DE299937C - - Google Patents

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DE299937C
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water
petroleum
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/30Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests characterised by the surfactants

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Toxicology (AREA)
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  • Agronomy & Crop Science (AREA)
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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JYi 299937*- KLASSE 45/. GRUPPE
BERNHARD HÖVERMANN in SALZWEDEL. Mückenvertilgungsmittel mit Petroleumgehalt. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Mai 1913 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Mückenvertilgungsmittel mit Petroleumgehalt, welches darin besteht, daß das Petroleum mit einem Gemisch von Gelatine, Kastanienmehl, Seif'enpulver und Kolophonium, die mit Wasser angerührt sind, gegebenenfalls unter Aufkochen, vereinigt wird.
Das Mittel soll dazu dienen, die Brut (Larven) von Mücken u. dgl., welche sich besonders in stehenden Gewässern, Fäulnisgruben und Teichen entwickeln, abzutöten. Dies geschah bisher durch Aufgießen von Petroleum auf das Wasser. ' Das Petroleum bildete dabei eine Schicht, welche den Sauerstoff der Luft von den Larven abhalten sollte. Da diese Petroleumschichten durch Strömung, Wind und Regen schnell vertrieben werden, erfüllen sie den beabsichtigten Zweck nur unvollkommen. .
Man hat vorgeschlagen, Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol u. dgl., durch ein geeignetes Mittel, wie Salze der Fettsäuren, Seifen oder seifenartige Körper in Lösung, Suspensionen oder Emulsionen zu bringen und diese Mittel den Wässern zuzusetzen. Solche Mittel haben außer ihrer Feuergefährlichkeit aber den Nachteil, eine giftige Einwirkung auf sämtliche Tiere zu haben, die im Wasser leben (Fische und Frösche) und ferner auch auf andere Tiere, welche von dem Wasser trinken.
Selbst bei Anwendung geringer Mengen findet schon eine Betäubung der im Wasser lebenden Tiere statt.
Das neue Mittel hat den Vorteil, auf andere Lebewesen nicht ungünstig einzuwirken, selbst wenn es den Wässern in reichlichem Maße zugesetzt wird. Bei geringerem Zusatz übt es gar keine schädliche Einwirkung auf sonstige Lebewesen aus, tötet aber die Mückenlarven ab.
Selbst wenn bei verhältnismäßig geringer Beifügung des Mittels zu Wässern nicht sämtliche Mückenlarven abgetötet werden, wobei die Lebensfähigkeit von Fischen oder Fröschen aber überhaupt nicht beeinflußt wird, wird der praktische Zweck vollkommen erreicht, weil durch Abtötung des größten Teiles der Larven die Mückenplage verringert wird, während der geringere Teil der nicht abgetöteten Larven den Fischen und Fröschen als Nahrung dient. Den von Fischen belebten Wässern wird man deshalb vorteilhaft geringere Mengen des Vertilgungsmittels zufügen, während man bei unbelebten Wässern, wie Tümpein u. dgl., eine höhere Konzentration verwenden kann. ■
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Mittel nicht feuergefährlich ist.
Das neue Mittel besteht aus folgenden Bestandteilen: Petroleum, Gelatine, Kastanienmehl, Seifenpulver und Kolophonium, welche mit Wasser angerührt werden.
Bei einer solchen Mischung wiirkt 1 ecm noch auf 500 ecm Wasser für die Mückenbrut tötlich. " Die obigen Bestandteile werden gemischt und aufgekocht, wodurch eine intensive Verbindung und je nach der Verdampfung ein flüssiges oder festes Produkt erzielt wird. Fügt man das Mittel dem Wasser bei, so wird das ganze Wasser damit durchsetzt, gleichgültig, ob das Mittel in flüssigem oder1 in
festem Zustande verwendet wird. Das Kolophonium, da's Kastanienmehl und das Seifenpulver haben mehr das Bestreben, bei der Auflösung/nach unten zu gehen, während das Petroleüni das Bestreben hat, an die Oberfläche zu gehen, um den Sauerstoff für die Brut anzuschneiden. Der den übrigen Materialien· eigene Klebstoff übt den ersten abtötenden Einfluß auf die Larven aus, indem er
ίο ι die Ätmungsorgane versetzt.
Äußer der üblichen Einwirkung des Petroleums ist hier also noch die Einwirkung der /■ anderen Materialien vorhanden.
/ Das neue Mittel ist insofern von großer "wirtschaftlicher Bedeutung, als es gegenüber Petroleum mindestens zehnmal billiger, in der Wirkung aber viel durchschlagender ist. Versuche haben gezeigt, daß das in Teiche, Gräben u. dgl. geschüttete Mittel monatelang seine abtötenden Eigenschaften beibehält und nicht wie Petroleum schon an demselben Tage ans Ufer getrieben und von den Uferrändern eingesaugt wird.
Die Auflösung der festen Bestandteile dieses festen Mittels im Wasser ist eine sehr langsame, aber andauernde.
Das Mittel eignet sich auch als Fliegentötungsmittel. '

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Mückenvertilgungsmittel mit Petroleumgehalt, dadurch gekennzeichnet, daß das Petroleum mit einem Gemisch von Gelatine, Kastanienmehl, Seifenpulver und Kolophonium, die mit Wasser angerührt sind, gegebenenfalls unter Aufkochen, vereinigt wird.
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