transparenz und verringertem Weißanlaufen bei
Schlageinwirkung. Seitdem stereospezifische Katalysatoren
durch Ziegler und Natta erfunden worden sind, hat man kristalline
Polyolefine auf kommerzieller Ebene hergestellt.
Es wurde insbesondere kristallines Polypropylen als Allzweckharz
mit einer ausgezeichneten Steifigkeit und Wärmebeständigkeit
verwendet.
Kristallines Polypropylen hat jedoch den Nachteil, daß es
bei niedrigen Temperaturen spröde wird, so daß es sich für
solche Zwecke nicht eignet, bei denen eine Schlagfestigkeit
bei niederen Temperaturen erforderlich ist. Um diesen Nachteil
zu überwinden, sind als Ergebnis zahlreiche Untersuchungen
viele Vorschläge gemacht worden. Von diesen Verbesserungen
sind insbesondere von einem industriellen Standpunkt
aus diejenigen geeignet, die in den japanischen Patentveröffentlichungsnummern
14834/1963, 1836/1964 und 15535/1964 beschrieben
werden. Es handelt sich dabei um ein Verfahren,
einschließlich der Blockcopolymerisation von Propylen mit
anderen Olefinen, insbesondere Ethylen.
Jedoch haben auch die auf bekannte Weise hergestellten Blockcopolymeren
Nachteile. Beispielsweise sind sie im Hinblick auf
die Steifigkeit und die Transparenz von gegossenen oder sonst
hergestellten Produkten dem kristallinen Polypropylen unterlegen.
Wenn die Blockcopolymeren durch Schlageinwirkung oder
durch Verbiegen deformiert werden, beobachtet man weiterhin
ein Weißanlaufen in dem deformierten Bereich (nachfolgend
als "Weißanlaufen durch Schlageinwirkung" bezeichnet), was
eine beträchtliche Verringerung des kommerziellen Wertes der
Produkte mit sich bringt.
Um diese Nachteile zu beheben, sind viele Verfahren vorgeschlagen
worden, bei denen die Blockcopolymerisation in drei
Stufen erfolgt. Insbesondere offenbart die japanische Patentveröffentlichung
Nr. 20 621/1969 eine Verbesserung im Hinblick
auf die Transparenz, die japanische Patentveröffentlichung Nr.
24 593/1974 eine Verbesserung im Hinblick auf das Weißanlaufen
unter Schlageinwirkung, und die japanische Patentveröffentlichung
(ungeprüft) Nr. 25 781/1973 eine Verbesserung im Hinblick
auf die Schlagfestigkeit.
Im allgemeinen konkurrieren diese Eigenschaften, das heißt
die Schlagfestigkeit, die Steifigkeit, die Transparenz und
das Weißanlaufen bei Schlageinwirkung, miteinander, so daß
zufriedenstellende, ausgeglichene Polymere durch die bekannten
Verfahren nicht erhalten werden können.
JP-A-5 28 094 betrifft ein dreistufiges Verfahren zur Blockcopolymerisation
von Propylen und Ethylen in Gegenwart eines
ein Übergangsmetallhalogenid enthaltenden Katalysators mit
einer durchschnittlichen Teilchengröße von 1 bis 40 µm. Nachteilig
an diesem Verfahren ist es, daß es wesentlich auf die
Einstellung der Teilchengröße ankommt, um die gewünschten Eigenschaften
in bezug auf Schlagzähigkeit und Steifigkeit zu
erzielen. Ferner muß bei diesem bekannten Verfahren in der
dritten Stufe das Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis auf 90%
oder mehr beschränkt werden, was den Nachteil mit sich
bringt, daß am Ende der zweiten Stufe ein aufwendiger Ausspülvorgang
zur Entfernung von nicht umgesetzten Monomeren
durchgeführt werden muß.
Auch das Verfahren der FR-A 23 40 961 erfordert ein Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis
von 90/10 oder mehr, so daß
auch hier nach der zweiten Stufe die nicht-umgesetzten Monomeren
ausgespült werden müssen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein neues Verfahren
zur Herstellung von Propylen/Ethylen-Blockcopolymeren zu
finden, bei dem die vorgenannten Probleme entfallen und die
Polymerisation unter Verwendung eines stereospezifischen Polymerisationskatalysators
in drei Stufen durchgeführt wird.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
darin, Propylen/Ethylen-Blockcopolymere zur Verfügung zu
stellen, die im Hinblick auf ihre Schlagfestigkeit, Steifigkeit,
Transparenz und Weißanlaufen bei Schlageinwirkung
außerordentlich gut ausgeglichen sind.
Weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung und durch sie erzielte
Vorteile werden durch die nachfolgende Beschreibung
offenbart.
Durch die vorliegende Erfindung wird ein Polymerisationsverfahren
zur Herstellung von Propylen/Ethylen-Blockcopolymeren
zur Verfügung gestellt, bei welchem man Propylen und Ethylen
unter Verwendung eines stereospezifischen Polymerisationskatalysator
einer dreistufigen Polymerisation unterwirft,
wobei die erste Polymerisationsstufe
so durchgeführt wird, daß Propylen allein oder
eine Propylen/Ethylen-Mischung polymerisiert wird, so daß das
durchschnittliche Propylen/Ethylen-Reaktionsverhältnis [das
molare Verhältnis von Ethylen zu Propylen, welche in das Copolymere
aufgenommen werden (nachfolgend als Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis"
bezeichnet)] 6/94 oder weniger,
vorzugsweise 4,5/95,5 oder weniger, beträgt, und dabei 60 bis
95 Gew.-%, vorzugsweise 65 bis 93 Gew.-% der gesamten Polymerisationsmenge
polymerisiert werden, die zweite Polymerisationsstufe
durch Polymerisieren einer Propylen/Ethylen-Mischung so
durchgeführt wird, daß das durchschnittliche Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis
25/75 bis 67/33, vorzugsweise 30/70 bis
60/40, beträgt, und dabei 1 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis
18 Gew.-%, der gesamten Polymerisationsmenge polymerisiert
werden, und die dritte Polymerisationsstufe durch Polymerisieren
einer Ethylen/Propylen-Mischung durchgeführt wird, wobei
das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß in der dritten
Stufe das durchschnittliche Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis
76/24 bis 89/11 beträgt und dabei 4 bis 35 Gew.-%,
vorzugsweise 6 bis 30 Gew.-% der gesamten Polymerisationsmenge
polymerisiert werden, und daß in der zweiten und in der
dritten Stufe Ethylen allein zugeführt wird, so daß die Menge
an Propylen dabei, ausgehend von der ersten Stufe, während
der nachfolgenden Stufen nach und nach erniedrigt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend im einzelnen
erläutert.
Die erfindungsgemäße Propylen/Ethylen-Blockcopolymerisation
kann im wesentlichen auf die gleiche Weise wie die herkömmlichen
Polymerisation zur Herstellung von isotaktischem Propylen
unter Verwendung eines stereospezifischen Polymerisationskatalysators
durchgeführt werden, mit der Ausnahme, daß die genannte Blockcopolymerisation
in mehrere Stufen unterteilt und auf die
Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnisse und auf die Polymerisationsmenge
in der zweiten und in der dritten Stufe geachtet
wird.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden als stereospezifische
Polymerisationskatalysatoren die bekannten Katalysatoren
verwendet, die gewöhnlich Titantrichlorid, eine organische
Aluminiumverbindung und gegebenenfalls ein die Stereospezifität
verbesserndes Mittel umfassen.
Hierbei kann das Titantrichlorid seine Zusammensetzung umfassen.
Als Beispiele für Titantrichlorid kann beispielsweise das durch
Reduktion von Titantetrachlorid mit einem Metall oder einer
metallorganischen Verbindung, oder weiterhin auch die Aktivierung
des Reaktionsproduktes genannt werden; die Produkte, die
durch Pulverisierung der genannten Substanzen erhalten werden;
das Titantrichlorid, das gemäß dem Verfahren der GB-PS 13 91 067
erhalten wird; und das Titantrichlorid, das durch das Verfahren
der US 41 65 298 erhältlich ist.
Die organischen Aluminiumverbindungen umfassen beispielsweise
Dimethylaluminiumchlorid, Diethylaluminiumchlorid, Diisobutylaluminiumchlorid,
Diethylaluminiumbromid und Triethylaluminium.
Von diesen Verbindungen wird Diethylaluminiumchlorid besonders
bevorzugt.
Das als dritte Komponente des Katalysators verwendete, die
Stereospezifität verbessernde Mittel umfaßt beispielsweise die
bekannten Verbindungen wie Amine, Ether, Ester, Schwefel, Halogene,
Benzol, Azulenderivate, organische oder anorganische
Stickstoffverbindungen und organische oder anorganische Phosphorverbindungen.
Die erfindungsgemäße Polymerisation kann entweder in einem
inerten Kohlenwasserstoff, oder in flüssigem Propylenmonomerem,
in praktischer Abwesenheit eines inerten Kohlenwasserstoffes,
durchgeführt werden. Weiterhin kann sie auch in der Gasphase
durchgeführt werden. Die Polymerisationstemperatur unterliegt
keiner besonderen Beschränkung, sie liegt jedoch im allgemeinen
in einem Bereich von 20° bis 90°C, vorzugsweise 40° bis 80°C.
Die Polymerisation wird in Anwesenheit der oben genannten Katalysatoren
durchgeführt.
In der ersten Polymerisationsstufe wird Propylen allein oder
eine Propylen/Ethylen-Mischung polymerisiert, so daß das durchschnittliche
Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis 6/94 oder
weniger, vorzugsweise 4,5/95,5 oder weniger, beträgt. Im Falle
der Polymerisation von Propylen können Polymere mit außerordentlich
ausgeglichenen physikalischen Eigenschaften erhalten werden,
indem man hier die erfindungsgemäßen Polymerisation anschließt.
Wenn jedoch Verbesserungen im Hinblick auf die Transparenz,
die Schlagfestigkeit und das Weißanlaufen durch Schlageinwirkung
gewünscht werden, wobei, falls notwendig, etwas von
der Steifigkeit geopfert wird, wird eine geringe Menge an Ethylen
hinzugefügt.
Bei der Copolymerisation können Propylen und eine kleine Menge
Ethylen gleichzeitig in gemischtem Zustand polymerisiert
werden, oder es kann zunächst Propylen allein polymerisiert
werden, gefolgt von der Copolymerisation einer Mischung von
Propylen und einer geringen Menge an Ethylen. In beiden Fällen
wird nahezu das gleiche Ergebnis erzielt.
Wenn das Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis den durch die
vorliegende Erfindung abgesteckten Rahmen verläßt, bzw. übersteigt,
wird die Steifigkeit außerordentlich stark erniedrigt.
In dieser Polymerisationsstufe wird vorzugsweise ein bekanntes,
das Molekulargewicht regulierende Mittel wie Wasserstoff,
hinzugefügt, um die Schmelzverarbeitbarkeit des Polymeren zu
regulieren.
An die erste Polymerisationsstufe schließt sich die zweite Stufe
an. In dieser Stufe wird die Copolymerisation durch Polymerisieren
einer Propylen/Ethylen-Mischung so durchgeführt, daß
das durchschnittliche Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis
25/75 bis 67/33, vorzugsweise 30/70 bis 60/40, beträgt. Ein
Reaktionsverhältnis unterhalb von 25/75 ist nicht zweckmäßig,
da die Schlagfestigkeit, insbesondere bei niederen Temperaturen,
sehr schlecht wird, was für Propylen/Ethylen-Blockcopolymere
charakteristisch ist. Ebenso ist ein Reaktionsverhältnis
von oberhalb 67/33 nicht zweckmäßig, da die Schlagfestigkeit
hierbei schlecht wird.
In der zweiten Stufe wird dem Polymerisationssystem Ethylen
allein zugefügt. Propylen wird hierbei nicht zugeführt, und,
falls notwendig, kann ein Teil des Propylens, welches sich in
dem Reaktionsgefäß befindet, nach der ersten Polymerisationsstufe
und vor der zweiten Polymerisationsstufe aus dem Reaktionsgefäß
entfernt werden, um dabei das Propylen/Ethylen-Verhältnis
in der zweiten Polymerisationsstufe auf einen gewünschten
Wert einzustellen. Das molare Verhältnis von insgesamt
zugeführtem und in dem System vorliegenden Ethylen zu
dem in dem System anwesenden Propylen beträgt in der zweiten
Stufe insbesondere 10/90 bis 60/40, vorzugsweise 15/85 bis
50/50.
In dieser Stufe ist ein das Molekulargewicht regulierendes
Mittel nicht erforderlich.
Der zweiten Polymerisationsstufe folgt die dritte Stufe. In
dieser Stufe wird die Copolymerisation durch Polymerisieren
einer Ethylen/Propylen-Mischung so durchgeführt, daß das durchschnittliche
Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis 76/24 bis
89/11 beträgt. Ein Reaktionsverhältnis von unterhalb 76/24 ist
nicht zweckmäßig, da die Steifigkeit, das Weißanlaufen durch
Schlageinwirkung und die Transparenz schlecht werden.
Ein Reaktionsverhältnis von oberhalb 89/11 ist gleichfalls nicht
zweckmäßig, da die Schlagfestigkeit, insbesondere bei Zimmer
temperatur, in Abhängigkeit von den Polymerisationsbedingungen
in der zweiten Stufe, schlecht wird. In dieser Stufe wird
vorzugsweise ein bekanntes, das Molekulargewicht regulierende
Mittel, wie Wasserstoff, hinzugefügt, um die Schmelzverarbeitbarkeit
des Copolymeren zu regulieren.
In der dritten Stufe wird dem Polymerisationssystem Ethylen
allein zugeführt. Propylen wird nicht zugeführt, und, falls
notwendig, kann ein Teil des Propylens auf die gleiche Weise
wie in der zweiten Stufe aus dem Reaktionsgefäß entfernt werden.
Insbesondere beträgt das molare Verhältnis von Ethylen zu Propylen,
welche in dem System anwesend sind, in dieser Stufe
vorzugsweise 25/75 bis 60/40.
Die erfindungsgemäße dreistufige Polymerisation kann unter
Verwendung von drei oder mehreren Gefäßen kontinuierlich, oder
sie kann unter Verwendung von einem oder mehreren Gefäßen ansatzweise
durchgeführt werden, oder sie kann eine Kombination
eines kontinuierlichen und ansatzweisen Verfahrens sein.
Weiterhin kann die dreistufige Polymerisation mehrmals wiederholt
werden.
Das oben beschriebene Blockcopolymere kann mit einer Vielzahl
von Ausführungsformen erhalten werden. Insbesondere kann das
nicht umgesetzte Propylen, das in der nachfolgenden Stufe benötigt
wird, nicht jedem beendeten Schritt zurückbehalten werden,
und das in dem System vorliegende Propylen nach und nach mit
dem Fortschreiten der Reaktion in dieser Stufe verringert werden.
Diese Verfahrensweise wird bevorzugt, wenn das Ethylen/Propylen-
Reaktionsverhältnis in jeder Stufe auf ökonomische Weise eingestellt
werden soll. Demzufolge wird in der zweiten und in der
dritten Stufe ein Verfahren bevorzugt, bei welchem Ethylen allein
zugeführt und Ethylen und Propylen copolymerisiert werden.
Insbesondere wenn das erfindungsgemäße Verfahren in einem
inerten Lösungsmittel durchgeführt wird, ist es möglich, in einen
außerordentlich großen Ausmaß die Menge an Propylen zu erniedrigen.
Eine bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsform, das heißt ein
ansatzweises Verfahren, wird nachfolgend erläutert.
In der ersten Stufe wird Propylen allein oder unter Zugabe einer
geringen Menge an Ethylen polymerisiert, indem man das oder
die Monomere bei einem relativ hohen Druck während des anfänglichen
Stadiums dieser Stufe zuführt. Nach einer gewissen Dauer
hört man mit der Zuführung von Propylen auf, während die Polymerisation
weiterschreitet, und es wird dabei eine erforderliche
Menge an Propylen zurückbehalten, die während der nachfolgenden
zweiten und dritten Stufe benötigt wird. In anderen Worten
heißt dies, daß die Menge an Propylenmonomerem in dem
Polymerisationssystem dadurch erniedrigt wird, indem man die
Polymerisation soweit fortführt, bis man die gewünschte Menge
an Propylenmonomeren erreicht hat. Falls notwendig, ist es
möglich, die überschüssige Menge an Monomerem oder an Monomeren
am Ende dieser ersten Stufe beendet ist, beginnt man mit der zweiten
Polymerisationsstufe, indem man Ethylenmonomeres zu dem
System zuführt. Die Menge an zuzuführendem Ethylen sollte unter
Berücksichtigung der Menge an Monomeren, die in dem System
verblieben sind, und unter Berücksichtigung des Ethylen/Propylen-
Reaktionsverhältnisses, welches durch die Polymerisationsbedingungen
bestimmt wird, festgelegt werden, so daß man das gewünschte
Copolymere erhält. In der Praxis wird die Polymerisation so
durchgeführt, daß das Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis in
dem durch die vorliegende Erfindung bestimmten Bereich liegt
und vorzugsweise unter Regulierung der Menge an zuzuführendem
Ethylen, um während des gesamten Verlaufes der Stufe ein konstantes
Reaktionsverhältnis aufrechtzuerhalten, und zwar in
Abhängigkeit von der Abnahme der restlichen Propylenmenge,
wobei der Druck des Reaktionssystems nach und nach abnimmt.
Wenn eine Monomerenmischung von Ethylen und Propylen in der
zweiten Polymerisationsstufe unter relativ hohem Druck zugeführt
wird, variiert der Sättigungsgrad (Übersättigung) von Propylen
in der Reaktionsmischung in der dritten Stufe, nach dem Entfernen
von nicht umgesetzten Monomeren, in Abhängigkeit von der
Größe des Reaktionsgefäßes, dem Aufschlämmungszustand in dem
Reaktionsgefäß, dem Rühren usw., so daß eine unveränderte,
beständige Polymerisation nicht erwartet werden kann. Im Gegensatz
hierzu wird eine konstante und unveränderte Polymerisation
in der dritten Stufe immer auf einfache Weise gewährleistet,
wenn die zweite Stufe erfindungsgemäß durchgeführt wird, da,
unabhängig von den Polymerisationsbedingungen, ein Zustand erreicht
wird, der nahe dem Sättigungszustand von Propylen ist.
In der dritten Stufe wird die Polymerisation unter Zuführung
von Ethylen durchgeführt, so daß ein durchschnittliches Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis
erhalten wird, welches innerhalb
der durch die vorliegende Erfindung bestimmten Grenzen liegt.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung durch ein Beispiel
einer kontinuierlichen Form des Verfahrens, welche ebenfalls
eine bevorzugte Ausführungsform darstellt, weiter erläutert.
Um das erfindungsgemäße Verfahren kontinuierlich durchführen
zu können, werden drei oder mehrere Reaktionsgefäße benötigt,
die in Reihe angeordnet und miteinander verbunden sind. Hierbei
wird der erste Polymerisationsschritt unter Verwendung
von einem oder mehreren Reaktionsgefäßen durchgeführt. Die erste
Stufe kann auf ähnliche Weise wie bei dem ansatzweisen Verfahren
durchgeführt werden, beispielsweise durch eine Propylenpolymerisation,
gefolgt von der Entfernung von nicht umgesetzten
Monomeren oder nicht umgesetztem Monomerem, oder durch Polymerisation
durch zwei oder mehrere Gefäße, die in Reihe angeordnet
und miteinander verbunden sind, wobei die Zuführung von
Propylen in dem letzten Reaktionsgefäß ausgeschlossen ist, um
die benötigte Abnahme an Propylenmonomerengehalt am Ende dieser
Stufe zu erreichen, was zu erreichen, was gefolgt sein kann, falls notwendig,
durch Entfernung von überschüssigem Monomerem bzw. überschüssigen
Monomeren.
Die zweite Polymerisationsstufe wird in einem oder in mehreren
Reaktionsgefäßen durchgeführt, indem man Ethylen zufügt, so daß
die Ethylen/Propylen-Copolymerisation unter Verbrauch an nicht
umgesetztem und in dem System zurückbehaltenen Propylenmonomeren
erfolgt. Es ist hier möglich, die Polymerisation, wie bei
dem ansatzweisen Verfahren, in zwei oder mehreren Reaktionsgefäßen
durchzuführen, um den nach und nach erfolgenden Druckabfall
zu verwirklichen, wobei gegebenenfalls eine weitere
Entfernung von nicht umgesetztem Propylenmonomerem durchgeführt
wird, falls das Propylenmonomere im Überschuß zurückbehalten
worden ist.
Die dritte Polymerisationsstufe wird unter Zuführung von
Ethylen in einem oder in mehreren Reaktionsgefäßen durchgeführt.
Obgleich es möglich ist, die erfindungsgemäße Polymerisation
entweder in einem Medium von verflüssigten Monomeren unter im
wesentlichen Ausschluß von irgendeinem inerten Lösungsmittel
oder in der Gasphase durchzuführen, wird es im Hinblick auf eine
ökonomische Herstellung des Copolymeren bevorzugt, die Polymerisation
so durchzuführen, daß die erste Stufe entweder in dem
verflüssigten Monomeren oder in der Gasphase und die nachfolgende
zweite und dritte Stufe in der Gasphase durchgeführt wird.
Es ist empfehlenswert, so vorzugehen, damit der abnehmende
Gradient an Propylenmonomergehalt während der ersten, zweiten
und dritten Stufe verwirklicht wird.
Obgleich es bevorzugt wird, das Verfahren im Rahmen derjenigen
Ausführungsform durchzuführen, bei welcher in der zweiten und
in der dritten Stufe nur Ethylen zugeführt wird, ist es auch
zulässig, im Verlaufe der zweiten und dritten Stufe die Zugabe
von Propylenmonomeren vorzusehen, wenn Propylen benötigt werden
sollte.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend im Hinblick auf
Beispiele und Vergleichsbeispiele weiter erläutert, jedoch ist
die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt.
Die Ergebnisse der Beispiele sind in den Tabellen 1 bis 6 zusammengestellt.
Die in den Tabellen angegebenen Werte für die physikalischen
Eigenschaften wurden durch die folgenden Untersuchungsmethoden
bestimmt:
| Schmelzindex: | |
| ASTM D 1238-57T | |
| Versprödungstemperatur: | ASTM D 746 |
| Steifigkeit: | ASTM D 747-58T |
| Trübung: | ASTM D 1003 |
| Testprobe: Platte (1 mm dick) durch Pressen geformt. | |
| Kerbschlagzähigkeit: | ASTM D 256 |
| Testtemperatur: 20°C, -20°C | |
| Weißanlaufen durch Schlageinwirkung: | Eine spritzgegossene Platte (1 mm dick) wird bei 20°C auf eine Schlagzähigkeit-Testvorrichtung von DuPont gegeben; |
die halbkugelförmige Spitze (Radius 6,3 mm) des pfeilartigen
Stabes (dart) wird mit der Platte in Berührung gebracht;
durch 20 cm oder 50 cm tiefen natürlichen Fall eines Gewichts
(1 kg) wird ein Schlag auf das obere Ende des pfeilartigen
Stabes aufgegeben; und die Fläche des weiß angelaufenen
Bereiches wird gemessen.
Die Intrinsic-Viskosität (der Einfachheit halber nachfolgend
als [η] bezeichnet): [η] wird bei 135°C in Tetralin
gemessen.
Diese Werte wurden unter Verwendung von Testproben ermittelt,
die wie folgt hergestellt wurden: Die in den Beispielen erhaltenen
Polymerteilchen wurden mit üblichen Zusätzen, wie
einem Antioxidans, gemischt, durch einen Extruder in Pellets
geformt und dann gepreßt oder spritzgegossen.
Ein Autoklav mit einem Fassungsvermögen von 360 l, ausgerüstet
mit einem Rührer, welcher zuvor evakuiert worden ist, wurde mit
Propylen bis zu einem Überdruck von 0,098 MPa gefüllt, und dann
bis zu einem Unterdruck von 800 mbar evakuiert. Diese Prozedur
wurde dreimal wiederholt.
Anschließend wurden 100 l Heptan, 28 g Titantrichlorid (ein
Produkt der Firma Toho-Titanium mit der Handelsbezeichnung
TAC 132) und 320 g Diethylaluminiumchlorid in den Autoklaven
gegeben.
In der ersten Polymerisationsstufe wurde Propylenmonomeres bei
einer Polymerisationstemperatur von 70°C in Anwesenheit von
Wasserstoff zugeführt, bis ein Überdruck von 1,37 MPa erreicht
war. Dann wurde die Zufuhr von Propylen abgebrochen, und die
Polymerisation weitergeführt, um in dem System Propylenmonomeres
zu verbrauchen, bis der Druck in dem System auf einen
Überdruck von 0,6 MPa abgefallen war.
Anschließend wurde restliches, nicht umgesetztes Monomeres bis
zu einem Überdruck von 0,25 MPa entfernt und dann wurde die
Temperatur auf 65°C eingestellt.
In der zweiten Stufe wurde die Polymerisation in einer solchen
Weise fortgeführt, daß der Autoklav bei einer Polymerisationstemperatur
von 60°C zur Erhöhung des Drucks mit Ethylen beladen
wurde, und die Polymerisation vorangetrieben wurde, indem die
Zufuhr von Ethylen so eingestellt wurde, daß ein konstantes
Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis eingehalten wurde, bis ein
Polymerisationsüberdruck von 0,18 MPa erreicht war.
Dann wurden 60 l Heptan hinzugefügt und die Temperatur auf 52°C
eingestellt.
Die dritte Stufe der Polymerisation wurde so durchgeführt, daß
der Druck auf einmal auf einen Überdruck von 0,2 MPa gebracht
wurde, indem man Ethylen in das System einführte und die Polymerisation
dann bei 52°C in Anwesenheit von Wasserstoff weiter
fortschreiten ließ, während man Ethylen zuführte.
Um den Katalysator zu zersetzen, fügte man der in Form einer
Aufschlämmung erhaltenen Polymerisationsmischung Butanol zu.
Anschließend wurde die Mischung filtriert und getrocknet, und
man erhielt ein weißes, pulverförmiges, polymeres Produkt.
Die mit den nach dem Ende einer jeden Stufe genommenen Proben
ermittelten [η]-Werte und die Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnisse
für die zweite und die dritte Stufe und die in jeder
Stufe erfolgte prozentuale Polymerisation, beides mit Hilfe der
Materialrestmengen bestimmt, sind in Tabelle I zusammengefaßt.
Die Materialeigenschaften der erhaltenen Polymeren sind in
Tabelle II zusammengestellt.
Daneben wurde durch ein anderes Verfahren zur Bestimmung des
Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnisses mit Hilfe eines bekannten
Verfahrens, nämlich unter Verwendung von IR-Spektren, bestätigt,
daß dieser Wert praktisch mit demjenigen übereinstimmt,
der aus der Berechnung der Materialrestmengen erhalten wurde.
Das molare Verhältnis von dem System insgesamt zugeführtem
Ethylen zu dem anwesenden Propylen entsprach 30/70 in der zweiten
Stufe, und das molare Verhältnis von Ethylen zu Propylen, welche
in dem System anwesend sind, entsprach in der dritten Stufe
42/58. Dies trifft auch für die nachstehend wiedergegebenen
Vergleichsbeispiele zu.
Auf ähnliche Weise wie in Beispiel 1 wurde die erste Stufe derart
durchgeführt, daß Propylen bei einer Polymerisationstemperatur
von 70°C in Anwesenheit von Wasserstoff zugeführt wurde,
und die Polymerisation nach dem Abbrechen der Propylenzuführung
weitergeführt wurde, bis ein Überdruck von 0,5 MPa erreicht
war. Anschließend wurde das verbliebene, nicht umgesetzte
Monomere bis zu dem jeweils unten angegebenen Druck entfernt:
In der zweiten Stufe wurde die Polymerisation so weitergeführt,
daß der Autoklav zunächst mit Ethlen beladen und bei einer
Temperatur von 60°C gehalten wurde und die Polymerisation dann
in Anwesenheit von Wasserstoff weitergeführt wurde, indem man
eine Ethylen/Propylen-Mischung zuführte, um ein konstantes
Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis aufrechtzuerhalten.
Die erhaltene Polymerisationsaufschlämmung wurde auf ähnliche
Weise wie in Beispiel 1 weiterverarbeitet. Man erhielt ein
weißes, pulverförmiges Polymeres.
Die Besonderheiten der Polymerisation und die Materialeigenschaften
der Produkte sind in den Tabellen I bzw. II zusammengefaßt.
In den Vergleichsbeispielen 1, 2 und 3 wurde jeweils gemäß einem
herkömmlichen zweistufigen Verfahren ein Propylen/Ethylen-Blockcopolymeres
hergestellt, wobei die Polymerisation im Vergleichsbeispiel
1 so durchgeführt wurde, daß man ein Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis
aufrechterhielt, welches dem Durchschnitt
der Reaktionsverhältnisse in der zweiten und in der dritten
Stufe von Beispiel 1 entsprach, und die Polymerisationen in den
Vergleichsbeispielen 2 und 3 wurden so durchgeführt, daß man
ein Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis aufrechterhielt, welches
diejenigen der zweiten bzw. der dritten Stufe von Beispiel
1 entsprach.
Gemäß einem herkömmlichen zweistufigen Verfahren kann es möglich
sein, polymere Produkte zu erhalten, die hinsichtlich ihrer
Schlagfestigkeit und der Versprödungstemperatur, welche charakteristisch
für ein Blockcopolymeres sind, ausgezeichnet sind,
indem man eine geeignete Auswahl unter den Polymerisations
bedingungen trifft. Jedoch ist ein auf diese Weise erhaltenes
Produkt hinsichtlich der Transparenz sehr viel schlechter,
weist eine schlechtere Steifigkeit und schlechtere Eigenschaften
hinsichtlich des Weißanlaufen durch Schlageinwirkung auf,
und ist somit nicht ausgeglichen im Hinblick auf die Materialeigenschaften.
Im Gegensatz hierzu kann man mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
ein polymeres Produkt herstellen, welches eine ausgezeichnete
Ausgewogenheit der Materialeigenschaften zeigt, ohne daß die
charakteristischen Eigenschaften, das heißt die Schlagfestigkeit
und die Versprödungstemperatur, nachteilig geändert werden.
a) In einen mit einem Rührer versehenen 200 l-Autoklaven wurden
45,5 l Hexan und 11,8 l TiCl₄ gegeben. Während die Lösung
auf einer Temperatur zwischen -10°C und -5°C gehalten wurde,
wurde unter Rühren während 3 Stunden ein Lösung aus 43,2 l
Hexan und 13,5 l Diethylaluminiumchlorid hinzugetropft. Die
Reaktionsmischung wurde dann 15 Minuten auf einer Temperatur
zwischen -10°C und 0°C gehalten. Anschließend wurde die Temperatur
der Mischung innerhalb von 2 Stunden auf 65°C erhöht.
Nach Halten der Temperatur für weitere 2 Stunden wurde der gebildete
Feststoff (nachfolgend als reduzierter Feststoff bezeichnet)
von der flüssigen Phase abgetrennt, welcher dann
6 mal mit 50 l Hexan gewaschen und anschließend von Hexan
befreit wurde.
b) Der auf diese Weise erhaltene reduzierte Feststoff wurde in
92 ml Hexan suspendiert, und es wurden dann 19,6 l Diisoamylether
hinzugefügt. Nachdem die Suspension 1 Stunde bei 35°C
gerührt worden war, wurde der Feststoff (nachfolgend als etherbehandelter
Feststoff bezeichnet) von der flüssigen Phase ab
getrennt, 6mal mit 50 l Hexan gewaschen und anschließend vom
Hexan befreit. Zu dem auf diese Weise erhaltenen etherbehandelten
Feststoff wurden 60 l einer 40 Vol.-%igen Lösung von TiCl₄
in Hexan hinzugefügt und die Suspension 2 Stunden lang bei
70°C gerührt.
Der auf diese Weise umgesetzte Feststoff wurde von der flüssigen
Phase abgetrennt, 10mal mit 50 l Hexan gewaschen und
von dem Hexan befreit, um ihn zu trocknen.
Der auf diese Weise erhaltene Feststoff wurde mit "Titantrichlorid-Feststoffkatalysator
I" bezeichnet.
Ein mit einem Rührer versehener 250 l-Autoklav wurde evakuiert,
mit Propylen auf einen Überdruck von 0,098 MPa gebracht und
anschließend auf einen Unterdruck von 800 mbar evakuiert. Diese
Prozedur wurde dreimal wiederholt. Anschließend wurde der
Autoklav mit 75 l Heptan, 8,5 g Titantrichlorid-Feststoffkatalysator
I und 128 g Diethylaluminiumchlorid gefüllt, um
die Polymerisation in Gang zu setzen.
Die erste Stufe der Polymerisation wurde in Anwesenheit von
Wasserstoff derart durchgeführt, daß die Polymerisation während
des anfänglichen Abschnittes unter laufender Zuführung von
Propylenmonomeren bei einem Überdruck von 0,88 MPa bei 70°C
und dann während des folgenden Abschnittes bei 75°C ohne Zugabe
von Propylenmonomerem durchgeführt wurde, bis der Polymerisationsüberdruck
einen Wert von 0,5 MPa erreichte. Anschließend
wurde das nicht umgesetzte Monomere bis zu einem Innenüberdruck
von 0,17 MPa entfernt und die Temperatur auf 60°C eingestellt.
Die zweite Stufe wurde bei einer Polymerisationstemperatur von
60°C durchgeführt, während Ethylen zugeführt wurde, um ein
konstantes Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis aufrechtzuerhalten,
bis der Polymerisationsüberdruck auf einen Wert von
0,05 MPa abgefallen war. Anschließend wurden 23 l Heptan
hinzugefügt.
Die dritte Stufe wurde bei einer Polymerisationstemperatur von
60°C in Gegenwart von Wasserstoff so durchgeführt, daß die
Polymerisation durch Zuführung von Ethylen bis zu einem Überdruck
von 0,2 MPa fortschritt.
Die erhaltene Polymerenaufschlämmung wurde wie in Beispiel 1
beschrieben behandelt, indem man 4 l Butanol zufügte, wobei
ein weißes, pulverförmiges Polymeres erhalten wurde.
Die Besonderheiten der experimentellen Bedingungen und die
Ergebnisse sind in den Tabelle III und IV zusammengefaßt.
Ein mit einem Rührer versehener 360 l-Autoklav wurde, nachdem
er in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 vorbehandelt worden
war, mit 100 l Heptan und 320 g Diethylaluminiumchlorid zusammen
mit Titantrichlorid gefüllt, um die dreistufige Polymerisation
durchzuführen.
Die erste Stufe wurde so durchgeführt, daß die Polymerisation
während des anfänglichen Abschnittes unter Zuführung von
Propylenmonomerem bis zu einem Überdruck von 0,88 MPa und bei
70°C vorangetrieben wurde, und in dem nachfolgenden Abschnitt
ohne weitere Zuführung von Propylenmonomerem weitergetrieben
wurde, bis ein Überdruck von 0,5 MPa erreicht war. Anschließend
wurde die Temperatur auf 60°C eingestellt und Monomeres
wurde bis zu einem vorherbestimmten Druck entfernt.
Die zweite Stufe wurde bei einer Polymerisationstemperatur von
60°C durchgeführt, indem man Ethylen bis zu einem erhöhten
Druck zuführte, und anschließend mit der Zugabe von Ethylen
fortfuhr, um die Polymerisation weiterzutreiben, bis ein vorherbestimmter
Druckwert erreicht wurde.
Die dritte Stufe wurde bei einer Polymerisationstemperatur
von 50°C durchgeführt, indem man Ethylen bis zu einem erhöhten
Druck zuführte und anschließend mit der Zuführung von Ethylen
fortfuhr, um die Polymerisation abzuschließen.
Die erste und die dritte Stufe der Polymerisation wurden unter
Zugabe von Wasserstoffgas durchgeführt.
Anschließend wurde die gleiche Aufarbeitung wie in Beispiel 1
angewandt, und man erhielt ein weißes, pulverförmiges Polymeres.
Die besonderen experimentellen Bedingungen und die Ergebnisse
sind in Tabelle III bzw. den Tabelle IV und V angegeben.
Der in Beispiel 3 verwendete Titantrichlorid-Feststoffkatalysator
II wurde wie folgt hergestellt:
a) In einen mit einem Rührer versehenen 200 l-Autoklaven
wurden 52 l Hexan und 13,5 l Titantetrachlorid gegeben.
Während die Lösung bei einer Temperatur zwischen -10°C und
-5°C gehalten wurde, wurde eine Lösung aus 35 l Hexan und
16,5 l Diethylaluminiumchlorid während 4 Stunde unter Rühren
tropfenweise zugegeben.
Anschließend wurde die Temperatur auf 105°C erhöht, und bei
dieser Temperatur weitere 2 Stunden gerührt. Nach dem Abkühlen
durch Aufbewahrung bei Zimmertemperatur wurde der so umgesetzte
Feststoff von der flüssigen Phase abgetrennt, mit 50 l Hexan
6mal gewaschen, und man erhielt einen wärmebehandelten Feststoff.
b) Der so erhaltene wärmebehandelte Feststoff wurde in 120 l
Toluol suspendiert und hierzu wurden 26 l Di-n-butylether
und 2,8 kg Jod gegeben, worauf die Mischung 1 Stunde bei 95°C
gerührt wurde. Nach Aufbewahrung der Mischung bei Zimmertemperatur
wurde der Feststoff von der flüssigen Phase abgetrennt,
6mal mit 50 l Hexan gewaschen und getrocknet. Der so erhaltene
Feststoff wurde als Titantrichlorid-Feststoffkatalysator II
bezeichnet.
Das Verfahren der Beispiele 3 und 4 wurde in den Vergleichsbeispielen
4 bzw. 5 wiederholt, mit der Ausnahme, daß der
Katalysator und die Polymerisationsbedingungen in der zweiten
und dritten Stufe geändert wurden und daß ein Teil der zurückgebliebenen,
nicht umgesetzten Monomeren am Ende der zweiten
Stufe entfernt wurde, soweit sie im Überschuß über die in der
dritten Stufe benötigte Menge vorlagen. Die besonderen experimentellen
Bedingungen und die Ergebnisse sowie auch die
Materialeigenschaften der erhaltenen Produkte sind in Tabelle III
bzw. in den Tabellen IV und V zusammengestellt.
Die Vergleichsbeispiele 4 und 5 repräsentieren den Fall, in
welchem das Blockcopolymere durch ein anderes dreistufiges
Polymerisationsverfahren als dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt
wurde. Es wurde gezeigt, daß die Copolymerisationsprodukte
dieser Vergleichsbeispiele eine ausgezeichnete Steifigkeit und
Transparenz und hinsichtlich des Weißanlaufens durch Schlageinwirkung
ebenfalls ausgezeichnete Eigenschaften aufweisen,
jedoch eine extrem schlechte Schlagfestigkeit und Versprödungstemperatur
haben, und somit eine schlechte Ausgewogenheit der
Materialeigenschaften vorliegt.
Im Gegensatz hierzu haben die Produkte der erfindungsgemäßen
Beispiele 2, 3 und 4 verbesserte Eigenschaften hinsichtlich des
Weißanlaufens durch Schlageinwirkung und hinsichtlich der
Transparenz, ohne daß die charakteristischen Eigenschaften
eines Blockcopolymeren, das heißt Schlagfestigkeit und Versprödungstemperatur,
nachteilig beeinflußt worden sind, so daß
offensichtlich ist, daß sie hinsichtlich der Materialeigenschaften
wohl ausgewogen sind.
Ein 360 l-Reaktionsgefäß (A) in Form eines Mischbehälters wurde
in Reihe mit einem 400 l-Reaktionsgefäß (B) in Form eines Fließbettes
verbunden, um darin eine Blockcopolymerisation von Propylen
und Ethylen durchzuführen.
Die erste Polymerisationsstufe wurde wie folgt durchgeführt:
Nach einer Vorbehandlung wie in Beispiel 1 wurde das Reaktionsgefäß (A) mit 112 kg Propylen gefüllt und hierzu wurden 4,0 g Titantrichlorid-Feststoffkatalysator I, 224 g Diethylenaluminiumchlorid und 5,2 g Methylmethacrylat gegeben, und anschließend wurde die Temperatur auf 70°C eingestellt. Die Polymerisation wurde in Anwesenheit von Wasserstoff bei Zugabe einer geringen Menge von Ethylen während 3 Stunden in einem Reaktionsmedium von verflüssigtem Propylenmonomeren durchgeführt. Nach der Polymerisation wurde die Polymerisationsaufschlämmung in das Reaktionsgefäß (B) überführt und die nicht umgesetzten Monomeren wurden dann entfernt, bis ein Überdruck von 0,98 MPa erreicht war.
Nach einer Vorbehandlung wie in Beispiel 1 wurde das Reaktionsgefäß (A) mit 112 kg Propylen gefüllt und hierzu wurden 4,0 g Titantrichlorid-Feststoffkatalysator I, 224 g Diethylenaluminiumchlorid und 5,2 g Methylmethacrylat gegeben, und anschließend wurde die Temperatur auf 70°C eingestellt. Die Polymerisation wurde in Anwesenheit von Wasserstoff bei Zugabe einer geringen Menge von Ethylen während 3 Stunden in einem Reaktionsmedium von verflüssigtem Propylenmonomeren durchgeführt. Nach der Polymerisation wurde die Polymerisationsaufschlämmung in das Reaktionsgefäß (B) überführt und die nicht umgesetzten Monomeren wurden dann entfernt, bis ein Überdruck von 0,98 MPa erreicht war.
Die zweite Polymerisationsstufe wurde bei 60°C derart durchgeführt,
daß die Polymerisation bei Zugabe von Ethylen in der
Gasphase weitergeführt wurde, nachdem das Gefäß (B) weiter mit
Ethylenmonomerem gefüllt worden war, bis der Überdruck auf
1,18 MPa erhöht worden war. Am Ende der zweiten Stufe wurden
die verbliebenen, nicht umgesetzten Monomeren entfernt, bis
ein Überdruck von 0,49 MPa erreicht worden war.
Die dritte Stufe wurde anschließend bei 60°C in Anwesenheit von
Wasserstoff durchgeführt, indem das Gefäß mit Ethylen bis zu
einem erhöhten Überdruck von 1,77 MPa gefüllt wurde.
Aus dem Reaktionsgefäß (B) wurde ein Teil der Monomeren kontinuierlich
am oberen Ende des Gefäßes entnommen und über einen
Wärmeaustauscher in das Gefäß zurückgeführt, indem man sie
in den Bodenbereich des Gefäßes wieder einblies, um eine Fließbewegung
der Polymerteilchen zu erzeugen, damit die Reaktionswärme
abgeführt wurde.
Nach Beendigung der Polymerisation wurden die Polymerenteilchen
in einem mit einem Rührer versehenen Nachbehandlungsbehälter
gegeben, wo sie mit einer Mischung von 0,5 l Propylenoxid und
170 l Propylen viermal gewaschen wurden, um Katalysatorreste
zu entfernen. Man erhielt ein weißes, pulverförmiges Polymeres.
Das Beispiel 5 repräsentiert eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens, bei welcher die Polymerisation in Abwesenheit
irgendeines inerten Lösungsmittels durchgeführt wird.
Es hat sich gezeigt, daß das in diesem Beispiel erhaltene
Produkt gleichfalls eine ausgezeichnete Ausgewogenheit hinsichtlich
seiner Materialeigenschaften aufweist, welche
ebenso ausgezeichnet ist wie diejenige der in den Beispielen
1 bis 4 erhaltenen Produkte, in welchen ein inertes Lösungsmittel
verwendet wurde.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines Propylen/Ethylen-
Blockcopolymeren, bei welchem man Propylen und Ethylen unter
Verwendung eines stereospezifischen Polymerisationskatalysators
einer dreistufigen Polymerisation unterwirft,
wobei man
in der ersten Stufe Propylen allein oder eine Propylen/Ethylen-Mischung polymerisiert, so daß das durchschnittliche Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis 6/94 oder weniger beträgt und dabei 60 bis 95 Gew.-% der gesamten Polymerisationsmenge polymerisiert werden,
in der zweiten Stufe eine Propylen/Ethylen-Mischung polymerisiert, so daß das durchschnittliche Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis 25/75 bis 67/33 beträgt und dabei 1 bis 20 Gew.-% der gesamten Polymerisationsmenge polymerisiert werden, und
in der dritten Stufe eine Propylen/Ethylen-Mischung polymerisiert,
dadurch gekennzeichnet, daß in der dritten Stufe das durchschnittliche Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis 76/24 bis 89/11 beträgt und dabei 4 bis 35 Gew.-% der gesamten Polymerisationsmenge polymerisiert werden, und daß in der zweiten und dritten Stufe Ethylen allein zugeführt wird, so daß die Menge an Propylen in dem Polymerisationssystem dabei, ausgehend von der ersten Stufe, während der nachfolgenden Stufen nach und nach erniedrigt wird.
in der ersten Stufe Propylen allein oder eine Propylen/Ethylen-Mischung polymerisiert, so daß das durchschnittliche Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis 6/94 oder weniger beträgt und dabei 60 bis 95 Gew.-% der gesamten Polymerisationsmenge polymerisiert werden,
in der zweiten Stufe eine Propylen/Ethylen-Mischung polymerisiert, so daß das durchschnittliche Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis 25/75 bis 67/33 beträgt und dabei 1 bis 20 Gew.-% der gesamten Polymerisationsmenge polymerisiert werden, und
in der dritten Stufe eine Propylen/Ethylen-Mischung polymerisiert,
dadurch gekennzeichnet, daß in der dritten Stufe das durchschnittliche Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis 76/24 bis 89/11 beträgt und dabei 4 bis 35 Gew.-% der gesamten Polymerisationsmenge polymerisiert werden, und daß in der zweiten und dritten Stufe Ethylen allein zugeführt wird, so daß die Menge an Propylen in dem Polymerisationssystem dabei, ausgehend von der ersten Stufe, während der nachfolgenden Stufen nach und nach erniedrigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Polymerisation in der zweiten
Stufe so durchgeführt wird, daß das durchschnittliche
Ethylen/Propylen-Reaktionsverhältnis 30/70 bis 50/40 beträgt.
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