DE2908852C2 - Elektronischer Oszillator mit einem drei Elektroden aufweisenden aktiven Bauteil - Google Patents
Elektronischer Oszillator mit einem drei Elektroden aufweisenden aktiven BauteilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektronischen Oszillator
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein solcher elektronischer Oszillator ist aus der Zeitschrift »Nachrichtentechnik-Elektronik« - 27 (1977),
Heft 10, Seiten 414 bis 417 bekannt. Er enthält einen bipolaren Transistor als aktives Bauteil, an dessen Emitter
der erste Pol eines Abstimmkreises und an dessen Kollektor der erste Pol eines Lasikreises angeschlossen
ist, während die Basis über eine Induktivität mit dem zweiten Pol des Abstimmkreises und des Lastkreises
verbunden ist. Der Abstimmkreis besteht aus einem Kugelresonator aus magnetischem monokristallinem Material,
nämlich einer Yttrium-Eisen-Granat-Kugel (YlG). Zur Abstimmung der Oszillatorfrequenz befindet
sich der Kugelresonator in einem einstellbaren Magnetfeld. Von einem solchen elektronischen Oszillator wird
eine gute spektrale Reinheit bei einem möglichst weiten Abstimmbereich angestrebt.
Bei sehr hohen Frequenzen von einigen Gigahertz, weist der bekannte Oszillator aber nur einen ,elativ
eingeschränkten Abstimmbereich auf, der einem Frequenzverhältnis von höchstens etwa 13 entspricht.
Aus der DE-AS 24 41 194 ist ein elektronischer Oszillator bekannt, der als aktives Bauteil einen bipolaren
Transistor enthält, bei dem sowohl im Kollektorkreis als auch im Basiskreis eine Reihenschaltung von zwei Kapazitätsdioden
angeordnet ist Diese Maßnahme dient in erste Linie der elektronischen Einstellung der Anfahgsfrequenz
des Abstimmbereiches. Die den beiden Reihenschaltungen von Kapazitätsdioden zugeführten
Abstimmspannungen sind voneinander unabhängig.
Aus der US-PS 38 79 677 ist es ferner bekannt, bei
einem elektronischen Oszillator zwei Kugelresonatoren durch ein gemeinsames Magnetfeld abzustimmen. Der
eine Kugelresonator liegt im Emitterkreis des bipolaren Transistors, der andere im Kollektorkreis. Der Hi Emitterkreis
liegende Kugelresonator bildet den Abstimmkreis, während der im KoUektorkreis- liegende Kugelresonator
Bestandteil eines abstimmbaren Auskoppeltransformators ist Der im Auskoppelkreis liegende Kugelresonator
bildet also das abstimmbare Element eines Filters, das auf dieselbe Mittenfrequenz abgestimmt ist
wie der im Emitterkreis liegende Abstimmkreis. Der im Lastkreis des bekannten Oszillators vorhandene zweite
Kugelresonator hat daher keinen direkten Einfluß auf die Schwingungsfrequenz.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektronischen Oszillator der eingangs angegebenen
Art zu schaffen, der bei großer spektraler Reinheit einen weiten Abstimmbereich aufweist
Diese Aufgabe wird bei dem elektronischen Oszillator der eingangs angegebenen Art durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst
Bei dem erfindunj?sgemäßen Oszillator ist auch der
Koppelkreis, der die Rückkopplungsschleife bildet aus einem Kugelresonator aus magnetischem monokristallinem
Material gebildet Beide Kugelresonatoren werden durch dasselbe Magnetfeld abgestimmt. Bei dem erfindungsgemäßen
elektronischen Oszillator ist der Abstimmbereich bei hoher Spektralreinheit gegenüber
dem Abstimmbereich des bekannten Oszillators um ein Mehrfaches erweitert.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
F i g. 1 und 2 vereinfachte Schaltbilder bekannter Oszillatoren, die aktive Bauteile mit je drei Anschlüssen
enthalten;
F i g. 3 ein Erläuterungsdiagramm;
F i g. 4 und 5 jeweils ein Schaltbild einer Ausführungsform der Erfindung.
Der in F i g. 1 gezeigte Oszillator enthält z. B. einen
bipolaren Transistor in Basisschaltung, dessen Emitter 1 an einen Anschluß 11, dessen Kollektor 2 an einen Anschluß
21 und dessen Basis an einen Anschluß 31 angelegt ist. Der erste Anschluß ist Teil eines Eingangszweiges
mit einem Abstimmungszweipol 10 (Resonanzkreis); der zweite Anschluß ist Teil eines Ausgangszweiges
mit einem Lastzweipol 20 (Nutzimpedanz); der dritte Anschluß ist Teil einer Rückkopplungsschleife zwischen
dem Ausgang und dem Eingang, mit einem Zweipol 30 (Induktanz), dessen eines Ende 32 mit dem Anschluß
31 verbunden ist und dessen anderes Ende in zwei Anschlüsse 12 und 22 auf gleichem Potential aufgezweigt
ist, wobei der erstere dieser Anschlüsse mit dem freien Anschluß des Zweipols 10 und der letztere mit
dem freien Anschluß des Zweipols 20 verbunden ist.
Die Versorgungsschaltung des Transistors Γ ist nicht gezeigt; dieser wird in herkömmlicher Weise angeschlossen.
Für Hochfrequenz kann bekanntlich ein Ersatzschaltbild angegeben werden, wie es in F i g. 2 gezeigt ist;
dieses Ersatzschaltbild erleichtert die Untersuchung der Arbeitsweise des in F i g. 1 gezeigten Oszillators. An den
Anschlüssen 11, 12 liegen eine reine Induktivität L und parallel dazu in Reihe mit dem Lastzweipol (zur Vereinfachung
Widerstand R) eine Stromquelle /, die für die Hochfrequenz durch einen Kondensator C überbrückt
ist. An den Anschlüssen 101,102 des Zweipols 10 liegen
parallel zueinander eine Induktivität Li, eine Kapazität Ci und ein reiner Widerstand Äi, der einen hohen Wert
aufweist, entsprechend einem geringen Verlustleitwert G1(G1 = IAR1).
Wenn mit Yi der Scheinleitwert des Abstimmungszweipols
und mit Yc derjenige des Zweipols bezeichnet wird, der an den Anschlüssen 11 und 12 erscheint, so
können folgende Definitionen angegeben werden:
G1 + JB1
Ge + JBe
Diese einfachen Rechnungen zeigen, daß in F i g. 2 für einen bipolaren Transistor mit dem Koeffizienten a
gleich 1 gilt:
G1 = 1/Ä,
Wenn
1
LC
LC
gesetzt wird, worin ω die der Rechnung zugrundegelegte
KreisCrequenz ist, so gilt:
B1 = C1 ω -
L1 ω
B2
-1
Die Bedingungen für die Aufrechterhaltung der Schwingung bei der Kreisfrequenz sind bekanntlich:
± + -1<0 (D
B1 (ω) + Be(<a) = 0. (2)
Bedingung (1) bedeutet, daß ein negativer Widerstand
vorliegt, daß also Gc negativ ist, was voraussetzt, daß die
Kreisfrequenz ω kleiner ist als die Kreisfrequenz Cu0.
Die Bedingung (2) bedeutet, daß die Blindwerte B\ und Bc entgegengesetztes Vorzeichen und denselben
Betrag haben.
In Fig.3 sind die Größen l/G und B (ω) auf der
Ordinate in Abhängigkeit von der auf der Abszisse aufgetragenen Kreisfrequenz dargestellt, und zwar für den
Zweipol 10 (1/Gi, B\) und für die aktive Schaltung (1/Gn
Dieses Diagramm zeigt, daß für einen Wtrt der Kreisfrequenz
entsprechend der Abszisse OK die Ordinaten die Beziehungen (1) und (2) erfüllen bzw. daß bei Betrachtung der algebraischen Werte der Segmente gilt:
~R~W\ +ΧΉ
< 0
+ TCR = 0 (4)
Bei den bekannten Schaloingsanordnungen kann die
Abstimmung eines solchen Oszillators elektronisch gesteuert werden, indem z. B. als Kapazität Q eine Kapazitätsdiode
verwendet wird, deren Kapazität durch eine Steuergröße an ihren Anschlüssen eingestellt wird. Die
Frequenzänderung wird jedoch dadurch begrenzt, daß gleichzeitig die Bedingungen (3) und (4) erfüllt werden
müssen.
Gemäß der Erfindung werden hingegen gleichzeitig ein Element des Zweipols 10, z. B. Ci und ein Element
ίο der aktiven Schaltung, nämlich die Induktivität L geändert,
was durch eine Verschiebung der Kurve des Wertes 1/Ge in F i g. 3 dargestellt werden kann. Daraus ergibt
sich, daß die Gesamtfrequenzänderung in wesentlich weiteren Grenzen ermöglicht wird, als wenn nur der
Abstimmzweipol geändert würde.
Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, bei der ein Feldeffekttransistor verwendet wird, werden
Yttriumgranat-Resonatoren jeweils im Abstimmzweipol und im Kopplungszweipol angeordnet, wobei diese
beiden Resonatoren einem gemeinsamen Magnetfeld H ausgesetzt sind, das beliebig eingestellt varden kann.
In Fig.4 ist schematisch das elektrisch: Schaltbild
dieser Ausführungsform für Hochfrequenz gezeigt, wobei die Polarisation durch eine Gleichspannungsquelle
an der Drainelektrode des Feldeffekttransistors nicht dargestellt ist. An der Quellen- bzw. Sourceelektrode 1
dieses Transisotors Γ ist ein Kugelresonator 41 aus Yttriumgranat angeordnet, dessen leitende Schlaufe 42
über eine Verbindung 401 mit der Sourceelektrode 1 und über eine möglichst kurze Verbindung mit Masse
verbunden ist Die Länge der Verbindung 401 kann dazu verwendet werden, die Reaktanz des Resonators bei
einer bestimmten Frequenz zu erhöhen oder zu erniedrigen. Die Schlaufe 52 eines weiteren Kugelresonators
51 aus Yttriumgranat ist über sine Verbindung 51 ebenfalls einstellbarer Länge mit der Steuerelektrode 3 des
Transistors 7*verbunden. Dieser Transistor ist zwischen seiner Drainelektrode 2 und Masse durch eine Impedanz
20 belastet, die vorzugsweise ein ohmscher WiJerstand ist.
Ein mit einem Feldeffekttransistor, einem Yttriumgranat-Abstimmungszweipol
und einer Kopplungsinduktivität von 1 · 10-9 Henry ausgerüsterer Oszillator
hat z. B. vor Anwendung der Erfindung eine Frsquenzänderung von 7 bis 11 GHz. Bei der in F i g 4 gezeigten
Ausführungsform mit einem Yttriumgranat-Resonator 50, der gleich dem erstgenannten Resonator ist, wird die
Frequenzänderung ausgedehnt von 7 bis 14 GHz.
Es können auch weit größere Frequenzänderungen erhalten werden, und zwar bis zu mehreren Oktaven,
wenn verschiedene Resonatoren verwendet werden und wenn für den Fall der Verwendung von Yttriumgranat-Resonatoren
die Längen der Verbindungen 401 und 405 lbg iSlirnmt werden.
In dem Abstimmungszweipol und dem Kopplungszweipoi können auch Kapazitätsdioden verwendet werden,
die ggf. mit Ferritresonatoren kombiniert werden.
Eine zweite, in F i g. 5 gezeigte Ausführungsform der Erfindung enthält nur einen Yttriiimgranat-Kugelrcsonator
61, der zwei leitende Halbschlaufen 62 und 63 aufweist, die in den Abstimmungszweipol und den
Kopplungszv/eipol eingefügt sind, und zwar in a.naioger
Weise wie bei der Schaltung nach F i g. 4. Die Ergebnisse sind vergleichbar mit denjenigen bei der ersten Ausführungsform,
die Ληο-dnung ist jedoch platzsparender.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Elektronischer Oszillator mit einem drei Elektroden aufweisenden aktiven Bauteil (T), an dessen
erste Elektrode (1) ein Abstimmkreis (40), an dessen zweite Elektrode (2) ein Lastkreis (20) und an dessen
dritte Elektrode (3) ein in der Rückkopplungsschleife liegender Koppelkreis (50) jeweils mit dem ersten
Pol angeschlossen ist, während die zweiten Pole des Abstimmkreises (40), des Lastkreises (20) und des
Koppelkreises (50) miteinander verbunden sind, wobei der Abstimmkreis (40) aus einem Kugelresonator
aus magnetischem monokristallinem Material gebildet ist, der in einem Magnetfeld (H) einstellbarer
Größe angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Koppelkreis (50) aus einem Kugelresonator (51; 61) aus magnetischem monokristallinem
Material gebildet ist, dessen Reaktanz durch dasselbe Magnetfeld fHJ einstellbar ist
2. Oszillator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das aktive Bauteil (T) ein bipolarer
Transistor ist
3. Oszillator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aktive Bauteil (T) ein Feldeffekttransistor
ist
4. Oszillator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das magnetische
monokristalline Material ein Yttriumgranat ist
5. Oszillator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstimmkreis und
der Koppelkreis einen gemeinsamen Kugelresonator (61) aus magnetischem monokristallinem Material
aufweisen.
6. Oszillator nach ein^m der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzcichn t, daß zur Einstellung der Reaktanz wenigstens eines Kugelresonators
(41) die Länge eines Anschlußdrahtes (401) einstellbar ist, der als in Reihe mit dem Kugelresonator
(41) angeordnete Induktivität wirkt
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