DE291407C - - Google Patents

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DE291407C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/02Blowing glass; Production of hollow glass articles with the mouth; Auxiliary means therefor
    • C03B9/06Making hollow glass articles with double walls, e.g. vacuum flasks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Containers Having Bodies Formed In One Piece (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32«. GRUPPE
CHRISTIAN HINKEL in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. August 1914 ab.
Die Praxis hat ergeben, daß Vakuumflaschen (nach Weinhold) für alle Stellen völlig gleich starke Glaswandungen haben müssen. Ist die Wandung ungleich stark, so platzt die Flasche, 5 oft ohne jede äußere Veranlassung, fast immer bei einem Stoß Q. dgl. von außen. Es ist dies eine ganz natürliche Folge der starken inneren Spannungen, die von dem Glase aufgenommen werden und unschädlich sind, wenn
ίο die Kräfte sich gleichmäßig über die ganze Glasmasse verteilen können, die aber bei abwechselnd stärkerer und schwächerer Glasstärke bei den schwachen Stellen und besonders bei dem Übergang von dem stärkeren zum schwächeren Glasteil ein Springen des Glases verursachen.
Man hat sich gegen diese Nachteile zu schützen gewußt, indem man dem Glas der Flasche durch rasches Drehen bei dem Blasen eine überall gleichmäßige Stärke gab, worunter, wie die angegebene Wirkung schon erkennen läßt, eine Rotation zu verstehen ist, die weit über das übliche Drehen der Pfeife zum Verteilen der Glasmasse beim Blasen hinausgeht.
Auf diesem Wege kam man zu haltbaren Flaschen für die Vakuumgefäße (nach Weinhold).
Haltbare Vakuumgefäße hatten deshalb auch die zylindrische oder nahezu zylindrische Form.
Wollte man der Vakuumflasche eine andere Form, z. B. mit ovalem Querschnitt, geben, so stieß man auf die zuvor besprochenen Hindernisse. Es war also nicht möglich, von der Form mit ringförmigem Querschnitt abzuweichen.
In dem vorliegenden Verfahren wird aber auch bei anderen, ganz beliebigen Formen den Flaschen eine nahezu gleichmäßig starke Wandung gegeben.
Eine völlig gleiche Wandstärke wird bei der Umformung der zylindrischen Flasche in eine solche mit nicht ringförmigem Querschnitt nicht erhalten, da geringe Ausdehnungen der Glaswandung eintreten. Diese sind aber in der Praxis unbemerkbar, so daß man von einer gleichen Stärke der Wandung reden kann. Man bläst zuerst die Flasche unter rascher Rotation zylindrisch, wie dies allgemein bekannt und üblich ist.
Dadurch fällt die Stärke der Wandung an allen Stellen gleich stark aus, und das Glas erhält an der äußeren Fläche der Wandung eine starke Dichtigkeit. Das Glas ist für Vakuumflaschen auf diese Weise besonders geeignet gemacht. Um nun dem Vakuumgefäß eine gänzlich andere Form zu geben, wie dies z. B. für Feldflaschen, die mit der abgeflachten Seite an den Körper des Trägers zu liegen kommen, oder bei Vakuumgefäßen zur Vereinigung dreierlei Speisen nötig wird, bei welchen die Einzelgefäße ungefähr wie bei einer Plattmenage dreieckähnlich gebildet und mit den Flächen gegeneinandergelegt werden, wird die unter Rotation zylindrisch oder kegelförmig geblasene Flasche in einer Form zu einer derartigen Gestalt ge-

Claims (1)

  1. quetscht. Der Umfang der Flasche nach der" Umformung muß möglichst gleich groß dem ursprünglichen zylindrischen oder kegelförmigen Umfange bleiben, wozu die neue Form berechnet werden muß. Der Flaschenkörper mit ringförmigem Querschnitt wird in eine anders gestaltete Flasche umgeformt bei- noch bildsamem, aber doch so weit formbeständigem Zustande des Glases, daß der zylindrische
    ίο (oder kegelförmige) Flaschenkörper von selbst, z. B. wenn er frei an der Pfeife hängt, seine Gestalt nicht ändert. Die Umformung bezweckt eine Gestalt von dem gewünschten, anders gekrümmten Querschnitte, z. B. einer einseitig oder zweiseitig abgeflachten geschlossenen Kurve.
    Oder der ringförmige Querschnitt der Flasche wird in einen ovalen Querschnitt verwandelt, welcher nach zwei Seiten durch einen ovalen Umfang begrenzt ist. Die beiden Umfange dieses Querschnittes sollten nun möglichst dem ursprünglichen, kreisförmigen Umfang an Ausdehnung gleichbleiben, um Ausdehnungen und Zusammenziehungen der Wandungsstärke gering zu gestalten.
    In der beiliegenden Zeichnung ist beispielsweise in Fig. ι eine Flasche dargestellt, die für eine Feldflasche dienen soll. Um diese herzustellen, wird zuerst aus der Glasmasse, wie man sie mit der Pfeife aus dem Ofen nimmt, ein Hohlkörper α von der Gestalt eines abgestumpften Kegels unter beständiger Rotation geblasen, der einesteils ganz gleichmäßig starke Wandung mit nach außen stärkerer Dichtung erhält, aber anderenteils überall ringförmige, horizontale Querschnitte aufweist. Der so gestaltete Hohlkörper wird sodann eventuell unter vorheriger Anwärmung in einer Form von der Gestalt einer FeIdflasche b gequetscht, und zwar so, daß dem kreisförmigen Umfang der eigentümlich abgeflachte Querschnitt an Ausdehnung tunlichst gleicht.
    In der Fig. 2 ist eine Flasche dargestellt, bei welcher der kreisförmige Querschnitt auf beiden Seiten abgeflacht ist, eine Form, welche das Einstecken der Flasche in die Tasche erleichtert.
    Das Pressen oder Quetschen der Flasche sei an folgenden Figuren erläutert.
    Fi?- 3 gibt den kreisförmigen Querschnitt einer Flasche wieder, welche durch Blasen während der Rotation entstanden ist; sie kann kegelförmig oder zylindrisch sein. Während das Glas noch an der Pfeife hängt, wird es in noch weichem Zustand auf die Form Fig. 4, und zwar auf den unteren Teil 1 gelegt ; hier ändert es schon bei dem Auflegen seine Form und nimmt etwa die gezeichnete Gestalt an; sodann preßt man den Formteil 2 auf das Glas und gibt der Flasche die dem unteren Teil entsprechende Form.
    ' In Fig. 5 besteht die Preßform aus zwei Brettern o. dgl. 3 und 4, zwischen welchen der weiche Glaskörper mit ringförmigem Querschnitt hindurchgezogen wird; hierbei erhält er die Form, welche in Fig. 5 im Querschnitt wiedergegeben ist.
    In Fig. 6 ist eine weitere Gestalt angegeben, welche durch Auflegen des unter Rotation geblasenen Flaschenkörpers mit ringförmigem Querschnitt auf den Formteil 5 und darauffolgendem Aufpressen des Formteiles 6 entsteht.
    Pateντ-Α νSpruch:
    Verfahren zur Herstellung von Vakuumflaschen (nach Weinhold) mit möglichst gleichmäßig starker Wandung und unrundem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst wie bei Vakuumflaschen mit rundem Querschnitt an der Pfeife einen Hohlkörper mit kreisförmigem Horizontalschnitt an allen Stellen unter starker Rotation bläst, welcher dem zu bildenden anderen Körper im Umfange gleicht, und darauf durch Quetschen diesem Körper die gewünschte Gestalt gibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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