DE295627C - - Google Patents

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DE295627C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C4/00Compositions for glass with special properties

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coating By Spraying Or Casting (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 75 c. GRUPPE 5.
Firma GEBRÜDER JACOB in ZWICKAU ι. Sa.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Februar 1914 ab.
Bekanntlich haben die unedlen Metalle, wie Nickel, Eisen, Stahl, Kupfer, und deren Legierungen die üble Eigenschaft, daß sie durch die verschiedensten Einflüsse mehr oder weniger stark oxydiert und deshalb sehr leicht unansehnlich werden. Für verschiedene Gegenstände, die dem allgemeinen Gebrauch dienen, ist dies ein allgemein empfundener Übelstand, dem man dadurch abzuhelfen versucht, daß
ίο man diese Gegenstände mit lackartigen oder ähnlichen Schutzüberzügen versieht, um die Oxydation nach Möglichkeit zu verhindern.
Bei· Gegenständen, die dem täglichen Gebrauch dienen, oder die großen Temperatur-Schwankungen ■ ausgesetzt sind, wie Beleuchtungskörper, Lampen u. dgl., bietet ein so dünner Überzug gar keinen oder doch nur einen sehr kurzdauernden Schutz. Man ist deshalb in neuerer Zeit vor allen Dingen in der Beleuchtungsindustrie dazu übergegangen, die betreffenden Gegenstände oder Teile derselben statt ausbleicht oxydierbaren Metallen, wie Kupfer, Messing und Bronze, nunmehr von Eisen herzustellen und letzteres mit einem bei höheren Temperaturgraden eingebrannten Emailleüberzug zu versehen. Die feueremaillierten Gegenstände besitzen größte Haltbarkeit und Lebensdauer, vornehmes Aussehen, Unempfindlichkeit gegen Oxydation und Temperaturschwankungen und verbinden damit die Möglichkeit leichter Reinigung.
Bis jetzt war man aber an bestimmte, nicht metallische Färbungen der Emaille gebunden. Es entspricht nun dem Bedürfnis der Industrie, größere emaillierte oder emaillierfähige Gegenstände durch Feuerbehandlung blank oder matt messingfarbig, kupferfarbig, stahlfarbig zu färben oder auch in Brünierung, Patinierung und antiker Färbung usw. herzustellen, wobei verlangt wird, daß auch bei größeren Gegenständen die ganzen Flächen eine gleichmäßige Metallfärbung zeigen.
Durch das nachstehend beschriebene Verfahren soll diesem Bedürfnis entgegengekommen werden, indem es ermöglicht wird, auf sämtlichen emaillierten oder emaillierfähigen Gegenständen alle erdenklichen metallischen feuerverschmolzenen Färbungen so herzustellen, daß dieselben selbst in stark säurehaltiger und feuchter Luft und bei größeren Temperaturschwankungen nicht oxydiert werden, sondern höchstens mit einem weichen Stoffläppchen 0. dgl. abgewischt zu werben brauchen, um wieder ansehnlich zu werden.
Die zu verwendende Metallmischung wird mittels Pinsels oder Spritzapparates aufgetragen, wobei es Bedingung ist, daß entsprechend der Metallfärbung und dem gewünschten Farbton eine bestimmte Farbe oder eine geeignete farbige Emaille als Unterlage gewählt wird. Z. B. ist es vorteilhaft, für kupfer- und messingfarbige Überzüge ein geeignetes Braun, für silber-, nickel- oder aluminiumfarbige Überzüge ein geeignetes Grau, für Stahl- und ähnliche Färbungen ein geeignetes Blau usw. als Grundierung zu wählen. Diese bestimmten Farbunterlagen unterstützen das Verfahren dadurch, daß bestimmte Bestandteile derselben
einesteils zur gewünschten Metallfärbung mit beitragen anderseits das Verfahren aber außerordentlich verbilligen und wirtschaftlich machen,, weil dadurch nur ein schwacher Überzug von der die Metallfärbung ergebenden Mischung erforderlich ist.
Die zu verwendenden edlen und unedlen Metalle werden schon zubereitet, d. h: in einer geeigneten Lösung bzw. Suspension · gebraucht. Nach Bedarf wird die Mischung mit Wismut und calciniertem Borax als Flußmittel, gegebenenfalls auch'mit Ruß und Kaolin zur Trübung versetzt und mit geeigneten ölen im richtigen Verhältnis gemischt und verdünnt.
Nach dem Aufbringen der Metallösung wird dieselbe niedergeschmolzen, wobei eine außerordentlich innige Bindung und Durchsetzung oder Umhüllung des Metalls mit der Emaille eintritt, so daß der Schutz des Überzuges gegen äußere Einflüsse gewährleistet ist und das Ganze sich bei metallischem Aussehen so beständig wie die gewöhnliche, nichtmetallische Emaille verhält. Der Metallsatz könnte auch auf die schmelzflüssige Grundemaille aufgestäubt werden. Durch Verwendung von Mischungen von Metallen mit geeigneten Oxyden, wie Wismutoxyd, Quecksilberoxyd oder Quecksilberoxydul, kann man auch brünierte, ' patinierte oder sonstige antike Färbungen erzielen.

Claims (1)

  1. Patent-An SPRU ch:
    Verfahren zur billigen Herstellung von Überzügen, welche metallisches Aussehen mit der Haltbarkeit einer Emaillierung verbinden, auf Metallgegenständen, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine entsprechend gefärbte, bereits eingebrannte Grundemaille das Uberzugsmetall in fein verteilter, im Bedarfsfalle Flußmittel oder Trübungsmittel enthaltender dünner Lösung oder Suspension nach Versetzung mit geeigneten ölen auf gestrichen oder aufgespritzt und dann niedergeschmolzen wird.
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