DE29083C - Elektrische Bogenlampe - Google Patents

Elektrische Bogenlampe

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DE29083C
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DENDAT29083D
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H. A. EARLE in London und E. GOLTSTEIN in Hannover
Publication of DE29083C publication Critical patent/DE29083C/de
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0093Controlling of arc lamps with a threaded rod

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  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Elektrische Bogenlampe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. November 1883 ab.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende elektrische Bogenlampe gehört zu derjenigen Art von Lampen, bei welchen die Regulirung des Lichtbogens durch Glycerin oder eine andere passende Flüssigkeit vermittelt wird. Dieselbe ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. ι theilweise im Schnitt und in der Ansicht veranschaulicht. Fig. 2 und 3 zeigen die Anordnung und Führung des beweglichen Kohlenhalters, während die übrigen Figuren die Einrichtung des die Flüssigkeit in ihren Bewegungen controlirenden Kolbens darstellen.
Der Strom tritt durch die positive Klemme a in die Lampe ein und gelangt durch den Conductor b nach c, wo er sich in zwei Zweige theilt, von denen der eine die dicken Windungen d und der andere die dünnen Windungen ζ eines Differentialsolenoids passirt. Der erste dieser Zweige ist der Hauptstrom. Derselbe nimmt seinen Weg aus den Windungen d über e nach dem hohlen Cylinder/" und von da durch die Stangen g, den oberen Kohlenhalter h und die beiden anfangs immer in Contact befindlichen Kohlen nach dem Kohlenhalter k, um schliefslich bei der negativen Klemme / aus der Lampe auszutreten. Der Zweig durch den dünnen Draht bildet einen Nebenschlufs; er gelangt nicht durch die Kohlen, sondern geht, nachdem er das Differentialsolenoid in einer dem Hauptstrom entgegengesetzten Richtung passirt hat, über m direct nach der Austrittsklemme /.
Der Durchgang des Stromes durch das Solenoid hat zur Folge, dafs der an einer Spiralfeder ί hängende oder sonstwie äquilibrirte Eisenkern r abwärts gezogen wird und durch den mittelst Stange q' mit ihm verbundenen Kolben q auf die im Cylinder / befindliche Glycerin- oder andere Flüssigkeit einen kräftigen Druck ausübt. Dieser Druck pflanzt sich durch das Verbindungsrohr t nach der auch im Cylinder f vorhandenen Flüssigkeit fort und treibt hier den Kolben η in die Höhe, an dessen Stange n' durch Vermittelung der Traverse 0 und Stangen g der obere Kohlenhalter h befestigt ist. Letzterer nimmt sonach an der Aufwärtsbewegung Theil und zieht die Kohlen aus einander, so dafs sich bei i der Lichtbogen entfaltet.
Bei der Bildung des Lichtbogens gelangt der Kolben q in seine tiefste Position und weicht dann in dem Mafse, wie durch den Abbrand der Kohlenspitzen der Strom im dicken Draht des Solenoids geschwächt wird, getrieben von dem Druck des auf die Flüssigkeit wirkenden Kolbens n, allmälig nach oben, bis sein unterer Rand mit einer in der Innenwandung des Cylinders p vorgesehenen Nuth u' zusammentrifft und der Flüssigkeit Abflufs nach oben gestattet. An dieser Stelle tritt das der normalen Länge des Lichtbogens entsprechende Gleichgewicht zwischen der Differentialwirkung des Solenoids und dem Gewicht des oberen Kohlenhalters ein, und es erfolgt nun die weitere Regulirung durch das Spielen des Kolbens q am unteren Ende der Nuth u*. Ausgenommen die ersten. Minuten, wo die Regulirung mit einem stetigen Emporsteigen des Kolbens q verbunden ist,
geht also der Nachschub der Kohle während der ganzen Brennzeit in dem Verhältnifs von statten, wie die Flüssigkeit durch die Nuth u' nach oben in den freien Raum des Cylinders/ entweichen kann, und da die Oeffnung dieser Nuth genau nach Mafsgabe der Aufzehrung der Kohlen vom Differentialsolenoid regulirt wird, so ist es leicht verständlich, dafs die Lampe ein sehr ruhiges Licht ausstrahlt. Anstatt der Nuth u' könnte man auch in der Wandung des Cylinders / ein Loch anbringen, welches der Flüssigkeit den Abflufs nach oben gestattete.
Wenn die Kohlen verzehrt sind, so mufs für das Einsetzen neuer Kohlen der obere Kohlenhalter mit dem Kolben η in die Höhe geschoben und gleichzeitig dem Glycerin ein Weg geöffnet werden, damit es in den Raum_/' des Cylinders f zurückfliefsen kann. Zu diesem Ende hat der Regulirkolben q die in den Fig. 4 bis 7 angegebene Construction erhalten.
Fig. 4 und 5 zeigen denselben mit einem Theil des Cylinders p in zwei zu einander rechtwinkligen Verticalschnitten, und zwar das eine Mal in dem Zustande, wo die Kohlen sich in Contact befinden, und das andere Mal in der dem normalen Lichtbogen entsprechenden Position. Fig. 6 ist ein zugehöriger Horizontalschnitt und Fig. 7 die untere Ansicht des Kolbens. Wie ersichtlich, enthält der Regulirkolben einen Hohlraum, welcher oben eine konische Gestalt hat und durch einen Kanal χ mit dem oberen Raum des Cylinders p communicirt. In diesem Hohlraum befindet sich ein bewegliches Ventil, auf welches durch die Oeffnung y des Kolbens q der durch die Flüssigkeit in /' / u fortgepflanzte Druck des Kolbens η einwirkt, so dafs dasselbe sich in den konischen Theil des Hohlraumes hineindrängt und den Kanal * schliefst (s. Fig. 5). Wird aber der obere Kohlenhalter beim Einsetzen frischer Kohlen in die Höhe geschoben, so entsteht im Cylinder f ein Vacuum, so dafs das Ventil ν niedergeht und der Flüssigkeit gestattet, mit grofser Schnelligkeit aus dem oberen Theil des Cylinders p durch x, sowie die eigens dazu in den Innenwandungen des Kolbens q vorgesehenen Kanäle w nach dem Raum u und dem Cylinder f zurückzuströmen. Uebrigens könnte man den Kolben auch massiv machen und das Ventil ν in einem in der Wandung des Cylinders / vorgesehenen Raum placiren, welcher einerseits mit dem oberen und andererseits mit dem unteren Ende von / communicirte.
Sollte beim Hochschieben des oberen Kohlenhalters der Kolben q etwas herabgezogen werden, so wird er doch bald von der Spiralfeder s oder durch den Druck des Kolbens η auf die Flüssigkeit wieder in die zur Bildung des Lichtbogens erforderliche Höhenlage zurückgebracht.
Wenngleich in vorstehendem der Kolben q als mit dem Kern eines Differentialsoletioids combinirt beschrieben ist, so wird hier doch ausdrücklich betont, dafs seine Bewegungen sich auch durch ein einfaches Solenoid oder durch andere in ihrer Wirkung vom elektrischen Strom beeinflufste Mittel herbeiführen lassen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die automatische Regulirung von elektrischen Bogenlampen mit Hülfe eines Kolbens, welcher zunächst zum Zweck der Entfaltung des Lichtbogens einen solchen Druck auf eine Flüssigkeitssäule ausübt, dafs dieselbe die Kohlenspitzen trennt, und welcher sodann durch Spielen vor einer Nuth u1 oder einer ihr äquivalenten Oeffnung der Flüssigkeit in dem Mafse zu entweichen gestattet, wie der Ausgleich des Abbrandes der Kohlenspitzen durch den Kohlennachschub von statten geht.
2. Die Anordnung eines Ventils, welches einen durch den Kolben oder an dem Kolben vorbeiführenden Kanal während des Brennens der Lampe verschlossen hält, denselben jedoch beim Einsetzen neuer Kohlenstäbe öffnet und dadurch der entwichenen Flüssigkeit ermöglicht, in den ursprünglich von ihr eingenommenen Raum zurückzukehren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT29083D Elektrische Bogenlampe Active DE29083C (de)

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