DE301792C - - Google Patents

Info

Publication number
DE301792C
DE301792C DENDAT301792D DE301792DA DE301792C DE 301792 C DE301792 C DE 301792C DE NDAT301792 D DENDAT301792 D DE NDAT301792D DE 301792D A DE301792D A DE 301792DA DE 301792 C DE301792 C DE 301792C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorammonium
gout
dust
blast furnace
gout dust
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT301792D
Other languages
English (en)
Publication of DE301792C publication Critical patent/DE301792C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/08Preparation of ammonia from nitrogenous organic substances

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

Im Hauptpatent 298604 ist gezeigt, wie man durch Überführung des Koksstickstoffs in Chlorammonium und Verseifung etwa auftretender anderer Stickstoffverbindungen durch Salzsäure zu Chlorammonium aus dem Hochofen gebundenen Stickstoff in Gestalt von Chlorammonium mit Gichtgasen abführen kann. Es würde nun durch Versuche gefunden, daß man das Chlorammonium von dem Gichtstaub und seinen Verunreinigungen (Eisenchlorid, Ferrochlorid, Manganchlorür usw.) weitgehend trennen kann, indem man ihn erhitzt und das Chlorammonium absublimiert. Hierbei ergibt sich als besonderer Vorteil, daß diejenigen Teile des Chlors, welche nicht an Ammoniak, sondern -an Eisen oder an Mangan oder Kalk gebunden sind, in den Gichtstaub zurückbleiben und diesen zusammenbacken lassen, zumal, wenn man ihn etwas anfeuchtet. Man kann dann den Gichtstaub leicht brikettieren oder auch unbrikettiert, ohne daß er mehr stark stäubt, in den Hochofen zurückgeben und das überschüssige Chlor nutzbar machen.
«5 Will man statt Chlorammonium freies Ammoniak haben, dann befeuchtet man den Gichtstaub mit Wasser und treibt N H, ab.
Der ,Kalkgehalt des Gichtstaubes reicht häufig dazu aus. Sonst setzt man noch nach Bedarf gelöschten Kalk hinzu. Bei dieser Arbeitsweise gewinnt man alles Chlor zurück und kann es zusammen mit dem abgetriebenen Gichtstaub in den Hochofen zurücksenden. Die Chloride dienen dabei als Bindemittel für den Gichtstaub, so daß eine besondere Brikettierung nicht nötig ist.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung· des Stickstoffes beim Hochofenprozeß gemäß Patent 298604, dadurch gekennzeichnet, daß man aus dern salmiakhaltigen Gichtstaub das Chlorammonium absublimiert und den chloridhaltigen Rest in den Hochofen zurückführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das freie Ammoniak in bekannter Weise nach Zusatz von Wasser durch Wärme abtreibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gichtstaub nach Entfernung des Ammoniaks in brikettiertem Zustand ohne weitere Zusätze wieder verwendet wird.
DENDAT301792D Active DE301792C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE301792C true DE301792C (de)

Family

ID=555634

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT301792D Active DE301792C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE301792C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2528137A1 (de) Verfahren zur erhoehung des nickelgehaltes bei nickel-lateriteisenerzen
DE2903446C2 (de)
DE3390123T1 (de) Verfahren zur Herstellung von metallischem Aluminium über den Weg einer Chlorierung von Aluminiumchlorid-hexahydrat (ACH)
DE1804977B2 (de) Verfahren zum gewinnen sehr reiner tonerde sowie der begleitstoffe eisen, magnesium und kalium in technisch verwertbarer form aus aluminiumhaltigen erzen
DE301792C (de)
AT84507B (de) Verfahren zur Gewinnung des Stickstoffes beim Hochofenprozeß.
DE272078C (de)
AT315207B (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorwasserstoff
DE2004878C3 (de) Verfahren zur Anreicherung des Titanoxidgehaltes in Titanerzen
DE451930C (de) Verfahren zum Brikettieren von Hochofengichtstaub
DE557229C (de) Aufschluss von Chromerz
DE111042C (de)
DE1583942C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines stückigen Erzes
DE1961291A1 (de) Verfahren zum Roesten von sulfidischem Eisenmaterial oder Gemischen von sulfidischem oder oxydhaltigem Eisenmaterial und zum Chlorieren der in diesen Materialien vorhandenen Nichteisenmetalle bei niedrigen Temperaturen,wobei die chlorierten Nichteisenmetalle anschliessend ausgelaugt und zurueckgewonnen we
DE44868C (de) Neuerung bei der Gewinnung von Blei und Silber
DE742710C (de) Verfahren zur Herstellung von Chromaten
AT253462B (de) Herstellung von Natriummetaborat enthaltenden Lösungen aus Borkalkerzen
AT105338B (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd.
DE229015C (de)
DE873539C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern, insbesondere von Eisenpulvern
DE677278C (de) Verfahren zum Verhuetten von Zink oder Arsen oder beide Stoffe enthaltenden Eisenerzen im Hochofen
AT111538B (de) Verfahren zur Aufarbeitung von oxydischen antimonhaltigen Zinnerzen mit Säure.
DE853161C (de) Verfahren zur Gewinnung von Jod und Kalisalzen aus Hochofenflugstaub
DE154518C (de)
DE298604C (de)