DE2935530C2 - - Google Patents
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D45/00—Harvesting of standing crops
- A01D45/24—Harvesting of standing crops of peas
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Threshing Machine Elements (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Dreschmaschine für Erbsen, be
stehend aus einer liegend angeordneten, drehbaren Siebtrommel,
in der parallelachsig zur Mittelachse zumindest zwei Schläger
wellen umlaufen, die mehrere Dreschzonen bilden, sowie aus
einem der Siebtrommel stirnseitig vorgeschalteten Längsför
derer, der das Dreschgut in die Siebtrommel abwirft.
Eine derartige Dreschmaschine läßt sich aus der DE-OS 24 19 420 ent
nehmen. Bei dieser vorbekannten Ausführungsform ist die Dresch
maschine Teil einer Erbsenpflückmaschine, die an ihrem vorderen
Ende eine Rupfwalze aufweist, die horizontal und quer zu den
abzuerntenden Erbsenreihen liegt und sich über die ganze Ma
schinenbreite erstreckt. Hinter der Rupfwalze ist ein sich über
deren Breite erstreckender, zur Maschinenrückseite förderndes
Auffangband für das Erntegut vorgesehen, dem zwei
das Erntegut zur Maschinenmitte hin verdichtende Querför
derer sowie ein Hochförderer nachgeschaltet sind, dessen Ab
wurfende in die vorstehend erwähnte drehbare Siebtrommel mün
det. Die in Längsrichtung der Maschine angeordnete Siebtrommel
weist auf ihrer Innenwandung als Dreschleisten dienende Hub
balken auf. In der Siebtrommel 1 sind in einer horizontalen, etwa
durch die Mittelachse der Siebtrommel gehenden Ebene parallel
achsig zwei gleichsinnig mit der Siebtrommel umlaufende Schlä
gerwellen gelagert, die zusammen mit den jeweils benachbarten
Hubbalken der Siebtrommel je eine Dreschzone bilden. Zwischen
den beiden Schlägerwellen und oberhalb von diesen ist eine
dritte, gegensinnig umlaufende Gegenwelle vorgesehen, die zusam
men mit den beiden Schlägerwellen zwei weitere Dreschzonen bil
det und das Dreschgut von der einen zur anderen Schlägerwelle
fördert. Die radiale Höhe der Schläger nimmt von der Einlauf
seite der Siebtrommel gesehen zu deren Auslaufseite zu, so daß
im Querschnitt durch die Siebtrommel gesehen, die Breite der mit
der Innenwandung der Siebtrommel gebildeten Dreschzonen von der
Einlaufseite zur Auslaufseite kontinuierlich abnimmt. Um das
Dreschgut in axialer Richtung durch die Siebtrommel hindurchzu
fördern, schließen die Schläger in Draufsicht gesehen mit ihrem
einlaufseitigen Ende und der durch diesen Punkt gehenden Paralle
le zur Schlägerwelle einen zur Auslaufseite hin offenen spitzen
Winkel ein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Dreschleistung
der eingangs erläuterten Dreschmaschine zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß am
Abwurfende des Längsförderers über oder hinter letzterem ein Schlagwerk an
geordnet ist, dessen Schlagwelle quer über die Breite des Längs
förderers verläuft und Schlagarme aufweist, die in Umdrehungs
richtung gegeneinander versetzt und in Axialrichtung im Abstand
voneinander angeordnet sowie innerhalb ihrer Umlaufebene frei
pendelnd gelagert sind und unterhalb einer ortsfest angeordneten,
mit dem Längsförderer eingangsseitig eine Einlauföffnung für
das Dreschgut bildenden Haube so umlaufen, daß der Bewegungs
vektor der über den Längsförderer hinwegdrehenden Schlagarme
in Förderrichtung des Längsförderers weist.
Es hat sich überraschend gezeigt, daß die Anordnung eines der
artigen Schlagwerkes, das in seinen Abmessungen gegenüber den in
der Siebtrommel vorgesehenen Schlägerwellen sehr klein ausge
bildet ist, die Dreschleistung der Maschine erheblich gesteigert
werden kann. Durch das Schlagwerk erfolgt unmittelbar vor dem
Abwurf des Dreschgutes in die Siebtrommel ein Vordreschen der
noch auf dem Längsförderer liegenden Erbsenschoten. Letztere er
halten von den Schlagarmen des Schlagwerkes noch zusätzlich einen
Impuls in Förderrichtung des Längsförderers und werden so be
schleunigt in die Siebtrommel abgeworfen. Gleichzeitig erfolgt
dadurch eine Ablockerung und Vergleichmäßigung des Dreschgutes,
was ebenfalls zu einer Verbesserung der Dreschleistung führt.
Durch das so erzielte Vordreschen kann die Durchlaufgeschwindig
keit des Dreschgutes durch die Siebtrommel erhöht und dadurch
die Kapazität der Dreschmaschine wesentlich gesteigert werden.
Die das Schlagwerk abdeckende Haube kann ausgangsseitig ein
oberes Prallblech bilden, das unmittelbar an die Stirnseite der
Siebtrommel geführt ist. Dadurch wird sichergestellt, daß auch
die von dem Schlagwerk beschleunigten Erbsenschoten sicher in
die Siebtrommel gelangen.
Der Wirkungsgrad beim Vordreschen ist dann besonders gut, wenn
die Schlagarme in Umdrehungsrichtung um jeweils 120° gegeneinan
der versetzt angeordnet sind. Dabei können die freien Enden der
Schlagarme entweder der Umdrehungsrichtung etwas abgebogen oder
abgekröpft sein, um Beschädigungen des Dreschgutes zu verhindern.
Die Schlagarme können aus Flacheisen bestehen. Praktische Ver
suche haben ergeben, daß eine Schlagarmbreite von etwa 40 mm
gute Vordreschergebnisse erbringt.
In einer konstruktiv besonders zweckmäßigen Ausführungsform kann
die Schlagwelle aus einem drehangetriebenen Rohr bestehen, auf
das Blechscheiben aufgeschoben sind, die in gleichen axialen
Abständen voneinander mit dem Rohr verschweißt sind und mitein
ander fluchtende Bohrungen zur Aufnahme von Achsen aufweisen,
auf denen die Schlagarme frei pendelnd gelagert sind.
Um das Schlagwerk dem unterschiedlichen Dreschgut anpassen zu
können, ist es zweckmäßig, wenn die Umlaufgeschwindigkeit der
Schlagarme stufenlos verstellbar ist. Praktische Versuche haben
ergeben, daß die Tangentialgeschwindigkeit der freien Enden der
Schlagarme vorzugsweise etwas höher liegt als die Fördergeschwindig
keit des Längsförderers. Letzterer kann zweckmäßig ein Stol
lenband sein.
Auch die erfindungsgemäße Dreschmaschine kann Teil einer selbst
fahrenden Erbsenpflückmaschine sein. Da bei Verwendung einer
Pflückeinrichtung gemäß der DE-OS 24 19 420 weniger Erbsenkraut
durch die Dreschmaschine läuft als bei Verwendung einer Ernte
maschine, die zuvor gemähtes Erbsenkraut aufnimmt, ist es vor
teilhaft, wenn sich der lichte Abstand zwischen dem von den
freien Enden der Schlagarme beschriebenen Flugkreis und der Ober
kante der darunter vorbeilaufenden Stollen des Längsförderers
variabel einstellbar ist. Dieser Abstand beträgt bei Einsatz der
genannten Pflückeinrichtung zweckmäßig etwa 15 mm.
Die DE-AS 12 76 395 offenbart eine selbstfahrende Erbsen
dreschmaschine mit einer liegend angeordneten Dreschtrommel,
in der parallelachsig zur Mittelachse ein mit Schlägern be
setzter Rotor umläuft. Der Dreschtrommel ist stirnseitig ein
Längsförderer vorgeschaltet, der das Dreschgut in einen
Zwischenbehälter fördert, in dem eine rotierende Übergabe
walze zur Überführung des Gutes in die Dreschtrommel vorge
sehen ist. Der Zwischenbehälter wirkt als Pufferstation, in
dem er vorübergehend große Gutmengen aufnimmt und nur allmäh
lich an die Dreschtrommel weitergibt und zwischenzeitlich ein
tretende Pausen in der Gutzufuhr aus dem zurückgehaltenen Ernte
gutvolumen kompensiert. Auf diese Weise soll eine ständige, ein
wandfreie und gleichförmige Beschickung der Dreschtrommel ge
währleistet werden. Die genannte Übergabewalze ist weder dazu
bestimmt noch dazu geeignet, die Dreschleistung der Maschine zu
steigern bzw. ein Vordreschen der noch auf dem Längsförderer
liegenden Erbsenschoten zu bewirken.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform
der Erfindung schematisch in Seitenansicht dargestellt.
Demnach ist dem stirnseitigen Ende einer liegend angeordneten
Siebtrommel 1 ein Längsförderer 2 vorgeschaltet, der durch ein
Stollenband mit Stollen 2 a gebildet ist. Die Siebtrommel 1 kann
in ihrem Aufbau der Konstruktion gemäß der DE-OS 24 19 420 ent
sprechen, so daß auf die Darstellung weiterer Einzelheiten ver
zichtet wird. Der als Steilförderer ausgebildete Längsförderer 2
wirft das z. B. von einer Pflückeinrichtung angeförderte Dresch
gut in die Siebtrommel ab.
Am Abwurfende des Längsförderers 2 ist über letzterem ein
Schlagwerk 3 angeordnet, dessen Schlagwelle 4 quer über die Brei
te des Längsförderers verläuft und Schlagarme 5 aufweist.
Die Schlagwelle 4 besteht aus einem drehangetriebenen Rohr, auf
das Blechscheiben 6 aufgeschoben sind, die in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel angenähert dreiecksförmig ausgebildet sind.
Diese Blechscheiben 6 sind in gleichen axialen Abständen von
einander mit der Schlagwelle 4 verschweißt und weisen miteinan
der fluchtende Bohrungen zur Aufnahme je einer Achse 7 auf, auf
denen die Schlagarme 5 innerhalb ihrer Umlaufebene frei pendelnd
gelagert sind. Die Schlagarme 5 sind in Umdrehungsrichtung A um
jeweils 120° gegeneinander versetzt, sowie in Axialrichtung im
Abstand voneinander angeordnet. Die freien Enden der Schlagarme 5
sind entgegen der Umdrehungsrichtung A etwas abgebogen bzw.
gekröpft.
Das Schlagwerk 3 ist von einer Haube 8 abgedeckt, die mit dem
Längsförderer 2 eingangsseitig eine Einlauföffnung 9 für das
Dreschgut bildet. Ausgangsseitig bildet die Haube 8 ein oberes
Prallblech 10, das unmittelbar an die Stirnseite der Siebtrom
mel 1 geführt ist.
Die Umdrehungsrichtung A des Schlagwerkes 3 erfolgt so, daß der
Bewegungsvektor der über den Längsförderer 2 hinwegdrehenden
Schlagarme 5 in Förderrichtung B des Längsförderers weist. Fer
ner ist das Schlagwerk 3 so angeordnet, daß der lichte Abstand
zwischen dem von den freien Enden der Schlagarme 5 beschriebenen
Flugkreis 11 und der Oberkante der darunter vorbeilaufenden
Stollen 2 a des Längsförderers 2 etwa 15 mm beträgt. Ein ver
gleichbarer lichter Abstand liegt auch zwischen dem Flugkreis 11
und der Haube 8.
Claims (10)
1. Dreschmaschine für Erbsen, bestehend aus einer liegend
angeordneten, drehbaren Siebtrommel, in der parallel
achsig zur Mittelachse zumindest zwei Schlägerwellen um
laufen, die mehrere Dreschzonen bilden, sowie aus einem
der Siebtrommel stirnseitig vorgeschalteten Längsförderer,
der das Dreschgut in die Siebtrommel abwirft, dadurch
gekennzeichnet, daß am Abwurfende des Längs
förderers (2) über oder hinter letzterem ein Schlagwerk (3) angeord
net ist, dessen Schlagwelle (4) quer über die Breite des
Längsförderers verläuft und Schlagarme (5) aufweist, die
in Umdrehungsrichtung (A) gegeneinander versetzt und in
Axialrichtung im Abstand voneinander angeordnet sowie in
nerhalb ihrer Umlaufebene frei pendelnd gelagert sind und
unterhalb einer ortsfest angeordneten, mit dem Längsför
derer (2) eingangsseitig eine Einlauföffnung (9) für das
Dreschgut bildenden Haube (8) so umlaufen, daß der Be
wegungsvektor der über den Längsförderer hinwegdrehenden
Schlagarme (5) in Förderrichtung (B) des Längsförderers
weist.
2. Dreschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Haube (8) ausgangsseitig ein oberes Prallblech (10) bil
det, das unmittelbar an die Stirnseite der Siebtrommel (1)
geführt ist.
3. Dreschmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Schlagarme (5) in Umdrehungsrichtung (A) um je
weils 120° gegeneinander versetzt angeordnet sind.
4. Dreschmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die freien Enden der Schlagarme (5) entgegen
der Umdrehungsrichtung (A) etwas abgebogen sind.
5. Dreschmaschine nach einem der vorliegenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Schlagarme (5) aus Flach
eisen bestehen.
6. Dreschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Schlagwelle (4) aus einem
drehangetriebenen Rohr besteht, auf das Blechscheiben (6)
aufgeschoben sind, die in gleichen axialen Abständen vonein
ander mit dem Rohr verschweißt sind und miteinander fluch
tende Bohrungen zur Aufnahme von Achsen (7) aufweisen, auf
denen die Schlagarme (5) frei pendelnd gelagert sind.
7. Dreschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Umlaufgeschwindigkeit der
Schlagarme (5) stufenlos verstellbar ist.
8. Dreschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Längsförderer (2) ein Stollen
band ist.
9. Dreschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß sie Teil einer selbstfahrenden
Erbsenpflückmaschine ist.
10. Dreschmaschine nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der lichte Abstand zwischen dem von den freien Enden der
Schlagarme (5) beschriebenen Flugkreis (11) und der Ober
kante der darunter vorbeilaufenden Stollen (2 a) des Längs
förderers (2) etwa 15 mm beträgt.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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Owner name: HERBORT MASCHINENBAU GMBH, 3300 BRAUNSCHWEIG, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |