DE294754C - - Google Patents

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DE294754C
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liquids
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D15/00Separating processes involving the treatment of liquids with solid sorbents; Apparatus therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J20/00Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof
    • B01J20/02Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material
    • B01J20/10Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material comprising silica or silicate

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)
  • Treatment Of Liquids With Adsorbents In General (AREA)

Description

(Gral Schwerin Gesellschatt)
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
- M 294754 KLASSE 12tf. GRUPPE
in BERLIN.
Verfahren zum Reinigen von Flüssigkeiten. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Juni 1915 ab.
In der deutschen Patentschrift 268057 ist ein Verfahren zum Reinigen, Klären und Entfärben von Flüssigkeiten und Gasen beschrieben, welches darauf hinausläuft, daß man den Flüssigkeiten und Gasen künstliche, von fremden . Adsorptionen befreite Kieselsäure in feinst verteilter Form zusetzt und darauf filtriert.
Bei der Schilderung des damaligen Standes der Technik erwähnt die genannte Patentschrift verschiedene Fällungsmittel, die man
y bis dahin zum Reinigen von Flüssigkeiten benutzt hat. Insbesondere ist dort angegeben, daß und in welcher Form zur Klärung bereits künstliche Kieselsäure verwendet worden ist. Die Mißerfolge der damals bekannten Verfahren erklärt die genannte Patentschrift u. a. daraus, daß die verwandten Mittel nicht die für die Erreichung des Zweckes notwendige Reinheit besaßen, und als Erfindungsgegenstand wird daher bezeichnet, daß zum Reinigen usw. von fremden Adsorptionen befreite fein verteilte Kieselsäure verwendet werden soll.
Wie sich jedoch gezeigt hat, führt das Verfahren des genannten Patentes in gewissen Fällen nicht zum Ziele, und zwar gerade deshalb, weil die reine elektrolytfreie Kieselsäure manche Verunreinigungen nicht adsorbiert.
Die reine amorphe Kieselsäure ist an sich schwach elektronegativ, kann aber bei Adsorption von Elektrolyten in ihrer Ladungsfähigkeit verändert und, da sie bekanntlich
amphoteren Charakter zeigt, sogar umgeladen werden.
Versucht man z. B. nach dem Patent 268057 Wasser zu reinigen, dessen verunreinigende oder schädliche Bestandteile ; negativer Natur sind, so wird das Verfahren des genannten Patentes nicht zum Ziele führen, da die reine Kieselsäure mit ihrer schwach negativen Ladung nicht imstande ist, die gleichnamigen Verunreinigungen usw. zu adsorbieren und damit aus dem Wasser zu entfernen. Wenn man jedoch die Kieselsäure durch Behandlung mit Salzsäure nach der positiven^Seite umladet, so zeigt sich, daß nunmehr/eine Adsorption der negativen Anteile an die Kieselsäure stattfindet, so daß das Wasser gereinigt wird.
Die Möglichkeit, den Ladungscharakter der Kieselsäure durch Adsorptionsvorgänge zu verändern, gestattet es auch, die negative Ladung, welche die amorphe adsorptionsfreie Kieselsäure besitzt, zu verstärken und mit dieser so präparierten Kieselsäure Flüssigkeiten zu reinigen, deren Verunreinigungen zwar positiver Natur/ sind und daher an sich geeignet wären, durch die negative Kieselsäure adsorbiert zu werden, bei denen jedoch die Potentialdifferenz zwischen Kieselsäure und positiven Anteilen nicht groß genug ist, um eine Adsorption zu gewährleisten. Hier kann· " also durch Verstärkung der negativen Ladung der Kieselsäure ein Erfolg erreicht werden.
Zur Veränderung der Ladung der Kieselsäure nach der positiven Seite hin sind im
allgemeinen Säuren, nach der negativen Seite hin Basen geeignet. Die Umladung der Kieselsäure durch Säure ist besonders vorteilhaft, um Trinkwasser von Keimen zu befreien.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Reinigen von Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß man den Flüssigkeiten amorphe Kieselsäure zusetzt, deren Ladung durch Behandlung mit sauren oder basischen Substanzen in der Weise verändert worden ist, daß sie die Verunreinigungen der Flüssigkeiten adsorbieren kann.
  2. 2. Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch ι zum Entkeimen von Trinkwasser, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Wasser durch Behandlung mit Säure umgeladene amorphe Kieselsäure zusetzt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1222445B (de) * 1957-05-07 1966-08-04 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Reinigung von Gichtgaswaschwaessern mittels rueckgefuehrter Feststoffe
DE3617995C1 (en) * 1986-05-28 1988-01-14 Daimler Benz Ag Method for removing silicone- or polymeric fluorocarbon-containing impurities from aqueous emulsions or dispersions

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1222445B (de) * 1957-05-07 1966-08-04 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Reinigung von Gichtgaswaschwaessern mittels rueckgefuehrter Feststoffe
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