DE293384C - - Google Patents

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DE293384C
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    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
    • G07F17/26Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for printing, stamping, franking, typing or teleprinting apparatus
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 293384 KLASSE 436. GRUPPE
PETER MEYER in CÖLN-NIPPES.
als Druckwerk.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. April 1915 ab.
Den Fabrikanten von selbstkassierenden Wagen mit selbsttätiger Kartenausgabe sind die Schwierigkeiten lange bekannt, die sich ergeben, um einen sicheren, bei gleichen Belastungen immer gleichen Zahlenaufdruck zu erhalten. Diese Schwierigkeit hat ihren Grund darin, daß bei Wagen. der genannten Art das durch Einwurf der Münze in Gang gesetzte Druckwerk in dem verhältnismäßig kurz bemessenen Zeitraum vom Münzeneinwurf bis zum Druckvorgang wieder stillgesetzt sein muß, in einem- so kurz bemessenen Zeitraum aber größere Massen, wie sie die gewöhnlichen Druckwerke darstellen, nicht ohne Stoß und daher nicht mit Sicherheit in bestimmte, dem jeweiligen Gewicht entsprechende Endlage gebracht werden können.
Um hier zum Ziele zu kommen, wird erfindungsgemäß ein in seiner Bewegung vollkommen freies, lediglich mit seinen Antriebsmitteln verbundenes Zählwerk benutzt, welches bekanntlich die Eigentümlichkeit besitzt, daß trotz der Menge der für den Abdruck zur Verfügung zu haltenden Typen lediglich das letzte Rad angetrieben zu werden braucht, welches nur bei Zehnerschaltung eine kurz andauernde Bewegung in die weiteren, für gewöhnlich in Ruhe verbleibenden Räder überträgt. Naturgemäß ist aber Bedingung für die Erreichung des gesteckten Zieles, daß, wie schon gesagt, das Zählwerk im übrigen frei von allen Massen ist, weil auch ein als Druckwerk dienendes Zählwerk dann nicht stoßlos zur Ruhe gebracht werden kann, wenn andere nicht zum Zählwerk und seinem Antrieb gehörende Massen mit ihm gekuppelt sind und mit ihm zugleich in Bewegung geraten. In dem vollkommenen Freisein von derartigen zusätzlichen Massen unterscheidet sich die den Gegenstand der Erfindung bildende Wage von bekannten Wagen, bei denen solche zusätzliche Massen mit dem Zählwerk zugleich in Bewegung geraten.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel.
Die Fig. 1 zeigt die Druckstelle, gegen die die Karte geführt wird, von unten.
Die Fig. 2 und 3 zeigen das Druckwerkgehäuse und den Druckwerkantrieb von der Seite und von oben mit durchschnittener Antriebswelle.
Die Fig. 4 zeigt die Gesamteinrichtung im Schnitt mit dem Antrieb von der Zeigerwelle aus.
Die Fig. 5 zeigt die bedruckte Karte.
Mit der Zeigerwelle 1 ist ein Sternrad 2 fest verbunden. An dem das Zeigerwerk aufnehmenden Rädergehäuse, von dem auf der Zeichnung nur eine Wand 3 dargestellt ist, ist ein Block 4 befestigt, mit dem ein Arm 5 für ein Lager 6 verbunden ist. Der Block 4 weist eine zylindrische Bohrung 7 auf, an die sich eine Bohrung 8 geringeren Durchmessers anschließt. Das Lager 6 und die Bohrung 8 führen eine Spindel 9, die bei 10 verzahnt ist. Das untere Ende der Spindel 10 ist mit einer Glocke 11 fest verbunden, die an ihrem unteren Rande bei 12 verzahnt ist. Der verzahnte Rand der Glocke 11 steht mit dem Antriebsrad 13 eines
Zählwerkes 14 in Eingriff, das in einem ortsfesten Gehäuse 15 untergebracht ist, und gegen dessen unten vorstehende Drucktypen die Karte geführt wird. Im oberen Teile des Gehäuses befinden sich die Zehnerschalträdchen 16; in das Gehäuse 15 ist oben ein Lagerzapfen 17 eingeschraubt, der zur Erzielung eines möglichst reibungsfreien Ganges in eine Spitze ausläuft, die die Spindel 9 mit Glocke 11-trägt.
Die Übersetzung von der Zeigerwelle auf die Welle des Druckwerkzehntelrades richtet sich nach dem Höchstgewicht, das die Wage anzeigt. Beläuft sich dieses Z. B. auf 140 kg, so muß das Zehntelrad, da es zur Anzeige von ι kg eine Umdrehung zu machen hat, 140 volle Umdrehungen machen. Dies wird erreicht, wenn.z. B. die Spindel 9 bei einer Umdrehung des Sternrades 2 sich I71/2mal umdreht und das Zehntelrad bei einer Umdrehung der Spindel 9 sich 8mal umdreht. Die rasche Umdrehung des Zehntelrades bereitet, keinerlei Schwierigkeiten, da nur geringfügige Massen in Bewegung zu setzen sind und zudem keine nennenswerte Reibung und Arbeit bei Antrieb . des. Druckwerkes zu überwinden ist.
Die Wirkungsweise ist die folgende:
Gelangt die Zeigerwelle 1 beim Wägungsvorgang in Umdrehung, so überträgt sich diese Bewegung derart auf das Druckwerk 14, daß dieses das Gewicht bis auf 1Z10 kg genau angibt. Der Vordruck der Karte (Fig. 5) weist zu diesem Zwecke ein Komma auf. Um auch das betreffende Zehntel sicher Zum Abdruck zu bringen, kann auf der Druckwerkachse z. B. ein Sternrad mit 10 Zähnen angeordnet sein, in dessen Zahnlücken beim Heranführen der Karte gegen das Druckwerk eine Klinke eintritt. Es leuchtet auch ein, daß der Wiegemechanismus in keiner Weise durch den Druckvorgang beeinflußt wird, da, wie schon bemerkt, die für den Alltrieb des Druckwerkes zu leistende Arbeit so gering ist, daß sie durch den bekannten, bei seinem Fall das Zeigerwerk antreibenden Hammer mit übernommen wird, während die Heranführung der Karte an das Druckwerk z. B. mit den gleichen, den Wiegemechanismus unbeeinflußt lassenden Mitteln erfolgen kann, die einen als Drucktype ausgebildeten Zeiger oder Pfeil gegen die Karte führen.
Die Konstruktion kann selbstredend im einzelnen Abänderungen erfahren, ohne das Wesen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise könnte das Zehntelrad, wenn man auf derart genaue Angaben verzichten will, auch fortbleiben. Bei Fortlassung des Zehntelrades würde sich naturgemäß noch eine weitere Vereinfachung erzielen lassen. Zweckmäßig wird beim Kartendruck auch das Datum mit aufgedruckt, was in bekannter Weise ein besonderes, von Hand oder durch Uhrwerk einzustellendes Druckwerk besorgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbstkassierende Wage mit selbsttätiger Kartenausgabe und mit einem Rollenzählwerk als Drückwerk, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckwerk für die auszuwerfenden Karten ein in seiner Bewegung vollkommen freies, lediglich mit seinen Antriebsmitteln verbundenes Zählwerk angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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