DE2929530C2 - Glycerin oxidierendes Enzym, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung zur quantitativen Bestimmung von Glycerin - Google Patents
Glycerin oxidierendes Enzym, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung zur quantitativen Bestimmung von GlycerinInfo
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Description
dadurch gekennzeichnet,
folgende Eigenschaften besitzt:
folgende Eigenschaften besitzt:
daß es noch
(2) Substratspezifität: Spezifische Wirkung auf Glycerin und Dihydroxiaceton;
(3) pH-Optimum: 7,8 bis 8,6;
(4) pH-Stäbiiitätsbereich: 7,5 bis 10,0;
(5) Temperatur-Optimum der Wirkung: 37° C;
(6) Michaelis-Konstante gegen Glycerin (Kn,-Wert):8,0xl0-3m;
und erhältlich ist durch Züchten von Penicillium sp. NRRL 11 339 in einem Nährmedium, das zu Beginn
der Züchtung einen pH-Wert von 6 bis 8 aufweist, wobei man die Züchtung bei 18 bis 30° C unter
Bewegen 30 bis 72 Stunden durchführt und das Enzym aus der eshaltenen Kulturlösung gewinnt.
2. Verfahren zur Herstellung des Glycerin oxidierenden Enzyms gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß man Penicillium sp. NRRL 11 339 in einem Nährmedium züchtet, das zu Beginn
der Züchtung einen pH-Wert von 6 bis 8 aufweist, die Züchtung bei 18 bis 3O0C unter Bewegen 30 bis
72 Stunden durchführt und das Enzym aus der erhaltenen Kulturflüssigkeit gewinnt.
3. Verwendung des Glycerin oxidierenden Enzyms gemäß Anspruch 1 zur quantitativen Bestimmung
von Glycerin.
Fig. 1 zeigt die Menge der Sauerstoff auf nähme in
einem Reaktionssystem, in dem Glycerinoxidase II mit Glycerin in Gegenwart von Sauerstoff umgesetzt wird.
Dabei gibt die Kurve A die Menge der Sauerstoffaufnahnie in einem Reaktionssystem ohne Katalase und die
Kurve B die Menge der Sauerstoffaufnahme in Gegenwart von Katalase wieder.
Fig.2 zeigt die relativen Aktivitäten nach lOminütiger
Inkubation bei 37° C und verschiedenen pH-Werten,
ίο Fig.3 zeigt die Restaktivitäten nach 15minütiger
Behandlung bei 30° C und verschiedenen pH-Werten.
F i g. 4 zeigt die Beziehung zwischen der Reaktionszeit und der optischen Dichte bei 500 nm bei der
Messung der Enzymaktivität
Fig.5 zeigt die Enzymaktivität nach lOminütiger
Inkubation beim pH-Wert 8 und verschiedenen Temperaturen.
Fig.6 zeigt die Restaktivitäten nach 15minütiger Behandlung bei verschiedenen Temperaturen.
F i g. 7 ist eine graphische Darstellung der Werte von Tabelle IV.
F i g. 7 ist eine graphische Darstellung der Werte von Tabelle IV.
Die Glycerinoxidase II weist folgende enzymologische und physikochemische Eigenschaften auf:
30
(a) Wirkung
Die erfindungsgemäße Glycerinoxidase oxidiert Glycerin
unter Verbrauch von Sauerstoff und unter Bildung von Wasserstoffoxid und Glycerinaldehyd.
(b) Substratspezifität
Das erfindungsgemäße Enzym reagiert spezifisch mit Glycerin und Dihydroxyaceton.
35 7,8 bis 8,6.
7,5 bis 10,0.
(c) pH-Optimum
(d) pH-Stabilitätsbereich
(e) Temperaturoptimum der Wirkung
45
Aus der DE-OS 28 17 087 ist ein Glycerin oxidierendes
Enzym (im folgenden als Glycerinoxidase I so bezeichnet) bekannt, das bei Züchtung eines Mikroorganismus
der Gattungen Aspergillus oder Neurospora erhalten wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Glycerin oxidierendes Enzym, das nachstehend als
»Glycerinoxidase II« bezeichnet wird, das sich zur quantitativen Bestimmung von Glycerin eignet, sowie
ein Verfahren zur Herstellung dieses Enzyms zu schaffen. Diese Aufgabe wird gemäß den Patentansprüchen
gelöst.
Es wurde festgestellt, daß die erfindungsgemäße Glycerinoxidase II die gleiche Wirkung wie die in der
vorgenannten DE-OS beschriebene Glycerinoxidase I aufweist, aber in bezug auf Substratspezifität, pH-Optimum,
pH-Stabilitätsbereich, Temperatur-Optimum der Wirkung und Substrataffinität (Michaelis-Konstante für
Glycerin) Unterschiede zu der bekannten Glycerinoxidase aufweist.
37° C.
8,0 XlO-^
(f) Michaelis-Konstante
gegen Glycerin (Kn,-Wert)
gegen Glycerin (Kn,-Wert)
(g) Bedingungen für die pH-Inaktivierung
Glycerinoxidase II wird durch 30minütige Behandlung bei pH-Werten über 10,5 oder unter 7,0 inaktiviert.
(h) Bedingungen für eine Inaktivierung
durch Temperatureinwirkung
durch Temperatureinwirkung
Glycerinoxidase II wird durch eine 30minütige Behandlung bei 45°C zu etwa 15 Prozent und durch eine
30minütige Behandlung bei 50° C zu etwa 65 Prozent inaktiviert.
(i) Enzyminhibitoren
Die nach Zusatz von verschiedenen Inhibitoren in einer Konzentration von 1 millimolar erhaltenen
Enzymaktivitäten sind in Tabelle I zusammengestellt, wobei die Enzymaktivität ohne Inhibitorzusatz als 100
definiert wird. Die Aktivität wird aufgrund der Geschwindigkeit der Sauerstoffaufnahme bei der
Umsetzung, die mit einem Warburg-Manometer gemessen wird, berechnet.
Inhibitor
Relative Geschwindigkeit, %
| Ohne | 100 |
| AgNO, | O |
| HgCl2 | 79,0 |
| Pb(CH3COO)2 | 26,3 |
| p-Chloromercuribenzoat | 81,4 |
| ZnCl, | 84,3 |
| FeSO4 | 0 |
| NH3OH | 0 |
| o-Phenanthrolin | 65,5 |
| (Ζ,α'-Dipyridyl | 75,7 |
| EDTA | 82,8 |
| Neocuproin | 80,3 |
| Diäthyldithiocarbamat | 0 |
(j) Stabilisierung des Enzyms
Die Wännebeständigkeit und Lagerbeständigkeit des Enzyms wird durch TES-Puffer nach Good (N-Tris-(hydroxymethyl)-methyl-2-amino-äthansuIfonsäure;
Biochemistry, Bd. 5 (1966), S. 467 bis 477) verbessert
(k) Molekulargewicht
Das Molekulargewicht von Glycerinoxidase II beträgt 300 000 oder mehr, wie sich aus dem Elutionsverhalten
bei der Gelfiltration unter Verwendung einer mit dreidimensional vernetztem Dextran (Sephadex G-200)
gepackten Säule ergibt.
(1) Kristallstruktur und Elementaranalyse
Eine Kristallisation des Enzyms ist bisher nicht gelungen. Eine Bestimmung der Elementaranalyse
wurde bisher nicht durchgeführt.
Der zur Herstellung des erfindungsgemäßen Enzyms verwendete Stamm Penicillium sp. NRRL 11 339 weist
die nachstehend angegebenen morphologen Eigenschaften auf.
1. Züchtungseigenschaften auf verschiedenen Medien:
(a) Auf Czapek-Agar zeigen die Kolonien ein sehr geringes Wachstum und erreichen innerhalb 1
Woche einen Durchmesser von etwa 15 mm. Die Kolonien sind dünn und halbtransparent.
(b) Auf Malzextrakt-Agar ergibt sich ein Kolonienwachstum
von etwa 32 mm Durchmesser. Die Kolonien sind flach und kompakt. Der Kolonienrand ist weiß und der Konidienbereich
olivfarben (1 '/2 ni — 1 '/2 p]. Color Harmony
Manual, Container Corp. of America). Es bildet sich kein Exsudat. Die Rückseite ist
weiß.
2. Konidiophoren wachsen bis zu etwa 50 μηι Länge
und 3 μίτι Durchmesser mit einer einfachen oder
doppelten asymmetrischen (Asymmetrica) Verzweigung. Die Wände sind etwas granuliert.
3. Metulae stark divergierend (Divaricata), etwa 9 x 12 μπι auf 2,5 bis 3 μπα mit granulierten Wänden.
4. Sterigmata von etwa 8 bis 9 μΐη auf 2,5 bis 3 μίτι, die
in Richtung zu den Spitzen Verengungen und Ausbuchtungen aufweisen und die Gestalt von
Figuren beim Kegelspiel haben.
5. Konidien von etwa 3 μηι Durchmesser, klar
seeigelartig, aber nicht auffallend.
6. Sclerotia und Perithecia: keine
7. Wachstumstemperatur
Auf Malzextrakt-Agar mäßiges Wachstum bei 25° C und reichliche Sporenbildung, bei 30° C
Wachstum vollständig begrenzt ohne Sporenbildung.
8. Nährstoffbedarf
Auf Czapek-Agar bei 25° C sehr geringes Wachstum
(1, (a)). Auf »steep«-Agar breiteres und dickeres Wachstum bei reichlicher Sporenbildung
und auf Malzextrakt-Agar wesentlich besseres Wachstum.
9. Physiologische Bedingungen
(a) Optimale Wachstumsbedingungen
pH-Wert 4 bis 7, Temperatur: 20 bis 25° C.
(b) Wachstumsbereich
pH-Wert: 2 bis 9, Temperatur: 0 bis 30° C.
Gemäß »A Manual of the Penicilla«, K. B. Raper, C.
Thorn, D. I. Fenne], The Williams & Wilkins Company,
Baltimore, ergibt sich, daß der Penicillium sp-Stamm mit den vorstehenden morphologischen Eigenschaften zu
den Pilzen der Reihe Penicillium nigricans gehört Die genaue Einordnung dieses Pilzes wurde in der Literatur
bisher noch nicht vorgenommen.
Es können beliebige synthetische und natürliche Medien verwendet werden, sofern sie entsprechende
Kohlenstoffquellen, Sückstoffquellen, anorganische Salze und andere Nährstoffe enthalten.
Beispiele für Kohlenstoffquellen sind Kohlenhydrate, wie Glucose, Saccharose und Rohrzuckermelassen, und
Zuckeralkohole, wie Glycerin, Sorbit und Mannit.
Als Stickstoffquellen kommen wäßriges Ammoniak, verschiedene anorganische und organische Ammoniumverbindungen,
wie Ammoniumchlorid, Ammoniumsulfat, Ammoniumcarbonat und Ammoniumphosphat,
Stickstoffverbindungen, wie Harnstoff, und stickstoffhaltige organische Materialien, wie Peplon, Hefeextrakt,
Caseinhydrolysat, entfettete Sojabohnen oder Hydrolyseprodukte davon, in Frage.
Beispiele für anorganische Materialien sind Metallsalze, wie Natrium-, Kalium-, Mangan-, Magnesium-,
Calcium-, Kobalt-, Nickel-, Zink- und Kupfersalze, sowie Salze von Chromsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure,
Salpetersäure und Salzsäure.
Die Züchtung wird im allgemeinen bei Temperaturen von 18 bis 30° C und zweckmäßig von 20 bis 25° C
durchgeführt, wobei beim Züchtungsbeginn der pH-Wert 6 bis 8 und zweckmäßig etwa 6,5 beträgt. Nach
30- bis 72stündiger Züchtung unter Schütteln oder unter Submersbedingungen unter Belüftung und Bewegung
bildet sich in der Gärflüssigkeit eine beträchtliche Menge an Glycerinoxidase II.
Die auf diese Weise in der Gärflüssigkeit gebildete Glycerinoxidase II kann auf folgende Weise gewonnen
werden:
Da Glycerinoxidase II im allgemeinen in den Mikroorganismenzellen entsteht, wird nachstehend ein
Verfahren zur Gewinnung des Enzyms aus den Mikroorganismenzellen beschrieoen. Nach beendeter
Züchtung werden die durch Filtration der Gärflüssigkeit erhaltenen Mikroorganismenzellen in ausreichendem
Umfang mit Wasser oder Pufferlösung gewaschen. Anschließend werden die Zellen in einer entsprechenden
Menge einer Pufferlösung suspendiert und aufgebrochen. Das Aufbrechen der Zellen erfolgt durch
mechanische Zerkleinerung in bekannten Geräten.
Feste Bestandteile werden von der nach dem
Feste Bestandteile werden von der nach dem
Aufbrechen der Mikroorganismenzellen erhaltenen Lösung durch Filtration oder Zentrifugation entfernt.
Anschließend wird aus der Lösung die Glycerinoxidase II nach einem üblichen Verfahren zur Isolierung von
Enzymen gewonnen. Beispielsweise läßt sich ein Enzympulver durch (1) fraktionierende Fällung mit
Ammoniumsulfat, (2) Säulenchromatographie an DEAE-Cellulose, (3) Fraktionierung mit einem Molekularsieb
(Sephadex), (4) Säulenchromatographie an Hydroxylapatit und (5) Gefriertrocknung der aktiven
Fraktionen erhalten. Die einzelnen Verfahrensstufen können selbstverständlich wiederholt angewendet werden.
Ferner können auch andere herkömmliche Reinigungsverfahren gegebenenfalls in Kombination
mit den vorstehend genannten Reinigungsschritten eingesetzt werden.
Nachstehend sind die enzymologischen und physikochemischen
Eigenschaften von Glycerinoxidase II detaillierter angegeben, und zwar für das gereinigte
Präparat von Beispiel 1.
1. Wirkung
Glycerinoxidase II oxidiert Glycerin unter Verbrauch von Sauerstoff und unter Bildung von Wasserstoffperoxid
und Glycerinaldehyd.
(a) Bestätigung der
Bildung von Wasserstoffperoxid
Bildung von Wasserstoffperoxid
Zusammensetzung des Reaktionssystems A
(ohne Katalase)
(ohne Katalase)
Reagentien
wäßrige 0,01 m Glycerinlösung 0,5 ml
0,1 m TES-Puff er (pH-Wert 8,0) 1,0 ml
wäßrige Lösung von Glycerinoxidase 0,2 ml')
| 6 | 0,5 ml | B |
| wäßrige 2,4 millimolare Lösung | 0,5 ml | ι ü |
| von 4-Aminoantipyrin | 0,2 ml 2) | |
| wäßrige 42 millimolare Phenollösung | 0,1ml | ί Ϊ |
| wäßrige Lösung von Peroxidase | ||
| Wasser | t | |
30
Glycerinoxidase II wird mit Glycerin in Gegenwart von Sauerstoff umgesetzt Anschließend wird das
Enzymsystem mit Peroxidase, Phenol und 4-Aminoantipyrin versetzt wobei Chinonimin-Pigment im Reaktionssystem
gebildet wird (Reaktion von Wasserstoffperoxid mit Peroxidase, Phenol und 4-Aminoantipyrin
gemäß Clin. Chem„ Bd. 20 (1974), S. 20.
(a)-2
Glycerinoxidase wird mit Glycerin in Gegenwart von Sauerstoff unter Bildung von Wasserstoffperoxid
umgesetzt Zur Zersetzung des gebildeten Wasserstoffperoxids wird Katalase zugegeben. Anschließend
werden Peroxidase, Phenol und 4-Aminoantipyrin zugesetzt um die vorstehend genannte Umsetzung
vorzunehmen. Im Reaktionssystem bildet sich aber kein Chinonimin-Pigment
(a)-3
Bei Anwesenheit von Katalase im durch Glycerinoxidase in Gegenwart von Sauerstoff katalysierten
Glycerin-Oxidationssystem sinkt die Sauerstoffaufnahme auf die Hälfte. Dies wird durch folgende
experimentelle Befunde gestützt:
2) Produkt mit einem Gehalt an 200 Einheiten der
spezifischen Aktivität 1000.
(a)-3-2
Zusammensetzung des Reaktionssystems B
(mit Katalase)
(mit Katalase)
Reagentien
wäßrige 0,01 rn Glycerinlösung 0,5 ml
0,1 m TES-Puffer (pH-Wert 8,0) 1,0 ml
wäßrige Lösung von Glycerinoxidase 0,2 ml')
wäßrige Lösung von Katalase 1,0 ml3)
Wasser 0,3 ml
1J vgl. Reaktionssystem A.
3) Produkt mit einem Gehalt an 100 Katalaseeinheiten mit
einer spezifischen Aktivität von 100.
(a)-3-3
Reaktionsdurchführung
Reaktionsdurchführung
Im Fall des Systems ohne Katalase werden die Reagentien des Reaktionssystems A vermischt Die
Reaktion wird bei 37° C unter Rühren durchgeführt Die Menge der Sauerstoffaufnahme wird mit einem
Warburg-Manometer gemessen. Die Ergebnisse sind in F i g. 1 zusammengestellt
Im Fall des Systems mit einem Gehalt an Katalase werden die Reagentien des Reaktionssystems B
vermischt Die Reaktion wird bei 37° C durchgeführt Die Menge der Sauerstoffaufnahme wird auf die
vorstehend beschriebene Weise gemessen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in F i g. 1 zusammengestellt Wie sich
aus F i g. 1 ergibt werden in Abwesenheit von Katalase (Kurve A von F i g. 1) bei 5,0 μΜοΙ Glycerin als Substrat
4,98 μΜοΙ Sauerstoff verbraucht In Gegenwart von Katalase (Kurve B von Fig. 1) werden 2,51 μΜοΙ
Sauerstoff verbraucht was etwa der Hälfte des Sauerstoffverbrauchs von (A) entspricht
Die vorstehend unter (a)-l, (a)-2 und (a)-3 aufgeführten Befunde bestätigen, daß das erfindungsgemäße
Enzym zur Bildung von Wasserstoffperoxid in der Lage ist
tine quantitative Bestimmung des gebildeten Wasserstoffperoxids wird durch eine quantitative colorimetrische
Bestimmung des gebildeten Chinonimin-Pigments durchgeführt Dabei ergibt sich, daß im
Reaktionssystem A gemäß dem nachstehend erläuterten Verfahren 4-AA 4,96 μΜοΙ Wasserstoffperoxid aus
5 μΜοΙ Glycerin gebildet werden.
(b) Bestätigung der Bildung von Glycerinaldehyd
65
') Mit einem Gehalt an 5 μΜοΙ Glycerinoxidase mit einer
spezifischen Aktivität von 6.3, erhalten gemäß Beispiel L
Glycerinoxidase wird mit Glycerin in Gegenwart von Sauerstoff umgesetzt Ein Reaktionsprodukt wird als
Glycerinaldehyd identifiziert
Verfahren zur Identifikation
(b)-i-i-O)
Reaktionslösung
5 Tropfen einer wäßrigen Lösung mit einem Gehalt an 50 mg/ml Glycerin, 5 Tropfen einer Lösung mit
einem Gehalt an 10 U/ml Glycerinoxidase in 0,02 m TES-Puffer und 1 Tropfen Katalase mit 14 000 U/ml
werden vereinigt. Die Umsetzung wird unter Schütteln 20 Stunden bei 30° C durchgeführt.
(b)-l-l-(2)
Identifikation
Identifikation
Bei der nachstehend erläuterten Dünnschichtchromatögraphie
läßt sich als Produkt in der Reaktionsiösung
Glycerinaldehyd durch Vergleich mit einer authentischen Probe nachweisen.
Zur Dünnschichtchromatographie wird eine Merck-Kieselgel-Platte
G-60 F-254 verwendet. Als Laufmittel dienen das Lösungsmittelsystem 1 (Butanol zu Essigsäure
zu Wasser im Verhältnis 4:1:1 (Volumteile)) und das Lösungsmittelsystem 2 (Butanol zu Pyridin zu Wasser
im Verhältnis 3 :2 :1,5 (Volumteile)).
Nach der Durchführung der Dünnschichtchromato-
lü graphie werden drei verschiedene Reaktionen auf der
Platte durchgeführt, nämlich die p-Anisidin-Reaktion, die Perjodsäure-Benzidin-Reaktion und die 2,4-Dinitrophenylhydrazin-Reaktion.
Dabei ergeben sich Rr-Werte und Färbungen der Flecken, die mit der authentischen
Probe übereinstimmen. Die Ergebnisse sind in Tabelle II
zusammengestellt.
Identifikation der bei der Dünnschichtchromatographie erhaltenen Reaktionsprodukte (RrWerte und Farbreaktionen)
Färbereagens
Probe/Laufmittel
| Lösungsmittel | Lösungsmittel- |
| system 1 | system 2 |
| RrWert 0,67 | 0,76 (braun) |
| (braun) | |
| RrWert 0,69 | 0,78 (braun) |
| (braun) | |
| RrWert 0,66 | 0,76 |
| ω* | ω* |
| RrWert 0,68 | 0,78 |
| ω* | ω* |
| RrWert 0,67 | 0,77 |
| (orangefarben) | (orangefarben) |
| RrWert 0,69 | 0,78 |
| (orangefarben) | (orangefarben) |
p-Anisidin-Chlorwasserstoffsäure-Reagens1)
Perjodsäure-Benzidin-Reagens2)
2,4-Dinitrophenylhydrazin-Reagens3)
Glycerinaldehyd (authentische Probe) Reaktionsprodukt
Glycerinaldehyd (authentische Probe) Reaktionsprodukt
ί Glycerinaldehyd (authentische Probe)
{ Reaktionsprodukt
Die in Klammern angegebenen Farbangaben beziehen sich auf die Färbung der Flecken.
(^* Beim Perjosäure-Benzidin-Reagens bedeutet einen weißen Flecken mit blauem Hintergrund.
Anmerkungen:
') p-Anisidin-Chlorwasserstoff-Reagens: Reduzierende Carbonylverbindungen, wie Zucker, reagieren mit p-Anisidin-Chlorwasserstoffsäure
unter Bildung einer für die jeweilige Struktur charakteristischen Färbung.
2) Perjodsäure-Benzidin-Reagens: Polyalkohol und Verbindungen ählicher Struktur verbrauchen Perjodsäure, so daß eine Reaktion
mit Benzidin verhindert wird. Somit lassen sich diese Verbindungen als weiße Flecken nachweisen.
3) 2,4-Dmitrophenylhydrazin-Reagens: Carbonylverbindungen reagieren mit 2,4-Dinitrophenylhydrazin unter Bildung von
2,4-Dinitrophenylhydrazonen, die sich als orangefarbene Flecken nachweisen lassen.
Aus der vorstehenden Tabelle ergibt sich, daß die erhaltenen Produkte und die authentische Probe von
Glycerinaldehyd sich in bezug auf Rf-Werte und Anfärbung vollkommen gleich verhalten. Dies stellt eine
Bestätigung dafür dar, daß es sich bei dem Produkt, das
durch Umsetzung der Glycerinoxidase II mit Glycerin in Gegenwart von Sauerstoff erhalten worden ist, um
Glycerinaldehyd handelt
(b)-2
Die Menge an Glycerinaldehyd, die bei der Umsetzung
von Glycerinoxidase II mit Glycerin in Gegenwart von Sauerstoff gebildet wird, ist fast äquimolar zur
verbrauchten Glycerinmenge. Dieser Befund wird durch
Zusatz von 2,4-Dinitrophenylhydrazin zum Reaktionssystem bestätigt Dabei wird das entsprechende
2,4-DinitrophenyIhydrazon gebildet, das durch Colorimetrie
quantitativ bestimmt wird.
(c) Bestätigung der Menge der Sauerstoffaufnahme
Der Sauerstoffverbrauch im System, in dem Glycerinoxidase
II mit Glycerin umgesetzt wird, wird mit Hilfe einer Sauerstoffelektrode und einem Warburg-Manometer
gemessen. Dabei wird bestätigt, daß die Menge der Sauerstoffaufnahme der Menge an gebildetem
Glycerinaldehyd entspricht
(d) Die Ergebnisse der quantitativen Bestimmungen der Menge an Wasserstoffperoxid und Glycerinaldehyd
und der Menge der Sauerstoffaufnahme, die gemäß den vorstehend erläuterten Verfahren (a), (b) und (c)
durchgeführt worden sind, stehen im Einklang mit der angenommenen Stöchiometrie.
Die vorstehenden qualitativen und quantitativen Untersuchungen bestätigen, daß das Glycerinoxidase II
enthaltende System Glycerin unter Bildung von Wasserstoffperoxid und Glycerinaldehyd gemäß nachstehender
Gleichung oxidiert.
CH2OH
CHOH
CH2OH
CHOH
CH2OH
O,
CH2OH CHOH + H2O2
CHO
II. Substratspezifität III. pH-Optimum und pH-Stabilitätsbereich
Das pH-Optimum liegt im Bereich von 7,8 bis 8,6. Die Aktivitäten werden nach lOminütiger Inkubation bei
37°C bei verschiedenen pH-Werten unter Verwendung von TES-Puffer gemessen. Die Ergebnisse sind in F i g. 2
zusammengestellt.
Der pH-Stabilitätsbereich beträgt 7,5 bis 10,0. Die restlichen Aktivitäten werden nach 15minütiger Behandlung
bei 37°C bei verschiedenen pH-Werten unter Verwendung von TES-Puffer gemessen. Die Ergebnisse
sind in F i g. 3 zusammengestellt.
IV. Verfahren zur
Bestimmung der enzymatischen Aktivität
Bestimmung der enzymatischen Aktivität
Die enzymatische Aktivität wird in »Einheiten« ausgedrückt. Eine Enzymeinheit ist als die Enzymmenge
definiert, die in 1 Minute in Gegenwart von Sauerstoff 1 μΜοΙ Glycerin bei 37° C zersetzt. Die Bestimmung der
Die relative Aktivität wird unter Verwendung von anderen Substraten gemessen. Diese Substrate werden
in äquimolaren Mengen zum Glycerin im Verfahren zur 20 Enzymaktivität wird folgendermaßen durchgeführt:
Messung der Aktivität gemäß 4-AA verwendet. Glycerin wird unter Rühren mit Glycerinoxidase II
unter Bildung von Wasserstoffperoxid umgesetzt Das gebildete Wasserstoffperoxid wird in Gegenwart von
Peroxidase mit 4-Aminoantipyrin und Phenol umgesetzt, wodurch ein Chinonimin-Pigment gebildet wird
Die optische Dichte des erhaltenen Chinonimin-Pigments im sichtbaren Bereich, die ein Maß für das
gebildete Wasserstoffperoxid darstellt, wird gemessen. Auf diese Weise wird die Enzymaktivitäl (nachstehend
bezeichnet als »4-AA-Verfahren«) bestimmt.
Die spezifische Aktivität wird als Einheiten pro 1 mg Protein definiert Die Menge des Enzymproteins wird
gemäß dem Lowry-Verfahren unter Verwendung eines Kupfer-Folin-Reagens gemessen; vgl. O. H. Lowry, N. J.
Rosebrough, A. L. Farr und R. ]. Randall, J. Biol. Chem., Bd. 193 (1951), S. 265.
Die relativen Aktivitäten bezüglich der weiteren Substrate sind in Tabelle III zusammengestellt, wobei
die Glycerinaktivität als 100 gesetzt wird.
Tabelle III
Substratspezifität
Substratspezifität
Substrat
Relative Aktivität
Glycerin 100
Glycerin-3-phosphorsäure 12
Dihydroxyaceton 293
1,2-Propandiol 11
1,3-Propandiol 23
1,3-Butandiol 11
2,3-Butandiol 16
1,4-Bulandiol 11
Äthanol 11
n-Propanol 11
Isopropanol 23
sek.-Butanol 9
Isobutan öl 14
n-Butanol 7
CH2OH
(a) Prinzip
Die Bestimmung der Enzymaktivität wird durch Umsetzung des enzymatisch gebildeten Wasserstoffperoxids
mit 4-Aminoantipyrin und Phenol in Gegenwart von Peroxidase unter Bildung eines Chinonimin-Pigments
durchgeführt Das gebildete Chinonimin-Pigment wird quantitativ bestimmt Die vorstehenden Umsetzungen
lassen sich durch die Reaktionsgleichungen (1) und
(2) darstellen:
CH2OH
CH2OH
CHOH + O2
CH2OH
CH2OH
CHOH + H2O2
OH
N O 2H2O2 + CH3—Ny
CH3 NH2
4-Aminoantipyrin
CH3—N
CH
+ 4H2O (2)
Das Reaktionsprinzip der Gleichung (2) ergibt sich
aus CC. Allain und Mitarb., Clin. Chem., Bd. 20 (1974),
S. 470.
(b) Reagentien
| (1) | Substrat: wäßrige 0,1 m | 0,5 ml |
| Giycerinlösung | ||
| (2) | Puffer: 0,1 mTES-Puffer vom | 1,0 ml |
| pH-Wert 8 | ||
| (3) | 4-Aminoantipyrin: wäßrige | 0,5 ml |
| 2,4 millimolare Lösung | ||
| (4) | Phenol:42 millimolare wäßrige | 0,5 ml |
| Lösung | ||
| (5) | wäßrige Lösung von Peroxidase: | |
| Proteinmenge 2 mg/ml, | 0.1 ml | |
| spezifische Aktivität 100 | 0,3 ml | |
| (6) | Wasser | 0,1ml |
| (7) | wäßrige Enzymlösung | |
pH-Werts von 7,0 bzw. oberhalb eines pH-Werts von 10,5 inaktiviert.
Inaktivierung durch Temperatureinflüsse
ι
ι
Nach einer 15minütigen Erwärmung bei einem pH-Wert von 7,8 in 0,1 m TES-Pufferlösung werden die
restlichen Aktivitäten gemessen. Wie sich den in F i g. 6 wiedergegebenen Ergebnissen entnehmen läßt, ist das
in Enzym bis zu 4O0C lOOprozentig stabil und wird bei
45° C zu etwa 15 Prozent inaktiviert.
VII. Hemmung, Aktivierung und Stabilisierung
r> Diesbezüglich wird auf die vorstehenden Erläuterungen
verwiesen.
VIII. Substrataffinität
(c) Versuchsdurchführung
Die Reagentien (1) bis (6) werden in einem Reagenzglas vermischt und sodann 5 Minuten bei 37° C
geschüttelt. Sodann wird die Enzymlösung zugesetzt. Das erhaltene Gemisch wird mit TES-Puffer auf 3 ml
aufgefüllt. Die Umsetzung wird 10 Minuten unter Schütteln bei 37° C durchgeführt. Zu Vergleichszwecken
wird ein entsprechendes Verfahren unter Verwendung von Wasser anstelle der Testlösung durchgeführt. Die
optische Dichte der Reaktionslösung bei 500 nm wird gemessen. Die Differenz zur Kontroilösung wird als
Δ OD (optische Dichte) bestimmt.
(d) Berechnung der Enzymaktivität
Wie bereits erwähnt, ist 1 Einheit Glycerinoxidase II als die Enzymmenge definiert, die in 1 Minute bei 37°C
1 μΜοΙ Glycerin zersetzt.
Der Absorptionskoeffizient von 1 millimolar Chinonimin-Pigment
beträgt 5,33 (vgl. Clin. Chem. Bd. 20 (1974), S. 470). Ergibt sich für die optische Dichte {AOD) bei
500 nm der gemäß dem vorstehenden Verfahren IV-(c) erhaltenen 3 ml Reaktionslösung ein Wert von a, so läßt
sich die Enzymaktivität (A) pro 1 ml Enzymlösung nach folgender Formel berechnen:
a ■
5,33
3 ·
50
= a ■ 0,56 (Einheiten/ml).
Die OD-Werte bei 500 nm werden unter Veränderung
der Reaktionszeit (bei der Messung der enzymatischen Aktivität) gemessen. Die Ergebnisse sind in F i g. 4
zusammengestellt Aus Fig.4 ergibt sich, daß die
Oö-Werte bei 500 nm proportional zur Reaktionszeit
sind-
V. Optimaler Temperaturbereich der Wirkung
Die Enzymaktivität nach lOminütiger Inkubation beim pH-Wert 8 und bei verschiedenen Temperaturen
sind in Fig.5 zusammengestellt Das Temperaturoptimum
beträgt etwa 37° C
VL Inaktivierung durch pH- und
Temperatureinfluß und dgL
Inaktivierung durch pH-Einflüsse 6d
Inaktivierung durch pH-Einflüsse 6d
Wie vorstehend unter ITL (pH-Optimum und stabiler pH-Bereich) erläutert, wird das Enzym unterhalb eines
Die Michaelis-Konstante (vgl. H. Lineweaver und D. Burk, J. Amer. Chem. Soc, Bd. 56 (1934), S. 658)
(Km-Wert) für das Substrat Glycerin beträgt bei der
Glycerinoxidase Il 8,0xl0"3m. Die Kn,-Werte für
Glycerinoxidase I: aus Aspergillus japonicus 1,85 χ 10"2 m und aus Neurospora crassa 1,9Ox 10~2 m.
Somit ist der Km-Werl von Glycerinoxidase II aus Penicillium sp. NRRL 11 339 etwa halb so groß wie bei
Glycerinoxidase 1 aus den Mikroorganismen der Gattungen Aspergillus und Neurospora.
Somit weist die Glycerinoxidase II eine hohe Affinität gegen Glycerin auf. Dieses Enzym ist aufgrund seiner
Wärmebeständigkeit und seines niedrigen Km-Werts besonders zur quantitativen Glycerinbestimmung geeignet.
Entsprechende Verfahren zur quantitativen Bestimmung von Glycerin sind nachstehend angegeben.
(a) Verfahren unter Umsetzung von Glycerinoxidase II mit Glycerin in Gegenwart von Sauerstoff, wobei
das gebildete Wasserstoffperoxid quantitativ bestimmt wird.
(b) Verfahren, bei dem der gemäß (a) gebildete Glycerinaldehyd mit 2,4-Dinitrophenylhydrazin unter
Bildung von 2,4-Dinitrophenylhydrazon umgesetzt wird. Eine quantitative colorimetrische
Bestimmung des 2,4-Dinitrophenylhydrazons ermöglicht eine quantitative Bestimmung des Glycerins.
(c) Verfahren, bei dem Glycerinoxidase II mit Glycerin in Gegenwart von Sauerstoff umgesetzt wird und
die Menge der Sauerstoffaufnahme im System gemessen wird.
Die Prinzipien und die Verfahren gemäß (a), (b) und (c) sind vorstehend unter Abschnitt I erläutert
Nachstehend wird ein Beispiel für das Verfahren (a) für die quantitative Bestimmung von Glycerin unter
Messung der Menge an gebildetem Wasserstoffperoxid erläutert
Die optische Dichte der Reaktionslösungen bei 500 nm wird gemäß den Ausführungen unter Abschnitt
rV-(c) bestimmt, wobei Lösungen mit einem Gehalt an 0,1 mg Enzym mit einer spezifischen Aktivität von
2,4/ml verwendet werden. Die Konzentration der Substratlösung (Giycerinlösung) beträgt 0,i, 0,2, 0,5,1,0,
5,0 und 10,0 millimolar (vgl. Abschnitt IV-(c)). Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammengestellt
Substratkonzentration
(millimolarj
(millimolarj
O.D-Wert bei 500 nm
0,1 0,2 0,5 1,0 5,0 10,0
0,058 0,116 0,301 0,598 2,995 5,990
Es laßt sich eine lineare Beziehung zwischen der Substratkonzentration (Glycerinkonzentration) und der
optischen Dichte der Reaktionslösung bei 500 nm feststellen. Auf dieser Basis läßt sich die Glycerinkonzentration
einer unbekannten Lösung quantitativ bestimmen.
Somit kann die Glycerinkonzentration einer Lösung unter Verwendung von Glycerinoxidase II gemessen
werden. Damit wird erfindungsgemäß ein neues Verfahren zur quantitativen Bestimmung von Glycerin
zur Verfügung gestellt
Insbesondere auf dem Gebiet der Biochemie besteht ein Bedarf nach Verfahren zur quantitativen Bestimmung
von Glycerin. Es sind verschiedene Verfahren zur quantitativen Bestimmung von Triglyceriden bekannt,
wobei die Triglyceride im Serum unter Bildung von Glycerin und Fettsäuren hydrolysiert werden und das
Glycerin bestimmt wird.
Es sind verschiedene chemische Verfahren zur quantitativen Bestimmung von Glycerin bekannt, z. B.
das Chromotropsäure-Verfahren, das Acetylaceton-Verfahren, das Triazol-Verfahren, das Randrup-Verfahren
und das Mendelsohn-Fluoreszenz-Verfahren. Jedoch haben alle diese Verfahren den Nachteil, daß sie
nicht spezifisch für Glycerin sind. Zur enzymatischen Glycerinbestimmung kann beispielsweise Glycerokinase
(E. C. 2.7.1.30) verwendet werden. Jedoch muß diese Reaktion zusammen mit Pyruvat-kinase (E. C. 2.7.1.40)
und Lactat-dehydrogenase (E. C. 1.1.1.27) durchgeführt
werden. Somit ist die Messung sehr zeitaufwendig und zu einer Bestimmung einer großen Anzahl von Proben
ungeeignet
Es wurde festgestellt, daß das erfindungsgemäße Enzym Glycerinoxidase H Glycerin direkt unter
stöchiometrischer Bildung von Wasserstoffperoxid oxidiert Das erhaltene Wasserstoffperoxid läßt sich
leicht in ein gefärbtes System überführen. Somit steht ein quantitatives Verfahren zur Bestimmung von
Glycerin und infolgedessen auch von Triglyceriden zur Verfügung, das sehr einfach und spezifisch aufgrund der
genannten colorimetrischen Bestimmung durchgeführt werden kann.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
300 ml eines Anzuchtmediums mit einem Gehalt an 30 g Glycerin/Liter, 6 g Maisquellwasser/Liter und 2 g
Hefeextrakt/Liter (pH-Wert 6,5 vor der Sterilisation) werden in einen 2 Liter fassenden Erlenmeyer-Kolben
mit Penicillium sp. KY 868 (NRRL 11 339) beimpft. Die
Züchtung wird unter Schütteln 48 Stunden bei 25° C durchgeführt.
900 ml (Inhalt von 3 Kolben) der erhaltenen Anzuchtkultur werden auf 15 Liter Kulturmedium der
gleichen Zusammensetzung wie das Anzuchtmedium, das sich in einem 30-Liter-Fermenter befindet, übertragen.
Die Züchtung wird unter Belüftung (15 Liter/min) und Rühren (250 U/min) 40 Stunden bei 25° C
durchgeführt. Anschließend wird die Gärflüssigkeit abgenutscht Der Filterkuchen wird mit Wasser
gewaschen. Man erhält 73 g (Trockengewicht) Mikroorganismenzellen.
Diese Mikroorganismenzellen werden in 5 Liter 10 millimolarem TES-Puffer vom pH-Wert 7,8 suspendiert
und anschließend mit einer Mühle aufgebrochen. Nach dem Aufbrechen der Zellen wird die Suspension unter
Verwendung einer Kühlzentrifuge (20 Minuten bei 20 000 g) zentrifugiert Man erhält 4,5 Liter Überstand
mit einem Proteingehalt von 23 g und einer spezifischen Aktivität von 0,01 Einheit/mg. Der Oberstand wird mit
Ammoniumsulfat versetzt Die bei 30- bis 70prozentiger Sättigung mit Ammoniumsulfat ausgefällte Fraktion
wird gewonnen und in 50 ml 10 millimolarem TES-Puffer vom pH-Wert 7,8 gelöst Die Lösung wird gegen 10
Liter 10 millimolaren TES-Puffer unter Verwendung eines Schlauches aus regenerierter Cellulose dialysiert
Die Dialyse wird 48 Stunden mit einer Gesamtmenge von 40 Liter Dialyseflüssigkeit durchgeführt, wobei das
Dialysebad in Abständen von 12 Stunden erneuert wird.
Die dialysierte Enzymlösung wird über eine mit DEAE-Cellulose gepackte Säule der Abmessungen
5,5x40 cm, die vorher mit 10 millimolarem TES-Puffer
vom pH-Wert 7,8 äquilibriert worden ist gegeben. Dabei wird das Enzym adsorbiert. Nichtadsorbierte
Proteinverunreinigungen werden mit dem gleichen Puffer ausgewaschen. Anschließend wird die Glycerinoxidase
eluiert wozu 2 Liter 0,01 m TES-Puffer vom pH-Wert 7,8 mit einem Gehalt an 0,1 m NaCl verwendet
werden. 500 ml aktive Fraktionen mit einem Proteingehalt von 0,6 g und einer spezifischen Aktivität von 0,21
werden gesammelt Diese Lösung wird bis zu einer Sättigung von 70 Prozent mit Ammoniumsulfat versetzt
wodurch das Enzym ausgefällt wird. ·
Anschließend werden die Niederschläge durch 20minütige Zentrifugation bei 20 000 g gewonnen und
hierauf in 23 ml 10 millimolarem TES-Puffer vom pH-Wert 7,8 gelöst. Die Lösung wird über eine mit
dreidimensional vernetzten! Dextran (Sephadex G-100)
gepackte Säule der Abmessungen 5,5 χ 80 cm, die vorher mit 10 millimolarem TES-Puffer vom pH-Wert
7,8 äquilibriert worden ist, gegeben. Zur Elution werden 1 Liter 10 millimolarer TES-Puffer vom pH-Wert 7,8
über die Säule gegeben. Das Eluat wird in Fraktionen aufgefangen. Man erhält 300 ml einer Fraktion mit einer
hohen spezifischen Aktivität (Proteingehalt 140 mg, spezifische Aktivität 0,61). Diese Lösung wird bis zu
einer Sättigung von 70 Prozent mit Ammoniumsulfat versetzt. Das dadurch ausgefällte Enzym wird abzentrifugiert
(20 Minuten bei 20 000 g) und sodann in 10 ml 10 millimolarem TES-Puffer vom pH-Wert 7,8 gelöst. Die
erhaltene Lösung wird 24 Stunden gegen 5 Liter 10 millimolaren TES-Puffer vom pH-Wert 7,8 dialysiert,
wobei als Dialysemembran ein Schlauch aus regenerierter Cellulose verwendet wird und das Dialysebad 2mal
erneuert wird. Nach der Dialyse wird die erhaltene Enzymlösung über eine mit Hydroxylapatit gepackte
Säule der Abmessungen 5,5 χ 20 cm, die vorher mit 10 millimolarem TES-Puffer vom pH-Wert 7,8 äquilibriert
worden ist, gegeben. Weitere 250 ml des gleichen Puffers werden über die Säule gegeben. Das Eluat wird
in Fraktionen aufgefangen. Die Fraktionen mit einer hohen spezifischen Aktivität werden vereinigt und
gefriergetrocknet. Man erhält 4,9 mg gereinigtes, pulverförmiges Enzympräparat von Glycerinoxidase II
mit einer spezifischen Aktivität von 6,3. Die spezifische Aktivität des gereinigten Enzyms beträgt etwa das
630fache des Zellextrakts. Die Ausbeute in bezug auf die Aktivität beträgt 11,4 Prozent
(6) Wasser
(7) Enzym:
Proteingehalt 1,0 mg/ml,
spezifische Aktivität 2,4
Proteingehalt 1,0 mg/ml,
spezifische Aktivität 2,4
0,3 ml
0,1ml
Beispiel?.
Verwendete Reagentien
(1) Testlösung:
wäßrige Glycerinlösung
unbekannter Konzentration 0,5 ml
(2) Puffer:
0,1 mTES-Puffervom pH-Wert 8 1,0ml
(3) 4-Aminoantipyrin: wäßrige
2,4 millimolare Lösung 0,5 ml
(4) Phenol:
wäßrige 42 millimolare Lösung 0,5 ml
(5) Peroxidase:
wäßrige Lösung von Peroxidase mit einem Proteingehalt von 20 mg/ml
und einer spezifischen Aktivität
von 1000 0,1 ml
(b) Verfahren
Die vorstehend genannten Reagentien (1) bis (6) werden in ein Reagenzglas gegeben und 5 Minuten bei
37° C mit ausreichender Intensität geschüttelt. Anschließend wird die Enzymlösung zugesetzt Das erhaltene
Reaktionsgemisch wird mit TES-Puffer auf 3 ml aufgefüllt. Die Umsetzung wird 10 Minuten unter
Schütteln bei 37° C durchgeführt. Das entsprechende Verfahren wird zu Vergleichszwecken wiederholt,
wobei anstelle der Testlösung Wasser verwendet wird. Die OD-Wert bei 500 nm der Testlösung wird
gemessen. Die Differenz AOD zur Vergleichslösung beträgt 0,322. Aus der Kurve von F i g. 7 läßt sich ein
Glyceringehalt der Testlösung von 0,532 miliimqiar
ermitteln.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
230 215/547
Claims (1)
1. Glycerin oxidierendes Enzym mit der Eigenschaft:
(1) Wirkung: Oxidation von Glycerin in Gegenwart von Sauerstoff unter Bildung von Wasserstoffperoxid
und Glycerinaldehyd;
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|---|---|---|---|
| JP53088261A JPS6031471B2 (ja) | 1978-07-21 | 1978-07-21 | グリセロ−ル酸化酵素およびその製法 |
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| DE2929530A1 DE2929530A1 (de) | 1980-02-07 |
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Also Published As
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