DE30083C - Spalieranlage mit gesonderten Sturmund Tragdrähten - Google Patents
Spalieranlage mit gesonderten Sturmund TragdrähtenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G17/00—Cultivation of hops, vines, fruit trees, or like trees
- A01G17/04—Supports for hops, vines, or trees
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Botany (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Supports For Plants (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Der Hauptfehler der Hopfengerüste besteht darin, dafs die horizontalen Drähte straff angespannt,
somit auf Zug beansprucht werden, und gleichzeitig die Last der Hopfenpfianzen zu tragen haben.
Kommt nun noch der seitliche Winddruck dazu, so ist es klar, dafs diese Drähte reifsen
müssen, da sie der Kosten und der schwierigen Montage wegen nicht so stark ausgeführt werden
können, dafs sie diesen vereinigten Einflüssen widerstehen könnten.
Im vorliegenden Falle wird ein besonderes System von Sturmdrähten angewendet, welches
ganz unabhängig von den Trag- und Steigdrähten ist und, straff gespannt, keine weitere
Belastung auszuhalten hat.
Die Tragdrähte bilden ebenfalls ein besonderes System und sind nicht straff gespannt,
damit sie je nach Fortschreiten des Wachsthums der an den Steigdrähten emporkletternden Pflanzen
einen nach unten hängenden Bogen bilden, wodurch dieselben sehr tragfähig gemacht und
gewissermafsen die Steigdrähte etwas beweglich gehalten sind, um bei starkem Winde etwas
ausweichen zu können.
Endlich sind die Drahtstangen nicht wie bisher eingegraben, sondern stehen lose auf einem
Steinfundament, so dafs, wenn die Sturmdrähte straff gezogen und an den Grenzen des Gartens
genügend verankert sind, ein starres System entsteht.
Fig. ι zeigt die Oberansicht eines so construirten
Drahtspaliers auf einem Bergabhang montirt,
Fig. 2 den Verticalschnitt desselben von rechts gesehen,
Fig. 3 die Seitenansicht desselben von links gesehen, ■
Fig. 4 die Stirnansicht an der breitesten Stelle des Gartens.
A sind die verticalen Stangen, D die schrägen Streben, beide frei auf Stein gestellt, w die
Steigdrähte für die Reben, F die Querdrähte, welche letztere tragen, c die Haupttragdrähte,
an welchen die Querdrähte hängen, und b die Sturm drähte.
Fig. 5, 6 und 7 zeigen die Theile zum Festhalten des Sturm- und des Tragdrahtes am
oberen Ende der Drahtstange.
Die Drähte sind bei dieser Verbindung sowie bei allen folgenden an den Stangenköpfen nur
durch Reibung festgehalten. Hierdurch ist das mühsame und unsichere Knüpfen und Binden
der Drähte an den Stangenköpfen vermieden.
Die Drähte gehen auf die ganze Länge bezw. Breite des Gartens ungeknüpft je an einem
Stück durch, wodurch die Montirung sehr erleichtert und die Sicherheit gegen Reifsen des
Drahtes erhöht wird.
Wie aus der Zeichnung, Fig. 5, ersichtlich, erhält der nicht mit dem Tragdraht in einer
Richtung laufende Sturmdraht Klemmen von geringerer Gröfse als der, welcher mit dem Sturmdraht
in einer Richtung läuft. In diesem letzteren Falle werden nämlich Klemmen e, Fig. 6
und 7, angewendet, welche sowohl den Sturmdraht als auch den darunter liegenden stärkeren
Tragdraht festhalten.
Die Fig. 8, 9 und Io stellen ein aus Metallgufs hergestelltes Kopfstück für die Drahtstangen dar,
in welchem die Sturm- und die Tragdrähte nur durch eine sich nach unten verengende Nuth
durch Ankeilen festgehalten werden.
Fig. ii, 12 und 13 zeigen ein Kopfstück,
bei welchem die genannten Drähte durch eine mittelst Schraube anziehbare Klemmbacke festgehalten
werden,
Fig. 14, 15 und 16 ein Kopfstück für die
schräg stehenden Stangen oder Streben, über welche die Sturmdrähte nach ihrer Erdverankerung
geführt werden und das ebenfalls mit Klemmschraube nebst Backe versehen ist.
Aus Fig. 14a ist eine Oese des Ankerdrahtes zum Anbinden des Haupt- und des Sturmdrahtes
ersichtlich.
Fig. 17 zeigt einen Haken, mittelst welches die Querdrähte, an denen die Steigdrähte befestigt
sind, an den Tragdraht angehakt werden.
Fig. 18 und 19 zeigen die Aufstellung des
unteren Endes der Drahtstange auf das Steinfundament.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Bei Spalieranlagen zwei in der gleichen Richtung angeordnete, auf den Tragstangen aufliegende Systeme von Drähten bezw. Drahtlitzen oder Seilen, von denen das eine, straff gespannte und an den Enden der Anlage verankerte System als Sturmdrähte und das andere, bogenförmig zwischen den Tragstangen durchhängende System als Tragdrähte für die Steigdrähte dient.
Zur Befestigung der Drähte bezw. Litzen oder Seile auf den Köpfen der Tragstangen:a) die Klemmstücke, Fig. 5, 6 und 7, welche seitlich dicht an den Kopf der Tragstange herangerückt werden, oderb) die Klemmbacke, Fig. 11, 12 und 13 oder Fig. 14, 15 und 16, welche von oben her die Drähte gegen den Stangen kopf prefst, oder ;c) die Kopfstücke, Fig. 8, 9 und 1 o, mit verjüngten Nuthen, in denen die Drahte eingeklemmt werden. ,Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30083C true DE30083C (de) |
Family
ID=306223
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30083D Expired - Lifetime DE30083C (de) | Spalieranlage mit gesonderten Sturmund Tragdrähten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30083C (de) |
-
0
- DE DENDAT30083D patent/DE30083C/de not_active Expired - Lifetime
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